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Separatismusbestrebungen in Brasilien

Titel: Separatismusbestrebungen in Brasilien

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2017 , 66 Seiten

Autor:in: Nicolas Forster (Autor:in)

Politik - Region: Mittel- und Südamerika
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Vorliegende Ausarbeitung beschäftigt sich mit den Separatismusbestrebungen in Südbrasilien, einem Thema, das in Europa weitgehend unbekannt ist und auch in Brasilien nur in der regionalen Presse Beachtung findet.

Im Süden des Landes finden sich Industrie und Dienstleistung, Kraftwerke und Bodenschätze.
Durch den hohen wirtschaftlichen Standard erwirtschaftet der Süden einen großen Anteil der Steuereinnahmen Brasiliens, von denen der arme Norden durch Transferzahlungen profitiert. Dieses ökonomische Gefälle zwischen Nord(ost) und Süd(ost) wird von den Separatisten immer wieder als der Hauptpunkt für die Trennungsabsicht genannt, wenngleich auch andere Argumente, wie kulturelle Eigenheiten, ins Treffen geführt werden.

Einer der aktuellen Akteure ist Irton Marx. Für ihn geht es darum, mit den Bundestaaten Parana, Santa Catarina und Rio Grande do Sul die "Republica Pampa Gaucho" zu errichten und sich von Brasilien loszulösen.

Dieser Text geht unter Zugrundelegung vor allem der Einwanderungsgeschichte Brasiliens auch auf historische Separatismusbestrebungen im Land ein und beschreibt ausgewählte Sezessionsbemühungen in anderen Ländern, um
Unterschiede und Parallelen zu denen in Brasilien zu untersuchen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Quilombos

3. Die Revolution von Pernambuco

4. Die Provinz Cisplatina

5. Die Cabanagem

6. Die Repblica Farroupilha

7. Die Sabinada

8. Die Balaiada

9. Der Krieg um Canudos

10. Der Konflikt von Contestado

11. Die Konstitutionelle Revolution

12. Die separatistische Bewegung „O Sul é o Meu País – República do Pampa Gaúcho“

12.1 Paraná

12.2 Santa Catarina

12.3 Rio Grande do Sul

12.4 São Paulo

13. Regionale Disparitäten als Push-Faktoren der Separatismusbestrebungen

13.1 Ökonomisches Ungleichgewicht

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die historischen und ökonomischen Hintergründe von Separatismusbestrebungen in Brasilien. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse, warum bestimmte Regionen – primär im Süden des Landes – Autonomie oder Abspaltung anstrebten und wie wirtschaftliche Disparitäten sowie soziale Unterschiede als Motivatoren für diese Bewegungen dienten.

  • Analyse historischer Sezessionsbewegungen (z. B. Pernambuco, Farroupilha, Canudos).
  • Untersuchung des sozioökonomischen Gefälles zwischen dem Norden und dem Süden Brasiliens.
  • Evaluierung der Rolle von Einwandererkulturen und deren Assimilierungsprozessen.
  • Betrachtung moderner separatistischer Bestrebungen wie der Bewegung um Irton Marx.
  • Diskussion der Bedeutung von Infrastruktur und ökonomischer Verflechtung für regionale Unabhängigkeitsideale.

Auszug aus dem Buch

Die „Cabanagem“

Die Bewegung Cabanagem16 war eine weitere brasilianische Separatismusbestrebung im 19. Jahrhundert. Der Ausgangspunkt der Revolte war Belm do Par, Hauptstadt der Provinz GroPar. Eigentlich nur als reine Protestaktion im Jahr 1823 angedacht, entsprang daraus nur ein Jahrzehnt später eine Separatismusbewegung.

“Although it is difficult to identify a beginning to the Cabanagem rebellion proper, matters come to a head in this gap at the end of 1834.”17

Außergewöhnlich an dieser Sezessionsbewegung war die „bunte“ Mischung der Teilnehmer: Einheimische, Kolonisten und Sklaven bemühten sich gemeinsam um Eigenständigkeit. Somit trug eine breite Bevölkerungsschicht die Bewegung.18 Diese multikulturelle und multiethnische Bewegung war frei von Rassismus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Analyse des Begriffs Separatismus im politischen Kontext unter Berücksichtigung historischer Beispiele wie dem amerikanischen Sezessionskrieg.

2. Die Quilombos: Beschreibung der Zufluchtsstätten entflohener Sklaven, die jedoch keine separatistischen Bewegungen im klassischen Sinne darstellten.

3. Die Revolution von Pernambuco: Darstellung eines Aufstands, der primär ökonomisch durch Unzufriedenheit über die Finanzpolitik gegenüber der Provinz Cisplatina motiviert war.

4. Die Provinz Cisplatina: Untersuchung der einzigen erfolgreich verlaufenen Abspaltung, die zur Gründung Uruguays führte.

5. Die Cabanagem: Analyse einer multikulturellen Revolte im Norden, getrieben durch soziale Not und den Wunsch nach Steuerhoheit.

6. Die Repblica Farroupilha: Darstellung einer ökonomisch motivierten Bewegung der Oberschicht im Süden, die eine Föderation anstrebte.

7. Die Sabinada: Beschreibung einer kurzlebigen Bewegung in Bahia, die als Gegenpol zum imperialen Zentralismus fungierte.

8. Die Balaiada: Dokumentation eines zufällig entstandenen Aufstands in Maranho, der aufgrund fehlender Zielplanung scheiterte.

9. Der Krieg um Canudos: Analyse des Konflikts im Kontext der Republikgründung, geprägt durch religiösen Eifer und soziale Ausgrenzung.

10. Der Konflikt von Contestado: Untersuchung der Auseinandersetzung zwischen Paraná und Santa Catarina um ein wirtschaftlich wertvolles Grenzgebiet.

11. Die Konstitutionelle Revolution: Darstellung des Paulisten-Aufstands von 1932, der mehr Autonomie forderte, jedoch keine explizite Sezession anstrebte.

12. Die separatistische Bewegung „O Sul é o Meu País – República do Pampa Gaúcho“: Analyse moderner Autonomiebestrebungen im Süden unter Einbeziehung der regionalen wirtschaftlichen und ethnografischen Gegebenheiten der Bundesstaaten.

13. Regionale Disparitäten als Push-Faktoren der Separatismusbestrebungen: Zusammenfassende Betrachtung der ökonomischen Ungleichgewichte und der Siedlungsgeschichte als Ursachen für regionale Spannungen.

Schlüsselwörter

Brasilien, Separatismus, Sezession, Quilombos, Farroupilha, Cabanagem, Canudos, Contestado, Ökonomie, Disparitäten, Einwanderung, Autonomie, Föderalismus, Regionale Identität, Irton Marx.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert historische und gegenwärtige separatistische Bewegungen in Brasilien und untersucht, inwiefern sozioökonomische Faktoren, regionale Identitäten und wirtschaftliche Disparitäten zu Unabhängigkeitsbestrebungen führen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Geschichte der brasilianischen Provinzen, die Auswirkungen der Einwanderung auf die regionale Entwicklung, die ökonomische Abhängigkeit des Nordens vom Süden sowie die Analyse historischer Aufstände und moderner Sezessionsbewegungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die tieferliegenden Ursachen und Motive für Separatismus in Brasilien aufzuzeigen und zu verstehen, warum sich der Wunsch nach Abspaltung geografisch und historisch vor allem auf den Süden konzentriert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Situationsanalyse, die durch die Auswertung von Fachliteratur, historischen Daten und Befragungsergebnissen (insbesondere zur Einstellung der Bevölkerung im Süden) gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Aufarbeitung bedeutender regionaler Konflikte (von den Quilombos bis zur Revolution von 1932) sowie eine detaillierte Analyse der einzelnen südlichen Bundesstaaten im Kontext moderner Separatismus-Tendenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Separatismus, ökonomische Disparitäten, regionale Identität, Einwanderungsgeschichte und politische Autonomie charakterisiert.

Was unterscheidet die „Cabanagem“-Bewegung von anderen Aufständen?

Besonders war die ungewöhnliche soziale Zusammensetzung aus Einheimischen, Sklaven und Kolonisten, die gemeinsam für Eigenständigkeit kämpften, wobei diese Bewegung untypischerweise als weitgehend frei von Rassismus beschrieben wird.

Warum wird São Paulo von anderen Separatisten als Ziel kritisch gesehen?

Die Forderung, São Paulo in eine „Südrepublik“ einzubeziehen, wird oft als Provokation gewertet, da der Bundesstaat historisch und kulturell eine Sonderstellung einnimmt und seine wirtschaftliche Abkehr für den brasilianischen Gesamtstaat als kaum verkraftbar angesehen wird.

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Details

Titel
Separatismusbestrebungen in Brasilien
Autor
Nicolas Forster (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
66
Katalognummer
V366368
ISBN (eBook)
9783668440227
ISBN (Buch)
9783668440210
Sprache
Deutsch
Schlagworte
separatismusbestrebungen brasilien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicolas Forster (Autor:in), 2017, Separatismusbestrebungen in Brasilien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366368
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  66  Seiten
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