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Grenzen der Anwendbarkeit einer Global Sourcing Beschaffungsstrategie

Titel: Grenzen der Anwendbarkeit einer Global Sourcing Beschaffungsstrategie

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2004 , 21 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sebastian Pittner (Autor:in)

BWL - Industriebetriebslehre
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Das Phänomen „Globalisierung“ ist in den letzten Jahren in allen Medien immer häufiger Gegenstand von Berichten. Dieser Trend ist auch im Industriellen Sektor zu beobachten und ungebrochen1; daraus ergeben sich für Unternehmen Chancen in den Bereichen der Beschaffung, der Produktion und des Absatzes.2 Besonders die strategische Bedeutung und das Erfolgspotential des Unternehmensgebietes der Beschaffung wurde in der betriebswirtschaftlichen Theorie und Praxis lange Zeit vernachlässigt.3
Unternehmen suchen vor dem Hintergrund stagnierender Märkte und zunehmendem Wettbewerb nach Möglichkeiten ihre Ertragslage zu verbessern4. Eine sich bietende Möglichkeit stellt die Kostensenkung bei der Bereitstellung von Gütern dar. In der Vergangenheit galt die Beschaffungsfunktion im Unternehmen als ein rein operatives Hilfsinstrument für andere Unternehmensbereiche5, heute aber ist ein Bedeutungswandel eingetreten: Die Beschaffung wird als gleichwertiger Unternehmensbereich mit direktem Einfluß auf den Erfolg der Unternehmung angesehen.6 „Durch die operative und strategische Optimierung der Beschaffung lassen sich Wettbewerbsvorteile erzielen. Im Falle der Vernachlässigung der operativen und strategischen Aufgaben der Beschaffung besteht die Gefahr von Wettbewerbsnachteilen“.7
[...]
1 Vgl. Göltenboth (Gobal Sourcing 1998), S. 12.
2 Vgl. Göltenboth (Gobal Sourcing 1998), S. 152.
3 Vgl. Bedacht (Global Sourcing 1995), S. 2,3.
4 Vgl. Faber (Global Sourcing 1998), S. 19.
5 Vgl. Koch (Integrierte Unternehmensplanung 1982), S. 65.
6 Vgl. Arnold ( Global Sourcing 1990), S.57.
7 Faber (Global Sourcing 1998), S. 19.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Ziel und Gang der Arbeit

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Begriffsdefinitionen

2.1.1. Beschaffung

2.1.2. Global Sourcing

2.2. Beschaffungsstrategien/-konzepte

2.3. Ziele des Global Sourcing

2.3.1. Kostenreduktion

2.3.2. hohe Qualität

2.3.3. hoher Technologiestandard

2.3.4. Sicherstellung der Ressourcenverfügbarkeit

2.3.5. Zielbeziehungen

3. Grenzen der Anwendbarkeit des Global Sourcing

3.1. Voraussetzungen als Hindernis für die Umsetzung von Global Sourcing

3.1.1. interne Voraussetzungen

3.1.2. externe Voraussetzungen

3.2. Komplexität als Hindernis für die Umsetzung von Global Sourcing

3.3. Risiken des Global Sourcing

3.3.1. Wirtschaftliche Risiken

3.3.2. Kommunikationsrisiken

3.3.3. Sozio-kulturelle Risiken

3.3.4. Politisch-rechtliche Risiken

3.4. Interdependenzen mit anderen Sourcing-Konzepten

4. Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die Grenzen der Anwendbarkeit von Global Sourcing als Beschaffungsstrategie für Unternehmen aufzuzeigen. Dabei wird analysiert, welche Voraussetzungen für ein erfolgreiches „Going Global“ erfüllt sein müssen und welche spezifischen Risiken sowie Komplexitäten mit dieser internationalen Ausrichtung der Beschaffung verbunden sind.

  • Strategische Bedeutung der Beschaffungsfunktion
  • Methodische Grundlagen und Definitionen des Global Sourcing
  • Ziele des Global Sourcing (Kosten, Qualität, Technologie, Ressourcenverfügbarkeit)
  • Interne und externe Voraussetzungen als Umsetzungsbarrieren
  • Wirtschaftliche, kommunikative und sozio-kulturelle Risiken

Auszug aus dem Buch

3.3.3. Sozio-kulturelle Risiken

Die Kultur eines Landes liegt außerhalb des Beeinflussungsbereiches eines Unternehmens, im Zuge der Internationalisierung treffen unter Umständen unterschiedlich kulturell geprägte Denkmuster und Verhaltensweisen aufeinander. So existieren in bestimmten Kulturen von der jeweiligen Mentalität beeinflußte explizite oder ungeschriebene Umgangsformen als auch Handelsbräuche und Usancen. Es können auch noch ungewohnte Aspekte wie die Zahlung von „Schmiergeldern“ oder ein aus mitteleuropäischer Sicht ungewohntes Verständnis von Pünktlichkeit oder Zuverlässigkeit hinzukommen. Die große Gefahr für ein Unternehmen stellt das Vorgehen dar, einfach bereits in anderen ähnlichen Ländern gemachte kulturelle und soziale Erfahrungen auf das neue Beschaffungsland zu transferieren. Denn bisheriges erfolgreiches Vorgehen in einem fremden Kulturbereich kann sich im anderen als falsch erweisen. Die Bedeutung der kulturellen Besonderheiten einer Beschaffungsregion hängt von der Art des Vorhabens bzw. vom angestrebten Integrationsgrad des ausländischen Unternehmens in die eigene Organisation ab: Je höher der vertikale Integrationsgrad, desto stärker ist die Intensität der kulturellen Probleme, was aus Abbildung 3-1 ersichtlich wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende strategische Relevanz der Beschaffung vor dem Hintergrund der Globalisierung und definiert das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit.

2. Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie Beschaffung und Global Sourcing definiert, Sourcing-Konzepte systematisiert und die vielfältigen Zielsetzungen sowie deren komplexe Zielbeziehungen untersucht.

3. Grenzen der Anwendbarkeit des Global Sourcing: Der Hauptteil analysiert die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung sowie die vielfältigen Risiken, darunter wirtschaftliche, kommunikative, sozio-kulturelle und politisch-rechtliche Gefahren.

4. Schlussbetrachtung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Global Sourcing trotz seines großen Erfolgspotenzials ein strategisch durchdachtes Konzept erfordert, um die damit verbundenen Risiken und Investitionsanforderungen zu bewältigen.

Schlüsselwörter

Global Sourcing, Beschaffungsstrategie, Beschaffungsmanagement, internationale Beschaffung, Kostenreduktion, Risikomanagement, Lieferantenmanagement, Strategische Beschaffung, Globalisierung, Unternehmenserfolg, Wettbewerbsvorteile, Beschaffungslogistik, Sourcing-Konzepte, Interkulturelle Risiken, Marktausdehnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Beschaffungsstrategie „Global Sourcing“ und untersucht kritisch die Grenzen ihrer Anwendbarkeit für Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die strategische Bedeutung der Beschaffung, die theoretische Einordnung des Global Sourcing, die Voraussetzungen für den Erfolg sowie eine detaillierte Analyse der damit verbundenen Risiken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, die Komplexität und die Grenzen dieser internationalen Beschaffungsform zu verstehen, um Fehlentscheidungen durch bloße Orientierung an „Markttrends“ zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der systematisierenden Aufarbeitung von Theorien und Konzepten zum internationalen Beschaffungsmanagement.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die notwendigen internen und externen Voraussetzungen für „Going Global“ erörtert und anschließend spezifische Risikokategorien wie wirtschaftliche, kommunikative, sozio-kulturelle und politisch-rechtliche Aspekte sowie deren Interdependenzen diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Global Sourcing, Beschaffungsstrategie, Risikomanagement, Wettbewerbsvorteile und Strategische Beschaffung.

Warum reicht es laut Autor nicht aus, Global Sourcing nur unter dem Aspekt der Kostenreduktion zu betrachten?

Der Autor betont, dass Global Sourcing ein komplexes, strategisches Konzept ist, das auch Qualitätsaspekte, Technologietransfer und die Sicherstellung der Ressourcenverfügbarkeit integrieren muss, um langfristig erfolgreich zu sein.

Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei der Umsetzung von Global Sourcing?

Die Unternehmenskultur und die kulturellen Unterschiede in den Beschaffungsländern stellen ein kritisches Risiko dar; der Autor weist darauf hin, dass Erfahrungen aus einem kulturellen Kontext nicht ohne Weiteres auf andere Regionen übertragbar sind.

Warum ist eine „interne Integration“ der Beschaffung so wichtig?

Sie ist notwendig, damit sich die Beschaffung aus ihrer rein operativen Rolle lösen und als strategischer Partner in die Unternehmensführung eingebunden werden kann, was für die Bewältigung internationaler Komplexität entscheidend ist.

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Details

Titel
Grenzen der Anwendbarkeit einer Global Sourcing Beschaffungsstrategie
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Betriebswirtschaftliches Institut)
Veranstaltung
Hauptseminar Industriebetriebslehre
Note
1,7
Autor
Sebastian Pittner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
21
Katalognummer
V36649
ISBN (eBook)
9783638362108
ISBN (Buch)
9783640737826
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Global Sourcing Grenzen Anwendbarkeit Hauptseminar Industriebetriebslehre
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Pittner (Autor:in), 2004, Grenzen der Anwendbarkeit einer Global Sourcing Beschaffungsstrategie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36649
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Leseprobe aus  21  Seiten
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