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Heinrich der Löwe und die Stadt München. Eine Stadtgründung der besonderen Art

Titel: Heinrich der Löwe und die Stadt München. Eine Stadtgründung der besonderen Art

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: B. R. (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Gründungsgeschichte der Stadt München ist kompliziert und lässt sich auch nicht mit einer einzigen Gewalthandlung erklären, sondern ist vielmehr ein komplizierter Rechtsstreit, der sich über Jahre hinzog. Denn eine einschneidende Datierung, mit der wir bei der Gründungsgeschichte konfrontiert werden, ist der 13. Juli 1180.

Diese Arbeit soll aufzeigen, welche Rolle der Welf Heinrich der Löwe bei der Stadtgründung gespielt hat und warum man mehr von einem Rechtsstreit, denn von einer „normalen“ Stadtgründung sprechen muss. Mit anderen Worten, warum München eine Stadtgründung der besonderen Art war.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Der Raum München vor der Stadtgründung

1.1 Archäologische Fundstellen im Münchner Raum

1.2 Die frühen Fern- und Handelswege

2 Eine Stadtgründung der besonderen Art – Der Rechtsstreit um München und Föhring

2.1 Der Streit zwischen Otto von Freising und Heinrich dem Löwen 1158

2.2 Die gütliche Einigung statt einem Rechtsspruch – ein Sonderfall?

2.3 Der Streit zwischen Albert von Freising und Heinrich dem Löwen 1180

2.4 Die Konsequenzen des Regensburger Urteils und die Frage: Wer ist im Recht gewesen?

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die historischen Hintergründe der Gründung Münchens und hinterfragt, inwieweit die traditionelle Erzählung von einer gewaltsamen Stadtgründung durch Heinrich den Löwen den tatsächlichen Quellenlagen entspricht.

  • Analyse der Quellenlage zu den Ereignissen von 1158 und 1180
  • Untersuchung des "Augsburger Vergleichs" als gütliche Einigung
  • Gegenüberstellung von Mythen und rechtsgeschichtlichen Fakten
  • Einordnung der Rolle Heinrichs des Löwen als "Marktgründer"
  • Bedeutung von Rechtsstreitigkeiten in der mittelalterlichen Herrschaftspraxis

Auszug aus dem Buch

Der Streit zwischen Otto von Freising und Heinrich dem Löwen 1158

In gewisser Art und Weise handelt sich bei den Streitigkeiten um eine Familienangelegenheit. Denn die beteiligten Protagonisten waren durch familiäre Banden miteinander verknüpft. Otto von Freising war Heinrichs Stief-Onkel. Denn Gertrud, die Mutter des Löwen, hatte sich in zweiter Ehe mit Heinrich, dem Bruder von Otto von Freising, vermählt. Doch damit nicht genug war auch der Richter, oder besser gesagt der Schlichter, Friedrich Barbarossa mit den beiden verwandt. Er war der Cousin von Heinrich dem Löwen und Otto war sein Onkel. Vielleicht wurde er auch deshalb als Schlichter oder Vermittler der beiden Parteien für geeignet befunden. Denn zum einen galt er durch die Beziehung zu beiden als nicht parteiisch, zum anderen verfügte er als kaiserliche Autorität über die nötigen Machtmittel um ein Urteil oder eine Einigung auszusprechen.

Der Inhalt des Streits war die gewaltsame Verlegung des Marktes bei Föhring in den neuen Markt München einhergehend mit der gewaltsamen Zerstörung der Isarbrücke bei Föhring. So kennt es zumindest der Laie. Interessanterweise verrät uns die erste Urkunde darüber herzlich wenig.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einführung verdeutlicht die Diskrepanz zwischen der modernen Wahrnehmung Münchens als Stadtgründung durch Heinrich den Löwen und der komplexen, eher rechtsstreit-geprägten historischen Realität.

1 Der Raum München vor der Stadtgründung: Dieses Kapitel skizziert die verkehrstopographische Lage und die archäologischen Siedlungsspuren im Münchner Raum, die bereits weit vor 1158 eine beachtliche Besiedlung belegen.

2 Eine Stadtgründung der besonderen Art – Der Rechtsstreit um München und Föhring: Hier werden die Urkunden von 1158 und 1180 analysiert, um den Charakter der Ereignisse als juristische Auseinandersetzungen statt als "Stadtgründung" im klassischen Sinne zu belegen.

3 Fazit: Das Fazit stellt zusammenfassend fest, dass die Figur Heinrichs des Löwen als Stadtgründer historisch kaum haltbar ist und Münchens Entstehung vielmehr das Ergebnis personaler Netzwerke und langfristiger Entwicklungen war.

Schlüsselwörter

Heinrich der Löwe, München, Stadtgründung, Föhring, Rechtsstreit, Augsburger Vergleich, Regensburger Schied, Friedrich Barbarossa, Marktverlegung, Isarbrücke, Mittelalter, Quellenanalyse, Siedlungsgeschichte, Welfen, Landeshauptstadt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Gründungsgeschichte Münchens und hinterfragt die Rolle von Heinrich dem Löwen anhand zeitgenössischer Urkunden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Auseinandersetzungen zwischen den Welfen und den Freisinger Bischöfen sowie die Analyse von Rechtsdokumenten aus den Jahren 1158 und 1180.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob es sich bei der Gründung Münchens tatsächlich um eine planmäßige Stadtgründung oder eher um einen komplizierten, langjährigen Rechtsstreit handelte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Analyse und Interpretation erhaltener zeitgenössischer Urkunden im Kontext der damaligen rechtsgeschichtlichen Gepflogenheiten.

Was bildet den inhaltlichen Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Auswertung der Urkunden von 1158 und 1180 sowie die Rolle der beteiligten Akteure in diesem rechtlichen Konflikt.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Schlagworte sind Heinrich der Löwe, Augsburger Vergleich, Regensburger Schied, Marktverlegung und mittelalterliches Recht.

Warum wird der "Augsburger Schied" von der Forschung kritisch betrachtet?

Der Autor führt aus, dass der Begriff "Schied" irreführend ist, da es sich in Wahrheit um einen vertraglichen Vergleich (conventio) zwischen den Parteien handelte und nicht um einen kaiserlichen Urteilsspruch.

Welche Bedeutung kommt der zweiten Urkunde von 1180 zu?

Die Urkunde von 1180 markiert das Ende einer juristischen Abrechnung nach dem Sturz Heinrichs des Löwen, in der erstmals von einem gewaltsamen Übergriff in Bezug auf den Markt Föhring berichtet wird.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Heinrich der Löwe und die Stadt München. Eine Stadtgründung der besonderen Art
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
1,3
Autor
B. R. (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
18
Katalognummer
V364521
ISBN (eBook)
9783668438088
ISBN (Buch)
9783668438095
Sprache
Deutsch
Schlagworte
heinrich löwe stadt münchen eine stadtgründung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B. R. (Autor:in), 2016, Heinrich der Löwe und die Stadt München. Eine Stadtgründung der besonderen Art, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/364521
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Leseprobe aus  18  Seiten
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