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Fortbestand und Wandel der NATO. Wie lässt sich erklären, dass die NATO das Ende des Ost-West-Konflikts überdauerte und auch nach 1990 bestehen blieb?

Titre: Fortbestand und Wandel der NATO. Wie lässt sich erklären, dass die NATO das Ende des Ost-West-Konflikts überdauerte und auch nach 1990 bestehen blieb?

Thèse de Bachelor , 2016 , 66 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Politique - Sujet: Organisations internationales
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die North Atlantic Treaty Organization (NATO) ist eines der dauerhaftesten und erfolgreichsten Militärbündnisse und existiert seit 1949. Der Nordatlantikpakt wurde als Militärbündnis und als Organisation kollektiver Selbstverteidigung gegründet, um Schutz vor der Übermacht der Sowjetunion zu finden. Darüber hinaus bestand ihr Zweck in der Stabilisierung von Frieden und in der Kooperation unter den Mitgliedern. In erster Linie hatte die NATO während des Kalten Krieges die zentrale Aufgabe der Gewährleistung der Sicherheit ihrer Mitglieder vor einer übermächtig erscheinenden Bedrohung zu erfüllen.

Der erste Generalsekretär der NATO, Lord Ismay formulierte die Aufgabe der NATO wie folgt: „to keep the Soviets out, the Americans in, and the Germans down“. Diese Aufgaben wurden im Jahr 1995 auch offiziell formuliert: die NATO habe drei Zielen gedient, der Eindämmung der Sowjetunion, der Einbindung der Bundesrepublik Deutschland sowie der Institutionalisierung der amerikanischen Rolle im europäischen Sicherheitsmanagement. Durch den Zusammenbruch der Sowjetunion und die Überwindung des Ost-West-Konflikts Anfang der 1990er Jahre entstand in Europa eine vollkommen neue Ordnung und brachte für die NATO gravierende Veränderungen. Die Zeit nach dem Ost-West-Konflikt war für die NATO eine Zeit des Umbruchs und sie sah sich neuen Gefährdungen und Unsicherheiten, aber gleichzeitig auch neuen Chancen des Einsatzes für den Frieden und der Stabilisierung der europäischen Sicherheit gegenüber. Durch die Entwicklungen wurde die NATO ihrer eigentlichen Aufgabe, die Abwehr eines Angriffes des Warschauer Pakts und damit ihrer ursprünglichen Existenzberechtigung beraubt, geriet durch Legitimationsprobleme in eine Sinn- und Existenzkrise und es schien fraglich, ob die Allianz ohne Feindbild überdauern könnte.

In meiner Bachelorarbeit gehe ich der Frage nach: Wie lässt sich erklären, dass die NATO das Ende des Ost-West-Konflikts, dem sie ihre Gründung verdankt, überdauerte und auch nach 1990 bestehen blieb? Es geht also darum, den Fortbestand und den Wandel der NATO zu beschreiben und theoriegeleitet zu erklären. Mit den Theorien der internationalen Politik lässt sich die Entstehung und der Wandel von militärischen Bündnissen und ihr Design mit unterschiedlichen Faktoren erklären. Um meine Fragestellung zu beantworten werde ich in dieser Arbeit den Realismus und den Institutionalismus anwenden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Rahmen

2.1 Der Realismus

2.2 Der Institutionalismus

3 Prüfung der Hypothese zum Realismus

3.1 Das strategische Konzept von 1991 und 1999

3.2 „Out of area“-Einsätze

3.2.1 Die NATO und das Völkerrecht

4 Prüfung der Hypothesen zum Institutionalismus

4.1 Das strategische Konzept von 1991 und 1999

4.2 Die Partnerschaftsprogramme der NATO

4.3 Die Osterweiterung

4.3.1 Das Für und Wider der Osterweiterung

4.3.2 Russland und die Osterweiterung

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Fortbestand und den Wandel der NATO nach dem Ende des Ost-West-Konflikts, um zu erklären, warum das Bündnis trotz des Wegfalls seines ursprünglichen Gründungszwecks bestehen blieb. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie lässt sich erklären, dass die NATO das Ende des Ost-West-Konflikts, dem sie ihre Gründung verdankt, überdauerte und auch nach 1990 bestehen blieb?

  • Analyse des Fortbestands der NATO aus Sicht des Realismus
  • Untersuchung des Wandels der NATO aus Sicht des Institutionalismus
  • Bewertung von strategischen Konzepten und „Out of area“-Einsätzen
  • Analyse der Bedeutung von Partnerschaftsprogrammen
  • Diskussion der NATO-Osterweiterung und der Beziehungen zu Russland

Auszug aus dem Buch

3.2 „Out of area“-Einsätze

Bis zum Ende des Ost-West-Konflikts verstand sich die NATO als ein passives Bündnis und war auf die Wahrung des politisch-militärischen Status quo ausgerichtet. Jedoch war sie bereits während des Ost-West-Konflikts an den sicherheitspolitischen Entwicklungen außerhalb des Bündnisgebietes der NATO interessiert und ihre frühere Position wurde durch den Zerfall der Sowjetunion unbedeutend. 1995 erfolgte der erste operative Einsatz der NATO mit dem Zerfall Jugoslawiens, allerdings fanden die ersten Aktivitäten bereits im Golfkrieg 1991 statt. Man muss dazu anmerken, dass der Schritt out of area politisch und rechtlich und gleichwohl auch intern und extern ziemlich umstritten war. Da die politische und militärische Entwicklung der Balkanstaaten, die außerhalb des Bündnisgebietes der NATO liegen, ein hohes Interesse für das transatlantische Bündnis und ihrem Territorium darstellt, gewannen die out of area Einsätze ab 1990 immer mehr an Bedeutung, indem auch aufgeführt wird, dass alle Truppen unter einheitlichen Kommando stehen und bei Notwendigkeit von Friedenserhaltung zur Friedenserzwingung übergehen. Solche NATO-Einsätze unterscheiden sich deutlich von den Friedenseinsätzen der Vereinten Nationen nach dem Kapitel VI der UN-Charta, die nur leicht bewaffnete Einheiten umfassen und dies nur mit Zustimmung aller Konfliktparteien.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Geschichte der NATO ein, skizziert die Krise nach dem Ende des Ost-West-Konflikts und formuliert die zentrale Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.

2 Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel stellt die beiden zentralen Theorien, Realismus und Institutionalismus, vor und erläutert deren Sichtweisen auf internationale Bündnisse und Kooperation.

3 Prüfung der Hypothese zum Realismus: Hier wird der Fortbestand der NATO anhand realistischer Annahmen untersucht, wobei insbesondere strategische Konzepte und die Entwicklung von „Out of area“-Einsätzen analysiert werden.

4 Prüfung der Hypothesen zum Institutionalismus: Dieses Kapitel betrachtet die NATO durch die Brille des Institutionalismus, wobei der Fokus auf strategischen Anpassungen, Partnerschaftsprogrammen und der Osterweiterung liegt.

5 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Fortbestand sowie den Wandel der NATO unter Berücksichtigung der theoretischen Hypothesen.

Schlüsselwörter

NATO, Realismus, Institutionalismus, Ost-West-Konflikt, Sicherheitspolitik, Bündnispolitik, Osterweiterung, Friedenserhaltung, Krisenmanagement, transatlantische Sicherheit, Völkerrecht, Partnerschaftsprogramme, Nordatlantische Allianz, Geopolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Fortbestand und den strukturellen Wandel der NATO nach dem Ende des Ost-West-Konflikts aus der Perspektive der internationalen Politik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die theoretische Einordnung des Bündnisses, die Anpassung an neue sicherheitspolitische Herausforderungen sowie die Auswirkungen der Osterweiterung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu erklären, wie der Fortbestand des Bündnisses trotz des Wegfalls seines ursprünglichen Feindbildes (Sowjetunion) theoretisch begründet und praktisch erklärt werden kann.

Welche wissenschaftlichen Theorien werden zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt als theoretisches Fundament den Realismus sowie den Institutionalismus, um das Verhalten und die Transformation der NATO zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die beiden genannten Hypothesen anhand von Dokumenten wie den strategischen Konzepten der NATO, den „Out of area“-Einsätzen und den Partnerschaftsprogrammen geprüft.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem NATO, Bündnispolitik, Osterweiterung, Krisenmanagement, Sicherheitspolitik und transatlantische Kooperation.

Wie bewertet der Realismus den Fortbestand der NATO?

Aus realistischer Sicht ist der Fortbestand der NATO erklärungsbedürftig, da nach dem Wegfall der direkten Bedrohung durch die Sowjetunion die existenzielle Grundlage für ein Verteidigungsbündnis entfällt.

Wie unterscheidet sich die institutionelle Sicht auf die Osterweiterung?

Der Institutionalismus bewertet die Osterweiterung positiv als Instrument zur Förderung von Transparenz, Kooperation und zur Einbindung postkommunistischer Staaten in stabile Sicherheitsstrukturen.

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Résumé des informations

Titre
Fortbestand und Wandel der NATO. Wie lässt sich erklären, dass die NATO das Ende des Ost-West-Konflikts überdauerte und auch nach 1990 bestehen blieb?
Université
University of Hagen
Cours
Konflikt und Kooperation in den internationalen Beziehungen
Note
2,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
66
N° de catalogue
V365977
ISBN (ebook)
9783668448933
ISBN (Livre)
9783668448940
Langue
allemand
mots-clé
fortbestand wandel nato ende ost-west-konflikts
Sécurité des produits
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2016, Fortbestand und Wandel der NATO. Wie lässt sich erklären, dass die NATO das Ende des Ost-West-Konflikts überdauerte und auch nach 1990 bestehen blieb?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/365977
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Extrait de  66  pages
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