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"Justified Killing". Organspendebereitschaft in Deutschland

Auswertung qualitativer Sekundärdaten

Title: "Justified Killing". Organspendebereitschaft in Deutschland

Bachelor Thesis , 2013 , 90 Pages , Grade: 1,6

Autor:in: Clarine Wülbern (Author)

Health - Miscellaneous
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Nach Aussagen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) warten 12.000 Menschen auf ein Spenderorgan. Aber nur knapp ein Viertel der deutschen Bevölkerung besitzt einen Organspendeausweis. Dabei stellt sich die Frage, warum die Werbekampagnen durch die DSO und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nicht in dem Maße greifen, wie es gewünscht wird.

Die Organspende bleibt ein Tabu, auch wegen verschiedener Manipulationsfälle. Eine wachsende Ablehnung bzgl. der Organspende ist die Folge. Auch aus diesem Grund ist es notwendig, die bisherigen Offensiven von DSO und BZgA neu zu überdenken, um das Vertrauen und die Bereitschaft der deutschen Bevölkerung wiederzuerlangen.

Warum spenden Menschen ihre Organe nicht? Für dieses Buch hat die Autorin fünf Experteninterviews nach qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet, um dieser Frage nachzugehen. Dabei hat sie neben der einseitigen Aufklärung über Organspende noch zwei weitere wesentliche und entscheidende Aspekte für die Beantwortung herausgearbeitet.

Aus dem Inhalt:
- Hirntod;
- Hirntodkritik;
- Organspendebereitschaft;
- Organtransplantation;
- Transplantationsgesetz

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Hintergründe

2.1 Organspende

2.2 Transplantationen

2.3 Organspende-Bereitschaft und Skandalisierung

2.4 Hirntod

2.5 Forschungsstand

2.6 Zusammenfassung

3 Methode

3.1 Sozialforschung

3.2 Datengrundlage

3.3 Qualitative Inhaltsanalyse

3.4 Datenauswertung

3.5 Induktive und deduktive Kategorienbildung

4 Ergebnisse

4.1 Kategoriensystem

4.2 Organspende

4.3 Hirntodkonzept

4.4 Organspendeskandale

4.5 Dilemma Organspende

4.6 Philosophische und theologische Betrachtung

4.7 Entwicklungsperspektiven

4.8 Umsetzung Transplantationsgesetz

4.9 Zusammenfassung

5 Diskussion

5.1 Beantwortung der Forschungsfrage

5.2 Methodenkritik

5.3 Hirntodkritik

5.4 Ergebniskritik

6 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Gründe für die geringe Organspendebereitschaft in Deutschland und analysiert kritisch die Kommunikation der zuständigen Institutionen sowie das vorherrschende Hirntodkonzept, um Empfehlungen für eine ethisch angemessenere Aufklärung zu formulieren.

  • Qualitative Inhaltsanalyse von Experteninterviews
  • Kritische Analyse des Hirntodkonzepts und der Transplantationsmedizin
  • Untersuchung der Rolle von DSO und BZgA in der Öffentlichkeitsarbeit
  • Diskussion ethischer Dilemmata bei der Organspende
  • Bewertung der Umsetzung des Transplantationsgesetzes (TPG)

Auszug aus dem Buch

Hirntod

Der Hirntod wird als irreversibler Zustand des Gesamthirns definiert. Das umschließt das Groß- und Kleinhirn sowie den Hirnstamm. Dabei wird durch kontrollierte Beatmung die Herz-und Kreislauffunktion künstlich aufrecht erhalten. (Ad-Hoc Committee of the Harvard Medical School 1968, S.85-88) Die Definition wurde durch die Havard Ad-hoc Kommission 1968 eingeführt, nachdem die erste Herztransplantation durch Christiaan Banard in Südafrika glückte, bei der jener Organempfänger 18 Tage lang weiterleben durfte. Zur Feststellung des Hirntodes legte die Havard Ad-hoc zunächst folgende Merkmale fest:

• weder Reaktivität noch Rezeptivität

• keine spontanen Bewegungen und Atmung

• keine Reflexe

• flaches Elektroenzephalogramm (EEG)

Demnach wären Hirntode zu keiner Bewegung mehr fähig. Noch im selben Jahr lockerte die Kommission die Kriterien, sodass heute beim Mann bis zu 17 mögliche Bewegungen und bei der Frau 14 Bewegungen mit dem Status eines Toten vereinbar sind. (GREINERT 2008, S.102)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung und aktuelle Problematik der Organspende in Deutschland vor dem Hintergrund des Transplantationsgesetzes.

2 Theoretische Hintergründe: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe, Organisationen, das Hirntodkonzept sowie der Forschungsstand zum Thema Organspende dargestellt.

3 Methode: Dieses Kapitel erläutert das Vorgehen der qualitativen Sozialforschung und der Inhaltsanalyse nach Mayring zur Auswertung der Experteninterviews.

4 Ergebnisse: Hier werden die durch die qualitative Inhaltsanalyse gewonnenen Erkenntnisse und Kategorien detailliert aufbereitet und dargestellt.

5 Diskussion: Die Diskussion reflektiert die Ergebnisse kritisch, beantwortet die Forschungsfrage und setzt sich mit methodischen Aspekten sowie der Hirntodkritik auseinander.

6 Ausblick: Der Ausblick zeigt mögliche zukünftige Entwicklungen auf und formuliert Empfehlungen zur Verbesserung der Aufklärungsarbeit.

Schlüsselwörter

Organspende, Organspendebereitschaft, Hirntod, Transplantationsmedizin, Organtransplantation, Beeinflussung, Transplantationsgesetz, Ethik, Medizinethik, qualitative Inhaltsanalyse, Patientenverfügung, Aufklärung, Experteninterview, Manipulation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation der Organspende in Deutschland und analysiert, warum trotz vielfältiger Werbemaßnahmen die Bereitschaft zur Organspende in der Bevölkerung vergleichsweise gering bleibt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit beleuchtet das Hirntodkonzept, die Rolle der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die Umsetzung des Transplantationsgesetzes sowie ethische und moralische Fragen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Warum spenden Menschen ihre Organe nicht?“ Ziel ist es, Empfehlungen für eine gerechtere und effizientere Aufklärung zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring auf Basis von fünf Experteninterviews angewandt.

Welche Inhalte stehen im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden das Kategoriensystem zur Auswertung, die Ergebnisse bezüglich der Organspendeskandale, das Dilemma der Organspende sowie philosophische und theologische Betrachtungen diskutiert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist gekennzeichnet durch die Begriffe Organspende, Hirntod, Transplantationsmedizin, Manipulation und Ethik.

Welche Rolle spielt das Hirntodkonzept für die Argumentation der Autorin?

Das Hirntodkonzept bildet eine kritische Schnittstelle, da die Autorin aufzeigt, dass es sowohl medizinisch als auch philosophisch umstritten ist und bei der Bevölkerung zu Unsicherheiten und Ängsten führen kann.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der DSO und BZgA?

Die Autorin kritisiert die Form der Überzeugungsarbeit und die Marketingstrategien dieser Institutionen als teils manipulierend und einseitig, was das Vertrauen der Bevölkerung eher schwächen als stärken könnte.

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Details

Title
"Justified Killing". Organspendebereitschaft in Deutschland
Subtitle
Auswertung qualitativer Sekundärdaten
College
University of Applied Sciences Zwickau
Grade
1,6
Author
Clarine Wülbern (Author)
Publication Year
2013
Pages
90
Catalog Number
V366508
ISBN (eBook)
9783668461666
ISBN (Book)
9783960950851
Language
German
Tags
Organspende Hirntod qualitative Soialforschung Organtransplantation Beeinflussung Interviews Organspendebereitshaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Clarine Wülbern (Author), 2013, "Justified Killing". Organspendebereitschaft in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366508
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