Eien Studienarbeit die im Zuge der Digitalisierung auf FinTech-Unternehmen und deren EInfluss auf den traditionellen Bankensektor eingeht.
Zur Klärung der Frage, inwiefern Banken und deren Geschäftsmodell durch die zunehmende Verbreitung von FinTech-Unternehmen tangiert werden, werden hierzu Banken- und FinTech-Begriff näher definiert und anhand Zahlen kurz vorgestellt. Zudem werden bekannte Unternehmen und deren Geschäftsmodelle präsentiert, wobei der Fokus auf den B2C-Bereich - die direkte Interaktion zwischen Unternehmen und Privatkunden - gelegt wird. Hierzu wird die Zufriedenheit deutscher Banknutzer mit ihrem Geldinstitut und darüber hinaus die Akzeptanz von FinTech-Unternehmen anhand eines eigens ausgearbeiteten Fragebogens analysiert. Dieser soll vor allem Differenzen zwischen der subjektiven Sicht der Banken und der Sicht der Kunden klären und so in einen objektiven Kontext setzen. Daraus wird abgeleitet wie Banken durch einen Paradigmenwechsel FinTech zukünftig nutzen können, um dem stagnierenden Finanzsektor wieder zum Aufschwung zu verhelfen und die Kundenzufriedenheit zu steigern. Diese Studienarbeit fokussiert sich dabei auf den Frontend-Bereich, welcher die öffentlich wahrnehmbare Schnittstelle zwischen Banken und Kunden darstellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
2. Grundlagen, Zahlen & Fakten
2.1 Der deutsche Bankensektor und dessen Kunden
2.1.1 Kennzahlen & Statistiken
2.1.2 Derzeitige Entwicklungen
2.1.2.1 Bankensektor im Wandel
2.1.2.1 Einfluss der Digitalisierung
2.2 FinTech-Unternehmen
2.2.1 Begriffsdefinition „FinTech“
2.2.2 Bekannte Unternehmen und Geschäftsmodelle
3. Empirischer Hintergrund
3.1 Forschungsstand
3.2 Hypothesenbildung
4. Empirie
4.1 Konzeption des Fragebogens
4.2 Ergebnisse der Umfrage
5. Evaluierung
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Digitalisierung auf den traditionellen Finanzsektor in Deutschland. Dabei wird insbesondere analysiert, inwieweit FinTech-Unternehmen das Geschäftsmodell etablierter Banken bedrohen oder ergänzen und wie die Akzeptanz dieser neuen Finanzdienstleistungen innerhalb der deutschen Bevölkerung ausgeprägt ist, um so Handlungsempfehlungen für Banken zur Steigerung der Kundenzufriedenheit abzuleiten.
- Disruptiver Wandel durch Megatrends im Finanzwesen
- Analyse von FinTech-Geschäftsmodellen und deren Marktpotenzial
- Empirische Untersuchung der Akzeptanz von FinTech-Angeboten bei Privatanlegern
- Gegenüberstellung der Banken- und Kundensicht zur digitalen Transformation
- Strategische Handlungsempfehlungen für den Bankensektor
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Begriffsdefinition „FinTech“
Der Begriff FinTech (Finanztechnologie) ist ein Sammelbegriff für moderne Technologien im Bereich der Finanzdienstleistungen. Eine einheitliche Begriffsdefinition oder eine Eingrenzung gibt es jedoch nicht. Anhand der Zielsetzung lässt sich jedoch ein Verständnis für den Begriff ableiten.
FinTech-Unternehmen sind IT-basierte Unternehmen, deren Fokus auf der Vereinfachung von Finanzdienstleistungen liegt, wodurch neue Kundenkreise erschlossen werden sollen. Häufig bieten sie keine vollkommen neuen Produkte und Dienstleistungen an. Vielmehr liegt der Fokus auf der Verbesserung des in Punkt 2.1 genannten Leistungsspektrums klassischer Finanzinstitute. Durch den Einsatz neuer Technologien sollen Kredite, sowie Geldtransfers und Kapitalanlagen effizienter und einfacher gestaltet werden. Im Zuge der Vereinfachung wird gezielt nur ein Teil der Wertschöpfungskette bedient. Da sie Aufgabengebiete des traditionellen Banksektors aufgreifen, werden Fintech-Unternehmen häufig auch „Schattenbanken“ genannt. Das Angebot dieser neuen Marktteilnehmer ist meist internetbasiert und anwendungsorientiert. Solche FinTech-Unternehmen treten dabei oftmals als relativ neu gegründetes Startup in Erscheinung. Jedoch gibt es auch viele etablierte Global Player, die solche Dienstleistungen in ihr Portfolio integrieren (s. vorheriges Kapitel), um den wachsenden Markt bedienen und somit weiter expandieren zu können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den durch Digitalisierung und Megatrends ausgelösten Druck auf den traditionellen Bankensektor und führt in die Fragestellung zur Rolle von FinTech-Unternehmen ein.
2. Grundlagen, Zahlen & Fakten: Dieses Kapitel erläutert das deutsche Bankensystem, aktuelle Herausforderungen durch Regulierung und Niedrigzins sowie die Definition und Geschäftsmodelle von FinTech-Unternehmen.
3. Empirischer Hintergrund: Hier wird der Forschungsstand analysiert und es werden Hypothesen zur digitalen Transformation und zur Akzeptanz von FinTech-Angeboten aufgestellt.
4. Empirie: Das Kapitel beschreibt das Design der Online-Umfrage zur Untersuchung der Kundenwahrnehmung und präsentiert die gewonnenen Daten zur Akzeptanz digitaler Bankdienstleistungen.
5. Evaluierung: Die erhobenen Daten werden kritisch ausgewertet und mit der Sichtweise der Banken verglichen, um Differenzen und Chancen aufzudecken.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und leitet Handlungsempfehlungen für Banken ab, um im veränderten Wettbewerbsumfeld zukunftsfähig zu bleiben.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, FinTech, Bankensektor, Finanzdienstleistungen, Transformation, Online-Banking, Kundenakzeptanz, Geschäftsmodelle, Mobile Payment, Crowdinvesting, Robo-Advisors, Kundenzufriedenheit, Disruption, Wettbewerbsdruck, Finanztechnologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Wandel des traditionellen Finanzsektors in Deutschland unter dem Einfluss der fortschreitenden Digitalisierung und der zunehmenden Verbreitung von FinTech-Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Transformation des Bankenwesens, neue technologische Geschäftsmodelle im Finanzbereich sowie das sich ändernde Kundenverhalten im digitalen Zeitalter.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu klären, inwiefern FinTech-Unternehmen den Bankensektor beeinflussen, ob Privatanleger bereit sind, diese Angebote zu nutzen, und wie Banken durch einen Paradigmenwechsel ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Fundierung (Literaturanalyse) und einer empirischen Erhebung in Form einer Online-Umfrage unter 102 Teilnehmern.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Grundlagen des Bankwesens und FinTech-Marktes, beleuchtet den Forschungsstand durch Umfrageergebnisse und evaluiert die Diskrepanz zwischen Bankenprognosen und Kundenmeinungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Digitalisierung, FinTech, Bankensektor, Kundenakzeptanz, Geschäftsmodelle und Wettbewerbsdruck.
Wie unterscheidet sich die Sicht von Banken und Kunden hinsichtlich der Wechselhindernisse?
Die Studie zeigt, dass Banken regulatorische Aspekte und Sicherheitsbedenken als größte Hindernisse einstufen, während Kunden den Wechselprozess an sich (komplizierte Bürokratie) als die größte Hürde wahrnehmen.
Welchen Stellenwert haben mobile Apps im Bankwesen der Zukunft laut der Arbeit?
Mobile Apps sind entscheidend für die Kundenbindung, weisen jedoch aktuell noch Defizite in der Handhabung und beim Design auf, die den Nutzerkomfort einschränken und die Akzeptanz mindern.
- Citar trabajo
- Stefan Reinpold (Autor), 2016, Der Einfluss von FinTech-Startups auf den traditionellen Finanzsektor, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366606