Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Investment and Finance

Internes Bankenrating - Inhalte und Vorgehensweise

Title: Internes Bankenrating - Inhalte und Vorgehensweise

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 27 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christian Held (Author)

Business economics - Investment and Finance
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Viele der mittelständischen Betriebe und Unternehmen sind früher oder später auf Kreditmittel von Banken angewiesen. Nach den neuen Regeln und Richtlinien der Finanzwirtschaft, auch unter dem Begriff Basel II bekannt, vergeben jedoch die Kreditinstitute bald nur noch finanzielle Mittel an Unternehmen, die sich einem Rating unterzogen haben. Ob ein Kredit vergeben wird und wie hoch der Zinssatz auf dem Kredit ist, hängt von dem individuellen Rating ab. Die Bonität des Unternehmens kann dabei entweder durch die Bank selbst, durch ein internes Rating, oder durch eine Rating-Agentur (externes Rating) bestimmt werden. Das Bankenrating nach Basel II richtet sich hier aber nicht allein nach den Bilanzkennzahlen der Unternehmen, sondern auch nach den so genannten softfacts der Führungskräfte und Mitarbeiter. Die Unternehmensführung, die Entwicklung des Personals, das Marketing, die Chancen am Markt und auch die innerbetrieblichen Abläufe werden ebenfalls einer Analyse unterzogen. Ein Rating nach den Vorgaben von Basel II bringt selbstverständlich auch Schwierigkeiten mit sich. So analysieren die meisten Banker zwar die reinen Zahlen und Fakten, doch die Analyse der soft-facts übersteigt häufig die Kompetenz vieler Banker. Um dem Risiko aus dem Wege zu gehen, werden diese von den Banken sehr oft niedriger eingestuft als sie tatsächlich im jeweiligen Unternehmen vorhanden sind. Andererseits lassen sich ja die soft-facts bei Führungskräften und den Mitarbeitern vor dem Beginn des Bankenratings immer noch verbessern. Es scheint also empfehlenswert, sich rechtzeitig mit der Vorbereitung für ein Rating zu befassen und nicht im letzten Moment erst Schritte zu unternehmen, wenn ein Kredit aufgenommen werden muss. Auch das Streben nach internationalem Zusammenschluss der Finanzmärkte und der Globalisierung der Wirtschaft erfordern regulierte Standards. Der Plan von Basel II sieht zukünftig die Anpassung der Eigenkapitalunterlegung, die bisher generell 8% betrug, an die individuelle Bonität des Kreditnehmers vor. So ist vorgesehen, dass Kredite an Schuldner mit geringer Bonität mit mehr Eigenkapital unterlegt werden sollen, wohingegen bei Schuldnern mit guter Bonität die Unterlegung geringfügiger ausfallen kann. Dabei werden die Kreditinstitute nicht davon absehen, die Kosten der Eigenkapitalbereitstellung auf die Kreditnehmer zu übertragen. Zukünftig werden also Kredite zu unterschiedlichen Konditionen vergeben werden, die abhängig sind von der Bonität des Schuldners.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Grundlagen und Definitionen

1.1 Grundsätze des Ratings

1.2 Herkunft und Definition des Ratingbegriffes

1.3 Hintergründe des Ratings – Motive und Ziele

1.4 Abgrenzung zum externen Rating

2 Rechtliche Bestimmungen und Gesetze zum Rating

2.1 Das Kreditwesengesetz (KWG)

2.2 Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht

2.3 Die Implementierung in nationales Recht

2.4 Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmen

3 Das bankinterne Ratingverfahren

3.1 Aufteilung der Bankkunden

3.2 Aufbau des Ratings

3.3 Beschaffung von Informationen über die Kreditkunden

3.4 Ergebnis der internen Bonitätsbewertung

Ausblick

Zielsetzung und Themenfelder

Diese Arbeit befasst sich mit der Bedeutung und Umsetzung bankinterner Ratingverfahren vor dem Hintergrund von Basel II. Ziel ist es, die systematische Vorgehensweise bei der Bonitätsbeurteilung von Unternehmen zu erläutern und aufzuzeigen, wie sich gesetzliche Anforderungen auf die Kreditvergabe und die Geschäftsbeziehung zwischen Banken und mittelständischen Unternehmen auswirken.

  • Grundlagen und Definitionen des Ratingbegriffs sowie dessen Abgrenzung
  • Rechtliche Rahmenbedingungen wie Basel II und das Kreditwesengesetz (KWG)
  • Struktur bankinterner Ratingmodelle und Teilratings
  • Methoden der Informationsbeschaffung zur Bonitätsbewertung
  • Bedeutung qualitativer und quantitativer Faktoren für die Kreditkonditionen

Auszug aus dem Buch

1.1 Grundsätze des Ratings

Informationsmängel und Informationsunterschiede sind häufige Ursache von falschen Beurteilungen und Kreditentscheidungen. Hohe Transaktionskosten und potentielle Kreditverluste sind häufig das Ergebnis dieser Informationsasymmetrien zwischen Kapitalgebern und Kapitalnehmern. Das eigene interne Rating bei Kreditinstituten soll helfen, die Beurteilung von Kreditentscheidungen zu erleichtern und potentielle Kreditverluste besser abschätzen zu können.

Bei einem Rating wird sich immer erst im Nachhinein zeigen ob das Ergebnis richtig war oder falsch, da es auf vergangene Werte beruht und Zukunftsschätzungen oder Prognosen nie mit einhundertprozentiger Genauigkeit getroffen werden können. Natürlich können sich die Banken bei kreditbeantragenden Unternehmen auf schon vorhandene Ratingergebnisse berufen, falls diese vorhanden sind. Trotzdem wird bei jeder Bank im Vorfeld der Kreditzusage während der Berechnungen ohnehin eine Art Rating in Form einer Kreditwürdigkeitsprüfung praktiziert, egal ob fremde Ratingergebnisse vorhanden sind oder nicht.

Im Zuge eines Ratings wird bei den Unternehmen auf deren Finanzplanung, dauerhafte Ertragskraft und die Rentabilität Wert gelegt. Während der Unternehmer besonderen Wert auf absolute Gewinne, Marktanteilserweiterungen und Steigerungen des Aktienkurses legt, liegt beim Ratinganalysten das Hauptaugenmerk auf der Finanzierbarkeit dieses Wachstums. Dabei erhalten Schuldner mit besserem Rating Kapital zu weitaus günstigeren Konditionen, wobei die Rendite für die Geldgeber in diesem Falle geringer ausfallen wird als bei Unternehmen, die durch ihre schlechtere Bonität höher verzinste Kredite erhalten. Auch wenn ein Rating etwas schlechter ausfallen sollte, ist es meist besser ein solches zu besitzen als überhaupt keines.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Relevanz von Ratings für Unternehmen im Kontext von Basel II und die Notwendigkeit einer frühzeitigen Vorbereitung.

1 Grundlagen und Definitionen: Erläuterung der Grundsätze, Begriffe, Ziele und Abgrenzungen zwischen internem und externem Rating.

2 Rechtliche Bestimmungen und Gesetze zum Rating: Analyse der aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen wie KWG, Basel II und KonTraG sowie deren Einfluss auf die Banken.

3 Das bankinterne Ratingverfahren: Detaillierte Darstellung der Segmentierung von Kunden, des Aufbaus von Ratings sowie der Informationsbeschaffung und Ergebnisermittlung.

Ausblick: Zusammenfassung der künftigen Herausforderungen und der Bedeutung einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Bank und Unternehmen.

Schlüsselwörter

Bankenrating, Basel II, Bonitätsbewertung, Kreditwürdigkeit, Eigenkapitalunterlegung, Internes Rating, Kreditwesengesetz, Mittelstand, Finanzrisiko, Qualitative Faktoren, Quantitative Analyse, Risikomanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das interne Bankenrating als Instrument zur Bonitätsbeurteilung von Unternehmen, insbesondere unter den strengeren Anforderungen durch das Regelwerk Basel II.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den rechtlichen Rahmenbedingungen, dem systematischen Aufbau von Ratingverfahren innerhalb von Banken sowie der Rolle von qualitativen und quantitativen Faktoren bei der Bonitätsprüfung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kreditinstitute Ratings durchführen, welche Daten dafür benötigt werden und welche Auswirkungen das Rating auf die Kreditkonditionen für Unternehmen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die einschlägige Fachbücher, gesetzliche Bestimmungen und regulatorische Anforderungen (Basel II) zur Darstellung des aktuellen Stands der Ratingpraxis auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die gesetzlichen Grundlagen analysiert, bevor der Prozess der internen Bonitätsbewertung – von der Segmentierung bis zur Ergebnisermittlung – detailliert beschrieben wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Bankenrating, Basel II, Bonitätsbewertung, KWG, internes Rating und Risikomanagement.

Warum spielt die Unternehmensführung beim Rating eine Rolle?

Die Führung sowie die Mitarbeiter werden als "soft-facts" analysiert, da sie maßgeblich für den langfristigen Unternehmenserfolg und damit für die zukünftige Rückzahlungsfähigkeit von Krediten sind.

Welche Konsequenzen hat ein schlechtes Rating für Unternehmen?

Ein schlechteres Rating führt nach Basel II zu einer höheren Eigenkapitalunterlegung bei der Bank, was in der Regel höhere Zinsen für das Unternehmen zur Folge hat.

Excerpt out of 27 pages  - scroll top

Details

Title
Internes Bankenrating - Inhalte und Vorgehensweise
College
University of Applied Sciences Merseburg
Grade
2,0
Author
Christian Held (Author)
Publication Year
2004
Pages
27
Catalog Number
V36679
ISBN (eBook)
9783638362306
Language
German
Tags
Internes Bankenrating Inhalte Vorgehensweise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Held (Author), 2004, Internes Bankenrating - Inhalte und Vorgehensweise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36679
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  27  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint