Das obere Zuspiel frontal im Volleyball und einige Übungsformen


Hausarbeit, 2016
17 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Technikbeschreibung: Oberes Zuspiel im Volleyball
1.1 Bewegungsbeschreibung
1.2 Biomechanische Analyse
1.3 Häufige Fehler und Korrekturmaßnahmen
1.4 Beispielhafter Beurteilungsbogen

2 Übungsformen
2.1 Spielerische Vorbereitungsübungen
2.2 Pritschen über ein hohes Hindernis
2.3 Paarweise Pritschen mit Zusatzaufgabe
2.4 Unterschiedliche Ziele treffen
2.5 Königsturnier

3 Literaturverzeichnis

1 Technikbeschreibung: Oberes Zuspiel im Volleyball

Das Pritschen von Bällen, oder auch obere Zuspiel genannt, wird als erste Technik im Volleyball eingeführt, da es als die sicherere Technik wahrgenommen wird und schneller zu einem Spielfluss führt (vgl. Pritschen lernen und üben - ergänzende Hinweise und Übungen). Das Pritschen eignet sich insbesondere, um Bälle im oberen Körperbereich zielgerichtet zuspielen zu können. Im modernen Volleyball kommt dem Pritschen eine wichtige Rolle zu, da der Zuspieler für die meisten Spielaktionen das Pritschen nutzt.

1.1 Bewegungsbeschreibung

Die Arm- und Handhaltung ist beim Pritschen charakteristisch für die Technik (vgl. Meusel):

Hände:

- Die Hände sind rund geformt, sodass alle zehn Finger den Ball berühren

Finger:

- Die Finger sind gespreizt, elastisch, gespannt und bilden einen Korb
- Zeigefinger und Daumen bilden ein Dreieck
- Der linke Daumen zeigt zum rechten Auge, und umgekehrt
- Der Ball berührt die ersten beiden Fingerglieder
- Die Handgelenke sind locker und die Hände können leicht nach hinten klappen

Arme:

- Die Arme sind leicht gebeugt und gehoben, sodass die Hände etwa 20cm Abstand zum Gesicht haben
- Der Spieler kann den Ball durch die erhobenen Hände beobachten
- Die Ellbogen sind gewinkelt, deutlich tiefer als die Hände und befinden sich etwa auf Schulterbreite

Bei einer korrekten Hand- und Armhaltung können zwei Dreiecke beobachtet werden. Das erste kleine Dreieck bilden Daumen und Zeigefinger. Das zweite größere Dreieck erkennt man zwischen Ellenbogen und Händen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das Pritschen kann in eine Vorbereitungs-, Ausführungs- und Endphase unterteilt werden (vgl. "Sachanalyse Pritschen frontal"). In der Vorbereitungsphase bewegt sich der Spieler zum Ball und signalisiert die Spielbereitschaft, indem er den Ball beobachtet und die Arme in der beschriebenen Art und Weise anhebt (ebd.).

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1.2 Biomechanische Analyse

Beim Pritschen stehen die biomechanischen Merkmale der Geschwindigkeit, Beschleunigung und Kraft im Vordergrund. Die Geschwindigkeit spielt bei Erreichen des Abspielorts eine besondere Rolle. Sind die Laufwege nur kurz, reichen seitliche Nachstellschritte oder ein Einspringen in die Ausgangsstellung aus. Bei weiteren Entfernungen muss die Geschwindigkeit aus dem Lauf abgefangen werden. Dafür wird das ballnahe Bein herausgestellt, um ein stabiles Gleichgewicht zu erreichen (vgl. "Sachanalyse Pritschen frontal").

Beim oberen Zuspiel frontal erfolgt zudem durch die Ganzkörperstreckung ein Anheben des tiefer-liegenden Körperschwerpunkts. Durch das in die Knie gehen wird ein optimaler Beschleunigungsweg und maximale Anfangskraft ermöglicht (ebd.). Die Ballgeschwindigkeit wird die Finger abgebremst. Dabei werden die Finger und Hände durch die Kraft von Ballgeschwindigkeit und -masse nach hinten gedrückt, sodass hier ein neuer Winkel entsteht und es zu einem erhöhten Spannungszustand kommt. Durch eine koordiniert verlaufende Bewegung und Krafteinsatz gegen die Stützfläche erfolgt eine Bewegung in eine neue Richtung (ebd.). Alle Teilimpulse müssen koordiniert werden. Beim Abspielen wird das Körpergewicht auf die Fußballen verlagert. Bei einem besonders hohen und langen Zuspiel werden der Beschleunigungsweg und die Kraftentwicklung erhöht, indem der Körperschwerpunkt noch tiefer abgesenkt wird. Beim Pritschen erfolgen zudem das Prinzip der Kinetion für die Bewegung aus Bein- und Rumpfmuskulatur, sowie das Prinzip der Modulation zur Feinsteuerung der Hände.

1.3 Häufige Fehler und Korrekturmaßnahmen

Einer der häufigsten Fehler ist, dass der Spieler den Ball durch eine Wurfbewegung und nicht durch eine Schubbewegung spielt. Dadurch die Bewegungsrichtung des Balls stark beeinflusst und es liegt kein zielgerichtetes Zuspiel mehr vor (vgl. "Sachanalyse Pritschen frontal"). Zur Korrektur ist der Fokus bei der Vermittlung auf die Beinarbeit und die Ganzkörperstreckung zu setzen. Dies kann beispielsweise weise ohne Ball kurz wiederholt werden, sodass sich die richtige Bewegung einschleift. Ähnliches gilt für Spieler, die sich nach hinten vom Ball abdrücken (ebd.). Auch hier muss die Ganzkörperstreckung und der sichere Stand stärker beachtet werden. In einer Partnerübung kann ein Spieler den Ball festhalten oder in das Körbchen drücken und der andere muss diesen nach vorne oben wegdrücken. Außerdem können wiederholt Kontrollpässe mit Vorwärtsbewegung gespielt werden. Die Ganzkörperstreckung kann auch verbessert werden, indem man schwerere Bälle in Pritschhaltung fängt und wirft.

Wenn der Spiel beim Zuspiel keinen sicheren Stand hat, kann man sowohl einen die Reaktionsschnelligkeit als auch das Gleichgewicht des Spielers trainieren. Häufig verursacht der unsichere Stand auch ein ungenaues Treffen des Balls. Dann wird der nicht mehr mittig, sondern seitlich gespielt, sodass das Zuspiel ebenfalls ungenau wird. Hier sollte zusätzlich darauf geachtet werden, dass der Ball durch das kleine Dreieck in der Vorbereitungsphase anvisiert wird. Teilweise wird der Ball auch ungenau getroffen, weil die Fingerstellung und Körbchenhaltung inkorrekt ist. Hier kann es auch hilfreich sein schwerere Bälle in Pritschhaltung zu fangen und zu werfen. Außerdem sind Kontrollpässe mit Fokus auf die Fingerstellung hilfreich.

1.4 Beispielhafter Beurteilungsbogen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2 Übungsformen

2.1 Spielerische Vorbereitungsübungen

- Ziel: Finger- und Handstellung erproben

- Material: Volleybälle

- Ablauf:

- Die Handhaltung wird durch Auflegen auf den Ball ausprobiert.
- Der Ball wird über die Stirn angehoben und die Pritschgrundstellung eingenommen.

- Variation:

- Den Ball in Pritschhaltung mit einer Ganzkörperstreckung gegen die Wand drücken.
- Schiebewettkampf: A und B stehen sich gegenüber und drücken den Ball in Pritschhaltung gegeneinander. Beide versuchen sich gegenseitig wegzudrücken.
- A hält den Ball mit Ganzkörperstreckung in Pritschhaltung. B steht auf einer Bank und drückt von oben gegen den Widerstand.

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Das obere Zuspiel frontal im Volleyball und einige Übungsformen
Hochschule
Universität Osnabrück
Note
1,7
Autor
Jahr
2016
Seiten
17
Katalognummer
V364734
ISBN (eBook)
9783668442436
ISBN (Buch)
9783668442443
Dateigröße
1324 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zuspiel, volleyball, übungsformen
Arbeit zitieren
Barbara Lohmann (Autor), 2016, Das obere Zuspiel frontal im Volleyball und einige Übungsformen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/364734

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