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Kapitalbedingte Entwicklung - Alles nur Theorie?

Title: Kapitalbedingte Entwicklung - Alles nur Theorie?

Seminar Paper , 2004 , 18 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Christian Krauß (Author)

Economics - International Economic Relations
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Aufgrund der ungleichen Verteilung von Kapital und Wohlstand zwischen den Industrie- und Entwicklungsländern befasst sich diese Arbeit mit den wichtigen Determinanten der kapitalbedingten Entwicklung vor dem Hintergrund der Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern und untersucht deren Ursachen und Wirkungen.

Da es kein allgemeingültiges, für alle Entwicklungsländer anwendbares Konzept gibt, diese in kürzester Zeit zu den Industrieländern aufschließen zu lassen, werden einige Förderungsmöglichkeiten diskutiert, die allerdings nicht zwangsläufig zur Lösung der Entwicklungsproblematik in „armen“ Ländern führen. Die vorliegende Arbeit hat demnach weder den Anspruch, eine abschließende Untersuchung aller Einflussfaktoren auf die Entwicklung der Länder aufzuzeigen, noch versucht sie, ein Patentrezept zur Entwicklungsförderung zu entwerfen. Vielmehr soll sie ein Verständnis für die vielfältigen und komplizierten, kapitalbedingten Faktoren vermitteln, die auf die Entwicklung eines Landes positiv oder negativ wirken können sowie zu nachhaltigen Überlegungen und Diskussionen anregen, um ein unvoreingenommenes Interesse für die Probleme von Entwicklungsländern zu wecken. Zudem möchte ich auf die Problematik eingehen, was unter Entwicklung in Verbindung mit Kapital verstanden wird, und welche Methoden angewandt werden, um den Entwicklungsstand einzelner Länder anhand ihrer monetären Ausstattung zu messen und zu vergleichen.

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Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 BEGRIFFE UNTER DEM GESICHTSPUNKT DES KAPITALMANGELS

2.1 ARMUT

2.2 UNTERENTWICKLUNG

3 KAPITALBEDINGTE URSACHEN DER UNTERENTWICKLUNG

3.1 KAPITALMANGEL

3.2 PRO-KOPF-EINKOMMEN UND BEVÖLKERUNGSWACHSTUM

3.3 UNZUREICHENDE FINANZMÄRKTE

4 ANSÄTZE ZUR URSACHENBEKÄMPFUNG

4.1 IMPORTSUBSTITUTION UND EXPORTFÖRDERUNG

4.2 LIBERALISIERUNG DES WAREN- UND KAPITALVERKEHRS

4.3 EXPORTERLÖSSTABILISIERUNG

4.4 FÖRDERUNG DER INVESTITIONSBEREITSCHAFT

4.5 VERSCHULDUNG

5 SCHLUSSWORT

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die zentralen Determinanten der kapitalbedingten Entwicklung und deren Rolle bei der Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern, wobei die Zusammenhänge zwischen Kapitalakkumulation, Wirtschaftsstruktur und außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen analysiert werden.

  • Grundlagen der Begriffe Armut und Unterentwicklung
  • Kapitalbedingte Ursachen der Unterentwicklung
  • Methoden der Entwicklungsförderung (Importsubstitution vs. Exportförderung)
  • Herausforderungen durch Liberalisierung und internationale Finanzmärkte
  • Strategien zum Umgang mit Verschuldung und Exporterlösschwankungen

Auszug aus dem Buch

3.1 KAPITALMANGEL

Der Kapitalmangel und damit die fehlende Kapitalakkumulation gelten als bremsender Faktor bei der wirtschaftlichen Entwicklung. Nach der postkeynesianischen Theorie ist die Wachstumsrate der Länder umso größer, je höher die Investitionsquote ausfällt. Wenn mehr Kapital akkumuliert wird, können mehr Arbeitsplätze geschaffen werden, wodurch das PKE anwächst. Um die Ursachen des Kapitalmangels zu verstehen, muss man sich bewusst machen, ob es sich in den vorliegenden Fällen um Sachkapitalmangel oder Humankapitalmangel handelt.

Ein Mangel an Sachkapital kann durch eine unzureichende Ersparnisbildung zustande kommen, wenn die privaten Haushalte oder der Staat nicht genügend Ersparnisse aufweisen können, um Investitionen zu tätigen. Die geringe Sparleistung der Bevölkerung wird durch die Sparfähigkeit beeinflusst. Sparen bedeutet Konsumverzicht und setzt damit ein PKE voraus, das über der Armutsschwelle, bzw. dem physischen Existenzminimum, liegt. Die Differenz zwischen Armutsschwelle und PKE wird als „economic surplus“, wirtschaftlicher Überschuss, oder als „investible surplus“, investierbarer Überschuss, bezeichnet und entspricht theoretisch dem Betrag, der investiert werden kann. Dass dieser Betrag nur teilweise oder gar nicht zur Ersparnisbildung verwendet wird, liegt an der fehlenden Sparbereitschaft. Die Sparbereitschaft der Sparer hängt von der Zeitpräferenzrate und dem erzielbaren Zins ab. Denn nur wenn der zukünftige Konsum aufgrund der gewährten Zinsen einen mindestens gleich großen Nutzen wie der heutige Konsum aufweist, sind die Individuen bereit, zu sparen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert den Fokus der Arbeit auf kapitalbedingte Entwicklungsfaktoren und die Bedeutung der Armutsbekämpfung, ohne den Anspruch auf eine abschließende Patentlösung zu erheben.

2 BEGRIFFE UNTER DEM GESICHTSPUNKT DES KAPITALMANGELS: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Armut und Unterentwicklung sowie deren Messbarkeit und Abgrenzung.

3 KAPITALBEDINGTE URSACHEN DER UNTERENTWICKLUNG: Hier werden die Zusammenhänge zwischen Kapitalmangel, Bevölkerungswachstum und den Unzulänglichkeiten von Finanzmärkten als Entwicklungshemmnisse analysiert.

4 ANSÄTZE ZUR URSACHENBEKÄMPFUNG: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene wirtschaftspolitische Strategien, darunter Handelsliberalisierung, Exportstabilisierung und die Förderung von Investitionen zur Überwindung von Unterentwicklung.

5 SCHLUSSWORT: Das Schlusswort betont, dass Kapitaltransfer und externe Finanzierung für die Entwicklung globalisierter Volkswirtschaften unabdingbar sind und skizziert Bedingungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Verschuldung.

Schlüsselwörter

Kapitalmangel, Unterentwicklung, Armutsbekämpfung, Kapitalakkumulation, Sachkapital, Humankapital, Importsubstitution, Exportförderung, Liberalisierung, Exporterlösschwankungen, Verschuldung, Investitionsbereitschaft, Pro-Kopf-Einkommen, Finanzmärkte, Wirtschaftswachstum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den ökonomischen Determinanten der kapitalbedingten Entwicklung und deren Einfluss auf den Wohlstand von Entwicklungsländern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Kapitalbildung, den Ursachen von Unterentwicklung, Handelsstrategien sowie der Bedeutung stabiler Finanzsysteme.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, ein Verständnis für die vielfältigen kapitalbedingten Faktoren zu vermitteln, die den Entwicklungsstand eines Landes beeinflussen, und Ansätze zur Ursachenbekämpfung zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die ökonomische Theorien (u.a. postkeynesianische Ansätze) auf die spezifische Situation in Entwicklungsländern anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinitionen, die Analyse der Ursachen für Kapitalmangel (Sach- und Humankapital) sowie die kritische Prüfung politischer Maßnahmen wie Importsubstitution und Exportförderung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Kapitalmangel, Entwicklungspolitik, Exportförderung, Armut, Humankapital und Verschuldungsmanagement sind die zentralen Begriffe.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Sach- und Humankapital so wichtig?

Die Arbeit stellt dar, dass nur durch das Verständnis der spezifischen Defizite – seien es physische Investitionsmöglichkeiten oder die Qualifikation der Arbeitskräfte – gezielte Entwicklungsförderung möglich ist.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Schuldenerlassen?

Der Autor warnt vor dem „Gießkannenprinzip“ und plädiert stattdessen für partielle Schuldenerlasse, die an ordnungs- und währungspolitische Auflagen geknüpft sind.

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Details

Title
Kapitalbedingte Entwicklung - Alles nur Theorie?
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Lehrstuhl für Wirtschafts- und Entwicklungspolitik)
Course
Seminar: Entwicklung! Alles nur Theorie? Kapitalbedingte Entwicklung
Grade
2,7
Author
Christian Krauß (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V36627
ISBN (eBook)
9783638361989
ISBN (Book)
9783656068716
Language
German
Tags
Kapitalbedingte Entwicklung Alles Theorie Seminar Entwicklung Alles Theorie Kapitalbedingte Entwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Krauß (Author), 2004, Kapitalbedingte Entwicklung - Alles nur Theorie?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36627
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