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Steuerliche Vorteile für Finanzierungsgesellschaften in Irland

Title: Steuerliche Vorteile für Finanzierungsgesellschaften in Irland

Bachelor Thesis , 2015 , 49 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Dimitri Libenson (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Wer Steuern sparen will, muss seinen Blick nicht nach Panama, auf die Bahamas oder die Fidschi-Inseln richten; es reicht, nach Europa zu schauen. Irland bietet sich als Standort für Finanzierungsgesellschaften zur legalen Steueroptimierung an. Dies haben auch viele multinationale Konzerne erkannt. Google, Apple, Facebook, Ebay und viele andere Großkonzerne nutzen ein Steuermodell, bei dem Irland eine entscheidende Rolle spielt.

Irlands Kern seiner Geschäftsstrategie sind niedrige Unternehmenssteuersätze, welche ein einfaches Mittel sind, um einen Standort schnell attraktiv zu machen. So sehr die Konzerne Irlands Steuerpolitik begrüßen, so umstritten ist diese Politik innerhalb der EU. Andere EU-Staaten werfen Irland immer wieder Steuerdumping vor. So werden immer häufiger einheitliche Steuersätze und eine Harmonisierung der Steuerpolitik aller EU-Staaten gefordert. Aufgrund des in der EU geltenden Einstimmigkeitsprinzips im Bereich der Steuern stehen diese Forderungen auf verlorenem Posten. Doch wie hat Irland diesen Sprung vom „Sick Man“ zum „keltischen Tiger“ geschafft und wie nutzen Konzerne diese legale Steueroase in der EU? Diese Fragen sind Gegenstand der vorliegenden Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Aufbau und Gang der Untersuchung

1.2. Entwicklung Irlands zur Steueroase

2. Steuersystem in Irland

2.1. Grundlagen zum irischen Steuersystem

2.2. Ziel des irischen Steuersystems

2.3. Hauptsteuerarten

2.3.1. Körperschaftsteuer

2.3.1.1. Bemessungsgrundlage

2.3.1.2. Steuertarif

2.3.2. Sonstige Steuerarten

2.4. Steuervergünstigungen

2.4.1. Forschung und Entwicklung

2.4.2. Geistiges Eigentum

2.4.3. Verlustverrechnung auf Konzernebene

2.5. Vergleich Irland Deutschland

3. Doppelbesteuerungsabkommen

3.1. Grundlagen und Begriffsbestimmungen

3.2. Die Irische DBA-Poltik

3.3. DBA Deutschland-Irland

4. Finanzierungsgesellschaften in Irland

4.1. Anforderungen

4.2. Vorteile

4.3. Nachteile

5. Möglichkeiten zur Gestaltung der Konzernstrukturen im Hinblick auf die Steuerlast

6. Zusammenfassung und Implikationen

6.1. Implikationen für die international agierenden Unternehmen

6.2. Kritische Betrachtung der Finanzierungsgesellschaften in Irland

6.3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Irland als Unternehmensstandort und analysiert die Möglichkeiten zur legalen Steueroptimierung für international agierende Konzerne. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Irland den wirtschaftlichen Wandel vom "Sick Man" zum "keltischen Tiger" vollzogen hat und in welcher Form multinationale Unternehmen die irische Steuergesetzgebung und Doppelbesteuerungsabkommen nutzen, um ihre Steuerlast zu reduzieren.

  • Analyse des irischen Steuersystems und dessen Standortattraktivität.
  • Untersuchung von Steuervergünstigungen und Doppelbesteuerungsabkommen.
  • Betrachtung von Finanzierungsgesellschaften als Instrument der Steuergestaltung.
  • Erörterung komplexer Steuerstrategien wie "Double Irish with a Dutch Sandwich".
  • Kritische Würdigung der Legitimität dieser Steuervermeidungsmodelle.

Auszug aus dem Buch

2.4.3. Verlustverrechnung auf Konzernebene

Irland bietet Gesellschaften innerhalb eines Konzerns die Möglichkeit zur Verlustverrechnung an. Beispielsweise kann Gesellschaft A innerhalb eines Konzerns ihre Verluste auf die Gesellschaft B übertragen, sodass Gesellschaft B diese Verluste mit den eigenen Gewinnen verrechnen kann. Jedoch können nur solche Verluste übertragen werden, welche in Irland der Körperschaftssteuer unterliegen. Folglich zählen Verluste aus Anlageverkäufen nicht dazu.

Ein Verlustvortrag ist nicht zeitlich begrenzt, es können die Verluste jedoch nur mit Gewinnen aus dem gleichen Geschäftsbetrieb verrechnet werden. Ein Verlustvortrag ist nicht möglich, wenn ein Gesellschafterwechsel vorliegt. Der Zeitraum, in welchem ein Verlustrücktrag möglich ist, richtet sich danach, mit was die Verluste verrechnet werden. Verluste, welche mit einem Einkommen aus demselben Geschäftsbetrieb verrechnet werden oder mit passiven Einkünften, beispielsweise Miet- und Zinserträge, können mit dem letzten Kalenderjahr verrechnet werden. Ein Verlustrücktrag in einem Zeitraum von drei Jahren ist nur möglich für Verluste, die im Jahr der Betriebsaufgabe entstehen und mit Einkommen aus demselben Geschäftsbetrieb verrechnet werden.

Als Voraussetzung der Verlustverrechnung innerhalb eines Konzerns sind die jeweiligen Gesellschaften verpflichtet als Mitglieder des Konzerns vom irischen Steuersystem angesehen zu werden. Dazu müssen die Gesellschaften drei Vorgaben erfüllen. Zum einen benötigen beide Unternehmen ihren Sitz innerhalb der EU. Außerdem muss die Muttergesellschaft mindestens zu 75% an dem Tochterunternehmen beteiligt sein. Drittens sind beide Unternehmen zu 75% Tochtergesellschaften eines dritten Unternehmens, welches seinen Sitz in Irland oder einem EU-Mitgliedsstaat hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Steuerwettbewerbs ein und umreißt den Aufbau der Untersuchung sowie Irlands wirtschaftliche Entwicklung.

2. Steuersystem in Irland: Das Kapitel erläutert die Grundlagen des irischen Steuersystems, die Hauptsteuerarten wie die Körperschaftsteuer sowie bestehende Steuervergünstigungen.

3. Doppelbesteuerungsabkommen: Hier werden die Funktion von Doppelbesteuerungsabkommen sowie die spezifische irische Politik und das Abkommen zwischen Deutschland und Irland analysiert.

4. Finanzierungsgesellschaften in Irland: Dieses Kapitel betrachtet die Anforderungen, Vorteile und Nachteile bei der Gründung und Nutzung von Finanzierungsgesellschaften auf dem irischen Standort.

5. Möglichkeiten zur Gestaltung der Konzernstrukturen im Hinblick auf die Steuerlast: Das Kapitel beschreibt konkrete Steuergestaltungsmodelle wie die "Double Irish with a Dutch Sandwich"-Strategie zur Reduzierung der Steuerlast.

6. Zusammenfassung und Implikationen: Der abschließende Teil fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen, reflektiert die Rolle multinationaler Konzerne und diskutiert die kritische Perspektive auf Steuervermeidung.

Schlüsselwörter

Irland, Steueroase, Körperschaftsteuer, Doppelbesteuerungsabkommen, Steuervermeidung, Finanzierungsgesellschaften, Double Irish, Dutch Sandwich, Steuerwettbewerb, Standortattraktivität, Unternehmensbesteuerung, Steuervergünstigungen, Steuerdumping, Gewinnverlagerung, EU-Steuerpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert Irland als Standort für international agierende Unternehmen und untersucht, wie diese durch spezifische Steuergestaltungen und Doppelbesteuerungsabkommen ihre Steuerlast optimieren können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind das irische Steuersystem, die Bedeutung von Finanzierungsgesellschaften, internationale Steuerabkommen sowie die kritische Betrachtung von Steuervermeidungsstrategien multinationaler Konzerne.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Irland durch niedrige Steuersätze und vorteilhafte Gesetzgebungen zur Steueroase wurde und wie Konzerne diese Rahmenbedingungen legal zur Gewinnmaximierung ausnutzen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Methode unter Einbeziehung von Fachliteratur, Steuergesetzen, EU-Rechtsprechung und aktuellen Fallbeispielen zur Steuergestaltung.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung des irischen Steuerrechts, die Analyse von Doppelbesteuerungsabkommen und die Untersuchung spezieller Strukturen wie Finanzierungsgesellschaften und die "Double Irish with a Dutch Sandwich"-Strategie.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Körperschaftsteuer, Steuerwettbewerb, Doppelbesteuerungsabkommen, Gewinnverlagerung, Double Irish und Finanzierungsgesellschaften.

Warum wird in der Arbeit das Modell "Double Irish with a Dutch Sandwich" gesondert betrachtet?

Weil dieses spezifische Modell als Paradebeispiel für die aggressive Steuergestaltung dient, bei der intellektuelles Eigentum und Finanzflüsse so geschichtet werden, dass nahezu keine Steuern anfallen.

Welche Rolle spielt die Rechtsprechung des EuGH in diesem Zusammenhang?

Der Europäische Gerichtshof spielt eine entscheidende Rolle, da seine Urteile (z. B. Centros, Überseering) die Niederlassungsfreiheit innerhalb der EU gestärkt haben, was Unternehmen die grenzüberschreitende Steuergestaltung erst rechtlich ermöglicht hat.

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Details

Title
Steuerliche Vorteile für Finanzierungsgesellschaften in Irland
College
University of Bamberg
Grade
2,7
Author
Dimitri Libenson (Author)
Publication Year
2015
Pages
49
Catalog Number
V365403
ISBN (eBook)
9783668447615
ISBN (Book)
9783668447622
Language
German
Tags
steuerliche vorteile finanzierungsgesellschaften irland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dimitri Libenson (Author), 2015, Steuerliche Vorteile für Finanzierungsgesellschaften in Irland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/365403
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