Diese Arbeit beschäftigt sich mit der "Poetik" von Aristoteles. Die "Poetik" behandelt die Dichtkunst und hat ihr Hauptaugenmerk auf der Tragödie. Die Tragödie besteht aus sechs qualitativen Teilen, jedoch wird sich diese Arbeit nur mit den zwei wichtigsten Teilen beschäftigen. Die beiden Hauptteile der Tragödie sind die Komposition der Handlung und die der Charaktere. Nicht nur im Zentrum der "Poetik", sondern auch im Zentrum dieser Arbeit steht der Aspekt des Handlungsverlaufs (mythos). Aristoteles sieht die Handlung als den zentralen Aspekt der Tragödiendichtung.
Aber auch der für ihn zweitwichtigste Teil der Tragödie, die Charaktere, sollen untersucht werden. Hier liegt der Fokus auf der Art der Charakterdarstellung. Eine gleichmäßig-glaubwürdige, handlungsorientierte Charakterdarstellung über den kompletten Zeitraum eines Stückes führt zur gelungenen mimêsis. Zum Abschluss wird diese Arbeit noch kurz auf die Wirkung der Tragödie eingehen, und somit auf die wichtigen Begriffe "eleos", "phobos" und "katharsis". Die Begriffe Mitleid und Furcht sind wichtige Begriffe, wenn man sich mit der emotionalen Wirkung der Tragödie beschäftigt. Das Ziel dieser Arbeit ist es, einen Einblick in Aristoteles' Tragödientheorie zu erlangen. Im Besonderen wird es um die Begriffe "mimêsis", "mythos" und "êthos" gehen, welche für die Aristotelische Tragödientheorie elementare Begriffe darstellen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Über die Dichtkunst
Die Tragödie
Ganzheit, Ausdehnung und Einheit der Handlung
Die Charaktere
Das Dreigestirn von eleos,phobos und katharsis
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was sind die zwei wichtigsten Teile der Tragödie laut Aristoteles?
Die beiden zentralen Teile sind die Komposition der Handlung (mythos) und die der Charaktere (êthos), wobei die Handlung für Aristoteles den Vorrang hat.
Was bedeuten die Begriffe „eleos“, „phobos“ und „katharsis“?
Diese Begriffe beschreiben die Wirkung der Tragödie: „eleos“ steht für Mitleid, „phobos“ für Furcht und „katharsis“ für die emotionale Reinigung des Zuschauers durch das Durchleben dieser Affekte.
Was versteht Aristoteles unter „mimêsis“?
Mimêsis bezeichnet die künstlerische Nachahmung oder Darstellung der Wirklichkeit, die in der Tragödie durch eine glaubwürdige Handlung und Charakterzeichnung erreicht wird.
Warum ist der „mythos“ (die Handlung) so zentral?
Aristoteles sieht im Handlungsverlauf die „Seele“ der Tragödie, da erst durch die Struktur der Ereignisse die beabsichtigte Wirkung auf das Publikum erzielt werden kann.
Wie sollten Charaktere in einer Tragödie dargestellt werden?
Eine gelungene Charakterdarstellung sollte gleichmäßig, glaubwürdig und eng an den Handlungsverlauf gebunden sein, um eine überzeugende mimêsis zu gewährleisten.
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- Anna S. (Author), 2016, Über die "Seele" der Tragödie in Aristoteles' "Poetik", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/365656