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Tendenzbetriebe und ihre Sonderrolle im Arbeitsrecht

Title: Tendenzbetriebe und ihre Sonderrolle im Arbeitsrecht

Term Paper , 2016 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Benedikt Durben (Author)

Law - Civil / Private, Trade, Anti Trust Law, Business Law
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Die folgende Arbeit befasst sich mit der Sonderrolle von Tendenzbetrieben im Arbeitsrecht. Der Tendenzschutz schützt die verschiedenen Rechte die sich aus dem Grundgesetz (Artikel 4,5 und 21) ergeben. Dies ist notwendig, da in vielerlei Hinsicht das Arbeitsrecht in die unternehmerische Freiheit eingreift. Der Tendenzschutz sorgt dafür, dass Betriebe und Unternehmen ihre durch das Grundgesetz garantierten Rechte trotz dieser Einschränkungen durchsetzen können.

Insgesamt wird mit dieser Arbeit das Ziel verfolgt, die verschiedenen Besonderheiten sowie wichtige Merkmale und Unterscheidungen zwischen „normalen“ Betrieben und Tendenzbetrieben herauszuarbeiten und trennscharf darzustellen.

Dabei wird zunächst darauf eingegangen, welche Merkmale ein Tendenzbetrieb aufweist und welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit ein Tendenzbetrieb vorliegt. Anschließend soll die Abgrenzung zwischen Tendenzbetrieben und normalen Betrieben erfolgen, wobei die Probleme hinsichtlich der Trennschärfe hervorgehoben werden sollen. Dazu wird die besondere Rolle der Tendenzträger beleuchtet, da diese eine herausragende Sonderstellung einnehmen und nur im Zusammenhang mit Tendenzbetrieben auftreten.

Ein weiterer Aspekt der beleuchtet werden soll ist das Zusammenspiel von Tendenzbetrieben und Gemeinschaftsbetrieben mit den durch die Kombination vorliegenden Problemstellungen.

Abschließend drängt sich die Frage auf, welche grundsätzlichen Unterschiede bei einem Tendenzbetrieb gemacht werden und welche Gründe für den Tendenzschutz sprechen und die Nachteile, die so den Arbeitnehmern entstehen, rechtfertigen. An dieser Stelle wird der Umfang der Einschränkungen sowie der Umgang mit den verschiedenen Einschränkungen untersucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Merkmale Tendenzbetrieb

2.1 Wann liegt ein Tendenzbetrieb vor?

2.2 Abgrenzung zu „normalen“ Betrieben

2.3 Sonderrolle Tendenzträger

3 Tendenzbetrieb im Gemeinschaftsbetrieb

4 Rechtliche Konsequenzen

4.1 Besonderer Schutz

4.2 Rechte der Mitarbeiter

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifische arbeitsrechtliche Sonderrolle von Tendenzbetrieben, um das Spannungsfeld zwischen unternehmerischer Freiheit, dem verfassungsrechtlich geschützten Tendenzzweck und den Rechten der Arbeitnehmer detailliert aufzuarbeiten. Dabei wird insbesondere analysiert, wie diese Betriebe definiert sind, welche Rolle sogenannte Tendenzträger spielen und wie sich der Tendenzschutz innerhalb komplexer Gemeinschaftsbetriebe auf die Mitbestimmungsrechte auswirkt.

  • Definition und Wesensmerkmale von Tendenzbetrieben gemäß BetrVG.
  • Abgrenzung von Tendenzbetrieben zu gewinnorientierten Wirtschaftsbetrieben.
  • Die rechtliche Stellung und besondere Verantwortung von Tendenzträgern.
  • Herausforderungen bei der Anwendung des Tendenzschutzes in Gemeinschaftsbetrieben.
  • Rechtliche Konsequenzen für den Kündigungsschutz und die betriebliche Mitbestimmung.

Auszug aus dem Buch

2.3 Sonderrolle Tendenzträger

Tendenzträger sind Arbeitnehmer, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit die geistig-ideellen Ziele des Tendenzbetriebes verwirklichen bzw. an der Verwirklichung mitwirken. Sie haben also die Aufgabe, die Politik des Tendenzunternehmens intern zu entwickeln und öffentlich nach außen zu vertreten. Neben der fachlichen Kompetenz eines Arbeitnehmers spielen bei den Tendenzträgern außerdem weltanschauliche und politische Überzeugungen eine wichtige Rolle für deren Eignung. Ein ständiger Widerspruch zwischen der persönlichen Überzeugung und der gem. Arbeitsvertrag zu vertretenden Meinung führt langfristig dazu, dass die Tendenz nach außen nicht mehr überzeugend vertreten werden kann.5

Das BAG macht die Tendenzträgereigenschaft weiterhin daran fest, inwieweit die Arbeitnehmer frei über die Aufgabenerledigung entscheiden können. Des Weiteren muss der Anteil dieser Tätigkeit an der Gesamtarbeitszeit bedeutend sein. Allerdings kann die Abgrenzung im Einzelfall problematisch sein. Dies gilt besonders, wenn im Bezug auf die Möglichkeit des Arbeitnehmers, Einfluss auf die inhaltliche Gestaltung der Berichterstattung nehmen zu können, Unklarheit über den gestalterischen Anteil an der gesamten Arbeitszeit herrscht.6 7

Verstoßen Tendenzträger nachhaltig gegen die wesentlichen Charakteristika des Tendenzbetriebes, so kann es zu einer Kündigung kommen. Bei den Kündigungen kann es sich sowohl um betriebsbedingte, personenbedingte als auch um verhaltensbedingte Kündigungen handeln.8 9

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung des Tendenzschutzes ein und erläutert die Zielsetzung, Besonderheiten sowie die Abgrenzung von Tendenzbetrieben im Arbeitsrecht darzustellen.

2 Merkmale Tendenzbetrieb: Dieses Kapitel definiert Tendenzbetriebe als Einheiten, deren Zweck über die reine Gewinnerzielung hinausgeht, und erläutert die Kriterien für deren Bestimmung sowie die spezifische Rolle der Tendenzträger.

3 Tendenzbetrieb im Gemeinschaftsbetrieb: Das Kapitel untersucht die komplexe Thematik, wie sich der Tendenzschutz auf Gemeinschaftsbetriebe auswirkt und welche Probleme bei der Zuordnung in Umstrukturierungsszenarien auftreten.

4 Rechtliche Konsequenzen: Hier werden die Auswirkungen des Tendenzschutzes auf Arbeitnehmerrechte beleuchtet, insbesondere im Hinblick auf den besonderen Schutz der Betriebe und die eingeschränkte Mitbestimmung durch den Betriebsrat.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt das fortbestehende Spannungsfeld zwischen unternehmerischem Tendenzschutz und Arbeitnehmerinteressen hervor, das in der Rechtspraxis aufgrund schwammiger Abgrenzungen weiterhin zu Unsicherheiten führt.

Schlüsselwörter

Tendenzbetrieb, Tendenzschutz, Arbeitsrecht, Betriebsverfassungsgesetz, Tendenzträger, Gemeinschaftsbetrieb, Kündigungsschutz, Mitbestimmungsrecht, Grundgesetz, unternehmerische Freiheit, Pressefreiheit, Religionsgemeinschaften, Betriebsänderung, Interessenausgleich, Rechtsprechung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die rechtliche Sonderstellung von Tendenzbetrieben und deren Auswirkung auf das Arbeitsverhältnis und die betriebliche Mitbestimmung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Tendenzbetrieben, die Abgrenzung zu normalen Wirtschaftsbetrieben, die Rolle der Tendenzträger sowie die Auswirkungen des Tendenzschutzes in Gemeinschaftsbetrieben.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Merkmale und Besonderheiten von Tendenzbetrieben herauszuarbeiten und die Abgrenzung zwischen diesen und gewinnorientierten Betrieben trennscharf darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine juristische Seminararbeit, die auf einer fundierten Auswertung von Fachliteratur, Gesetzen (BetrVG) und der höchstrichterlichen Rechtsprechung (BAG) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die gesetzliche Definition und Kriterien, die Rolle der Tendenzträger, die Besonderheiten bei Gemeinschaftsbetrieben sowie die daraus resultierenden Einschränkungen der Mitbestimmungsrechte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Tendenzbetrieb, Tendenzschutz, Betriebsverfassungsgesetz, Tendenzträger und Gemeinschaftsbetrieb charakterisieren.

Warum spielt die Tendenzträgereigenschaft für Arbeitnehmer eine so große Rolle?

Da Tendenzträger maßgeblich an der inhaltlichen Umsetzung der betrieblichen Ziele mitwirken, ist ihre individuelle Eignung und weltanschauliche Übereinstimmung mit dem Betrieb für den Arbeitgeber von entscheidender Bedeutung, was ihre arbeitsrechtliche Stellung beeinflusst.

Was passiert, wenn ein Tendenzbetrieb in einen Gemeinschaftsbetrieb eingegliedert wird?

Die Einordnung wird komplex; das Bundesarbeitsgericht betrachtet hier oft kumulativ, ob sowohl der Betrieb als auch das Unternehmen dem Tendenzzweck dienen, um den Tendenzschutz zu gewähren.

Welche Auswirkung hat der Tendenzschutz auf das Kündigungsrecht?

Kündigungen aus tendenzbezogenen Gründen erfahren einen besonderen Schutz; der Betriebsrat hat hier in der Regel nur Anhörungsrechte, jedoch keine Zustimmungsverweigerungsrechte nach § 103 BetrVG.

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Details

Title
Tendenzbetriebe und ihre Sonderrolle im Arbeitsrecht
College
Ruhr-University of Bochum
Course
Wirtschaftsrecht
Grade
1,3
Author
Benedikt Durben (Author)
Publication Year
2016
Pages
18
Catalog Number
V364695
ISBN (eBook)
9783668445994
ISBN (Book)
9783668446007
Language
German
Tags
Wirtschaftsrecht Arbeitsrecht Tendenzbetriebe Tendenzrolle Tendenzunternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benedikt Durben (Author), 2016, Tendenzbetriebe und ihre Sonderrolle im Arbeitsrecht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/364695
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