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Risikomanagement im Islamic Banking

Título: Risikomanagement im Islamic Banking

Tesis (Bachelor) , 2015 , 63 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Economía de las empresas - Inversiones y finanzas
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Diese Bachelorarbeit beschreibt die Verknüpfung des westlichen Bankensystems mit dem islamischen Bankensystem. Dabei geht es hauptsächlich um das Risikomanagement.

„Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland. […]“

Mit dieser Aussage zeigte der damalige Bundespräsident Christian Wulf, welchen Stellenwert Muslime in Deutschland mittlerweile einnehmen. Bei einem so großen Bevölkerungsanteil war diese Aussage meiner Meinung nach folgerichtig für das Zusammenleben verschiedener Ethnien in der Bundesrepublik. Desweiteren kann diese Aussage auch zur Offenheit gegenüber anderen Kulturen und Religionen beitragen, in diesem Falle gegenüber den Islam und somit auch dem Islamic Banking.

In Zeiten der Finanzkrise, welche 2007 durch die sogenannte Subprime Krise in den USA ausgelöst worden ist und 2008 in der globalen Wirtschaft einsetzte, wurde das konventionelle Bankensystem stark kritisiert. Viele konventionelle große Finanzdienstleister wie American International Group, Commerzbank und UBS, wurden durch einzelne Staaten unterstützt um Bankinsolvenzen zu vermeiden. Das Islamic Banking, welches eines der drei Säulen des Islamic Finance darstellt, soll eine Alternative zum konventionellen Bankensystem darstellen.

Eines der wichtigsten Gründe dafür war, dass das Islamic Banking einem strengen Zinsverbot unterliegt. Dementsprechend haben sich diese, nach dem Islam orientierten Banken, nicht an dem spekulativen Immobilienmarkt in den USA beteiligt und sind somit weitestgehend verschont geblieben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Grundlagen des Islams

2.1. Die Geschichte des Islams

2.2. Das islamische Recht

2.3. Primäre Rechtsquellen

2.3.1. Der Koran

2.3.2. Die Sunna

2.4. Sekundäre Rechtsquellen

2.4.1. Idschmā

2.4.2. Qiyās

2.5. Untergeordnete Rechtsquellen

2.5.1. Urf

2.5.2. Idschtihād

3. Das Islamic Banking

3.1. Der Entstehungsprozess

3.2. Wichtige Institutionen

3.2.1. Accounting and Auditing Organization for Islamic Financial Institutions

3.2.2. Islamic Financial Services Boards

3.2.3. International Islamic Financial Market

3.2.4. Islamic International Rating Agency

3.2.5. Liquidity Management Centre

3.3. Prinzipien des Islamic Banking

3.3.1. Ribā (Zinsverbot)

3.3.2. Gharar (Verbot von Spekulation)

3.3.3. Maysir (Verbot von Glücksspielen)

3.3.4. Das Verbot unethischer Geschäfte

3.4. Grundlegende Vertragsarten des Islamic Banking

3.4.1. Fremdkapitalbasierte Vertragsarten

3.4.1.1. Murabaha (Mark-up Sale)

3.4.1.2. Salam (Lieferungskauf)

3.4.1.3. Istisna (Werklieferungsvertrag)

3.4.1.4. Arbun (Verkauf mit Anzahlung)

3.4.1.5. Tawarruq

3.4.1.6. Qard Hassan (Zinsloses Darlehen)

3.4.2. Eigenkapitalbasierte Vertragsarten

3.4.2.1. Mudaraba (Stille Geselschaft)

3.4.2.2. Muscharaka (Beteiligungsfinanzierung)

3.4.3. Idschara und Sukuk

3.4.3.1. Idschara (Islamischer Leasing)

3.4.3.2. Sukuk (Islamische Anleihe)

4. Risikomanagement (konventionelles Bankensystem)

4.1. Risiken konventioneller Banken

4.1.1. Kreditrisiko

4.1.2. Marktrisiko

4.1.3. Operationelles Risiko

4.1.4. Liquiditätsrisiko

4.2. Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht

4.2.1. Basel II

4.2.2. Basel II,5

4.2.3. Basel III

5. Risikomanagement (Islamic Banking)

5.1. Risiken Islamic Banking (Verknüpfung konventioneller Banken)

5.1.1. Kreditrisiko

5.1.2. Marktrisiko

5.1.3. Operationelles Risiko

5.1.4. Liquiditätsrisiko

5.2. Islamic Banking (spezifische Risiken)

5.2.1. Rate-of-Return Risk

5.2.2. Displaced Commercial Risk

5.2.3. Scharia Risiko

5.2.4. Treuhänder Risiko

5.2.5. Reputational Risk

5.2.6. Equity Investment Risk

6. Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Ziel dieser Bachelor Thesis ist es, die Übertragbarkeit der Methoden des Risikomanagements konventioneller Banken auf das Islamic Banking zu analysieren und zu prüfen, welche spezifischen Herausforderungen und Risiken sich aus den religiösen Vorschriften des Islams sowie dem Verzicht auf zinsbasierte Geschäfte für islamische Finanzinstitute ergeben.

  • Grundlagen des Islam und dessen Rechtssystem (Scharia) als Basis des Islamic Banking
  • Analyse der Prinzipien und Vertragsarten des Islamic Banking (z.B. PLS-Prinzip, Verbot von Ribā und Gharar)
  • Vergleichende Untersuchung der Risikoprofile konventioneller und islamischer Bankensysteme
  • Rolle internationaler Standardisierungsinstitutionen wie AAOIFI und IFSB
  • Bewertung spezifischer Risiken im Islamic Banking (z.B. Rate-of-Return Risk, Scharia Risiko)

Auszug aus dem Buch

3.4.1.1. Murabaha (Mark-up Sale)

Murabaha bezeichnet den Kaufvertrag mit spezieller Preisklausel. Dabei agiert die Bank als Zwischenhändler zwischen Käufer und Verkäufer. Die Bank kauft im Auftrag des Kunden eine Ware oder ein Grundstück von einem Dritten, die sie dann ihrem Kunden mit einem vorher vereinbarten Preisaufschlag weiterverkauft. Der Kunde kann den Betrag auf Wunsch in Raten zurückzahlen. Der Kaufvertrag zwischen der Bank und dem Kunden kann nach islamischem Recht nur dann geschlossen werden, wenn die Bank das Eigentum der Ware oder des Grundstückes erworben hat, da ansonsten Zahlung und Eigentumsübertragung in der Zukunft lägen und dies nach islamischer Recht untersagt ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung des Islamic Banking im Kontext der globalen Finanzkrise dar und definiert die Zielsetzung der Arbeit.

2. Grundlagen des Islams: Dieses Kapitel erläutert die geschichtlichen Hintergründe, die Bedeutung der Scharia sowie die primären und sekundären Rechtsquellen, die als Fundament für islamische Finanztransaktionen dienen.

3. Das Islamic Banking: Hier werden der Entstehungsprozess, wichtige regulatorische Institutionen sowie die zentralen Prinzipien und vertraglichen Ausgestaltungen islamischer Finanzprodukte detailliert dargestellt.

4. Risikomanagement (konventionelles Bankensystem): Dieses Kapitel analysiert das klassische Risikomanagement und die aufsichtsrechtlichen Anforderungen gemäß den Baseler Accord-Standards (Basel I, II, III).

5. Risikomanagement (Islamic Banking): Im Hauptteil der Arbeit werden die spezifischen Risiken islamischer Banken identifiziert und mit den Risiken konventioneller Banken verknüpft, wobei der Fokus auf Scharia-konformen Besonderheiten liegt.

6. Schlussbetrachtung und Ausblick: Diese Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse der Arbeit, zieht ein Resümee über die Stabilität beider Bankensysteme und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Islamic Banking.

Schlüsselwörter

Islamic Banking, Scharia, Risikomanagement, Zinsverbot, Ribā, Gharar, PLS-Prinzip, Basel III, Murabaha, Sukuk, Kreditrisiko, Liquiditätsrisiko, Finanzmarkt, Bankenaufsicht, Scharia Risiko

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Risikomanagement im Islamic Banking und vergleicht dieses mit den Methoden und Anforderungen des konventionellen Bankensystems.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die religiösen Grundlagen des Islam, die Struktur islamischer Finanzprodukte sowie die verschiedenen Risikokategorien, mit denen islamische Banken konfrontiert sind.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, inwieweit konventionelle Risikomanagement-Methoden auf islamische Banken übertragbar sind und wie die religiösen Vorgaben deren Wirtschaftlichkeit und Risikoprofil beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine analytische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Gegenüberstellung von Finanzmarkttheorien sowie Scharia-konformen Finanzierungsmodellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Instrumente des Islamic Banking (Kapitel 3), die Analyse konventioneller Risikostrukturen inklusive Baseler Standards (Kapitel 4) und die Verknüpfung beider Bereiche im Kontext spezifischer islamischer Risiken (Kapitel 5).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Scharia, Ribā (Zinsverbot), Gharar (Spekulationsverbot), Profit-and-Loss-Sharing (PLS), Sukuk sowie die verschiedenen spezifischen Risiken wie das Scharia-Risiko.

Was unterscheidet das „Displaced Commercial Risk“ von anderen Risiken?

Dieses Risiko entsteht, wenn eine islamische Bank versucht, den Kunden die erwarteten Erträge zu garantieren, obwohl die tatsächliche Rendite des Projekts geringer ausfiel, um Kundenabwanderung zu verhindern.

Warum ist das Risikomanagement im Islamic Banking komplizierter als im konventionellen Bereich?

Aufgrund der Scharia-Vorgaben müssen islamische Banken komplexere Verträge (z.B. Mudaraba oder Muscharaka) managen, die ein Teilen von Gewinn und Verlust beinhalten und bei denen häufig keine standardisierten Daten oder Rating-Kennzahlen vorliegen.

Final del extracto de 63 páginas  - subir

Detalles

Título
Risikomanagement im Islamic Banking
Universidad
University of Applied Sciences Worms
Calificación
2,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
63
No. de catálogo
V364595
ISBN (Ebook)
9783668444447
ISBN (Libro)
9783668444454
Idioma
Alemán
Etiqueta
Islamic Banking Islamische Bank Risikomanagement Banking FInance
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2015, Risikomanagement im Islamic Banking, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/364595
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Extracto de  63  Páginas
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