Bertolt Brechts "Maßnahmen gegen die Gewalt". Eine literarische Analyse


Hausarbeit (Hauptseminar), 2015
13 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhalt

I. Sachanalyse

1. Bertholt Brechts Wirken im historischen Kontext der späten 1920er- und frühen 1930er-Jahre
2. Die Geschichten vom Herrn Keuner
3. Literarische Analyse des Werks

II. Didaktische Analyse

1. Bildungsplanbezug und Schulstufenzuweisung
2. Didaktische Konzeption
a) Gegenwartsbedeutung
b) Zukunftsbedeutung
c) Exemplarische Bedeutung
d) Inhaltliche und thematische Strukturierung
e) Zugänglichkeit der Stundeninhalte

Literaturverzeichnis

I. Sachanalyse

1. Bertholt Brechts Wirken im historischen Kontext der späten 1920er- und frühen 1930er-Jahre

Bertolt Brecht (1898-1956) nimmt als einflussreicher Dramatiker und Lyriker eine maßgebliche Position unter den dichterischen Größen Deutschlands ein. Seine Werke wurden weltweit aufgeführt, millionenfach verkauft und riefen internationale Anerkennung hervor. Die Dreigroschenoper (1928), Mutter Courage und ihre Kinder (1941) oder auch Der gute Mensch von Sezuan (1943) gehören wohl zu den bekanntesten seiner Stücke. Brechts Stellung als „ der gesellschaftskritische Autor in der Weltliteratur par excellence[1] ist jedoch nur durch die grausamen und entmenschten Geschehnisse der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu verstehen. Der Erste Weltkrieg, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krisen in der sich selbst niederringenden Weimarer Republik, die Machtergreifung der Nationalsozialisten und schließlich der Schrecken des Zweiten Weltkriegs – all diese Ereignisse wirkten auf ihn ein und sein dichterisches Schaffen kann als Antwort, als Widerspruch dagegen verstanden und interpretiert werden.

Für die vorliegende Arbeit ist besonders gewichtig, die geistige Entwicklung Brechts und das Zeitgeschehen um die 1930er-Jahre zu betrachten. Seit 1929 beschäftigte sich der Dichter intensiv mit den Werken von Marx, in dessen Schriften er eine Strukturierung und Ordnung seiner eigenen Gedanken fand.[2] Seit dem Erstarken der Nationalsozialisten warnte Brecht eindringlich vor der aufkommenden Gefahr und beschwor die Einheit der antifaschistischen Bewegung. Da Brecht wegen seiner politisch-gesellschaftlichen Gesinnung schon seit Jahren auf der schwarzen Liste der NS stand, ging er nach dem Reichstagsbrand im Februar 1933 ins dänische Exil. Erst nach einer langen Odyssee, die ihn in den darauffolgenden Jahren nach Schweden, Finnland, Russland und die USA führte, konnte der Geflüchtete 1949 seine Arbeit mit dem schnell berühmt werdenden Berliner Ensemble in Deutschland wiederaufnehmen und bis zu seinem Tod 1956 weiterführen.[3]

2. Die Geschichten vom Herrn Keuner

Im Jahr 1949 erschienen Bertolt Brechts Kalendergeschichten, eine Sammlung von verschiedenen Geschichten und Gedichten, die auch 39 Geschichten vom Herrn Keuner enthielten. Diese entstanden sporadisch ab dem Jahr 1929, sind durchweg kurz und enden immer mit einer überraschenden Pointe, die unweigerlich zum Nachdenken auffordert.[4] Hasselbach charakterisiert die Keuner-Geschichten als „Brecht’sche Lebensweisheiten über unterschiedliche Gebiete.“[5] Scheinbar universal gültige Wahrheiten sollen darin hinterfragt und verkehrtes Denken wieder in richtige Bahnen gelenkt werden. Eine dieser Geschichten ist der in dieser Arbeit zu behandelnde Text Maßnahmen gegen die Gewalt.

Die Bedeutung des Namens ‚Keuner‘ wurde im wissenschaftlichen Diskurs häufig diskutiert. In phonetischer Schreibung des Augsburger Dialekts bedeutet es ‚Keiner‘. Da Brecht seine Kindheit und Jugend in dieser Stadt verbrachte, wäre dies eine mögliche Interpretation.[6] Zugleich könnte es aber auch in Verbindung mit dem griechischen Wort ‚koinós‘ stehen, „die griechische Gemeinschaft, das, was alle angeht.“[7] Einerlei ob Brecht bei der Namenswahl seines Protagonisten auf das Schwäbische oder Griechische Bezug nahm: Keuner verkörpert den Weisen, einen der sich „mit der Kunst des Nichtduldens“[8] beschäftigt und aus dessen Handeln der Leser eine gewinnbringende Lehre erkennen soll. Brecht wollte durch Keuner in seinen Stücken und Texten eine eigenschaftslose, nicht persönliche Figur schaffen, deren einzige Identität in dem Attribut des Denkens und Hinterfragens bestand.[9]

Auch bezüglich der Gattung der Keuner-Geschichten gibt es verschiedene Versuche, um diese einzuordnen. Brechts unnachgiebige Neigung, das Gewohnte und Geltende zu durchbrechen, macht eine eindeutige Zuordnung schwer. Verweyen/Witting sehen in den Geschichten vom Herrn Keuner „einen interessanten Wiederbelebungsversuch de[s] Apophthegma[s]“[10], ähnlich wie die im Barock gesammelten Denk- und Sinnsprüche. Hasselbach geht einen Schritt weiter und sieht in ihnen sehr knappe Kurzgeschichten, die Lehren und Spruchweisheiten vermitteln sollen.[11] Kulzer hingegen ordnet sie der didaktischen Parabel zu, „da den meisten Texten ein offensichtlich didaktischer Gedanke innewohnt.“[12] Da sich die Keuner-Geschichten in Form und Länge zum Teil deutlich unterscheiden sind alle drei Gattungsbegriffe für die verschiedenen Geschichten angebracht. Explizit für die Keuner-Geschichte Maßnahmen gegen die Gewalt hat Müller den passendsten Gattungsbegriff gefunden: Für ihn ist sie eine „Geschichte parabolischen Charakter[s].“[13]

Als Entstehungsjahr wird in Textinterpretationen nicht wissenschaftlichen Charakters oft das Jahr 1930 genannt.[14] Diese Angabe wird jedoch in keiner wissenschaftlichen Veröffentlichung bestätigt und auch in den Auflagen der Kalendergeschichten ist kein Entstehungsjahr angegeben. Dies hängt damit zusammen, dass Brecht seine ab 1929 entstandenen Keuner-Geschichten erst 1949 veröffentlichte und genaue Zeitpunkte der Entstehung aus seinen Notizen nicht bekannt sind. Nachgewiesen ist jedoch, dass Maßnahmen gegen die Gewalt in den frühen dreißiger Jahren entstand.[15] Weil das Entstehungsdatum nicht explizit festgestellt werden kann, wird auch die Epochenzuordnung der Parabel erschwert. Auch wenn Brecht das kurze Werk möglicherweise vor seinem Exil 1933 schrieb, so ist es inhaltlich dennoch klar der Exilliteratur zuzuordnen. Der antifaschistische Charakter und die Warnung vor dem Nationalsozialismus sind das übergeordnete Merkmal dieser Epoche und Brecht verfolgte - wie später in der Interpretation des Werks aufgezeigt wird – mit Maßnahmen gegen die Gewalt genau dieses Ziel.

3. Literarische Analyse des Werks

Herr Keuner spricht sich in einem Saal vor vielen Menschen gegen die Gewalt aus. Als diese jedoch hinter ihm erscheint, ziehen sich viele der Anwesenden ängstlich zurück. Auf die Frage hin, was er gerade gesagt habe, behauptet Herr Keuner, dass er für die Gewalt gesprochen habe. Als seine Schüler ihn später zur Rede stellen, erzählt er ihnen die Geschichte von Herrn Egge, der sieben Jahre lang einen Agenten in seiner Wohnung versorgt, da dieser eine Vollmacht der Herrschenden vorzeigen kann, wonach sich jeder seinen Wünschen unterordnen müsse. Der Unterdrückte redet in dieser Zeit nicht und antwortet auf die Frage des Unterdrückers, ob er ihm dienen werde, erst nach dessen Tod mit „Nein“.

Um die Geschichte tiefgründig zu analysieren muss beachtet werden, dass es sich formal um zwei Erzählungen handelt. Der Protagonist im ersten Teil (Z. 1-15) ist Herr Keuner, der durch seine Parabel über Herrn Egge (Z. 16-41) das Handlungsfeld für einen weiteren Akteur erweitert. Mit diesem Verständnis muss auch der Titel gedeutet werden. Durch die Nutzung der Pluralform „Maßnahmen“ will Brecht zwei Wege eröffnen, zwei Beispiele geben, wie gegen die Gewalt vorgegangen werden kann.

Durch die vielen Keuner-Geschichten konnte im obigen Abschnitt bereits eine Charakterisierung des Protagonisten vorgenommen werden. Keuner ist Brechts unpersönliche Person, ein Handelnder, der nahezu losgelöst von jeglichem Handlungsrahmen die Aufmerksamkeit des Lesers auf das Hinterfragen einer gegebenen Ordnung und Moral lenkt. Deshalb wird er in Z. 1 auch nur als „der Denkende“ beschrieben. Über die äußeren Umstände erfährt man nur sehr wenig. Brecht lässt die Handlung in medias res beginnen, wonach sich Herr K. in einem Saal befindet, in dem er vor vielen Leuten gegen die Gewalt spricht. Später werden diese Menschen als „seine Schüler“ (Z. 10) identifiziert. Ist Keuner damit ein Lehrer, gar mehr noch ein Professor? Diese Frage bleibt offen und wird auch in den anderen Keuner-Geschichten nicht beantwortet. Fest steht jedoch, dass er für seine Schüler eine Autoritätsperson darstellt, dessen Handlung einen Einfluss auf sie ausübt.

Zunächst muss die Figur der Gewalt näher betrachtet werden. In Z. 2 spricht sich Keuner gegen sie aus, was heißen könnte, dass er sich gegen jegliche Art körperlicher Brutalität richtet. Aber durch die Personifikation der Gewalt in Z. 5 ändert sich das Bild: Es ist kein namensloser, sprachloser Schrecken, sondern ist durch Sprache zugänglich und steht im Dialog mit dem Protagonisten. Englmann unterscheidet in Brechts Stücken generell zwischen zwei Gewaltbegriffen: violentia und potestas.[16] In den Dramen tauchen häufig Schläge und körperliche Verstümmelungen im Sinne von violentia auf. Brechts Prosawerke jedoch behandeln meist eine weit subtilere Art der Gewalt – Macht, die sich durch Zwang, Herrschaft und Unterdrückung entlädt. Mit Gewalt im Sinne der potestas könnte Brecht also auf die Staatsgewalt Bezug nehmen, die in personifizierter Form den Saal stürmt, in dem Keuner gerade seine Rede hält. Dies würde die gesamte Situation gewissermaßen entmystifizieren. Es ist kein schwebender Geist, vor dem das Publikum zurückweicht, sondern Personen mit Amtsgewalt, wie Polizisten sie innehaben. Durch diesen Interpretationsansatz öffnet sich eine weitere Frage: Ist mit der Amtsgewalt der Nationalsozialismus gemeint, der ab 1933 seine Schreckensherrschaft ausübte? Erneut argumentieren viele Autoren von Schülerseiten auf Internetforen für diese Interpretation. Paradoxerweise legten sie zuvor das Entstehungsjahr auf 1930 fest – eine Zeit in der die NSDAP zwar in den Wahlen deutlich zulegte, aber mehr durch Rowdytum und Vandalismus auffiel, als durch eine Machtübernahme in Deutschland. Da der Lyriker seine Geschichte jedoch möglicherweise kurz vor oder bereits während dem dänischen Exil verfasste, ist eine Interpretation auf den NS dennoch sehr wahrscheinlich. Auch das Verhalten des Agenten in der Binnenparabel erinnert stark an das totalitäre System des Dritten Reiches, sodass diese Interpretation durchaus trivial erscheint.

Herr Keuner belügt also die Gewalt, er habe sich gerade für sie ausgesprochen. Dabei erscheint er als Taktiker, der seinem Gegner, gegen den er eigentlich kämpft, in direkter Konfrontation seine wahre Meinung leugnet. Mit diesem Schritt reagiert er genau wie seine Zuhörerschaft, die bereits vorher einer Begegnung mit der Gewalt auswichen. Auch das kritische Nachfragen seiner Schüler nach seinem Rückgrat, zeigt die Skepsis, mit der sie dem Verhalten Keuners gegenüberstehen. Sie werten die Lüge negativ und deuten mit dem Rückgrat auf Werte wie Mut, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit. Die Schüler sind offenbar von einem Wertesystem bestimmt, dass der Protagonist nicht zu teilen scheint, denn er antwortet: „Ich habe kein Rückgrat zum Zerschlagen.“ (Z. 11f.) Für Keuner ist eine selbstmörderische Ehrlichkeit kein Wert an sich, er will in erster Linie überleben: „Gerade ich muss länger leben als die Gewalt.“ (Z. 13) In einer ungedruckten Variante des Textes schrieb Brecht diese Passage noch deutlicher: „ich bin nicht traurig, daß ich eine lüge sagte, sondern froh, daß ich lebe.“[17] Damit legitimiert Herr Keuner sein unehrliches Verhalten. Wichtig ist in erster Linie nicht, dass gerade er das Recht habe zu überleben, sondern dass er die Gewalt überlebt, da ihm, als dem Denkenden, die wichtige Aufgabe der Schöpfung eines neuen Systems nach der Gewalt zukommt. Seinen Schülern scheint diese Erklärung jedoch nicht zu genügen. Deshalb erzählt Keuner die Parabel von Herrn Egge, um ihnen sein Verhalten zu erklären.

Mit der Binnenparabel ändert sich auch das Satzgefüge. In der Schilderung des Geschehens um Herrn Keuner nutze Brecht kurze, parataktische Sätze. Meist wird nur eine Handlung oder Aussage in einem Satz geschildert, wodurch die Geschichte wie ein kunst- und schmuckloser Tatsachenbericht wirkt. Dies ändert sich jedoch mit der Erzählung von Herrn Egge. Zeile 16 bis 25 bilden einen Satz, der durch hypotaktisch verschachtelte Nebensätze kein Ende zu nehmen scheint. Die Wiederholung des Wortes „ebenso“ (Z. 22, 24) in der Aufzählung der Machtansprüche des Agenten bestärkt diese Wirkung noch weiter und hat eine langatmige, zähe Wirkung auf den Leser. Während Brecht im Abschnitt Keuners also die kühle Handlung des Protagonisten durch die Einsetzung der Sprache unterstreichen will, nutzt er die sprachlichen Möglichkeiten, um Egges Geschichte verstrickt und langwierig darzustellen.

Wie bei Keuner im ersten Abschnitt wird auch Herrn Egge ein Attribut zugeschrieben. Er ist ein Mensch, „der gelernt hatte, nein zu sagen.“ (Z. 16f.) Somit werden beide Personen in genauer Weise hinsichtlich ihres Widerstandes, ihrer Maßnahmen gegen die Gewalt charakterisiert.[18] Keuners Weg besteht darin, dass er passiv, durch Einsetzung seines Verstandes, der Gewalt aus dem Wege geht. Egge jedoch, dessen Maßnahme im Ablehnen besteht, schlägt den Weg der Unterordnung ein, da er, um überleben zu können, keine Möglichkeit des Neinsagens sieht. Sein Handlungsspielraum ist somit enorm eingeschränkt und die aufgeschobene Negation bedeutet zunächst völlige Anerkennung des Mächtigeren, bis er oder sein Gegner nicht mehr da ist. Aus diesem Grund nutzte Brecht im Titel der parabolischen Geschichte vermutlich auch die Pluralform „Maßnahmen“, um beide Wege des Widerstandes – Keuners unwahre Bekennung zur Gewalt und Egges Unterordnung als Neinsager – aufzuzeigen.

[...]


[1] Knopf 2006, S. 10.

[2] Vgl. Hecht 2000, S. 77.

[3] Vgl. Bernhardt 2008, S. 24f.

[4] Vgl. Knopf 2006, S. 114f.

[5] Hasselbach 1990, S. 71.

[6] Vgl. Kulzer 2008, S. 4.

[7] Knopf 2006, S. 115.

[8] Hasselbach 1990, S. 71.

[9] Vgl. Müller 1980, S. 109f.

[10] Verweyen/Witting 1997, S. 107. Knopf (2006, S. 114) schließt sich dieser Zuordnung an.

[11] Vgl. Hasselbach 1990, S. 71.

[12] Kulzer 2008, S. 4.

[13] Müller 1980, S. 118.

[14] Vgl. „Analyse und Interpretation – „Maßnahmen gegen die Gewalt“ von Bertolt Brecht, in: http://www.abipur.de/referate/stat/650692918.html. [Zuletzt aufgerufen: 07.12.2015]

[15] Vgl. Müller 1980, S. 98.

[16] Vgl. Englmann o.J., S. 1.

[17] Zit. n. Müller 1980, S. 115.

[18] Vgl. ebd., S. 116f.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Bertolt Brechts "Maßnahmen gegen die Gewalt". Eine literarische Analyse
Hochschule
Pädagogische Hochschule in Schwäbisch Gmünd
Note
1,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
13
Katalognummer
V364728
ISBN (eBook)
9783668445000
ISBN (Buch)
9783668445017
Dateigröße
942 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Brecht, Bert Brecht, Bertolt Brecht, Maßnahmen gegen die Gewalt, Herr Keuner, Kurzgeschichte, Kalendergeschichte
Arbeit zitieren
Samuel Ewert (Autor), 2015, Bertolt Brechts "Maßnahmen gegen die Gewalt". Eine literarische Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/364728

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