Gottfried von Straßburgs "Tristan"

Eine "Liebe" gegen den Hof - ein Hof gegen die "Liebe"?


Hausarbeit, 2015

26 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wertewandel, Wertkonflikte und das Verhältnis von "minne" und "erê"
2.1.Was war zuerst da: Minne oder Minnetrank?
2.2 Minnetrankszene
2.3 Zur Legitimität der Beziehung von Tristan und Isolde
2.4 Die Gesellschaft als Bürde
2.5 Bruch mit der Ehe als Bruch mit der Gesellschaft oder gar Stütze bestehender Ordnung?
2.6 "Erê" vs. "Erê"

3. Fazit

1. Einleitung

Ist ein Ehebruch immer ein Bruch mit der Gesellschaft? Dies könnte man vielleicht als grundlegende Frage voranstellen, die diese Arbeit inspiriert hat. Erkundet werden soll das Verhältnis, welches Tristans und Isolde zum Hof und dieser zu ihnen einnimmt. Ist die nach Romeo und Julia wohl berühmteste Liebe der Literaturgeschichte ein offener Bruch mit gesellschaftlichen Normen oder eher ein Versuch des Ausgleichs? Wie bewertet der Erzähler das Verhalten der Liebenden und das der Gesellschaft? Steht eine ideale Minne gegen eine kritisierte überkommene Gesellschaft oder versucht sich ein ehrenvoller Hof seiner subversiven Zersetzung zu erwehren? In welchem Verhältnis steht überhaupt diese "erê", die der Hof bietet zu de r "erê", die von der Minne kommt? Um sich diesem Fragekomplex zu nähern, ist eine breite Bibliographie verschiedener Untersuchungen nötig. Einen breiten, aber dennoch genauen Überblick über bisherige Forschungen zum "Tristan", gerade im Hinblick auf das Thema "Minne" und auch das Verhältnis zum Hof, gibt Christoph Huber.1 Selbiger hat sich auch verdient gemacht um die Herausgabe eines thematisch breit gefassten Sammelbandes zu Gottfrieds Werk.2 Ebenfalls mit Minne in "Tristan und Isolde" und ihren Entstehungsgründen hat sich Rüdiger Schnell in einer Monographie3 befasst und in einer anderen beschäftigt er sich mit der "Suche nach Wahrheit"4, der Definition, Bedeutung und dem Erkennen von Werten und Worten. "Zur Konzeption der Tristanminne"5 ist ein anderes Werk von Mikasch-Köthner wieder mit dem Thema Minne im Titel. Für d ie Forschung wie im Buch selbst erscheinen die Felder “minne“, "erê" und "triuwe" eng verbunden, so selbst im Titel "Honor, Love and Isolde in Gottfried`s Tristan"6. Auch neueste Beiträge lieferten in Aspekten sehr interessante Impulse, so etwa ein Aufsatz Eva Lieberichs über gesellschaftlichen Neid im Tristan im Gemeinschaftswerk: "Rache - Zorn - Neid"7 oder die "(UN)Ordnung der Geschlechter".8

Ausgehend von der zentralen Frage, ob entschieden werden kann, ob Tristan und Isolde ihr Verhältnis vom Minnetrank erzwungen oder freiwillig eingehen und aufrecht erhalten, soll darauf gesehen werden, wie der Erzähler ihre Beziehung bewertet und inwiefern ihr Ehebruch sich gegen die Gesellschaft und Ihre Normen richtet.

2. Wertewandel, Wertkonflikte und das Verhältnis von "minne" und "erê"

2.1.Was war zuerst da: Minne oder Minnetrank?

Huber hat zwar festgestellt, dass Gottfried jede Äußerung vermeidet, die vor der Einnahme des Trankes eine Minne oder entstehende Minne zwis chen Tristan und Isolde andeuten würde, weiter hält er aber fest, ein affektives Interesse der beiden aneinander sei offenkundig. Auch Mikasch-Köthner vertritt, die ältere Forschung zusammenfassend, die Meinung, eine Beziehung werde lange angebahnt und der Roman betone immer wieder den Charakter der Einzigartigkeit beider und zeige selbst starke gemeinsame Interessen auf, etwa für die Musik.9

Und schon früh zeigen sich solche Signale. So lobt Tristan Isolde in solchen Tönen, dass sie am Hofe Markes als idealtypisches Bild einer vollkommenen Frau angesehen wird. Zudem nennt auch Kurvenal in gedanklicher Rede zu Isolde Tristan als jemanden, "der dû ze wol geviele" (Vers 9657)10.

Ohne zu psychologisieren ist zu erkennen, dass spätestens seit dem Moroldkampf die Szenenfolge von gegenseitiger Annäherung bestimmt ist und das alleine auf sprachlicher und thematischer Ebene. So hat Huber bemerkt, dass sich auffällig Vokabular aus der elterlichen Minne wiederholt. Besonderes Augenmerk ist hier auf die zweite Pflege Tristans durch beide Isolden zu legen. Auch hier ist Isolde von Tantris beeindruckender Erscheinung fasziniert, da diese nicht zu seinem Stand passt. Freilich, dass das interessierte Betrachten Tristans wie bei Blanscheflur gegenüber Riwalin zum Minnebeginn führt, wird durch die Aufdeckung Tristans verhindert. Ob die Wut gegenüber dem Onkelmörder wirklich eine notwendige Phase in der Affektbindung ist für Isolde um zur Minne zu kommen, erscheint dem Autor dieser Arbeit für ein mittelalterliches Werk vielleicht etwas zu psychologisierend.11

Die Stelle der zweiten Pflege des verletzten Tristan in Tantrisgestalt verdient jedenfalls noch näherer Aufmerksamkeit. Nicht nur heißt es über Isolde: "nu nam Îsôt sîn dicke war und marcte in ûzer mâze" (Vers 9992-9993), also dass sie ihn oft und mit übergroßem Interesse ansah, auch genauer heißt es, dass sie oft heimlich "tougen" (Vers 9995) seinen ganzen Körper musterte, ihm etwa " under d´ougen" (Vers. 9996) schaute. Eine Praxis, wie sie noch heute und ohne Frage seit jeher von Verliebten praktiziert wird und wurde. Augenfällig ist die Gleichheit im Benehmen Isoldes und sogar im Wortlaut des Erzählers nach Einnahme des Trankes. Isolde nämlich "nam sîn tougendlîche war" (Vers 11842) und weiter besieht sie ihn heimlich und beglückt, ganz ähnlich wie bei der ersten Begegnung: " ir ougen diu schâcheten vil tougen und lieplîchen an den man" (Vers 11845-11848). Bemerkenswert ist auch die Aussage des Erzählers, "swaz maget an manne spehen sol, daz geviel ir allez an im wol" ( Vers 10001-10002), denn auch nach dem Minnetrank sind beide Partner einander eine "ougenweide" (Vers 11855). In diesem Zusammenhang kommt man nicht umhin zu bemerken, dass im Tristan Minne und das gegenseitige Anblicken, beziehungsweise die optische Wahrnehmung stark verknüpft sind. Die krasseste Ausprägung findet sich sicher in der Minnegrottenszene, wo mit der Aussage: "si sâhen beide ein ander an, dâ generten sî sich van" (Vers 16815-16816) das Ansehen des Geliebten stark überhöht wird. Jenseits von jeglicher Spekulation legt eine genaue Betrachtung des Wortlautes also eine Ähnlichkeit der Situation vor und nach Genuss des Trankes nahe. Isolde erkennt weiter selbst im Verlauf der zweiten Begegnung, dass dieser Mann, den sie für einen Spielmann hält, einem viel höheren Stand angehören sollte, sie fordert ja gar ein Königreich als ihm angemessen und zudem scheint er ihr ausnehmend zu gefallen. Er erfüllt somit zwei wichtige Faktoren, die ihre eigene Mutter für einen passenden Ehemann aufgestellt hat.12

Im Gespräch des betrügerischen Truchsesses mit ihr kommen beide zu einem bemerkenswerten Schluss. Der Truchsess freilich in zynischer Verbitterung, die Mutter eher mit geschicktem Spott. Weiblich und zugleich töricht sei es, die zu lieben, die einen nicht liebten und männlich sei es zu lieben, wer einen auch liebe. Letzteres sei auch erfolgsversprechender. Weiter präzisiert die Mutter, Isolde würde sich zu gemein machen, wenn Sie jeden wollte, der sie wollte und sie lasse vieles links liegen, was sie leicht haben könne, das wird sie ja auch mit Marke tun. Im Grunde wird hier ein Programm entworfen, das besagt: Isolde wird und soll niemanden lieben, der ihr nicht ebenbürtig ist und zudem wird geraten, sich lieber auf gegenseitige Zuneigung einzulassen als unerfüllt zu lieben. Auch später im Huote-Exkurs wird der Erzähler darauf hinweisen, dass eine Frau, die von vielen geliebt werden möchte, nicht geliebt wird und dass sie sich lieber selbst lieben soll, dann würde man sie gemeinhin verehren. Der Truchsess kann unmöglich passen, ist er doch ein "unsaeligen man, der nie saelde gewan", also ein armseliger Mann ohne Glück (Vers 9785-9786).13 Wenden wir uns der ersten Begegnung zu, die etwa Huber sträflich vernachlässigt hat. Bei der ersten Begegnung der beiden heißt es gle ich sehr eindeutig über Isolde, "daz wâre insigel der minne, mit dem sîn herze sider wart versiegelt unde vor verspart aller werlt gemeiner niuwan ir al einer" (Vers 7812-7816). Natürlich könnte "sider" auch später bedeuten, aber auch die renommierte Recla m-Ausgabe übersetzt mit seitdem. Im Grunde ist hier ausgesagt, dass Tristan von diesem Moment an niemanden mehr lieben würde außer Isolde. Bei genauer Lektüre fällt einem eine Verbindung im sprachlichen Wortlaut auf, die kaum ein Zufall sein kann. Isolde wird deutlich später in der Handlung, während sie längst ein Verhältnis zu Tristan hat und in Minne entbrannt ist, zu ihm sagen: "Hiute und iemer alle man vor mînem herzen sint verspart niwan der eine, dem dâ wart der êrste rôsebluome von mînem magetuome" ( Vers 14762-14765). Tatsächlich hält Gottfried bei der ersten Begegnung Tristans mit Isolde selbst bei allem Lob für sie an einer bemerkenswerten Ambiguität fest. So wird Isolde verglichen mit Sirenen, "die mit dem agsteine die kiele ziehent ze sich" (8088-8089) und genauso heißt es, fing sie auch die Gedanken vieler "unde vâhende bant mit sene und mit seneder nôt" (Vers 8130-8131).

In der Textpassage: " si sanc in maneges herzen muot offentlîchen unde tougen durch ôren und durch ougen" (Vers 8112-8114) erkennt Alois Wolf eine bemerkenswerte Metamorphose aus Sehen und Hören, die beschreibe, wie Minne in "edle Herzen" eindringen könne und zudem sieht er in der Stelle einen Verweis auf das zukünftige Geschehen zwischen dem Paar.14

Mit Blick auf die gezeigte Häufigkeit und Vielfalt optischer Reize und der Bedeutung des Ansehens des Minnepartners, scheint es sehr kurz gegriffen, wenn Mikasch-Köthner Schnell beipflichtend festhält, dass die Liebe Tristans und Isoldes nichts mit den Augen oder der Schönheit des Partners zu tun habe, sondern rein von innen her komme. Schnell hat zwar Recht, dass es zum gegenseitigen Anblicken erst nach dem Minnetrank kommt, die vorher beschriebenen Textstellen bürgen aber dafür, dass (bewunderndes) Ansehen des anderen schon zuvor stattfindet. Warum Schnell zwar bemerkt, dass Liebe und Sehen in der Vorgeschichte verknüpft werden, dies aber für die weitere Handlung verleugnet, bleibt unklar. So hat auch Sneering eine erotische Dimension im gegenseiitgen Anblicken beim "Speisewunder" ausgemacht. Man kann also insgesamt das Verhältnis von Tristan und Isolde als amicita carnalis und amicita spiritualis definieren. Sie gleichen sich an Schönheit aber auch Interessen und Tugenden wie noch weiter gezeigt wird.15

Wie erklärt sich nun, dass es während der gesamten Lehrzeit Isoldes zu keinem Verhältnis mit ihrem Vertrauten Tristan kommt? Zum einen ist klar die Priorität des letzteren benannt. Er gewinnt die Zuneigung des Hofes und Isoldes nämlich nicht ohne Hintergedanken, sondern um sie für sich auszunutzen: "ir aller hulde alsô gevienc, daz ez im z´allem guote ergienc." Zum anderen fürchtet er scheinbar bis zum Ende seine Entdeckung sehr. Über seinen Abschied heißt es nämlich, dass er damit "ûz den sorgen kaeme" (Vers 8152) und oft denkt er daran, dass "sîn leben z`allen zîten was geleit in michel ungewisheit." (Vers 8156-8158). Ganz nonchalant kann man sagen, er ist einfach zu sehr mit ganz anderen Dingen beschäftigt, nämlich dem Erhalt seines nackten Lebens, um sich der Minne hinzugeben. Diese einfache Feststellung ist sicher nicht zu psychologisierend, beruht sie doch auf deutlichen Aussagen im Text selbst. Als Hinderungsgrund für Isolde steht sicher sein niedriger Stand, die Mutter macht ja unmissverständlich klar, dass dies ein absolutes Ausschlusskriterium für ihre Tochter ist. Erst mit der Feststellung, dass Tantris/Tristan ein höherer Stand gebühre, beginnen die schmachtenden Blicke Isoldes, bei der ersten Begegnung bleibt beides aus.16

2.2 Minnetrankszene

Huber hat erhellend aufgezeigt, dass die Minnetrankszene durch das gegenseitige Reichen des Trankes auf ein gewisses Einverständnis der Partner deute und dass Hitze und Durst traditionelle Chiffren erotischen Begehrens sind. Huber geht zwar darauf ein, dass auch das größte Hindernis auf Tristans Seite durch den Trank aufgeweicht und schließlich zumindest zeitweise beseitigt wird. Immer mehr muss er von seinem Ehrgefühl und seiner Loyalität ablassen, weil ihn die Liebe zu sehr quält: "in muoten harte sêre sîn triuwe und sîn êre. sô muote n in aber diu Minne mê" (Vers 11767-11769). Für Isolde spricht er aber nur davon, dass diese ihre Scham überwinden müsse.17 Mit der Einnahme des Trankes kommt es aber auch zur Beseitigung eines ebenso großen Hindernisses. Gemeint ist der Hass Isoldes auf Tristan wegen der Ermordung ihres Onkels, wenn es heißt: "Îsôte haz der was dô hin" (Vers 11720). Auffällig ist auch, dass während Tristan sich martert wegen seines Treuebruchs, von Isolde keine Bedenken in diese Richtung berichtet werden.18

Etwas unverständlich und nicht ganz einsichtig ist, warum Huber behauptet, der Roman verbinde die Namen Tristan und Isolde zum ersten Mal mit einem und: "Îsôt unde Tristan" (Vers 11708).19

Brangäne spricht nämlich direkt zuvor schon von "Tristan unde Îsot" (Vers 11705). Somit ist die obige Stelle nur das erste Mal, dass der Erzähler die heute klassische Bezeichnung Tristan und Isolde verwendet. Sicher spricht diese zweimalige Nennung dafür, dass der Erzähler hier eine gewisse Zäsur setzt und eine nun vorhandene Bindung der beiden kennzeichnet.

In der Forschung ist häufig der Minnetrank statt als Auslöser eher als qualifizierende Instanz gesehen worden, die zeige, dass eine Minne, wie sie zwischen Tristan und Isolde bestehe, eben nicht jeden treffe, sondern etwas Ideales sei. Der Liebestrank in Gottfrieds Tristan ist keine Art von Aphrodisiakum, sondern soll erst nach dem Ehevollzug gereicht werden, um eine starke beidseitige Beziehung aufzubauen und sie auf die höchste Stufe exklusiver Minne heben. In eine ähnliche Richtung interpretiert Huber auch eine Aussage Tristans. Im Gespräch mit Brangäne nämlich, als diese dem Paar die Wirkung des Trankes entfaltet, äußert Tristan, froh um den Tod zu sein, wenn die wunderbare Isolde denn sein Tod sein solle. Für Huber wird damit die Macht des Trankes in eine freie Entscheidung überführt durch das feste Bekenntnis Tristans zu Isolde und allen Folgen des Trankes, selbst dem Tod. Handelt es sich bei dieser Feststellung aber nicht um eine Art Zirkelschluss? Tristan unterliegt ja der Wirkung des Trankes, ist sein Bekenntnis damit nicht eher ein Symptom von dessen Wirkung, denn der Ausdruck einer freien Entscheidung? Dennoch überwiegt die Beweislast für eine eher symbolische Trankwirkung, dafür gibt es auch eine breite Forschungstradition, etwa auch Köbele hat bemerkt, dass der Trank eine freie Entscheidung in keinem Fall ausschließe. Bemerkenswert ist allerdings, das von nun an nur noch einmal der Trank erwähnt wird und das vom Autor, für die Beteiligten scheint er keine Relevanz mehr zu haben.20

Verwunderlich ist dies gerade auch für Brangäne. Diese wühlen die Geschehnisse um den Trank sehr auf, da sie sich extrem verantwortlich fühlt für die Situation Tristans und ihrer Herrin. Sie wünscht sich ja sogar, sie sei nie geboren worden, als sie den Minnetrank voller Verzweiflung dem Meer überantwortet und ausruft: "owê, daz ich zer werlde ie wart geborn" (Vers 11696-11697).21

Dafür, dass die vom Minnetrank eingeleitete Minne in eine gänzlich freie Entscheidung überführt wird, spricht noch ein Punk t. Huber nennt zwar den Sieg von Tristans Ehrgefühl über die Minne, wofür er die Vaterbindung an Marke verantwortlich macht. Dass die Entscheidung sich nicht mit Isolde davonzustehlen auch entschieden für eine kaum vorhandene Wirkung des Trankes spricht, b lendet er aus. Schon nachdem Stunden oder höchstens Tage vergangen sind, obsiegt also ein anderer Wert über die absolute Minne? Huber führt zwar an, dass das Verhältnis der beiden am Hof laut Gottfried durchaus auch von inneren Spannungen und Streit gekennzeichnet ist, erkennt aber darin keinen weiteren plausiblen Beweis dafür, dass die Wirkung des Trankes keine absolute sein kann. Tristan, das hält Huber korrekt fest, ist nicht bereit den Raum des Hofes zu verlassen und seine gesellschaftliche Position aufzugeben und auch Mikasch- Köthner bemerkt eine starke Verinnerlichung gesellschaftlicher Forderungen bei Tristan und Isolde. Dies mache Auswege wie einen Brautraub unmöglich und führe die Liebenden in ein Netz aus Lug und Trug, das nötig sei den Schein am Hof zu wahren.

[...]


1 Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan. 2., verb. Aufl. Berlin 2001.

2 Der "Tristan" Gottfrieds von Straßburg. Symposion Santiago de Compostela, 5. bis 8. April 2000. Hrsg. von Christoph Huber u. Victor Millet. Tübingen 2002.

3 Schnell, Rüdiger: Causa Amoris. Liebeskonzeption und Liebesdarstellung in der mittelalterlichen Literatur. Bern 1985.

4 Schnell, Rüdiger: Suche nach Wahrheit. Gottfrieds »Tristan und Isold« als erkenntniskritischer Roman. Tübingen 1992.

5 Mikasch-Köthner, Dagmar: Zur Konzeption der Tristanminne bei Eilhart von Oberg und Gottfried von Straßburg. Stuttgart 1991.

6 Sneeringer, Kristine K.: Honor, Love and Isolde in Gottfried`s Tristan. New York 2002.

7 Lieberich, Eva: »Â Tristan, waere ich alse duo!« - Tristan und die neidische Hofgesellschaft. In: Rache - Zorn - Neid. Zur Faszination negativer Emotionen in der Kultur und Literatur des Mittelalters. Hrsg. von Martin Baisch u. Evamaria Freienhofer u. Eva Lieberich. Göttingen 2014.

8 Uttenreuther, Melanie: Die (UN)Ordnung der Geschlechter. Zur Interdependenz von Passion, Gender und Genre in Gottfrieds von Strassburg Tristan. Bamberg 2009.

9 vgl. Huber: S. 74. u. vgl. Mikasch-Köthner: S. 55.

10 verwendete Ausgabe ist: Gottfried von Straßburg. Tristan. Nach dem Text von Friedrich Ranke neu herausgegeben, ins Neuhochdeutsche übersetzt, mit einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn. Band 1-2. 13. Aufl. Stuttgart 2013. im folgenden abgekürzt zitiert im Tex t als (Vers ...) in den Anmerkungen als Tristan: Vers ...

11 vgl. Huber: S. 74.

12 vgl. Tristan: Vers 9983-10045.

13 vgl. Tristan: Vers 9880-9939,18043-18050.

14 vgl. Wolf, Alois: Das Faszinosum der mittelalterlichen Minne. Freiburg 1996. S. 23-24.

15 vgl. Mikasch-Köthner: S. 54. u. vgl. Schnell: Causa. S. 56, 333, 340. u. vgl. Sneering: S. 137.

16 vgl. Tristan: Vers 7962-8225.

17 vgl. Huber: S. 75-78.

18 vgl. Vers: 11741-11840.

19 vgl. Huber: S. 77.

20 vgl. Huber: S. 73,79-81. u. vgl. Köbele, Susanne: iemer niuwe. Wiederholung in Gottfrieds »Tristan«. In: Der "Tristan" Gottfrieds von Straßburg. Symposion Santiago de Compostela, 5. bis 8. April 2000. Hrsg. von Christoph Huber u. Victor Millet. Tübingen 2002.S. 97-117. S. 108. u. vgl. Mikasch-Köthner: S. 55. u. vgl. Schnell: Causa. S. 326-330. u. vgl. Vers 12279-12305, 12491-12502.

21 vgl. Verse: 12464-12490.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Gottfried von Straßburgs "Tristan"
Untertitel
Eine "Liebe" gegen den Hof - ein Hof gegen die "Liebe"?
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
2,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
26
Katalognummer
V366726
ISBN (eBook)
9783668454392
ISBN (Buch)
9783668454408
Dateigröße
506 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tristan, ere, Ehre, Betrug, triuwe, Minnetrank, höfischer Roman, fuoge, Wertewandel, Geschlechterordnung, gesellschaftlicher Wandel, Minne
Arbeit zitieren
Christian Maier (Autor), 2015, Gottfried von Straßburgs "Tristan", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366726

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