Der Autor Dr. Andreas-Michael Blum erörtert die folgenden Rechtsthemen: Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung, Realisations- und Imparitätsprinzip, Vorsichtsgrundsatz, Bewertungsvorschriften für die Bewertung von Vermögensgegenständen, Anschaffungskosten, Börsenpreis, Herstellungskosten, Aktiva (§ 266 II HGB) bzw. Passiva (§ 266 III HGB) einer Bilanz bei einer Kapitalgesellschaft, Einkünfte aus Gewerbebetrieb (§ 15 EStG), Betriebsvermögensvergleich (§ 4 I oder § 5 EStG), Einnahmeüberschussrechnung (§ 4 III EStG), Verdeckte Gewinnausschüttung, Begriff des Unternehmers (§ 2 UStG), Lieferung (§ 3 I UStG), Innergemeinschaftlicher Erwerb (§ 1a I UStG), Innergemeinschaftliche Lieferung (§ 6a UStG), im Inland betriebener stehender Gewerbebetrieb (§ 2 GewStG), Finanzierung der Kapitalgesellschaft aus einbehaltenen Gewinnen (Selbstfinanzierung), Berechnung des Zinssatzes bei Lieferantenkrediten, statische (einperiodische) Verfahren der Investitionsrechnung, dynamisches (mehrperiodisches) Verfahren der Investitionsrechnung (Kapitalwertmethode) sowie Mezzanine-Kapital als Mischform von Eigen- und Fremdkapital.
Inhaltsverzeichnis
1. Lösung Frage I 1
2. Lösung Frage I 2
3. Lösung Frage I 3
4. Lösung Frage I 4
5. Lösung Frage I 5
5.1 Aktiva
5.2 Passiva
6. Lösung Frage II 1
7. Lösung Frage II 2
8. Lösung Frage II 3
9. Lösung Frage III 1
10. Lösung Frage III 2
11. Lösung Frage IV 1
12. Lösung Frage IV 2
13. Lösung Frage IV 3
14. Lösung Frage IV 4
15. Lösung Frage V 1
16. Lösung Frage V 2
17. Lösung Frage 1
18. Lösung Frage 2
19. Lösung Frage 3
20. Lösung Frage 4
21. Lösung Frage 5
22. Lösung Frage 6
23. Lösung Frage 7
24. Lösung Frage 8
25. Lösung Frage 9
26. Lösung Frage 10
27. Lösung Frage 11
28. Lösung Frage 12
29. Lösung Frage 13
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient der Beantwortung von Lernkontrollaufgaben zu den Grundlagen des Bilanz- und Steuerrechts im Kontext der Fachanwaltsausbildung. Ziel ist die methodische Anwendung gesetzlicher Bewertungs- und Gliederungsvorschriften sowie die steuerrechtliche Einordnung unternehmerischer Sachverhalte.
- Grundlagen ordnungsmäßiger Buchführung und Bewertungsvorschriften
- Bilanzielle Gliederung von Kapitalgesellschaften
- Steuerrechtliche Gewinnermittlung und Mitunternehmerschaft
- Umsatz- und Gewerbesteuerliche Grundtatbestände
- Formen der Unternehmensfinanzierung und Investitionsrechnung
Auszug aus dem Buch
Lösung Frage I 1:
Als Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sind unter anderem zu nennen:
1. Grundsatz der Klarheit und Übersichtlichkeit (§§ 238 I, 246 II HGB),
2. Grundsatz der Richtigkeit und Vollständigkeit (§ 239 II HGB),
3. Grundsatz der Nachprüfbarkeit (§ 238 I HGB),
4. Prinzip der Unternehmensfortführung (§ 252 I Nr. 2 HGB), wonach bei der Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden von der Fortführung des Unternehmens (Going-Concern) auszugehen ist oder andere Wertansätze in der Bilanz auszuweisen sind (z.B. Liquidationswerte)
5. Vorsichtsprinzip (§ 252 I Nr. 4 HGB), wonach Vermögensgegenstände und Schulden vorsichtig zu bewerten sind. Ausfluss dieses Grundsatzes sind das Niederstwertprinzip bei der Bewertung von Aktivvermögen und das Höchstwertprinzip bei der Bildung von Passivposten.
Zusammenfassung der Kapitel
Lösung Frage I 1: Benennung und Erläuterung zentraler Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung wie Klarheit, Vollständigkeit und das Vorsichtsprinzip.
Lösung Frage I 2: Erklärung der Ausprägungen des Vorsichtsprinzips durch das Realisations- und Imparitätsprinzip.
Lösung Frage I 3: Darstellung wesentlicher Bewertungsvorschriften für die Aktivseite nach Handels- und Steuerrecht, inklusive Anschaffungs- und Herstellungskosten.
Lösung Frage I 4: Definition der fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung der Abschreibungen.
Lösung Frage I 5: Detaillierte Gliederung der Aktiva und Passiva einer Bilanz für Kapitalgesellschaften gemäß HGB.
Lösung Frage II 1: Bestimmung der Einkünfte aus Gewerbebetrieb bei gewerblichen Unternehmen.
Lösung Frage II 2: Erläuterung der Voraussetzungen für die steuerliche Anerkennung als Mitunternehmer.
Lösung Frage II 3: Abgrenzung der Methoden zur Gewinnermittlung durch Betriebsvermögensvergleich oder Einnahmeüberschussrechnung.
Lösung Frage III 1: Einordnung der Vorgründungsgesellschaft im Kontext des Körperschaftsteuergesetzes.
Lösung Frage III 2: Definition und Beispiele für verdeckte Gewinnausschüttungen.
Lösung Frage IV 1: Voraussetzungen für den Unternehmerbegriff im Umsatzsteuerrecht.
Lösung Frage IV 2: Definition des Grundtatbestands der Umsatzsteuer.
Lösung Frage IV 3: Bedingungen für den innergemeinschaftlichen Erwerb und die Lieferung innerhalb der EU.
Lösung Frage IV 4: Fallbeispiel zur Bestimmung des Orts einer sonstigen Leistung im grenzüberschreitenden Kontext.
Lösung Frage V 1: Steuergegenstand und Zuständigkeit bei der Gewerbesteuer.
Lösung Frage V 2: Erläuterung des steuerlichen Gewinnbegriffs im Gewerbesteuergesetz.
Lösung Frage 1: Differenzierung zwischen offener und verdeckter Selbstfinanzierung.
Lösung Frage 2: Berechnungsmethode für Zinssätze bei Lieferantenkrediten.
Lösung Frage 3: Statische Verfahren der Investitionsrechnung und deren Anwendung.
Lösung Frage 4: Erläuterung dynamischer Verfahren der Investitionsrechnung wie der Kapitalwertmethode.
Lösung Frage 5: Definition des betriebswirtschaftlichen Begriffs der Finanzierung.
Lösung Frage 6: Erläuterung der Barliquidität als Kennzahl der Liquidität 1. Ordnung.
Lösung Frage 7: Rechtliche Abgrenzung zwischen Grundschuld und Hypothek als Realsicherheiten.
Lösung Frage 8: Charakterisierung von Mezzanine-Kapital als Mischform von Eigen- und Fremdkapital.
Lösung Frage 9: Erläuterung von Factoring-Vorgängen und deren bilanzielle Auswirkung.
Lösung Frage 10: Funktion und Einsatzgebiete von Kontokorrentkrediten.
Lösung Frage 11: Das „Schütt-aus-hol-Zurück-Verfahren“ zur Gewinnrücklagenbildung.
Lösung Frage 12: Definition und Ziele der Umfinanzierung durch Veräußerung von Wirtschaftsgütern.
Lösung Frage 13: Vergleich der finanziellen Belastung zwischen Annuitätendarlehen und Tilgungsdarlehen.
Schlüsselwörter
Bilanzrecht, Steuerrecht, HGB, EStG, Bewertungsvorschriften, Gewinnermittlung, Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Mitunternehmerschaft, Unternehmensfinanzierung, Investitionsrechnung, Kapitalgesellschaft, Liquidität, Rückstellungen, Selbstfinanzierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit umfasst Lösungsvorschläge für Lernkontrollaufgaben zum Bilanz- und Steuerrecht, die im Rahmen einer Fachanwaltsausbildung erstellt wurden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt Themen wie Rechnungslegungsgrundsätze, Unternehmensbesteuerung, Umsatzsteuerrecht sowie verschiedene Methoden der Investitions- und Finanzierungsrechnung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die präzise rechtliche und betriebswirtschaftliche Einordnung von Sachverhalten anhand geltender Gesetze wie HGB, EStG, UStG und GewStG.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Bearbeitung erfolgt primär durch die juristische Subsumtion unter die entsprechenden Paragraphen sowie durch die Anwendung bilanzanalytischer und betriebswirtschaftlicher Rechenverfahren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Bilanzgliederung, steuerrechtliche Gewinnermittlung, Umsatzsteuer- und Gewerbesteuerproblematiken sowie spezifische Fragestellungen zur Unternehmensfinanzierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bilanzrecht, Steuerrecht, Mitunternehmerschaft, Investitionsrechnung und Unternehmensfinanzierung charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die offene von der verdeckten Selbstfinanzierung?
Die offene Selbstfinanzierung erfolgt durch explizite Einstellung in die Gewinnrücklagen, während die verdeckte durch die Bildung stiller Reserven entsteht.
Welche Rolle spielt die Barliquidität in der Analyse?
Die Barliquidität dient als statische Kennzahl zur Beurteilung der Liquidität 1. Ordnung, also dem Verhältnis von Zahlungsmitteln zu kurzfristigen Verbindlichkeiten.
Wie wird das Risiko beim Factoring rechtlich bewertet?
Die Bewertung hängt vom Übergang des Delkredererisikos ab; bei dessen Übergang spricht man vom echten Factoring, andernfalls vom unechten Factoring.
- Citation du texte
- Dr. Andreas-Michael Blum (Auteur), 2010, Ausarbeitungen zu den Grundzügen des Bilanz- und Steuerrechts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/365307