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Pressekonzentration: Deutung eines publizistischen und ökonomischen Phänomens

Title: Pressekonzentration: Deutung eines publizistischen und ökonomischen Phänomens

Seminar Paper , 2001 , 20 Pages , Grade: 2

Autor:in: Andreas Hempfling (Author)

Communications - Print Media, Press
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Immer mehr Medien sind in den Händen von immer weniger Konzernen. Wie ist es mit der Unabhängigkeit der Medien in diesem Umfeld bestellt und wie leidet die Vielfalt der Meinungen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Den letzten beißen die Hunde / Gründe für den Konzentrationsprozess

1.1 Die ökonomische Komponente

1.2 Die Günther Kommission

1.3 Einfluss auf Meinung und Politik

3. Arten von Konzentration

4. Der Bertelsmannkonzern / Deutschlands größtes Medienunternehmen

1.4 Globale Strategien

1.5 Regulierungsmöglichkeiten

5. Ausblick und Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wesen, die Besonderheiten und die Probleme von Medien-Konzentrationsprozessen sowie die Rolle der beteiligten Konzerne. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich diese ökonomischen Prozesse auf die publizistische Vielfalt und den Meinungsbildungsprozess in einer demokratischen Gesellschaft auswirken und welche Möglichkeiten staatlicher Regulierung bestehen.

  • Ökonomische Ursachen der Medienkonzentration
  • Einfluss von Medienkonzentration auf Meinung und Politik
  • Systematisierung der Arten von Medienkonzentration
  • Analyse der Strategien des Bertelsmann-Konzerns
  • Effektivität staatlicher Regulierungsmechanismen

Auszug aus dem Buch

Die ökonomische Komponente

Auch das alte Sprichwort „Konkurrenz belebt das Geschäft“ scheint in der Medienbranche von eingeschränkter Gültigkeit. So schreibt Matthias Karmasin: „Freier Wettbewerb führt [...] nicht zu einer Vielfalt von Meinungen sondern zu einer Konzentration auf wenige Anbieter.“ Diese Sache aber scheint erklärungsbedürftig, wollen wir doch nicht unserem liberalen Wirtschaftssystem die Schuld an der Misere mit der Medienkonzentration geben. Dennoch, so sehr man es auch dreht und wendet, die schwindende Anzahl an unabhängigen Medienunternehmen scheint vorrangig ein Problem ökonomischer Natur.

Karmasin spricht von einer „Kostendegression pro Stück mit steigender Ausbringungsmenge“ und einer „naturgemäß beschränkten“ Marktgröße als Begünstigungsfaktoren für den Konzentrationsprozess. Viel wichtiger noch aber dürfte die „Anzeigen-Auflagen Spirale sein: „Je höher die Reichweite eines medialen Produkts, desto stärker die Kostendegression, desto niedriger die Anzeigenpreise, desto höher die Anzeigenerlöse.“ Das Senken der Produktionskosten auf der einen Seite und das Erschließen neuer Werbemärkte auf der anderen präsentiert sich für die Konzerne also gleich in doppelter Hinsicht als reizvoll. Denn der Werbemarkt steigt und fällt mit der Zahl der Rezipienten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Machtkonzentration bei großen Medienhäusern am Beispiel des Kirch-Konzerns und definiert das Ziel, die Auswirkungen dieser Prozesse zu untersuchen.

2. Den letzten beißen die Hunde / Gründe für den Konzentrationsprozess: Dieses Kapitel erläutert ökonomische Faktoren wie Kostendegression und den Einfluss der Anzeigen-Auflagen-Spirale, stellt historische Kommissionen vor und diskutiert die Folgen für die politische Meinungsbildung.

3. Arten von Konzentration: Es erfolgt eine Differenzierung zwischen horizontaler, vertikaler und diagonaler Konzentration sowie zwischen absoluten und relativen Konzentrationsformen.

4. Der Bertelsmannkonzern / Deutschlands größtes Medienunternehmen: Anhand einer Fallstudie wird die Unternehmensstrategie des Bertelsmann-Konzerns analysiert, wobei Synergien zwischen verschiedenen Sparten und die Auswirkungen auf den Wettbewerb verdeutlicht werden.

5. Ausblick und Schluss: Das Fazit wägt die Chancen und Risiken der Medienkonzentration ab und kommt zu dem Schluss, dass staatliche Regulierungen angesichts der Bedeutung der Pressefreiheit für die Demokratie geboten sein können.

Schlüsselwörter

Medienkonzentration, Pressefreiheit, Bertelsmann, ökonomische Faktoren, Meinungsbildung, Wettbewerb, Horizontaler Zusammenschluss, Vertikale Integration, Medienmarkt, Regulierung, Kartellrecht, Pressevielfalt, Rundfunk, Zeitungsverlage, Medienpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wirtschaftlichen und publizistischen Medienkonzentration in Deutschland und deren Auswirkungen auf den Wettbewerb sowie die Meinungsfreiheit.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den ökonomischen Ursachen von Konzentrationsprozessen, der Macht von Großkonzernen wie Bertelsmann und den Grenzen staatlicher Regulierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Wesen der Medienkonzentration zu erörtern und zu analysieren, ob und wie diese Entwicklung die demokratische Meinungsbildung gefährdet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische medienökonomische Konzepte mit empirischen Daten und aktuellen Entwicklungen auf dem deutschen Medienmarkt verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Gründe für Fusionen, klassifiziert die verschiedenen Arten der Konzentration und untersucht beispielhaft die Marktstrategien des Bertelsmann-Konzerns.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Medienkonzentration, Pressevielfalt, ökonomische Marktmechanismen, Bertelsmann, Konzentrationskontrolle und Meinungsbildung.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Bertelsmann-Konzerns?

Der Autor zeichnet Bertelsmann als Musterbeispiel für eine erfolgreiche horizontale und vertikale Integration, die durch ihre Marktpräsenz und den Einsatz von Synergien die Konkurrenz unter Druck setzt.

Ist die staatliche Regulierung nach Ansicht des Autors effektiv?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die bestehenden Regulierungsmechanismen oft an hohen Hürden scheitern und die Wirksamkeit der Pressefusionskontrolle durch diverse Ausnahmeregelungen untergraben wird.

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Details

Title
Pressekonzentration: Deutung eines publizistischen und ökonomischen Phänomens
College
LMU Munich  (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Course
Proseminar Medienlehre Presse
Grade
2
Author
Andreas Hempfling (Author)
Publication Year
2001
Pages
20
Catalog Number
V3636
ISBN (eBook)
9783638122467
Language
German
Tags
Pressekonzentration Deutung Phänomens Proseminar Medienlehre Presse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Hempfling (Author), 2001, Pressekonzentration: Deutung eines publizistischen und ökonomischen Phänomens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3636
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