Heterogenität in der Schule-Geschlechterunterschiede beim Lesen


Seminararbeit, 2005

16 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Heterogenität
2.1 Heterogenität in der Schule
2.2 Umgang mit Heterogenität in der Schule

3. Pisa-Ergebnisse
3.1 Pisa Studie
3.2 Unterschiede in der Basiskompetenz Lesen
3.2.1 Reflektieren und Bewerten
3.2.2 Kontinuierliche Texte
3.2.3 Lesegeschwindigkeit

4. Erklärungsansätze/Hintergründe
4.1 Empirische Ergebnisse zum Leseverhalten der Geschlechter
4.1.1 Lesehäufigkeit und Lesedauer
4.1.2 Lesemotive und Lektürefunktion
4.1.3 Lesestoffe und Lektürepräferenzen
4.1.4 Lesefreude
4.2 Rollen- und sozialisationstheoretische Ansätze

5. Ansatzpunkte für eine geschlechterspezifische Leseförderung
5.1 Männlichkeit beim Lesen
5.2 Lesen in der Schule
5.3 Lesen in der Familie

6. Fazit

7. Literaturliste

1. Einleitung

Das Lesen gehört zu den Basiskompetenzen des Menschen. Die Lesekompetenz ist gerade in einer modernen Informationsgesellschaft die Schlüsselkompetenz für das Lernen schlechthin und unzweifelbar auch die Basis von Medienkompetenz.

Gerade unter diesen Aspekten war es nur umso erschreckender anzusehen, welche Ergebnisse die Pisa Studie aus dem Jahre 2000 der Öffentlichkeit präsentiert hat. Sie legte Zahlen zur Lesekompetenz der Schüler vor, erläuterte diese und zeigte, dass viele Kinder nicht nur nicht richtig lesen können, sondern 50 % der Jungen gar nicht lesen wollen.

Deshalb beschäftigt sich diese Arbeit ausgehend von den Ergebnissen der Pisa Studie zur Lesekompetenz mit den Fragen: Wie sehen die Geschlechterunterschiede bezüglich der Lesekompetenz bei den Schülern aus und wie kann Heterogenität (Unterschiede) zwischen Mädchen und Jungen beim Lesen in der Schule bewältigt werden? Und in wie fern spielen gender (Geschlecht) Fragen dabei eine Rolle?

2. Heterogenität

2.1 Heterogenität in der Schule

In jeder schulischen Lerngruppe bzw. Klasse befinden sich unterschiedliche Kinder. Diese Unterschiede, im folgenden Heterogenität genannt, können sich auf unterschiedliche Bereiche beziehen, z.B. die kognitive Leistungsfähigkeit, die Emotionalität, das Alter oder auf den zentralen Aspekt dieser Arbeit: Das Geschlecht.

Lehrer sind somit gegenwärtig mit Heterogenität direkt im Unterricht konfrontiert.[1]

2.2 Umgang mit Heterogenität in der Schule

Im Umgang mit Heterogenität im Schulwesen, dominiert eine Methode die Heterogenität zu bewältigen, die Methode der Homogenisierung durch Gliederung und äußere Gliederung. Die Jahrgangsstufen, die Gliederung des Schulwesens in unterschiedliche hierarchisch geordnete Schultypen sind zwei Strategien diese Methode in die Realität umzusetzen.[2]

In Bezug zum Thema Heterogenität stellt sich die Frage, ob die unterschiedlichen Probleme der Schüler, insbesondere die Lesekompetenz, durch die Methode der Homogenisierung zu lösen sind. Des Weiteren ist die Frage zu klären, ob Mädchen und Jungen gemeinsam oder getrennt erzogen werden sollten. Diese Frage ist sehr umfassend, deshalb wird es sich im Folgenden um den Bereich Lesen handeln, sprich wie könnte ein geschlechterspezifischer Leseunterricht aussehen?

3. Pisa Ergebnisse

3.1 Pisa Studie

„Pisa steht für „Programme for International Student Assessment“ – ein Programm der zyklischen Erfassung basaler Kompetenzen der nachwachsenden Generation, das von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) durchgeführt von allen Mitgliedsstaaten gemeinschaftlich getragen und verantwortet wird.“[3]

Die Pisa Studie befasst sich mit den Bereichen: mathematische Grundbildung, naturwissenschaftliche Grundbildung und der Lesekompetenz.

Unter allen getesteten Bereichen, fallen die Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen hinsichtlich der Lesekompetenz am größten aus.

Pisa 2000 dazu: „Die größten und konsistentesten Geschlechterunterschiede sind im Bereich Lesen zu beobachten. In allen PISA-Teilnehmerstaaten erreichen die Mädchen im Lesen signifikant höhere Testwerte als die Jungen. In Deutschland entspricht der Leistungsvorsprung ungefähr einer halben Kompetenzstufe und ist in etwa mit der über alle OECD-Staaten gemittelten Differenz vergleichbar. In der Mathematik lassen sich Leistungsvorteile für die Jungen feststellen, diese sind jedoch deutlich kleiner als die Geschlechterdifferenzen im Lesen, und sie werden in nur knapp der Hälfte der PISA-Teilnehmerstaaten (dazu gehört auch Deutschland) statistisch signifikant. In den Naturwissenschaften zeigt sich weder im Durchschnitt der OECD-Staaten noch innerhalb Deutschlands ein signifikanter Leistungsunterschied zwischen Mädchen und Jungen.“[4]

Es ist im Folgenden zu klären, worin die Differenzen von Mädchen und Jungen im Bereich der Lesekompetenz liegen.

[...]


[1] Hinz, Andreas: Heterogenität in der Schule.Hamburg, Curio Verlag Erziehung und Wissenschaft 1993, S.13.

[2] Hinz, Andreas: Heterogenität in der Schule.Hamburg, Curio Verlag Erziehung und Wissenschaft 1993, S.13.

[3] Deutsches Pisa-Konsortium (Hrsg.):Pisa 2000 – Die Länder der Bundesrepublik Deutschland im Vergleich.Opladen, Leske und Budrich 2002.

[4] Deutsches Pisa-Konsortium (Hrsg.):Pisa 2000 – Die Länder der Bundesrepublik Deutschland im Vergleich.Opladen, Leske und Budrich 2002, S.253.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Heterogenität in der Schule-Geschlechterunterschiede beim Lesen
Hochschule
Universität Paderborn
Veranstaltung
Unterrichtsbeobachtung, -planung und -durchführung
Note
2
Autor
Jahr
2005
Seiten
16
Katalognummer
V36466
ISBN (eBook)
9783638360821
Dateigröße
458 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Heterogenität, Schule-Geschlechterunterschiede, Lesen, Unterrichtsbeobachtung
Arbeit zitieren
Matthias Raschke (Autor), 2005, Heterogenität in der Schule-Geschlechterunterschiede beim Lesen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36466

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