Prinzipien der Preisfestsetzung
Grundsätzlich unterscheidet die betriebswirtschaftliche Diskussion zwei Prinzipien der Preisfestsetzung:
- Kostenorientierte Preisbindung
- Nachfrageorientierte Preisbildung.
Gehen Sie im Rahmen der Analyse auf beide Konzepte ein. Diskutieren Sie vor diesem Hintergrund u.a. die Begriffe Gewinnmarge, Solldeckungsbeitrag, Knappheitsrelation, Preisunter- und Preisobergrenze, retrograde Kalkulation. Welche Auswirkungen haben beide Konzepte auf diese Werte? Was ist damit gemeint, wenn von einer Erfassung der Nutzeneinschätzung der Nachfrager
gesprochen wird? Analysieren Sie für welche Art von Gütern die Konzeptionen vorteilhaft bzw. nachteilig sind? Welche Aussagen sind hinsichtlich gewinnmaximaler Preisentscheidungen zu treffen?
[...]
Inhaltsverzeichnis
1. Begriffsklärung
1.1 Gewinnmarge
1.2 Solldeckungsbeitrag
1.3 Knappheitsrelation
1.4 Preisunter- und Preisobergrenze
1.5 Retrograde Kalkulation
2. Die Prinzipien der Preisfestsetzung
2.1 Die kostenorientierte Preisbildung
2.2 Die nachfrageorientierte Preisbildung
3. Die Anwendung im Ausbildungsunternehmen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die theoretischen Konzepte der Preisfestsetzung zu erläutern und deren praktische Anwendung in einem Dienstleistungsunternehmen zu veranschaulichen. Dabei wird untersucht, wie unterschiedliche Kalkulationsansätze zur Preisbildung beitragen und welche Faktoren bei der Preisgestaltung entscheidend sind.
- Grundlagen der Preisfindung und betriebswirtschaftliche Begriffsdefinitionen
- Gegenüberstellung von kostenorientierter und nachfrageorientierter Preisbildung
- Methoden der Kalkulation (Zuschlagskalkulation, Target-Costing, retrograde Kalkulation)
- Einfluss von Marktdaten, Preistests und Kundenverhalten auf die Preispolitik
- Praktische Implementierung der Preisfindung am Beispiel der Eislebener Tele-Funk GmbH
Auszug aus dem Buch
2.2 Die nachfrageorientierte Preisbildung
Im Gegensatz zur kostenorientierten Preisbildung, richtet sich die nachfrageorientierte Preisbildung nach den Marktdaten, Nachfrageverhältnissen und dem Kaufverhalten der Kunden. Dabei spielen verschiedene Gesichtspunkte ein wichtige Rolle.
Wie schätzt der Verbraucher mein Produkt ein? Welches Image habe ich als Hersteller, Händler bzw. Anbieter? Wie hoch ist mein akquisitorisches (werbendes) Potential? Wie hoch sind die Forderungen des Großhandels, damit mein Produkt ins Sortiment aufgenommen wird und damit ein Einsatz für den Absatz besteht? Das sind einige Fragen, die es zu beantworten gilt, bevor man einen Preis findet, den der Markt auch annimmt.
Entscheidungshilfe bieten dabei Preistests. Der Preistest ist eine spezielle Form des Produkttestes und wird in der Regel zusammen mit dem Produkt, oder einer Abbildung davon, getestet.
Man unterscheidet statische und dynamische Preistests. Bei ersterem wird ein fester Preis zur Beurteilung vorgelegt. Bei einem dynamischen Preistest können Aussagen darüber gemacht werden, wie sich das Wahl- oder Kaufverhalten, bezogen auf unterschiedliche Preise, ändert. Damit können Preiselastizitäten und Preisschwellen näher bestimmt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert zentrale betriebswirtschaftliche Begriffe wie Gewinnmarge, Solldeckungsbeitrag und Preisgrenzen, die für das Verständnis der weiteren Preisstrategien essenziell sind.
2. Die Prinzipien der Preisfestsetzung: Hier werden die kostenorientierte und nachfrageorientierte Preisbildung gegenübergestellt sowie verschiedene Kalkulationsmethoden inklusive ihrer Vor- und Nachteile analysiert.
3. Die Anwendung im Ausbildungsunternehmen: Das letzte Kapitel überträgt die theoretischen Grundlagen in die Praxis der Eislebener Tele-Funk GmbH und zeigt auf, wie dort montagebasierte Angebote und Dienstleistungspreise kalkuliert werden.
Schlüsselwörter
Preisfestsetzung, Preisbildung, Kostenorientierung, Nachfrageorientierung, Gewinnmarge, Solldeckungsbeitrag, Knappheitsrelation, Preisuntergrenze, Preisobergrenze, retrograde Kalkulation, Zuschlagskalkulation, Target-Costing, Preistests, Marktdaten, Preispolitik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die verschiedenen Prinzipien der betriebswirtschaftlichen Preisfestsetzung und untersucht deren praktische Anwendung in der Unternehmenspraxis.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die kostenorientierte und nachfrageorientierte Preisbildung sowie die dazugehörigen Kalkulationsmethoden.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Verbindung theoretischer Preismodelle mit der realen Anwendung zur Ermittlung optimaler Preise, die sowohl Kosten decken als auch Marktanforderungen erfüllen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden betriebswirtschaftliche Kalkulationsverfahren wie die Zuschlagskalkulation, das Target-Costing und die retrograde Kalkulation analysiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Preisbildung detailliert aufbereitet und anschließend anhand eines Praxisbeispiels in einem Unternehmen des Dienstleistungssektors angewendet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Preisfindung, Preisgrenzen, Deckungsbeitrag, Marktorientierung und Kalkulationsschema.
Wie unterscheidet sich die retrograde Kalkulation von der Zuschlagskalkulation?
Während bei der Zuschlagskalkulation ausgehend von den Kosten der Preis errechnet wird, prüft man bei der retrograden Kalkulation ("Rückwärtsrechnung"), ob ein gegebener Preis für das Unternehmen profitabel ist.
Welche Rolle spielt die Eislebener Tele-Funk GmbH in der Arbeit?
Das Unternehmen dient als Fallbeispiel, um zu zeigen, wie in der Praxis aus Einkaufspreisen, Montageaufwand und Gewinnaufschlägen Angebote für Kunden erstellt werden.
- Quote paper
- Sebastian Heyl (Author), 2002, Prinzipien der Preisfestsetzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3659