Das Sprichwort "Gegensätze ziehen sich an" wird beim Thema Partnerschaft häufig verwendet, jedoch haben Studien gezeigt, dass das nicht grundsätzlich zutrifft. "Gleich und Gleich gesellt sich gerne" scheint da viel eher zu passen, wobei ähnliche
Merkmale wie Prestige, Attraktivität und Bildung eine große Rolle spielen. Diese und andere Merkmale beeinflussen sowohl das Partnerwahl- als auch das Erwerbsverhalten.
Die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit ist die Analyse der Leitfrage, wie es zu diesem Umstand kommt und ob das veränderte Partnerwahlverhalten das Erwerbsverhalten oder umgekehrt strukturiert. Um zu verstehen, weshalb sich Individuen für gewisse Dinge entscheiden, sich auf eine bestimmte Art und Weise verhalten und worin die Ursachen dafür liegen, werden zunächst die theoretischen Grundlagen gelegt. Dafür werden die Aspekte Sozialisation, soziale Milieus, Lebensstile sowie Werte und Wertewandel behandelt.
Nachdem die theoretischen Grundlagen erläutert wurden, widmet sich die Arbeit dem Partnerwahlverhalten, für dessen Untersuchung die theoretischen Grundlagen oft Verwendung finden. Schließlich werden im Fazit die wesentlichen Ergebnisse festgehalten und die Leitfrage beantwortet.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretische Grundlagen
- Sozialisation
- Soziale Milieus
- Lebensstile
- Werte und Wertewandel
- Partnerwahlverhalten
- Assortative Mating
- Erwerbsverhalten
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Beziehung zwischen Partnerwahlverhalten und Erwerbsverhalten zu analysieren. Sie untersucht, ob sich das veränderte Partnerwahlverhalten auf das Erwerbsverhalten auswirkt oder umgekehrt.
- Sozialisation und ihre Auswirkungen auf das Handlungsumfeld von Individuen
- Soziale Milieus als Einflussfaktoren auf Werte und Lebensstile
- Lebensstile und ihre Rolle bei der Gestaltung von Präferenzen und Verhaltensweisen
- Werte und Wertewandel als Determinanten des Partnerwahlverhaltens
- Assortative Mating und seine Bedeutung für die Partnerwahl
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel liefert eine Einleitung und stellt die Leitfrage der Arbeit vor. Es beleuchtet die Bedeutung von Merkmalen wie Prestige, Attraktivität und Bildung für die Partnerwahl und das Erwerbsverhalten. Das zweite Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen, indem es die Aspekte Sozialisation, soziale Milieus, Lebensstile und Werte sowie Wertewandel beleuchtet. Dabei wird der Fokus auf die Entstehung von Präferenzen und Verhaltensweisen gelegt.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Sozialisation, soziale Milieus, Lebensstile, Werte und Wertewandel, Partnerwahlverhalten, Assortative Mating und Erwerbsverhalten. Sie untersucht die Beziehung zwischen diesen Themen und analysiert deren Einfluss auf das Handlungsumfeld von Individuen.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet "Assortative Mating"?
Es bezeichnet die Partnerwahl nach dem Prinzip der Ähnlichkeit, insbesondere in Bezug auf Bildung, Prestige und soziale Herkunft.
Wie beeinflusst die Partnerwahl das Erwerbsverhalten?
Die Wahl eines Partners mit ähnlichem Bildungsgrad führt oft zu spezifischen Mustern der Arbeitsaufteilung und Einkommenskonzentration in Haushalten.
Welche Rolle spielt die Sozialisation bei der Partnerwahl?
Individuen werden in sozialen Milieus geprägt, die ihre Präferenzen, Werte und Lebensstile formen und somit den Kreis potentieller Partner einschränken.
Stimmt das Sprichwort "Gegensätze ziehen sich an"?
Wissenschaftliche Studien zeigen eher das Gegenteil: "Gleich und Gleich gesellt sich gerne" ist das dominierende Muster bei stabilen Partnerschaften.
Was ist der "Wertewandel" in diesem Kontext?
Veränderte gesellschaftliche Normen beeinflussen, welche Merkmale (z. B. Autonomie vs. Sicherheit) bei der Partnerwahl heute wichtiger sind als früher.
- Quote paper
- Shahab Olyaee (Author), 2017, "Assortative Mating" und Erwerbsverhalten. Strukturiert das veränderte Partnerwahlverhalten das Erwerbsverhalten oder umgekehrt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/364485