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Exhibitionismus. Eine sexuelle Neigung und ihre Auswirkungen auf das Leben von Tätern und Opfern

Titre: Exhibitionismus. Eine sexuelle Neigung und ihre Auswirkungen auf das Leben von Tätern und Opfern

Thèse de Bachelor , 2017 , 120 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Janik Rebell (Auteur)

Psychologie - Psychologie médicolégale et Régime pénitentiaire
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Die vorliegende Arbeit „Exhibitionismus - eine sexuelle Neigung und ihre Auswirkungen auf das Leben von Tätern und Opfern“ befasst sich mit den strafrechtlichen, kriminologischen, gesellschaftlichen und überwiegend psychologischen Aspekten dieses Phänomens. Mit Hilfe von Täter- und Opferinterviews sowie über Jahrzehnte der Forschung entstandener Literatur werden die Hintergründe von Exhibitionismus aufgezeigt und die Auswirkungen auf das Leben beider Gruppen erörtert.

Exhibitionismus fällt im deutschen Strafgesetzbuch (StGB) unter die Gruppe der Sexualdelikte und wird in der Bevölkerung auch als ein solches, knapp unter einer Vergewaltigung oder gar als Vorbereitung dafür, gesehen. Die stark verbreiteten Klischees zu dieser Thematik halten sich hartnäckig und tragen immer weiter zu einer Verunsicherung über dieses Phänomen bei. Von anderen Seiten wird häufig angebracht, dass es sich bei Exhibitionismus lediglich um eine kriminalisierte sexuelle Neigung handelt und die Betroffenen als Opfer ihrer niederen Triebe viel zu oft falsch verstanden werden. Beide Gruppierungen, sowohl Täter als auch Opfer, wissen zu wenig darüber Bescheid, was im Kopf des anderen vorgeht und welche Auswirkungen oder Entstehungsgründe die sexuelle Neigung Exhibitionismus hat.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Ziel und Aufbau der Arbeit

1.2 Methodische Vorgehensweise

1.3 Aktueller Forschungsstand

2. Historische Hintergründe

2.1 Freikörperkultur und Nacktheit

2.2 Exhibitionismus in der Geschichte

3. Exhibitionistische Handlungen

3.1 Strafrechtliche Betrachtung des §183 StGB

3.2 Allgemeine kriminologische Betrachtung

3.3 Ablauf von exhibitionistischen Handlungen

3.3.1 Unterschiedliche Variationen

3.3.2 Täterprofil

3.3.3 Opfertypen

3.4 Gesellschaftliche Hintergründe und kulturelle Unterschiede

4. Exhibitionismus aus psychologischer Sicht

4.1 Psychologische Betrachtung von Tätern

4.1.1 Exhibitionismus im Psychologischen Dreieck nach Freud

4.1.2 Beweggründe und Entstehung

4.1.3 Mögliche psychologische Abläufe aus Tätersicht

4.1.4 Gefahrenpotential

4.1.5 Therapie und Folgen

4.2 Psychologische Betrachtung der Opfer

4.2.1 Mögliche psychologische Abläufe aus Opfersicht

4.2.2 Auswirkungen auf Opfer

4.2.3 Längerfristige Folgen

5. Reflexion und Diskussion

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel der Arbeit ist es, die sexuelle Neigung des Exhibitionismus zu verstehen und die psychologischen Aspekte dieses Verhaltens sowohl aus der Täter- als auch aus der Opfersicht zu beleuchten, um mögliche Langzeitfolgen und Veränderungen im Leben der Betroffenen zu identifizieren.

  • Gesellschaftshistorische Einordnung von Nacktheit und Exhibitionismus
  • Strafrechtliche und kriminologische Analyse exhibitionistischer Handlungen
  • Psychologische Betrachtung der Beweggründe und Gefahrenpotentiale von Tätern
  • Analyse der psychologischen Auswirkungen und Stressreaktionen auf Opfer
  • Evaluation von Therapiemöglichkeiten und dem Umgang mit der Thematik

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

"Schreck zur mitternächtlichen Stunde“, "Exhibitionist entblößt sich vor Mädchen“, "Polizei fahndet nach Exhibitionisten" und ähnlich titeln deutsche Tageszeitungen immer öfters. Und auch der Spiegel oder andere namhafte Magazine berichten über Exhibitionismus und versuchen teilweise die Bevölkerung über dieses Thema zu informieren und zu sensibilisieren. Doch was versteht man unter Exhibitionismus oder Exhibitionisten genau? "Die meisten Menschen assoziieren zu Exhibitionismus einen Mann der seinen Mantel aufreißt, oder einen Mann, der in Frauen und Kinder erschreckender Absicht aus dem Gebüsch springt“. Der Brockhaus definiert Exhibitionismus als ein "abweichendes Sexualverhalten, bei dem Erregung und Befriedigung durch das Zur-Schau-Stellen der entblößten Geschlechtsorgane gegenüber Fremden erreicht werden. Exhibitionistische Handlungen […] können mit Masturbation verbunden sein; die Anwendung physischer Gewalt ist selten; mehr als 99% werden von Männern vollzogen“. Der Ablauf einer solchen exhibitionistischen Handlung variiert wie viele sexuelle Neigungen je nach Person, Präferenzen und Erfahrungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik des Exhibitionismus unter Berücksichtigung medialer Darstellung und Erläuterung des methodischen Vorgehens anhand von Experteninterviews.

2. Historische Hintergründe: Untersuchung der Entwicklung von Nacktheit in der Gesellschaft und der historischen Entstehung des exhibitionistischen Verhaltens im Kontext gesellschaftlicher Normen.

3. Exhibitionistische Handlungen: Juristische und kriminologische Einordnung, sowie eine detaillierte Betrachtung von Täter- und Opferprofilen und kulturellen Einflüssen.

4. Exhibitionismus aus psychologischer Sicht: Umfassende psychologische Analyse der Triebstruktur von Tätern sowie der psychischen Auswirkungen auf die Opfer unter Einbeziehung von Traumaforschung.

5. Reflexion und Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Forschungsprozess, der Datenerhebung durch Interviews und den Grenzen der wissenschaftlichen Untersuchung.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Plädoyer für eine sachlichere Aufklärung über das Phänomen Exhibitionismus zur Entstigmatisierung und besseren Prävention.

Schlüsselwörter

Exhibitionismus, Sexualdelikt, Nacktheit, Täterprofil, Opferkunde, Psychologie, § 183 StGB, Triebtheorie, Trauma, Viktimisierung, Prävention, Aufklärung, Kriminalstatistik, Forensische Psychiatrie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die sexuelle Neigung des Exhibitionismus, räumt mit gängigen Vorurteilen auf und beleuchtet die Auswirkungen auf das Leben von Tätern und Opfern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören historische Hintergründe, die strafrechtliche Behandlung, psychologische Erklärungsmodelle sowie die Auswertung von Interviews mit Tätern und Opfern.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die psychologischen Hintergründe der Tat zu entwickeln und zu hinterfragen, ob die weit verbreitete Angst vor Exhibitionisten gerechtfertigt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie auf eine qualitative Forschungsmethode durch mündliche Interviews mit ehemaligen Tätern und Betroffenen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert exhibitionistische Handlungen sowohl aus juristischer als auch aus psychologischer Sicht und diskutiert dabei Themen wie Täterprofile, Opfertypen und die Wirksamkeit von Therapien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Exhibitionismus, Sexualdelikt, Täter-Opfer-Dynamik, psychologische Auswirkungen und gesellschaftliche Stigmatisierung beschreiben.

Warum wird Exhibitionismus oft mit dem "Mann im Mantel" assoziiert?

Dies ist ein medial geprägtes Klischee, das laut dem Verfasser kaum der Realität entspricht, da dieses Erscheinungsbild weder praktisch noch bei den befragten Fällen typisch war.

Wie gefährlich sind Exhibitionisten laut der Untersuchung?

Die Untersuchung deutet darauf hin, dass die Angst vor schweren Gewalttaten unbegründet ist, da Exhibitionismus meist ein isoliertes Delikt bleibt und nur äußerst selten mit weiteren sexuellen Gewaltdelikten kombiniert auftritt.

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Résumé des informations

Titre
Exhibitionismus. Eine sexuelle Neigung und ihre Auswirkungen auf das Leben von Tätern und Opfern
Université
Police Academy Villingen-Schwenningen
Note
1,0
Auteur
Janik Rebell (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
120
N° de catalogue
V366628
ISBN (ebook)
9783668461802
ISBN (Livre)
9783668461819
Langue
allemand
mots-clé
Exhibitionismus Täter Opfer Exhibitionist exhibitionistische Handlung §183 StGB forensische Psychologie Nacktheit FKK strafrecht historisch Geschichte Opfertypen Kriminologie kriminologisch Täterprofil Freikörperkultur Methodik Gefahr Gefahrenpotential Ablauf Psychologie Therapie Auswertung Folgen Auswirkungen Reflexion Diskussion Selbsthilfegruppe Entstehung Gesellschaft Tätersicht Opfersicht Freud psychologisches Dreieck Abhandlungen der Sexualität Sexualität Nackt Mann Mantel Penis Entblößung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Janik Rebell (Auteur), 2017, Exhibitionismus. Eine sexuelle Neigung und ihre Auswirkungen auf das Leben von Tätern und Opfern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366628
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Extrait de  120  pages
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