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Adolph Diesterweg. Sein Bildungsideal und sein Scheitern

Titre: Adolph Diesterweg. Sein Bildungsideal und sein Scheitern

Dossier / Travail , 2015 , 19 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Christian-Wilhelm Wehebrink (Auteur)

Pédagogie - Système scolaire, Politique d'enseignement et de l'école
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Adolph Diesterweg entwickelte eine auf die idealistische Bildungstradition aufbauende Philosophie von der Unabhängigkeit der Schule von der Kirche und der Notwendigkeit einer naturgemäßen Erziehung, also einer begleitenden Unterstützung der natürlichen Reifungsprozesse der Schüler und damit verbundenen völligen Abkehr vom schulischen Formalismus. Mit diesen Ansichten nahm Diesterweg die Ideen der späteren Reformpädagogik bereits 100 Jahre zuvor vorweg. Er arbeitete mit einigem Erfolg daran, sein Bildungsideal in die Praxis umzusetzen. Allerdings musste er dabei gegen die an Einfluss gewinnenden restaurativen Kräfte und dem damit verbundenen Nachlassen des preußischen Reformeifers ankämpfen.

Wie dieses pädagogische Ideal Diesterwegs aussah und warum, beziehungsweise ob seine Umsetzung letztendlich scheiterte, soll in dieser Arbeit erörtert werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Diesterwegs pädagogischer Werdegang

2.1. Der Weg zur Pädagogik

2.2. Der Beginn des pädagogischen Schaffens

2.3. Das Königliche Seminar für Stadtschullehrer Berlin

3. Das Bildungsideal Diesterwegs

3.1. Die Lage der Lehrer

3.2. Die „neue Schule“

3.3. Die „wahre Religion“ in der Erziehung

4. Sieg der Restauration

4.1. Entlassung aus dem Staatsdienst

4.2. Märzrevolution 1848/1849

5. Ausblick

6. Werke und Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den pädagogischen Werdegang und das Bildungsideal von Friedrich Adolph Wilhelm Diesterweg vor dem Hintergrund der preußischen Reformgeschichte. Dabei wird analysiert, wie Diesterweg versuchte, eine naturgemäße, von kirchlicher Dogmatik unabhängige Erziehung in die Praxis umzusetzen und welchen Widerständen er sich gegenüber restaurativen Kräften im 19. Jahrhundert ausgesetzt sah.

  • Die biografischen Stationen und ihre Bedeutung für Diesterwegs pädagogische Entwicklung.
  • Das Konzept der Lehrerbildung und die Professionalisierung des Berufsstandes.
  • Die Vision einer „neuen Schule“ im Gegensatz zum schulischen Formalismus.
  • Das Verständnis einer aufgeklärten, konfessionsungebundenen „wahren Religion“ in der Erziehung.
  • Der politische Kampf Diesterwegs gegen restaurative Kräfte und staatlich-kirchliche Repression.

Auszug aus dem Buch

Die „neue Schule“

Ebenso wie Diesterweg aktiv für eine Verbesserung der Lehrerbildung eintrat, trat er für eine qualitative Verbesserung des gesamten Schulwesens ein. Erste Erfahrungen, beziehungsweise Meinungen zum Schulsystem sammelte Adolph Diesterweg während seiner eigenen Schulzeit in seiner Heimatstadt. Der junge Diesterweg war es gewohnt, viel Zeit in der Natur und bei den Menschen seiner Heimat zu verbringen. Auf diese Weise erfuhr er eine eigene Sicht der Dinge und lernte, die Welt für sich selbst zu erschließen. Im völligen Gegensatz dazu standen die Erfahrungen, die er an der Elementar- und Lateinschule seiner Heimatstadt machen musste. Diese war vom dominierenden altsprachlichen Unterricht, einem realitätsfremden Lehrer, sowie einem mechanischen Unterrichtsstil, welcher das Lernen auf bloßes Auswendiglernen reduzierte geprägt.

Diese Art der Schule, die er selbst durchlebte nannte Diesterweg in seinen Schriften die „alte Schule“ und umschrieb sie durchweg negativ als Schule des „Unverstandes“ und „des abrichteten Mechanismus“, oft mit dem Zweck den Unterschied zu seiner Version einer „neuen Schule“ deutlicher zu machen. Sicherlich ist dieses Bild der schlechten „alten Schule“ überzeichnet, es macht jedoch Diesterwegs Abneigung gegen Lebensferne, Rückwärtsgewandt, Unterwürfigkeit, unverständliche Regeln und Vorschriften, mechanisches Lernen, Zwang und Auswendiglernen in der Erziehung deutlich. Der Zweck eines solchen Unterrichts sei es einen „... für Kinder größtenteils unverständlich bleiben Lernstoff ins Gedächtnis einzuexerzieren, ...“.

In seinem Konzept der „neuen Schule“ setzte Diesterweg der „alten Schule“ Freiwilligkeit, freies Denken und Lebendigkeit entgegen. Die Pflicht des Schülers, als selbst denkender Mensch, sah er darin, sich „... ein freies Urteil über das Tun und Lassen anderer und über sein eignes Tun und Lassen zu erwerben;“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung bettet Diesterwegs Wirken in den zeitgeschichtlichen Kontext der preußischen Reformen ein und formuliert das Ziel der Arbeit, seine pädagogischen Ideale und deren Umsetzungsproblematik zu untersuchen.

2. Diesterwegs pädagogischer Werdegang: Dieses Kapitel zeichnet den biografischen Weg Diesterwegs nach, von seiner Ausbildung über die Tätigkeit in Frankfurt und Elberfeld bis hin zur Leitung des Königlichen Seminars für Stadtschullehrer in Berlin.

3. Das Bildungsideal Diesterwegs: Hier werden die Kernpunkte seines pädagogischen Modells – die Professionalisierung der Lehrer, die „neue Schule“ und eine von Konfessionalismus befreite Erziehung – detailliert beleuchtet.

4. Sieg der Restauration: Dieses Kapitel behandelt den zunehmenden politischen Druck durch reaktionäre Kräfte, der zu Diesterwegs Entlassung aus dem Staatsdienst und seiner Positionierung während der Märzrevolution führte.

5. Ausblick: Der Ausblick reflektiert das vermeintliche Scheitern seiner unmittelbaren bildungspolitischen Ziele und würdigt seine langfristige Bedeutung für das moderne Schulwesen.

6. Werke und Literatur: Ein Verzeichnis der verwendeten Primärschriften Diesterwegs sowie der einschlägigen wissenschaftlichen Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Friedrich Adolph Wilhelm Diesterweg, Preußische Reformen, Pädagogik, Lehrerbildung, Neue Schule, Volksschulwesen, Restauration, Märzrevolution 1848, Religionsunterricht, Reformpädagogik, Schulpolitik, Didaktik, Bildungsgeschichte, Aufklärung, Schulpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Leben, die pädagogischen Konzepte und das bildungspolitische Wirken des Pädagogen Friedrich Adolph Wilhelm Diesterweg im Kontext der preußischen Geschichte des 19. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung der Lehrerbildung, das Konzept der „neuen Schule“ gegenüber dem alten mechanischen Unterrichtsstil, das Verständnis einer aufgeklärten Religion in der Erziehung sowie das Spannungsfeld zwischen pädagogischem Idealismus und reaktionärer Staatspolitik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Diesterweg seine Bildungsideale entwickelte, diese in der Praxis umzusetzen versuchte und warum er dabei an den restaurativen Kräften seiner Zeit scheiterte oder wie sein Wirken langfristig nachwirkte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-biografische Analyse, die auf den Schriften von Adolph Diesterweg sowie der einschlägigen Sekundärliteratur (insbesondere der Arbeiten von Gert Geißler) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Diesterwegs pädagogischer Werdegang, sein Bildungsideal (Lehrerbildung, neue Schule, Religionsauffassung) sowie der Konflikt mit den restaurativen politischen Kräften während der 1840er Jahre und der Märzrevolution detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Diesterweg, Pädagogik, Reformpädagogik, Lehrerbildung, Preußen, Schulpolitik, Bildungsgeschichte und Didaktik geprägt.

Wie stand Diesterweg zur Rolle der Kirche im Bildungswesen?

Diesterweg setzte sich entschieden für eine Trennung von Schule und Kirche ein. Er kritisierte dogmatische Katechismen und forderte einen konfessionsungebundenen Religionsunterricht, der sich an moralischen Maßstäben und der Freiheit des Menschen orientiert.

Warum wurde Diesterweg aus dem Staatsdienst entlassen?

Durch seine liberal-fortschrittlichen Ansichten und seine oppositionelle Haltung, die er unter anderem in den „Rheinischen Blättern“ äußerte, geriet er in Konflikt mit den nach 1840 an Einfluss gewinnenden restaurativen Kräften, was schließlich zu seiner Suspendierung und Entlassung führte.

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Résumé des informations

Titre
Adolph Diesterweg. Sein Bildungsideal und sein Scheitern
Université
University of Münster
Note
1,0
Auteur
Christian-Wilhelm Wehebrink (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
19
N° de catalogue
V365616
ISBN (ebook)
9783668449053
ISBN (Livre)
9783668449060
Langue
allemand
mots-clé
adolph diesterweg sein bildungsideal scheitern
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christian-Wilhelm Wehebrink (Auteur), 2015, Adolph Diesterweg. Sein Bildungsideal und sein Scheitern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/365616
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