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Wie beeinflusst der Migrationshintergrund die Wahrscheinlichkeit eine Hochschule zu besuchen?

Titel: Wie beeinflusst der Migrationshintergrund die Wahrscheinlichkeit eine Hochschule zu besuchen?

Hausarbeit , 2017 , 24 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Neema Li (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit geht der Frage nach, auf welche Mechanismen die Ungleichheit für das Erreichen postsekundärer Bildungswege der Migranten zurückzuführen ist. Als theoretische Grundlage der Analyse soll die Unterscheidung von primären und sekundären Herkunftseffekten nach Boudon (1974) dienen sowie die Erweiterung dieses Ansatzes auf den Migrationshintergrund durch Kristen und Dollmann (2009). Ausgehend von den theoretischen Überlegungen werden zwei Hypothesen formuliert (Abschnitt 2). Darauffolgend wird die Konzeptspezifikation und Operationalisierung der in den Hypothesen enthaltenen Variablen beschrieben (Abschnitt 3). Die Diskussion der Frageformulierung des eigenen Fragebogens (Abschnitt 4) sowie die kritische Reflexion der Konstruktion des Gesamtfragebogens (Abschnitt 5) schließt sich an, bevor die Vor- und Nachteile der durchgeführten Erhebungsmethode des Websurveys gegenübergestellt werden (Abschnitt 6). Abschließend werden alle Schritte zusammengefasst sowie die Eignung des Querschnittdesigns im Zusammenhang mit der Forschungsfrage diskutiert (Abschnitt 7).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie und Hypothesen

2.1 Primäre und sekundäre Herkunftseffekte

2.2 Hypothesen

3. Konzeptspezifikation und Operationalisierung

3.1 Migrationshintergrund (X1)

3.2 Hochschulbesuch (Y)

3.3 Bildungsgrad der Eltern (X2)

4. Frageformulierung des eigenen Fragebogens

5. Fragebogenkonstruktion des Gesamtfragebogens

6. Vor- und Nachteile des Websurveys

7. Zusammenfassung und Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss des Migrationshintergrundes auf die Wahrscheinlichkeit eines Hochschulbesuchs. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, durch welche Mechanismen die bildungsbezogene Ungleichheit bei Migranten entsteht und wie sich diese wissenschaftlich erklären lässt.

  • Primäre und sekundäre Herkunftseffekte nach Boudon
  • Ethnische Bildungsungleichheit im Hochschulbereich
  • Konzeptspezifikation und Operationalisierung von Bildungsindikatoren
  • Methodische Aspekte der Fragebogenkonstruktion und Durchführung von Websurveys

Auszug aus dem Buch

2.1 Primäre und sekundäre Herkunftseffekte

Anknüpfend an die Ausstattung mit unterschiedlichen Kapitalien, lassen sich Bildungsentscheidungen als Folge von primären und sekundären Effekten verstehen (Kristen & Dollmann 2009: 207). Diese Unterscheidung wurde ursprünglich von Boudon (1974), zur Untersuchung schichtspezifischer Unterschiede im Bildungserfolg eingeführt.

Die primären Herkunftseffekte beschreiben den Einfluss der sozialen Herkunft auf den Kompetenzerwerb (Boudon 1974: 29ff.). Schüler mit unterschiedlichem sozialen Hintergrund weisen im Durchschnitt ein differentes Schulleistungsniveau auf (Schindler 2014: 44). Diese herkunftsbedingten Leistungsunterschiede ergeben sich aufgrund von klassenspezifischen Sozialisationsprozessen, bedingt durch die unterschiedliche lernrelevante Ressourcenausstattung, wie dem verfügbaren ökonomischen und kulturellen Kapital im Elternhaus, sowie die unterschiedliche kognitive und motivationale Förderung durch die Eltern (Boudon 1974: 29f.).

Neben den primären, über die Schulleistung vermittelten Leistungsunterschieden wirken außerdem sekundäre Herkunftseffekte. Diese beziehen sich auf das Entscheidungsverhalten der Akteure an den entscheidenden Übergängen ihres Bildungsweges. Dieses spezifische Entscheidungsverhalten wirkt auch unabhängig von fachlichen Kompetenzen (primären Effekten) und ergibt sich aufgrund von Vorerfahrungen, besonderer Motivation oder dem Wunsch des Statuserhalts der Familie. Damit verbunden kommt es zu einer Abwägung möglicher Bildungsalternativen bezüglich der erwarteten Erträge und Kosten (Boudon 1974: 29f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungssoziologische Relevanz von Migrationshintergrund und Hochschulzugang und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit.

2. Theorie und Hypothesen: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Rahmen basierend auf den primären und sekundären Herkunftseffekten nach Boudon und leitet zwei zentrale Hypothesen ab.

3. Konzeptspezifikation und Operationalisierung: Hier werden die Kernbegriffe Migrationshintergrund, Hochschulbesuch und Bildungsgrad der Eltern präzisiert und in messbare Indikatoren für die empirische Untersuchung überführt.

4. Frageformulierung des eigenen Fragebogens: Dieser Abschnitt diskutiert die methodischen Herausforderungen bei der Formulierung neutraler und verständlicher Fragen für den eingesetzten Fragebogen.

5. Fragebogenkonstruktion des Gesamtfragebogens: Das Kapitel befasst sich mit dem strategischen Aufbau und der dramaturgischen Gestaltung eines Fragebogens, um die Motivation der Befragten aufrechtzuerhalten.

6. Vor- und Nachteile des Websurveys: Hier werden die methodischen Vorzüge und Grenzen von Online-Umfragen, insbesondere im Kontext der Stichprobenziehung, reflektiert.

7. Zusammenfassung und Diskussion: Das abschließende Kapitel rekapituliert die Ergebnisse der Arbeit und reflektiert kritisch über das gewählte Forschungs- und Erhebungsdesign.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Migrationshintergrund, Hochschulzugang, primäre Herkunftseffekte, sekundäre Herkunftseffekte, Bildungsexpansion, Bourdieu, Kapitalansatz, Fragebogenkonstruktion, Websurvey, Sozialisation, Bildungsentscheidung, empirische Sozialforschung, Bildungsgrad, Chancengleichheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss der Migrationshintergrund auf die Wahrscheinlichkeit hat, eine Hochschule zu besuchen, und analysiert die zugrunde liegenden Mechanismen sozialer Ungleichheit.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind ethnische Bildungsungleichheit, die Unterscheidung zwischen primären und sekundären Herkunftseffekten sowie methodische Fragestellungen der empirischen Sozialforschung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, auf welche Mechanismen die Ungleichheit beim Erreichen postsekundärer Bildungswege bei Kindern mit Migrationshintergrund zurückzuführen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein theoretisch geleitetes Querschnittsdesign genutzt, das durch die Konstruktion und Durchführung eines standardisierten Websurveys operationalisiert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung von Hypothesen, die Operationalisierung der Variablen, die kritische Diskussion der Frageformulierung sowie eine Reflexion über die Vor- und Nachteile der Erhebungsmethode.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Bildungsungleichheit, Migrationshintergrund, Hochschulzugang, primäre/sekundäre Herkunftseffekte, Kapitalansatz und Fragebogenkonstruktion.

Warum wurde die Staatsangehörigkeit als Indikator gewählt?

Die Staatsangehörigkeit wurde im Rahmen des Forschungspraktikums als pragmatischer Indikator verwendet, um den Migrationsstatus trotz der methodischen Einschränkungen der Stichprobe messbar zu machen.

Welche Herausforderungen nennt der Autor bei der Befragung zum Migrationshintergrund?

Der Autor weist auf die Gefahr indirekter Diskriminierung, mögliche Antwortverzerrungen und die Notwendigkeit sensibler Formulierungen hin, um die Abbruchrate der Befragung gering zu halten.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie beeinflusst der Migrationshintergrund die Wahrscheinlichkeit eine Hochschule zu besuchen?
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
1,7
Autor
Neema Li (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
24
Katalognummer
V366535
ISBN (eBook)
9783668454026
ISBN (Buch)
9783668454033
Sprache
Deutsch
Schlagworte
migrationshintergrund wahrscheinlichkeit hochschule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Neema Li (Autor:in), 2017, Wie beeinflusst der Migrationshintergrund die Wahrscheinlichkeit eine Hochschule zu besuchen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366535
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Leseprobe aus  24  Seiten
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