Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Aufgabe auseinander, ein empirisches Forschungsprojekt mit dem Ziel aufzusetzen, die Usability einer Software vor der Markteinführung zu vermessen und auszuwerten. Damit soll deren Konkurrenzfähigkeit eingeschätzt und zur Kostenreduzierung des Unternehmens beigetragen werden.
Aufgrund der schnellen Entwicklung von neuen Technologien muss Software an den Kundenbedarf angepasst werden. Das Forschungsdesign hierzu ist in Kapitel 4 erarbeitet und beinhaltet eine beispielhafte Implementierung einer Testdurchführung. Verbesserungsvorschläge zur Produktgestaltung finden sich im Anschluss der Ergebnisauswertung, sowie offene Fragen und Ansätze für weitere Analysen.
Inhaltsverzeichnis
EINFÜHRUNG
1. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
1.1 Definition „Usability“ und „Benutzerfreundlichkeit“
1.2 Kriterien der Benutzerfreundlichkeit
1.3 Evaluationsmethoden
1.3.1 Usability Tests
1.3.2 Fragebögen
2. FORSCHUNGSKONZEPT
2.1 Aktueller Standpunkt und Problemdarstellung
2.2 Fragestellung
2.3 Praktische Relevanz der Fragestellung
3. FORSCHUNGSDESIGN
3.1 Zielsetzung
3.2 Variablen
3.3 Formulierung und Erläuterung der Hypothesen
3.4 Testtheoretische Güte
3.5 Methoden und Forschungsmaterial
3.5.1 Instrumentarium zur Prüfung von Hypothese 1:
3.5.2 Instrumentarium zur Prüfung von Hypothese 2:
3.5.3 Instrumentarium zur Prüfung von Hypothese 3
3.6 Testpersonen
3.7 Testablauf Durchführungsphase
4. AUSWERTUNG
4.1 Allgemeine Ergebnisse
4.1.1 Beurteilung der Benutzerfreundlichkeit von zwei Produkten
4.1.2 Beurteilung der einzelnen Produktfunktionen in Bezug auf Benutzerfreundlichkeit
4.1.3 Beurteilung der einzelnen Produktfunktionen aus der Sicht der Wichtig-keit
4.2 Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen
4.3 Ausblick und Diskussion
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel der Arbeit ist es, die Usability zweier verschiedener Softwareprodukte vor deren Markteinführung empirisch zu messen und zu vergleichen, um ihre Konkurrenzfähigkeit zu bewerten und Optimierungspotenziale für die Produktgestaltung abzuleiten.
- Usability-Bewertung von Softwareprodukten vor der Markteinführung
- Vergleich von Produktfunktionen hinsichtlich ihrer Benutzerfreundlichkeit
- Untersuchung der Wichtigkeit verschiedener Programmfunktionen aus Kundensicht
- Methodische Anwendung von standardisierten Fragebögen (ISONORM 9241/10, SUS)
- Analyse von Optimierungspotenzialen und Ableitung von Marketing-Strategien
Auszug aus dem Buch
1.1 Definition „Usability“ und „Benutzerfreundlichkeit“
In der englischen Fachliteratur hat sich der der Begriff „usability“ etabliert, im Deutschen als „Benutzerfreundlichkeit“, „Gebrauchstauglichkeit“, „Benutzbarkeit“ oder „Benutzerzufriedenheit“ beschrieben. Richter ist der Ansicht, dass die „Benutzbarkeit“ eines Systems die treffendste Übersetzung des Prozesses liefert und sieht sie als die Eignung eines Systems, die Abläufe aus Benutzersicht zu unterstützen. Nachfolgend werden die Begriffe „Benutzerfreundlichkeit“ und „Usability“ synonym verwendet, um die Benutzerzufriedenheit, Effektivität und Effizienz bei der Nutzung des Softwareproduktes aus Sicht des Nutzers zu bezeichnen. Ein weiterer Aspekt im Zusammenhang mit der Usability ist der joy of use, wird in dieser Arbeit jedoch nicht berücksichtigt.
Zusammenfassung der Kapitel
EINFÜHRUNG: Diese Einleitung beschreibt das Ziel, ein empirisches Forschungsprojekt zur Messung der Software-Usability vor Markteinführung aufzusetzen, um Kosten zu senken und die Konkurrenzfähigkeit zu sichern.
1. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Usability und Benutzerfreundlichkeit, erläutert relevante Kriterien nach DIN ISO Normen und stellt empirische Evaluationsmethoden vor.
2. FORSCHUNGSKONZEPT: Hier werden die Problemstellung, die Forschungsfragen und die praktische Relevanz der Arbeit dargelegt, wobei der Fokus auf dem Vergleich eines neuen Produkts mit einem Konkurrenzprodukt liegt.
3. FORSCHUNGSDESIGN: Dieses Kapitel spezifiziert die Zielsetzung, Variablen und Hypothesen sowie die methodische Umsetzung mittels Remote-Usability-Tests und standardisierter Fragebögen.
4. AUSWERTUNG: Die Auswertung präsentiert die erhobenen Daten, diskutiert die Ergebnisse hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit und Wichtigkeit der Funktionen und schließt mit Empfehlungen für die Produktgestaltung ab.
Schlüsselwörter
Usability, Benutzerfreundlichkeit, Software-Ergonomie, Markteinführung, empirische Forschung, Usability-Test, Fragebogen, ISONORM 9241/10, SUS-Score, Produktfunktionen, Wichtigkeitsanalyse, Qualitätssicherung, Nutzwertanalyse, Testpersonen, Feldtest
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der empirischen Untersuchung und dem Vergleich der Usability zweier Softwareprodukte vor deren Markteinführung, um deren Konkurrenzfähigkeit zu beurteilen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Zentrale Themen sind die Definition und Abgrenzung von Usability-Kriterien, die Planung und Durchführung von Usability-Tests sowie die Analyse von Produktfunktionen aus Sicht der Benutzerzufriedenheit.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es zu klären, ob das neue Produkt eine bessere Usability aufweist als das Konkurrenzprodukt und ob die angebotenen Funktionen aus Kundensicht tatsächlich eine hohe Relevanz besitzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt empirische, benutzerdefinierte Verfahren, insbesondere asynchrone Remote-Usability-Tests, basierend auf standardisierten Fragebögen wie ISONORM 9241/10 und der System Usability Scale (SUS).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst das Forschungsdesign, die Definition der Variablen und Hypothesen, die Beschreibung des Testablaufs mit Probanden sowie die detaillierte Auswertung und Interpretation der Messergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Usability, Benutzerfreundlichkeit, Software-Ergonomie, Markteinführung, empirische Forschung, Testkonzept und Funktionsbewertung.
Warum wurde auf Videoaufzeichnungen und Labortests verzichtet?
Aufgrund des begrenzten Budgets des Unternehmens wurden zeit- und kostenintensive Methoden wie Video-Analysen oder Labortests zugunsten effizienterer, standardisierter Fragebogen-Methoden ausgeschlossen.
Welche Schwachstellen wurden bei der neuen Software (P2) identifiziert?
Die Auswertung zeigte signifikante Usability-Probleme insbesondere bei der Funktion FE, für die im Rahmen der Diskussion Nachbesserungen wie verbesserte Hilfe-Dateien oder Usability-Patterns vorgeschlagen werden.
Welche Rolle spielt die Wichtigkeitsanalyse für die Produktvermarktung?
Die Analyse ergab, dass die als „neu“ deklarierten Funktionen von P2 eine geringere Bedeutung für die Anwender haben als die Hauptfunktionen, weshalb sie eher als ergänzende Features vermarktet werden sollten.
- Quote paper
- Larissa Petersen (Author), 2015, Verbesserung der Usability einer Software durch eine Simulationsphase vor der Markteinführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366467