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Situationslogik nach Sir Karl Popper

Titre: Situationslogik nach Sir Karl Popper

Dossier / Travail de Séminaire , 2001 , 21 Pages , Note: 1

Autor:in: MMag. Philipp Kaufmann (Auteur)

Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques
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Vorwort

Die Aufgabenstellung dieser Seminararbeit bot mir die Chance mich mit methodischen Fragestellungen zu beschäftigen, die für die Erarbeitung meiner Dissertation in Politikwissenschaften
von essentieller Bedeutung sind. Dadurch bin ich gedanklich angeregt worden, die Konzeption bzw. Methodik meines wissenschaftlichen Handelns kritisch zu hinterfragen; verliert man sich doch bei der konkreten Ausarbeitung einer Dissertation allzu oft in fachlichen
Detailfragen, so war dieses Zeitfenster für diese Arbeit eine sinnstiftende Abwechslung. Der Zeitpunkt für dieses Methoden-Seminar ist absolut richtig, da ich mich bei der Erarbeitung
der Dissertation gerade in der Mitte der Konzeptphase befinde, in der die Anregungen für eine methodische Fundierung hilfreich sind; insbesondere da die Situationslogik nach Karl Popper1 die „Methode der Sozialwissenschaften“ ist.2
Diese Arbeit wurde im Rahmen des Privatissimums aus „Methoden der empirischen Sozialforschung“ erarbeitet, das von Herrn a.Univ.-Prof. Dr. Tamás Meleghy im Sommersemester 2001 geleitet wurde. Die Aufgabenstellung war, im Rahmen der Lehrveranstaltung die Thematik „Situationslogik“ unter Verwendung von bekanntgegebener Literatur auszuarbeiten. Aufbauend auf dieser Arbeit wurde meinen KollegInnen die Thematik in einem Referat näher gebracht – unter www.kaufmann.at/meleghy befinden sich die dafür verwendeten
Folien.
[...]
_____
1 Sir Karl Popper wurde am 28. Juli 1902 am Himmelhof (Ober Sankt Veit) in Wien geboren. Er ist das jüngste von
drei Kindern eines liberal und bürgerlichen Elternhauses.
2 Popper (1987) S 116.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Die Situationslogik

2.1. Grundlagen

2.2. Die „Drei-Welten“ Theorie

2.3. Die Situationslogik

2.4. Entstehung und Bedeutung der Situationslogik

Zielsetzung und Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die methodische Durchdringung und Darstellung der „Situationslogik“ nach Sir Karl Popper im Kontext der empirischen Sozialforschung. Die Arbeit geht der Forschungsfrage nach, wie soziales Handeln durch eine objektive, nicht-psychologische Methode erklärt werden kann und wie diese Situationslogik innerhalb von Poppers „Drei-Welten-Theorie“ zu verorten ist.

  • Kritischer Rationalismus als Fundament wissenschaftlichen Wissenserwerbs
  • Poppers „Drei-Welten-Theorie“ und deren hierarchische Struktur
  • Unterscheidung zwischen psychologischen und objektiven Situationsmomenten
  • Die Situationslogik als „Nullmethode“ in den Sozialwissenschaften
  • Rekonstruktion von Handlungen durch die Analyse der Problemsituation

Auszug aus dem Buch

2.3. Die Situationslogik

Die Situationslogik ist nach Karl Popper die Methode der Sozialwissenschaften. Er bezeichnet sie im Englischen als „Situational Logic“ oder „Logic of the Situation“. Sie ist eine verstehende und zugleich objektive Methode. Eine objektiv-verstehende Sozialwissenschaft kann, nach Popper, unabhängig von allen subjektiven oder psychologischen Ideen entwickelt werden. Mit dieser Methode kann die Situation des handelnden Menschen hinreichend analysiert werden; dadurch kann die Handlung des Menschen aus der Situation heraus ohne weitere psychologische Hilfe erklärt werden. Von „objektivem Verstehen“ kann dann gesprochen werden, wenn die Handlung objektiv situationsgerecht war.

Diese Methode führt dazu, dass eine Person, die nicht irgendwelchen Wünschen entsprechend, sondern ihrer Situation gerecht zielgerecht handelt. Diesen Gedanken weiterentwickelt, bedeutet dies, dass eine Person auch nicht mit bestimmten Erinnerungen oder Assoziationen ausgestattet ist, sondern zu dessen Situation es gehört, dass sie objektiv mit diesen oder jenen Theorien oder mit dieser oder jener Information ausgestattet ist. Die Situationslogik ermöglicht daher, dass die Handlungen in dem objektiven Sinn verstanden werden kann – sie ist eine individualistische Methode, aber keine psychologische.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Dieses Kapitel erläutert den Entstehungskontext der Seminararbeit im Rahmen des Privatissimums „Methoden der empirischen Sozialforschung“ und deren Bedeutung für die eigene Dissertationsvorbereitung.

2. Die Situationslogik: Das Hauptkapitel expliziert die theoretischen Grundlagen des Begriffs, führt die „Drei-Welten-Theorie“ als Basis ein, definiert die Situationslogik als objektive Methode und beleuchtet deren historische Entstehung im Kontext von Poppers Auseinandersetzung mit dem Historizismus.

Schlüsselwörter

Situationslogik, Karl Popper, Kritischer Rationalismus, Drei-Welten-Theorie, Sozialwissenschaften, Nullmethode, Methodik, Erkenntnisfortschritt, objektiv-verstehende Methode, Rationalitätshypothese, Historizismus, Problemlösung, Handlungslogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Fundierung und Darstellung der „Situationslogik“ von Sir Karl Popper im Rahmen der Sozialwissenschaften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Feldern zählen der Kritische Rationalismus, die „Drei-Welten-Theorie“, die Abgrenzung von psychologischen Erklärungsansätzen und die wissenschaftstheoretische Herleitung der Situationslogik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Situationslogik als objektive Methode zu rekonstruieren, die Handlungen nicht psychologisch, sondern durch die Logik der gegebenen Situation erklärt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und die methodische Rekonstruktion von Poppers theoretischen Ansätzen zur Erkenntnistheorie und Sozialwissenschaft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die erkenntnistheoretischen Grundlagen, die „Drei-Welten-Theorie“, die operative Anwendung der Situationslogik sowie deren historische Einordnung gegenüber dem Historizismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Situationslogik, Kritischer Rationalismus, Nullmethode, Drei-Welten-Theorie und Objektivität.

Wie unterscheidet Popper zwischen Welt 2 und Welt 3 in diesem Kontext?

Welt 2 umfasst subjektive psychologische Denkprozesse, während Welt 3 objektive, sprachlich formulierte Denkinhalte umfasst, die losgelöst vom Schöpfer in logischer Beziehung zueinander stehen.

Warum bezeichnet Popper die Situationslogik auch als „Nullmethode“?

Der Begriff „Nullmethode“ verdeutlicht, dass man ein Modell vollkommen rationalen Handelns als Referenzpunkt (Nullkoordinate) konstruiert, um die Abweichungen des tatsächlichen Verhaltens davon zu messen und zu erklären.

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Résumé des informations

Titre
Situationslogik nach Sir Karl Popper
Université
University of Innsbruck  (Institut für Politikwissenschaften)
Cours
Privatissimum: Methoden der empirischen Sozialforschung
Note
1
Auteur
MMag. Philipp Kaufmann (Auteur)
Année de publication
2001
Pages
21
N° de catalogue
V3649
ISBN (ebook)
9783638122535
Langue
allemand
mots-clé
Popper Situationslogik Methode Wissenschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
MMag. Philipp Kaufmann (Auteur), 2001, Situationslogik nach Sir Karl Popper, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3649
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Extrait de  21  pages
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