Was ist Jugendsprache? Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Sprache der deutschen Jugendzeitschrift "Bravo" zu untersuchen. Mit dem Thema "Jugendsprache in der 'Bravo'" soll geklärt werden, auf welche Weise Jugendsprache verwendet wird. Zuerst möchte ich mit Hilfe unterschiedlicher Literatur den Begriff "Jugendsprache" definieren, um zu klären, ob es das Phänomen "Jugendsprache" eigentlich als solches gibt oder ob es sich dabei nur um jugendliche Ausdrücke zur Abgrenzung von anderen Gesellschaftsgruppen handelt. Der Analyseteil beschäftigt sich mit der Untersuchung jugendsprachlicher Elemente in der Jugendzeitschrift "Bravo". Hierfür wird die Ausgabe Nr 5 aus dem Jahr 2017 verwendet.
Inhaltsverzeichnis
1.) Einleitung
2.) Definition von Jugendsprache
2.1) Definitionen der Jugendsprache
3) Merkmale / Kennzeichen der Jugendsprache
4.) Medienphänomen: Jugendzeitschriften
4.1) Jugendsprache in den Medien
5.) Analyse des Untersuchungsgegenstandes „Bravo“ Nummer 5
5.1)Sprache
5.1.1)Substantiver
5.1.2)Verben
5.1.3) Adjektiver
5.2) Interjektionen
5.3) Phraseologismen
5.4) Anglizismen
5.5) Derbe und vulgäre Ausdrücke
6) Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Sprache der Jugendzeitschrift „Bravo“ tatsächlich als authentische Jugendsprache zu klassifizieren ist. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob es sich bei dem in der Ausgabe Nr. 5 aus dem Jahr 2017 analysierten Sprachgebrauch um eine eigenständige Ausdrucksform handelt oder lediglich um eine medial aufbereitete Nachahmung, die zur Identitätsbildung und Abgrenzung dient.
- Definition und theoretische Einordnung der Jugendsprache.
- Untersuchung der sprachlichen Funktionen und soziolinguistischen Merkmale.
- Analyse des Medieneinflusses auf den sprachlichen Wandel bei Jugendlichen.
- Empirische Untersuchung der Wortarten (Substantive, Verben, Adjektive) in der „Bravo“.
- Evaluation von Anglizismen, Phraseologismen und Interjektionen im redaktionellen Kontext.
Auszug aus dem Buch
3.)Merkmale und Kennzeichen der Jugendsprache
Die Merkmale der Jugendsprache kann man seitens verschiedener linguistischer Ebenen betrachten, zum Beispiel der lexikalisch-semantischen Ebene und der syntaktischen Ebene. Jedoch ist auch die Phonologie, Pragmatik, und die Morphologie interessant.
Auf der lexikalisch-semantischen Ebene lassen sich die meisten und auffälligsten Merkmale finden, denn der Wortschatz der Jugendlichen unterliegt dem schnellsten und auch oberflächlichsten Sprachwandelprozess. Auf dieser Ebene zählt Eva Neuland vor allem „die Verstärkungspartikel, Anglizismen, Schimpfwörter, Fäkalausdrücke sowie Wertungsausdrücke. Zudem kommen die Umgangssprache und ein besonderer Fachwortschatz hinzu.“
Einige Jugendsprachforscher reduzieren die Jugendsprache auf den Wortschatz und bezeichnen diesen als Sonderlexik, welches aus der Dominanz hyperbolischer Ausdrücke z.B. „affengeil“ und der großen Präferenz von Wörtern aus dem angloamerikanischen Bereich z.B. „chill out“ resultiert. Ihre Sprache weist auch viele Modewörter auf z.B „fett, geil“.
Zusammenfassung der Kapitel
1.) Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Jugendsprache ein, definiert die Zielsetzung der Untersuchung an der Jugendzeitschrift „Bravo“ und umreißt die methodische Herangehensweise.
2.) Definition von Jugendsprache: Dieses Kapitel erörtert die theoretische Schwierigkeit, Jugendsprache eindeutig zu definieren, und beleuchtet verschiedene wissenschaftliche Ansätze, die sie als komplexe Varietät und soziales Register beschreiben.
3.) Merkmale / Kennzeichen der Jugendsprache: Hier werden linguistische Ebenen wie Lexik, Syntax und Pragmatik analysiert, um die charakteristischen Merkmale der Jugendsprache, einschließlich Modewörtern und Anglizismen, zu identifizieren.
4.) Medienphänomen: Jugendzeitschriften: Dieser Abschnitt beleuchtet die Rolle von Medien bei der Popularisierung und Konstruktion von Jugendsprache sowie deren Funktion als Ressource für den Sprachgebrauch Jugendlicher.
5.) Analyse des Untersuchungsgegenstandes „Bravo“ Nummer 5: Das Hauptteilkapitel untersucht konkret die Verwendung von Wortarten, Anglizismen und vulgären Ausdrücken in der ausgewählten Ausgabe der Zeitschrift.
6.) Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass es sich in der Zeitschrift eher um eine Nachahmung als um eine genuine Jugendsprache handelt.
Schlüsselwörter
Jugendsprache, Sprachwandel, Jugendzeitschrift, Bravo, Medieneinfluss, Anglizismen, Soziolinguistik, Wortarten, Sprachanalyse, Jugendkultur, Identitätsbildung, Lexik, Phraseologismen, Varietät, Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Untersuchung der Sprache in der deutschen Jugendzeitschrift „Bravo“ und der Frage, wie sich Jugendsprache in Medien manifestiert.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit deckt die Definition der Jugendsprache, deren soziolinguistische Merkmale, den Einfluss von Medien auf den Sprachgebrauch sowie die konkrete Analyse einer Zeitschriftenausgabe ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob die in der „Bravo“ verwendete Sprache als echte Jugendsprache angesehen werden kann oder ob es sich um eine stilisierte Nachahmung handelt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine linguistische Analyse angewandt, die auf Fachliteratur basiert und durch eine empirische Untersuchung der Sprache (Wortarten, Anglizismen, Phrasen) in der „Bravo“ Nr. 5/2017 ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Wortarten wie Substantiven, Verben und Adjektiven sowie in die Analyse von Interjektionen, Anglizismen und Phraseologismen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Jugendsprache, Sprachwandel, Medienanalyse und Identitätsbildung geprägt.
Warum wurde ausgerechnet die „Bravo“ als Untersuchungsobjekt gewählt?
Die „Bravo“ wurde gewählt, da sie als langjähriger Marktführer bei Jugendlichen gilt und somit ein ideales Beispiel für die mediale Konstruktion von Jugendsprache darstellt.
Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Sprache in der „Bravo“?
Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass es sich bei der Sprache in der „Bravo“ nicht um Jugendsprache im engeren Sinne handelt, sondern eher um eine „Nachahmung“, die jedoch für die Leser witzig und phantasievoll wirkt.
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- Gertraud Jensen (Autor), 2017, Jugendsprache in der Jugendzeitschrift "Bravo", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366633