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Das Menschenbild in der französischen Klassik am Beispiel von La Rochefoucauld

Title: Das Menschenbild in der französischen Klassik am Beispiel von La Rochefoucauld

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 22 Pages , Grade: Sehr gut (1.0)

Autor:in: Thomas Scheufler (Author)

French Studies - Literature
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Croire à des sentiments simples
est une façon simple de considérer les sentiments.
André Gide

„Was ist der Mensch?“- Eine Frage, die so alt ist wie die Menschheit selbst. Eine Frage, der im 17. Jahrhundert La Rochefoucauld in seinen Maximen nachging und die auch im 21. Jahrhundert nichts an ihrer Relevanz verloren hat. Eine Frage, auf die es bis heute keine einfache Antwort gibt, weder im zwischenmenschlichen noch im gesamtgesellschaftlichen Bereich.

Dabei gibt es durchaus Parallelen zwischen der Entstehungszeit der Maximen und der aktuellen gesellschaftlichen Situation. Die Gesellschaften befinden sich im Umbruch – damals von der feudalistischen zur absolutistischen, heute von der Industrie- zur Dienstleistungs- und Mediengesellschaft. Traditionelle Wert- und Moralvorstellungen stehen zur Disposition und werden durch neue Prinzipien ersetzt. Die Fragen aber bleiben die alten. Was bestimmt das Handeln politischer und gesellschaftlicher Akteure? Entspricht die öffentliche Meinung der veröffentlichten (=offiziellen) Meinung und gibt diese die tatsächlichen Handlungsintentionen der Akteure wieder? Heute wie damals gilt es Schein(heiligkeit) zu durchschauen und Dingen auf den Grund zu gehen.

Diese Arbeit befaßt sich zunächst mit der Frage, inwieweit sich Veränderungen im gesellschaftlichen System auf die literarische Produktion im Frankreich des 17. Jahrhunderts auswirkten. Dabei wird herausgearbeitet werden, wer die literarische Produktion der Zeit bestimmte und an welchen Orten in welcher Form Literatur entstand. Am Beispiel von La Rochefoucauld werden abschließend die literarische Kleingattung der Maximen und das ihnen zugrundeliegende Menschenbild näher analysiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • Inhalt
  • Einleitung
  • Le siècle classique - Die Epoche
  • La Cour et la ville - Die Gesellschaft.
  • Les honnêtes gens - Das Menschenbild..
  • Les Moralistes - Die „Normenvermittler“
  • La Rochefoucauld - Der Moralist.........
    • Frondeur et Honnête homme - Sein Leben
    • Maximes et Réflexions diverses - Sein Werk..
    • L'amour propre, la passion, l'égoïsme – Sein Menschenbild
    • Négation, généralisation, précision – Sein Stil......
  • Zusammenfassung ..
  • Literatur..

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Die Arbeit untersucht das Menschenbild in der französischen Klassik am Beispiel von La Rochefoucauld. Sie befasst sich mit der Frage, wie sich gesellschaftliche Veränderungen im Frankreich des 17. Jahrhunderts auf die literarische Produktion auswirkten, welche Akteure diese bestimmten und in welcher Form Literatur entstand. Die Analyse der literarischen Kleingattung der Maximen und des ihnen zugrundeliegenden Menschenbildes von La Rochefoucauld steht im Mittelpunkt der Arbeit.

  • Die Epoche des französischen Klassizismus (le siècle classique) im 17. Jahrhundert
  • Gesellschaftliche Strukturen und Normen in Frankreich im 17. Jahrhundert
  • Das Menschenbild in der französischen Klassik
  • Die literarische Kleingattung der Maximen
  • La Rochefoucauld als Moralist und sein Werk

Zusammenfassung der Kapitel

Die Einleitung erläutert die Fragestellung der Arbeit und stellt die Relevanz des Menschenbildes im 17. und 21. Jahrhundert dar. Sie zeigt Parallelen zwischen der damaligen und der heutigen gesellschaftlichen Situation auf, in denen traditionelle Werte und Moralvorstellungen im Umbruch sind.

Kapitel 3 befasst sich mit der Epoche des französischen Klassizismus, dem „le siècle classique“, und beleuchtet seine historische und soziologische Einordnung. Es werden die Schlüsselereignisse wie das Edikt von Nantes und der Tod Ludwig XIV. als Beginn und Ende der Epoche definiert. Das Kapitel analysiert die Rolle Heinrich IV. als „Merkantilist“ und die Bedeutung des Edikts von Nantes für die politische und wirtschaftliche Entwicklung Frankreichs.

Kapitel 4 behandelt die Gesellschaft im Frankreich des 17. Jahrhunderts, die durch die Koexistenz von Hof und Stadt geprägt war. Es werden die unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten und ihre Beziehungen zueinander dargestellt. Die Rolle des Absolutismus unter Ludwig XIV. und die Ausweitung des königlichen Einflusses auf alle Lebensbereiche werden analysiert.

Kapitel 5 befasst sich mit dem Menschenbild der französischen Klassik und beleuchtet die „honnêtes gens“, die als Vertreter der neuen Moralvorstellungen gelten. Es werden die zentralen Themen dieser Zeit wie Ehre, Vernunft, Gefühl und Selbstbeherrschung behandelt.

Kapitel 6 analysiert die Rolle der Moralisten als Vermittler von Normen und Werten in der französischen Klassik. Es werden die wichtigsten Vertreter der Moralisten wie La Rochefoucauld, Pascal und Montaigne vorgestellt und ihre unterschiedlichen Auffassungen zum Menschenbild erläutert.

Kapitel 7 widmet sich La Rochefoucauld als Moralist, dessen Leben und Werk näher betrachtet werden. Es analysiert die literarische Kleingattung der Maximen und beleuchtet das Menschenbild, das in La Rochefoucaulds Werk zum Ausdruck kommt. Die Themen „amour propre“, „passion“ und „égoïsme“ sowie der Stil des Autors werden ausführlich behandelt.

Schlüsselwörter

Die Arbeit behandelt zentrale Themen der französischen Klassik, wie zum Beispiel das Menschenbild, die Maximenliteratur, die Rolle des Absolutismus, die Gesellschaft des 17. Jahrhunderts und das Werk von La Rochefoucauld. Zu den wichtigsten Schlüsselbegriffen gehören „le siècle classique“, „honnêtes gens“, „amour propre“, „passion“, „égoïsme“, „Maximen“ und „Moralisten“.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema der Arbeit über La Rochefoucauld?

Die Arbeit untersucht das Menschenbild in der französischen Klassik am Beispiel von La Rochefoucaulds Maximen und analysiert, wie gesellschaftliche Umbrüche die Literatur des 17. Jahrhunderts beeinflussten.

Welche Rolle spielen die „honnêtes gens“ in der französischen Klassik?

Die „honnêtes gens“ repräsentieren das Ideal des galanten, gebildeten und moralisch integren Menschen, der durch Vernunft, Selbstbeherrschung und Ehre geprägt ist.

Was versteht La Rochefoucauld unter „amour propre“?

„Amour propre“ bezeichnet die Eigenliebe oder den Egoismus, den La Rochefoucauld als die verborgene Triebfeder fast aller menschlichen Handlungen ansieht.

Welche literarische Gattung wird in der Arbeit analysiert?

Im Mittelpunkt steht die Analyse der Maximen, einer literarischen Kleingattung, die durch Kürze, Präzision und moralphilosophische Reflexion gekennzeichnet ist.

In welchem historischen Zeitraum ist die Untersuchung angesiedelt?

Die Untersuchung konzentriert sich auf das „le siècle classique“, das 17. Jahrhundert in Frankreich, insbesondere die Ära des Absolutismus unter Ludwig XIV.

Wer sind weitere wichtige Vertreter der Moralisten dieser Zeit?

Neben La Rochefoucauld werden auch Denker wie Blaise Pascal und Michel de Montaigne als einflussreiche „Normenvermittler“ der Epoche genannt.

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Details

Title
Das Menschenbild in der französischen Klassik am Beispiel von La Rochefoucauld
College
Dresden Technical University  (Institut für Romanistik)
Course
Hauptseminar Literarische Gattungsvielfalt im 17.Jahrhundert
Grade
Sehr gut (1.0)
Author
Thomas Scheufler (Author)
Publication Year
2002
Pages
22
Catalog Number
V36603
ISBN (eBook)
9783638361781
ISBN (Book)
9783638886352
Language
German
Tags
Menschenbild Klassik Beispiel Rochefoucauld Hauptseminar Literarische Gattungsvielfalt Jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Scheufler (Author), 2002, Das Menschenbild in der französischen Klassik am Beispiel von La Rochefoucauld, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36603
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