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Kinder und Tod

Title: Kinder und Tod

Term Paper , 2004 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sabine Storm (Author)

Theology - Miscellaneous
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Einleitung

Kinder und Tod – das ist häufig noch ein tabuisiertes Thema. Die Assoziationen zum Thema Tod sind eher von Alter und Krankheit geprägt und nicht von dem Bild von jungen Menschen. Doch auch Kinder kommen in Berührung mit dem Tod. Sei es durch den Tod von Geschwistern, Eltern, Freunden oder Nachbarn, durch einen Besuch auf dem Friedhof oder durch das Bewusstwerden der eigenen Sterblichkeit. So vielfältig die Anlässe sind, so vielfältig sind auch die Auseinandersetzungen mit dem Thema Tod.

Nichts ist so sicher wie die Tatsache, dass wir alle sterben müssen. Über diesen Satz bin ich im letzten Sommer häufig gestolpert. Wir alle wissen, dass wir eines Tages nicht mehr sind. Es kommt nur selten vor, dass dieser Satz ins Bewusstsein dringt. Aber gerade Kinder sprechen oft mit absoluter Klarheit und Wahrheit aus, was verdrängt wird. So konnte mein kleiner Bruder mit sechs Jahren ganz unbefangen fragen: Oma, wenn du stirbst, kann ich dann deinen Fernseher haben? Oma war empört und beleidigt, für den Jungen hingegen steckte keine böswillige Absicht hinter seinen Worten: Er hatte sie oft sagen hören, dass sie nun schon alt sei und nicht sicher, ob sie das nächste Weihnachtsfest noch erleben würde. Für ihn war es eine Tatsache, dass Oma irgendwann sterben müsse, und dann könne er doch darüber reden, genau so wie er über die Schwangerschaft einer Nachbarin redete. Ich vermute, dass Kinder den Tod nicht tabuisieren. Das soll nicht heißen, dass sie etwa nicht trauern könnten. Auch der sechsjährige Junge wäre sehr traurig, wenn die Oma sterben würde. Aber was können wir Erwachsenen von den Kindern im Umgang mit dem Tod lernen? Gehen Kinder mit dem Tod anders um als wir Erwachsenen? Diesen Fragen möchte ich in der vorliegenden Arbeit auf den Grund gehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sterbende Kinder

2.1 Erforschung des Sterbens von Kindern

2.2 Kinder im Hospiz

2.3 Verstorbene Kinder und ihre Angehörigen

3. Trauernde Kinder

3.1 Die Phasen der Trauer

3.2 Der Tod eines Tieres

3.3 Der Tod eines Menschen

4. Eine Jungscharstunde zum Thema Trauer und Tod

4.1 Didaktische Analyse

4.2 Sachanalyse

4.3 Methodische Analyse

4.4 Rückbesinnung

5. Was Erwachsene von Kindern im Umgang mit dem Tod lernen können

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Umgang von Kindern mit den Themen Sterben und Tod aus einer religionspädagogischen Perspektive, mit dem Ziel, Barrieren abzubauen und den natürlichen Zugang von Kindern zu diesen existentiellen Themen für Erwachsene nutzbar zu machen.

  • Religionspädagogische Reflexion des Kindesbildes im Kontext von Sterben und Tod
  • Analyse der Bedürfnisse sterbender Kinder und der Rolle der Hospizbewegung
  • Prozesshafte Begleitung trauernder Kinder und ihre Bewältigungsstrategien
  • Praktische Umsetzung religionspädagogischer Inhalte in der Kindergruppenarbeit
  • Lernpotenziale für Erwachsene durch die Unbefangenheit kindlicher Trauer

Auszug aus dem Buch

2.1 Erforschung des Sterbens von Kindern

Elisabeth Kübler-Ross ist eine Ärztin und Psychiaterin, die sich als eine der ersten mit dem Sterben beschäftigt hat. Sie wurde 1926 in der Schweiz geboren und wuchs dort auf, heiratete allerdings in die USA. Ihre „Interviews mit Sterbenden“, die sie 1957 in Buchform herausgab, machten sie bekannt. Sie beschreibt darin Stadien des Sterbens und gibt Nahtoderfahrungen von Menschen wieder, die klinisch tot waren, aber in das Leben zurückgeholt werden konnten. Später gab sie viele weitere Bücher zum Umgang mit Sterbenden heraus und führte auch Therapie – Workshops mit Menschen durch, die einen Trauerfall in der Familie hatten. Heute lebt sie, nach mehreren Schlaganfällen auf Pflege angewiesen, in den USA.

Elisabeth Kübler-Ross kann aus ihrer Erfahrung heraus angeben, welche Prozesse Kinder im Umgang mit dem Tod und dem Sterben vollziehen. Ihrer Beobachtung nach beginnen Kinder Im Alter von drei bis vier Jahren, den Tod wahrzunehmen. Sie bekommen Angst davor, nicht immer mit ihren Eltern zusammen sein zu können. Mit etwa fünf Jahren sprechen Kinder vom Tod, als sei er eine vorübergehende Erscheinung, etwa wie ein Schlaf. Sie glauben, Tote könnten wieder lebendig werden. Kübler-Ross hat zum Beispiel Geschwisterkinder beobachtet, die zu zaubern versucht haben, um die toten Geschwister wieder zum Leben zu erwecken. Mit etwa acht bis neun Jahren, meint sie, wissen Kinder dann von der Endgültigkeit des Todes. Häufig personalisieren sie den Tod etwa als Sensenmann, wie es auch in Märchen der Fall ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Tabuisierung des Themas Tod bei Kindern ein und skizziert die Fragestellung, was Erwachsene von der Unbefangenheit der Kinder in diesem Kontext lernen können.

2. Sterbende Kinder: Es werden die wissenschaftliche Erforschung des Sterbens, die Bedeutung der Hospizbewegung für betroffene Kinder sowie die Situation der trauernden Angehörigen beleuchtet.

3. Trauernde Kinder: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Phasen kindlicher Trauer und diskutiert spezifisch den Tod von Haustieren sowie nahen Angehörigen im kindlichen Erleben.

4. Eine Jungscharstunde zum Thema Trauer und Tod: Hier wird ein konkretes religionspädagogisches Praxisprojekt vorgestellt, inklusive didaktischer Planung, biblischer Fundierung und einer abschließenden Reflexion.

5. Was Erwachsene von Kindern im Umgang mit dem Tod lernen können: Abschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse gebündelt, um aufzuzeigen, wie Kinder durch ihre direkte und symbolstarke Herangehensweise Erwachsenen den Umgang mit dem Tod erleichtern können.

Schlüsselwörter

Religionspädagogik, Sterben, Tod, Kinder, Trauerprozess, Hospizbewegung, Elisabeth Kübler-Ross, Kindertrauer, Abschied, Symbole, Auferstehung, Jungschar, Kindliche Perspektive, Trauerbegleitung, Existenzielle Fragen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Kinder den Themen Tod und Sterben begegnen, und reflektiert dies aus einer religionspädagogischen Perspektive, um daraus Ansätze für den Umgang von Erwachsenen mit Kindern in diesen Lebenslagen abzuleiten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit behandelt die Erforschung des kindlichen Sterbens, die Hospizarbeit für Kinder, den Prozess der Trauer bei Kindern sowie die praktische religionspädagogische Vermittlung von Trost und Hoffnung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den natürlichen und unbefangenen Umgang von Kindern mit dem Tod aufzuzeigen, um eine Basis für einen offeneren Dialog zwischen Erwachsenen und Kindern zu schaffen und die Tabuisierung dieses Themas zu verringern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Aufarbeitung durch Literaturrecherche zur Entwicklungspsychologie und Sterbeforschung sowie auf die Reflexion einer praxisorientierten Fallstudie im Rahmen einer Jungscharstunde.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Auseinandersetzung mit der kindlichen Wahrnehmung des Todes, der Bedeutung von Ritualen und Symbolen (wie dem Samenkorn) sowie der praktischen Durchführung einer thematischen Einheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Schlüsselbegriffe sind Religionspädagogik, Kindertrauer, Sterben, Hospizbewegung, symbolische Sprache und kindliche Unbefangenheit.

Wie gehen Kinder laut der Arbeit mit der Endgültigkeit des Todes um?

Die Arbeit zeigt auf, dass Kinder die Endgültigkeit erst in einem Alter von etwa acht bis neun Jahren voll begreifen, während sie vorher oft noch in Übergangsphasen oder magischen Vorstellungen denken.

Welche Rolle spielt die Metapher des Samenkorns in der Praxisarbeit?

Die Metapher dient dazu, den Kindern das christliche Verständnis von Sterben und Auferstehung altersgerecht und verständlich durch eine greifbare Parallele aus der Natur zu erklären.

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Details

Title
Kinder und Tod
College
University of Flensburg
Course
Leben, Sterben, Welt und Sinn
Grade
1,0
Author
Sabine Storm (Author)
Publication Year
2004
Pages
17
Catalog Number
V36501
ISBN (eBook)
9783638361088
Language
German
Tags
Kinder Leben Sterben Welt Sinn
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Storm (Author), 2004, Kinder und Tod, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36501
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