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Die Entwicklung der betrieblichen Selbstständigkeit in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg unter besonderer Berücksichtigung der neuen Form der 'Ich-AG'

Title: Die Entwicklung der betrieblichen Selbstständigkeit in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg unter besonderer Berücksichtigung der neuen Form der 'Ich-AG'

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jörn Finger (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Es ist der Traum eines jeden Arbeitnehmers, eines Tages sein „eigener“ Chef zu sein. Viele Möglichkeiten, diesen Traum zu verwirklichen, gibt es in einem industriell und wirtschaftlich sehr gut entwickelten Land wie Deutschland. Sei es nun die Gründung eines eigenen kleinen Betriebes im handwerklichen oder kaufmännischen Bereich oder die Übernahme eines sogenannten Franchise-Unternehmens, wie es beispielsweise der Fast-Food Riese McDonald`s in den 1970er und 1980er Jahren in Deutschland praktiziert hat.

Selbstständig zu sein bedeutet für viele Arbeiter gleichzeitig das Gefühl von Freiheit und Eigenständigkeit. Sie können ihr Gehalt variabel gestalten, ihre Arbeits- und natürlich auch Urlaubszeiten variabel bestimmen sowie entscheiden, welche und wie viele Mitarbeiter sie beschäftigen möchten.

Natürlich birgt eine Selbstständigkeit in Deutschland auch immer ein Risiko, sowohl finanziell als auch in gesellschaftlicher Sicht. Sehr häufig kommt es vor, dass einst sehr erfolgreiche Unternehmer nach einem Konkurs gesellschaftlich nicht mehr anerkannt sind und ihren einst so angesehenen Status verloren haben.

Diese vorliegende Arbeit soll zunächst einen Überblick über die Entwicklung der selbstständigen Betriebe in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg geben und anschließend auf sehr anschauliche Weise darstellen, welche Möglichkeiten es in Deutschland gibt, sich selbstständig zu machen. Parallel und kritisch dazu sollen aber auch im Kapitel 4 („Paragraphendschungel Deutschland“) die vielen im Vorfeld bereits zu erledigenden Formalien erläutert werden, die bei vielen potentiellen Unternehmern abschreckend wirken. Im Anschluss daran soll eine neue Form der Selbstständigkeit in Deutschland vorgestellt werden, nämlich die „Ich-AG“. Aktuelle Tendenzen und ein Fazit sollen diese Arbeit abrunden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Entwicklung der Selbstständigkeit in Deutschland nach 1945

3. Wege in die Selbstständigkeit

4. „Paragraphendschungel“ Deutschland

5. Die „Ich-AG“ als neue Form der Selbstständigkeit

6. Aktuelle Tendenzen

7. Fazit / Schlusswort

8. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die aktuellen Rahmenbedingungen betrieblicher Selbstständigkeit in Deutschland nach 1945, wobei ein besonderer Fokus auf der bürokratischen Belastung bei Existenzgründungen sowie der Einführung der „Ich-AG“ als förderungswürdiges Instrument zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit liegt.

  • Historische Analyse der Existenzgründungen seit dem Zweiten Weltkrieg.
  • Darstellung der bürokratischen Hürden und Formalitäten für Gründer.
  • Untersuchung der staatlichen Förderung durch das „Ich-AG“-Konzept.
  • Vergleich der Attraktivität von Selbstständigkeit versus Angestelltenverhältnis.

Auszug aus dem Buch

4.) Paragraphendschungel Deutschland

Um sich in Deutschland selbstständig zu machen, müssen eine ganze Reihe von Formalitäten erledigt werden, die bis zu drei Jahren Vorlaufzeit haben können. Viele dieser Formalitäten erfordern höchste Konzentration und Durchhaltevermögen, da man sehr häufig lange Warteschlangen auf Ämtern oder bei Beratungsstellen in Kauf nehmen muss. Dieses schreckt leider sehr viele potentielle Existenzgründer ab, wodurch die Zahl der Neugründungen in den letzten Jahrzehnten immer mehr abgenommen hat.

Es ist verboten, in Deutschland ohne Genehmigung ein eigenes Geschäft zu eröffnen, allerdings sind die Formalitäten hierzulande mitunter am stärksten und langwierigsten. Im Folgenden soll einmal aufgezeigt werden, welche Voraussetzungen für eine Existenzgründung in Deutschland getroffen werden müssen:

Zu aller erst muss beim zuständigen Gewerbeaufsichtsamt das neue Gewerbe eingetragen und angemeldet werden. Hierfür benötigt man einen gültigen Personalausweis oder Reisepass und muss insgesamt vier Formblätter ausfüllen. Die Bearbeitung hierfür kann bei vier bis sechs Wochen liegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Die Einleitung beleuchtet den Traum der beruflichen Selbstständigkeit und skizziert die Struktur der Arbeit, die neben den historischen und formalen Hürden auch die „Ich-AG“ thematisiert.

2. Entwicklung der Selbstständigkeit in Deutschland nach 1945: Dieses Kapitel analysiert die schwierigen Nachkriegsjahre sowie den Boom während des Wirtschaftswunders und zeigt auf, warum Existenzgründungen in Deutschland im Zeitverlauf risikoreicher wurden.

3. Wege in die Selbstständigkeit: Hier werden gängige Gründungsmöglichkeiten, einschließlich des Franchise-Prinzips, erläutert und die staatliche Unterstützung sowie deren Motivation hinterfragt.

4. „Paragraphendschungel“ Deutschland: Dieses Kapitel beschreibt detailliert die bürokratischen Hürden und formalen Schritte, die eine Existenzgründung in Deutschland mitunter zu einem langwierigen Prozess machen.

5. Die „Ich-AG“ als neue Form der Selbstständigkeit: Es wird das „Harz II“-Gesetz eingeführt und erläutert, wie durch staatliche Zuschüsse Arbeitslose zum Schritt in die Selbstständigkeit animiert werden sollen.

6. Aktuelle Tendenzen: Das Kapitel vergleicht die rückläufige allgemeine Gründungsrate mit dem statistisch messbaren Erfolg der „Ich-AG“-Gründungen.

7. Fazit / Schlusswort: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die „Ich-AG“ als sinnvolles, wenngleich noch zu wenig bekanntes Instrument zur Förderung des Wirtschaftsstandorts.

8. Literatur: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Selbstständigkeit, Existenzgründung, Ich-AG, Deutschland, Bürokratie, Wirtschaftswunder, Arbeitslosigkeit, Arbeitsmarkt, Franchise-Prinzip, Harz II, Gewerbeanmeldung, Unternehmensrisiko, Förderung, Wirtschaftsstandort, Neugründung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung betrieblicher Selbstständigkeit in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Jahr 2003 und untersucht, wie neue Formen wie die „Ich-AG“ den Wirtschaftsstandort prägen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themenfelder umfassen die Historie der Existenzgründungen, die bürokratischen Rahmenbedingungen, verschiedene Gründungsmodelle sowie die Auswirkungen des „Harz II“-Gesetzes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie bürokratische Hürden Gründer abschrecken und inwiefern staatliche Förderkonzepte die Selbstständigkeit attraktiv gestalten können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung statistischer Daten und aktueller Zeitschriftenartikel zum Thema Existenzgründung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, eine detaillierte Darstellung bürokratischer Prozesse („Paragraphendschungel“) und die Vorstellung sowie Bewertung der „Ich-AG“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Existenzgründung, Bürokratie, Ich-AG und Wirtschaftswunder charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die „Ich-AG“ von einer klassischen Unternehmensgründung?

Die „Ich-AG“ richtet sich spezifisch an Arbeitslose, bietet staatliche Existenzgründungszuschüsse für drei Jahre und ist an bestimmte Einkommensgrenzen gebunden, um das unternehmerische Risiko zu senken.

Warum wird Deutschland als „existenzgründerfeindlich“ bezeichnet?

Aufgrund der komplexen und langwierigen bürokratischen Prozesse, die mehrere Jahre Vorlaufzeit beanspruchen können, sehen sich viele potentielle Gründer von einer Existenzgründung in Deutschland abgeschreckt.

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Details

Title
Die Entwicklung der betrieblichen Selbstständigkeit in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg unter besonderer Berücksichtigung der neuen Form der 'Ich-AG'
College
University of Duisburg-Essen  (Institut für Soziologie)
Course
Wandel der Beschäftigungsformen im Ländervergleich
Grade
2,0
Author
Jörn Finger (Author)
Publication Year
2003
Pages
16
Catalog Number
V36383
ISBN (eBook)
9783638360326
ISBN (Book)
9783638761956
Language
German
Tags
Entwicklung Selbstständigkeit Deutschland Weltkrieg Berücksichtigung Form Ich-AG Wandel Beschäftigungsformen Ländervergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jörn Finger (Author), 2003, Die Entwicklung der betrieblichen Selbstständigkeit in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg unter besonderer Berücksichtigung der neuen Form der 'Ich-AG', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36383
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