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Wertorientierte Unternehmensführung und Corporate Governance

Anforderungen sowie Vorschriften und Empfehlungen an die Managementvergütung

Title: Wertorientierte Unternehmensführung und Corporate Governance

Master's Thesis , 2016 , 63 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Controlling
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit zeigt die Kohärenz der derzeit geltenden Regelungen mit den allgemeinen Anforderungen an eine effiziente Managementvergütung. Zudem wird herausgestellt, dass eine genauere Formulierung sowie eine Ergänzung der Gesetzestexte und des Deutschen Corporate Governance Kodex den Entsprechensgrad der Anforderungen an die wertorientierte Managementvergütung in der Praxis erhöhen könnte. In diesem Zusammenhang werden Gestaltungsempfehlungen hinsichtlich der Corporate Governance Regelungen ausgesprochen, welche zu einer verbesserten Effizienz der Managementvergütung im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung führen könnten.

Die Managementvergütung im Rahmen der wertorientierten Unternehmensführung ist eines der zentralen Themen der vorangegangenen und derzeitigen Corporate Governance-Debatte. Die Ausgestaltung der Vergütungssysteme der Vorstände börsennotierter Unternehmen wird regelmäßig in der Wirtschaftspresse diskutiert und kritisiert. Die gesetzte Zielvorgabe der durch die Unternehmen angewandten Vergütungssysteme sollte einer Anreizsetzung entsprechen, welche die Manager zu einer langfristigen, nachhaltigen Unternehmensführung bewegt.

Allgemein sind bei der Ausgestaltung einer wertorientierten Managementvergütung grundlegende Anforderungen zu berücksichtigen, um die Effizienz der Vergütung gewährleisten zu können. In der Praxis fordern und fördern die geltenden deutschen Corporate Governance Regelungen die Umsetzung dieser allgemeingültigen Anforderungen. In den letzten Jahren wurden innerhalb der gesetzlichen und außergesetzlichen Regelungen einige Modifikationen im Bereich der Corporate Governance und insbesondere in Bezug auf die Managementvergütung vorgenommen, welche die Ausgestaltung der Managementvergütung im Sinne der Wertorientierung positiv beeinflussten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Wertorientierte Unternehmensführung

2.1 Grundlagen des Shareholder Value-Gedankens

2.2 Hauptanwendungsbereiche der wertorientierten Unternehmensführung

3. Wertorientierte Managementvergütung

3.1 Prinzipal-Agenten-Theorie als theoretischer Bezugsrahmen

3.2 Managementvergütung als finanzielles Anreizsystem

3.3 Vergütungsbestandteile

3.4 Anforderungen an eine effiziente Managementvergütung

3.4.1 Anforderung der Anreizkompatibilität

3.4.2 Anforderung der Angemessenheit

3.4.3 Anforderung der Leistungsorientierung

3.4.4 Anforderung der intersubjektiven Überprüfbarkeit

3.4.5 Anforderung der Transparenz

3.4.6 Anforderung der Stabilität

3.4.7 Anforderung der Wirtschaftlichkeit

3.4.8 Anforderung der Nachhaltigkeit

4. Corporate Governance

4.1 Begriff der Corporate Governance

4.1.1 Definitorische Einordnung und Ziele

4.1.2 Corporate Governance Systeme

4.2 Gesetzliche und außergesetzliche Rahmenbedingungen der deutschen Corporate Governance

4.2.1 Gesetzliche Rahmenbedingungen: Aktien- und handelsrechtliche Vorschriften

4.2.2 Außergesetzliche Rahmenbedingungen: Deutscher Corporate Governance Kodex

4.3 Vorschriften und Empfehlungen in Bezug auf die Managementvergütung

4.3.1 Festlegung der Gesamtvergütung

4.3.2 Angemessenheit der Managementvergütung

4.3.3 Leistungsbeurteilung des Managers

4.3.4 Transparenz des Vergütungssystems

4.3.5 Stabilität der Vergütung

4.3.6 Verlustbeteiligung und Höchstgrenzen

4.3.7 Nachhaltigkeit der Vergütung

5. Analyse der Kohärenz der Anforderungen einer wertorientierten Managementvergütung und der deutschen Corporate Governance Regelungen

5.1 Berücksichtigung der Anforderung der Anreizkompatibilität

5.2 Berücksichtigung der Anforderung der Angemessenheit

5.3 Berücksichtigung der Anforderung der Leistungsorientierung

5.4 Berücksichtigung der Anforderung der intersubjektiven Überprüfbarkeit

5.5 Berücksichtigung der Anforderung der Transparenz

5.6 Berücksichtigung der Anforderung der Stabilität

5.7 Berücksichtigung der Anforderung der Wirtschaftlichkeit

5.8 Berücksichtigung der Anforderung der Nachhaltigkeit

6. Gestaltungsempfehlungen der bestehenden deutschen Corporate Governance Regelungen im Rahmen einer wertorientierten Managementvergütung

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die geltenden deutschen Corporate Governance-Regelungen mit den Anforderungen an eine effiziente, wertorientierte Managementvergütung im Einklang stehen. Ziel ist es, Kohärenzen und Defizite aufzuzeigen sowie Gestaltungsempfehlungen abzuleiten, um die Effizienz der Vergütungssysteme zu verbessern.

  • Wertorientierte Unternehmensführung und Shareholder-Value-Ansatz
  • Prinzipal-Agenten-Theorie als theoretischer Rahmen
  • Zentrale Anforderungen an effiziente Managementvergütung (Anreizkompatibilität, Transparenz, Nachhaltigkeit etc.)
  • Analyse der gesetzlichen (AktG, HGB) und außergesetzlichen (DCGK) Rahmenbedingungen
  • Gestaltungsempfehlungen zur Optimierung von Corporate-Governance-Regelungen

Auszug aus dem Buch

3.4.1 Anforderung der Anreizkompatibilität

Bei einer Shareholder Value-Orientierung müssen bei der Ausgestaltung der Managementvergütung als finanzielles Anreizsystem bestimmte Anforderungen beachtet werden, um eine effiziente Anreizsetzung im Sinne der Shareholder zu ermöglichen. Da zwischen einigen Anforderungen an eine effiziente Managementvergütung Interdependenzen bestehen, sind die Übergänge zwischen den Anforderungen dabei oftmals fließend.

Die Anforderung der Anreizkompatibilität stellt die Grundanforderung für die Managementvergütung dar. Sie dient primär der Steuerung des Entscheidungsverhaltens des Managers. Schließlich soll die Managementvergütung den Manager zu einer hohen Arbeitsleistung motivieren und ihn dazu bewegen shareholderorientierte Entscheidungen zu treffen. Demnach muss die Managemententlohnung bei gegebener Anreizkompatibilität so gestaltet sein, dass der Manager nur dann einen finanziellen Vorteil (Nachteil) erzielt, wenn gleichzeitig die Shareholder durch die Entscheidung des Managers einen finanziellen Vorteil (Nachteil) erzielen. Den Managern soll somit ein Anreiz gegeben werden, Projekte mit negativem Kapitalwert zu unterlassen und jene Projekte mit positivem Kapitalwert durchzuführen. Durch die Vermeidung verzerrender Konflikte zwischen Stakeholdern mit verschiedenen Zielsetzungen, wird die Anforderung der Anreizkompatibilität häufig auch als „Win-Win-Bedingung" bezeichnet.

Sowohl die Bemessungsgrundlage, als auch die Entlohnungsfunktion müssen anreizkompatibel ausgestaltet sein. Um eine anreizkompatible Bemessungsgrundlage zu erhalten, muss diese dem Prinzip der Barwertidentität zum risikofreien Zinssatz entsprechen. Gemäß dem Prinzip der Barwertidentität müssen die Barwerte der Periodenerfolge mit den Barwerten der Ausschüttungen übereinstimmen. Die Entlohnungsfunktion muss zudem eine Beteiligung des Managers an Verlusten erlauben, um Anreizkompatibilität zu ermöglichen. Der Einsatz der bereits erwähnten Caps und Floors sollte daher mit Bedacht gewählt sein. Bei einem Einsatz können dem Manager bei Unterschreiten des Floors bzw. Überschreiten des Caps Anreize zu erhöhtem Risiko bzw. erhöhter Sicherheit vorgegeben werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Einleitung in die Bedeutung der wertorientierten Managementvergütung als Instrument zur Interessenharmonisierung zwischen Eigentümern und Management.

2. Wertorientierte Unternehmensführung: Erläuterung der theoretischen Grundlagen des Shareholder-Value-Ansatzes und der Notwendigkeit einer werteorientierten Ausrichtung von Planungs- und Steuerungsinstrumenten.

3. Wertorientierte Managementvergütung: Darstellung der Prinzipal-Agenten-Theorie und Definition der zentralen Qualitätsanforderungen an ein effizientes Vergütungssystem.

4. Corporate Governance: Definition des Begriffs der Corporate Governance und Analyse der gesetzlichen sowie außergesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland.

5. Analyse der Kohärenz der Anforderungen einer wertorientierten Managementvergütung und der deutschen Corporate Governance Regelungen: Kritische Untersuchung der Übereinstimmung zwischen den zuvor definierten Anforderungen und den geltenden Normen.

6. Gestaltungsempfehlungen der bestehenden deutschen Corporate Governance Regelungen im Rahmen einer wertorientierten Managementvergütung: Ableitung von Verbesserungsvorschlägen zur effizienteren Ausgestaltung der Regelwerke.

7. Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung der Ergebnisse sowie Ausblick auf die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Vergütungsstandards.

Schlüsselwörter

Managementvergütung, Corporate Governance, Wertorientierte Unternehmensführung, Shareholder Value, Anreizkompatibilität, Prinzipal-Agenten-Theorie, Vergütungssysteme, DCGK, Nachhaltigkeit, Transparenz, Vorstandsvergütung, Leistungsbeurteilung, Angemessenheit, Wirtschaftlichkeit, Anreizsystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen einer wertorientierten Unternehmensführung, den daraus resultierenden Anforderungen an Managergehälter und der konkreten Ausgestaltung der deutschen Corporate-Governance-Regelungen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Themen sind die Anreizsteuerung von Vorständen, die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Aktiengesetz sowie die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwieweit die derzeitigen deutschen Corporate-Governance-Regeln die Anforderungen an eine effiziente und wertorientierte Vergütung abdecken und wo Verbesserungspotenziale existieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine theoretische Analyse auf Basis der Prinzipal-Agenten-Theorie und vergleicht diese normativen Anforderungen mit der aktuellen Rechtslage und den Kodex-Vorgaben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Anforderungen an eine effiziente Vergütung, die Beschreibung der rechtlichen Rahmenbedingungen und eine detaillierte Analyse der Kohärenz zwischen beiden Ebenen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Managementvergütung, Anreizkompatibilität, Corporate Governance, Shareholder Value, Nachhaltigkeit und Leistungsanreize.

Welche Bedeutung hat das "Bidding-Up-Prinzip"?

Das Bidding-Up-Prinzip beschreibt die Tendenz, dass sich Managergehälter am Marktdurchschnitt orientieren, was zu einer sukzessiven Steigerung führt, da ein Gehalt unter dem Durchschnitt als Signal für geringe Qualifikation wahrgenommen werden könnte.

Warum wird die Bonusbank empfohlen?

Die Bonusbank ermöglicht eine zeitlich gestreckte Partizipation an Erfolgen und Misserfolgen, was die Anreizkompatibilität stärkt und Manager dazu motiviert, auch langfristige Risiken und Nachhaltigkeitsaspekte zu berücksichtigen.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich der Regelungen?

Die Arbeit schließt, dass die geltenden Regelungen zwar zur Effizienz beitragen, aber oft vage formuliert sind, um Flexibilität zu lassen, was jedoch eine fundierte, einheitliche Ausgestaltung erschwert.

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Details

Title
Wertorientierte Unternehmensführung und Corporate Governance
Subtitle
Anforderungen sowie Vorschriften und Empfehlungen an die Managementvergütung
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2016
Pages
63
Catalog Number
V365319
ISBN (eBook)
9783668448247
ISBN (Book)
9783668448254
Language
German
Tags
Wertorientierte Unternehmensführung Corporate Governance Managementvergütung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2016, Wertorientierte Unternehmensführung und Corporate Governance, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/365319
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