In der folgenden Arbeit geht es um die Notwendigkeitsdarstellung und das Ausmaß von Leistungsbewertungen im schulischen Kontext. Es soll dargestellt werden, in wie fern Unterricht bewertet werden kann, darf und wird. Ebenso wird näher auf die großen Leistungsnachweise in Bezug auf die Ankündigung und die Anzahl der Arbeiten eingegangen, wie auch auf die Sonderregelungen in Kunsterziehung und deren Benotungsmethoden. Die kleinen Leistungsnachweise werden in Hinblick auf die Referate und Tests, wie ebenso in Bezug auf Hausaufgaben und den mündlichen Leistungen näher erörtert. Außerdem wird eine pädagogische und diagnostische Sichtweise auf das Thema der Leistungsbewertung aufgezeigt, die sich mit den Determinanten der Schulleistung der Schülerinnen und Schüler auseinandersetzt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Notwendigkeit und Grundsätze von Leistungsnachweise
3. Große Leistungsnachweise
3.1 Ankündigung und Anzahl
3.2 Sonderregelungen in Kunsterziehung
4. Kleine Leistungsnachweise
4.1 Referate und Tests
4.2 Hausaufgaben
4.3 „Echte“ Mündliche Leistungen
5. Pädagogische und diagnostische Aspekte der Leistungsnachweise
6. Fazit
7. Literaturverzeichnis
7.1 Buchquellen
7.2 Internetquellen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit und das Ausmaß von Leistungsbewertungen im schulischen Alltag. Dabei wird analysiert, wie Unterricht bewertet werden kann und darf, wobei ein besonderer Fokus auf den Unterschieden zwischen großen und kleinen Leistungsnachweisen sowie den pädagogischen und diagnostischen Rahmenbedingungen liegt.
- Rechtliche und organisatorische Grundlagen von Leistungsnachweisen
- Unterscheidung und Anwendung großer Leistungsnachweise (Klassenarbeiten)
- Spezifische Bewertungsmethoden im Fach Kunsterziehung
- Formen kleiner Leistungsnachweise wie Referate, Tests und Hausaufgaben
- Pädagogische Einflüsse auf die schulische Leistungsentwicklung
Auszug aus dem Buch
3.2 Sonderregelungen in Kunsterziehung
Leistungsbewertungen sind, wie auch in jedem anderen Fach, eine Selbstverständlichkeit zur Bewertung der von jeder Schülerin und jedes Schülers erbrachten Leistung. Jedoch gestaltet sich dies im Kunstunterricht als schwierigeres Vorgehen, da individuell bewertet werden muss. In anderen Fächern, kann man anhand einer Lösungsstrategie, wie beispielsweise in Mathematik, eine klare Richtig- oder-Falsch-Bewertung feststellen. Die Bewertung in Kunsterziehung gestaltet sich daher schwieriger. Peez definiert mit seinem Artikel drei Gruppierungen der Bewertungsmöglichkeit an:
Die kriterien- bzw. kategorienorientierte Bewertungsverfahren dient der skalenhaften Bewertung der Schülerleistung anhand vorher festgelegten Kategorien. Vorteile dieses, meist durch 100 Punkte dargestellten, skalischen Systems sind die Transparenz, Objektivierbarkeit und die Vergleichbarkeit der einzelnen Arbeiten anhand der vordefinierten Kategorienwerte. Außerdem sind die differenzierten Unterrichtsziele relativ genau überprüfbar. Differenzierte Unterrichtsziele können beispielsweise die unterschiedlich benutzten Grün-Werte in der Wasserfarbskala sein, die bei der Gestaltung eines Malprojekts von den Schülerinnen und Schülern benutzt wurden. Ebenso kann eine solche Kategorie die räumliche Darstellung des Gesamtkunstwerkes der Schülerinnen und Schüler betreffen. Ein weiterer Vorteil liegt in der Ermittlung der Ziffernnote, da sich aus den verschiedenen bewerteten Kategorien oder Kriterien eine Ziffernnote errechnen lässt. Nachteile dieses Skalensystems liegen jedoch in der Quantität, da durch viele Kategorien oder Kriterien sich auch eine komplexere Notenerrechnung ergibt. Ebenso fehlen bei dieser Art der Bewertung meistens die ästhetischen Gesichtspunkte, wie Dynamik oder auch Originalität.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Vorhaben, die Notwendigkeit und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Leistungsbewertung in der Schule zu beleuchten.
2. Notwendigkeit und Grundsätze von Leistungsnachweise: Dieses Kapitel erörtert die pädagogische und gesellschaftliche Relevanz von Noten und deren Funktionen als Kontroll-, Selektions- und Sozialisationsinstrument.
3. Große Leistungsnachweise: Hier werden die Definitionen und rechtlichen Vorgaben für Klassenarbeiten im Vergleich zu kleineren schriftlichen Wiederholungsarbeiten behandelt.
3.1 Ankündigung und Anzahl: Es wird auf die Pflicht zur Vorankündigung und die gleichmäßige Verteilung von Klassenarbeiten über das Schuljahr eingegangen.
3.2 Sonderregelungen in Kunsterziehung: Dieses Kapitel stellt verschiedene methodische Ansätze zur Leistungsbewertung im Kunstunterricht vor, da hier individuelle Leistungen schwerer objektivierbar sind.
4. Kleine Leistungsnachweise: Hier werden ergänzende Formen der Leistungsfeststellung, wie Referate, Tests und Hausaufgaben, in ihrem schulrechtlichen Kontext betrachtet.
4.1 Referate und Tests: Das Kapitel thematisiert die Rolle dieser Leistungen bei der Notenbildung und deren Abgrenzung zu Klassenarbeiten.
4.2 Hausaufgaben: Es wird die Funktion von Hausaufgaben als Übungsinstrument und die Problematik ihrer regelmäßigen Benotung beleuchtet.
4.3 „Echte“ Mündliche Leistungen: Dieses Kapitel definiert mündliche Mitarbeit und die Kriterien für eine faire Beurteilung des Lernstandes im Unterrichtsgespräch.
5. Pädagogische und diagnostische Aspekte der Leistungsnachweise: Die Untersuchung der komplexen Faktoren, die die Schulleistung beeinflussen, wird hier anhand eines Modells zu Determinanten der Leistung verdeutlicht.
6. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass das Leistungsbewertungssystem trotz seiner Komplexität ein notwendiges Instrument des Schulwesens bleibt, um Leistungen vergleichbar zu machen.
7. Literaturverzeichnis: Zusammenstellung der verwendeten Quellen aus Buch- und Internetquellen.
Schlüsselwörter
Leistungsbewertung, Schulrecht, Notengebung, Klassenarbeiten, Kunsterziehung, Leistungsnachweis, Schulleistung, Diagnostik, Pädagogik, Notenbürokratie, Mündliche Leistungen, Hausaufgaben, Referate, Schulerfolg, Bildungsgang
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den rechtlichen und pädagogischen Grundlagen der Leistungsbewertung im deutschen Schulsystem und erläutert die verschiedenen Formen und Funktionen von Noten.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Themen umfassen die Notwendigkeit von Noten, die Unterscheidung zwischen großen und kleinen Leistungsnachweisen sowie pädagogische Determinanten, die den Schulerfolg beeinflussen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie und in welchem Rahmen Unterricht bewertet werden darf und kann, sowie eine Übersicht über die rechtlich geregelten Bewertungsformen zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Analyse einschlägiger schulrechtlicher Literatur und pädagogischer Fachquellen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Klassenarbeiten, Sonderregelungen im Kunstunterricht, kleine Leistungsnachweise wie Referate und Hausaufgaben sowie die psychologischen Faktoren von Schulleistungen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die wesentlichen Begriffe sind Leistungsbewertung, Schulrecht, Schulleistung, Notengebung, Pädagogik und Diagnostik.
Warum ist die Bewertung im Fach Kunsterziehung besonders komplex?
Da ästhetische Leistungen oft subjektiv sind und keine einfachen Richtig-Falsch-Lösungen wie in anderen Fächern existieren, erfordert dies differenziertere Bewertungsverfahren.
Was ist die pädagogische Funktion von Hausaufgaben?
Hausaufgaben dienen primär der Festigung und Vertiefung des im Unterricht Gelernten sowie der Förderung der Selbstständigkeit, sollten jedoch nicht übermäßig gewichtet werden.
Wie beeinflussen soziokulturelle Faktoren die schulische Leistung?
Leistung ist nicht nur von schulischen Faktoren abhängig, sondern auch von familiären Bedingungen, dem sozialen Umfeld und dem Einfluss der Peer-Group, was die Beurteilung des individuellen Leistungspotenzials komplex macht.
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- Madeline Kaufmann (Author), 2017, Große und kleine Leistungsnachweise. Eine Untersuchung der Leistungsbewertungen im schulischen Kontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366839