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Inklusionsorientierte Lehrerbildung. Berücksichtigten Studiengänge und Veranstaltungsangebote das Profil für inklusive Lehrer und Lehrerinnen?

Title: Inklusionsorientierte Lehrerbildung. Berücksichtigten Studiengänge und Veranstaltungsangebote das Profil für inklusive Lehrer und Lehrerinnen?

Master's Thesis , 2014 , 115 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Stefanie Hädrich (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Der Text behandelt die Forschungsfrage: „Inwiefern berücksichtigten die Studiengänge und Veranstaltungsangebote das Profil für inklusive Lehrer und Lehrerinnen?“.

Im Jahre 2006 wurde mit dem Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung, der Behindertenrechtskonvention (BRK), das „Recht von Menschen mit Behinderung auf Bildung“ anerkannt. Die Vertragsstaaten verpflichteten sich somit „ein inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen“ zu erschaffen. Drei Jahre später, im Jahr 2009, wurde dieses Übereinkommen schließlich in Deutschland ratifiziert. Der Verband Sonderpädagogik e.V. des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern sieht jedoch „die konkreten Rechtsfolgen“ als strittig an.

Die Grundschulen sind verpflichtet ab der Ratifizierung der BRK inklusiv zu Unterrichten. Das Problem begründet sich jedoch in der Art und Weise. Die tätigen Lehrer sind mit ihren neuen Aufgabenbereichen überfordert. Um dem entgegenzuwirken ist es unabdingbar, neben möglichen Weiterbildungen vor allem die angehenden Lehrerinnen und Lehrer dementsprechend auszubilden vor allem bezüglich dem Fachwissen über Inklusion, der Verinnerlichung von inklusiven Einstellungen und dem Ausbilden von inklusiven Fähigkeiten. Die Institution, welche bezüglich der Lehrererstausbildung betrachtete werden muss, ist die Universität. Dort beginnt die Ausbildung der Lehrkräfte und somit besteht die Möglichkeit den Grundstein für inklusiven Unterricht zu legen.

Die Betrachtung der Lehramtsausbildung von weiterführenden Schulen würde den Rahmen dieser Arbeit überschritten, aus diesem Grund wird lediglich das Grundschullehramt betrachtet. Um den Unterricht inklusiv gestalten zu können benötigen die angehenden Lehrerkräfte spezielle Kompetenzen. Diese werden beispielsweise im Profil für inklusive Lehrinnen und Lehrer beschrieben. Das Dokument wurde 2012 von der Europäischen Agentur für Entwicklungen in der sonderpädagogischen Forschung (kurz: Agency) im Rahmen des Projektes Inklusive Lehrerbildung entwickelt. Dieses Kompetenzprofil stellt die nötigen Fertigkeiten von angehenden Lehrerinnen und Lehrern sehr prägnant dar, wurde von zahlreichen Fachkräften aus ganz Europa erstellt, findet dadurch überregionale Präsents und ist sehr aktuell. Aus diesen genannten Gründen habe ich mich für dieses Kompetenzprofil entschieden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Thematischer Rahmen

2.1 Was ist Inklusion?

2.1.1 Die Sonderschule

2.1.2 Die Entwicklung von Inklusion

2.2 Die Lehrerbildung

2.2.1 Das Bildungswesen- Ein kurzer historischer Abriss

2.2.2 Das Profil für inklusive Lehrerinnen und Lehrer

2.2.2.1 Die Wertschätzung der Diversität der Lernenden

2.2.2.2 Die Unterstützung aller Lernenden

3 Methodisches Vorgehen

3.1 Forschungsfragen und Hypothesen

3.2 Die Vorgehensweise

3.3 Auswahl der Universitäten

3.4 Die Frequenzanalyse

3.4.1 Vorbetrachtung/Überblick

3.4.2 Die Wertschätzung der Vielfalt der Lernenden

3.4.2.1 Die Auffassung der inklusiven Bildung

3.4.2.2 Die Sichtweise der Vielfalt der Lernenden

3.4.3 Die Unterstützung aller Lernender

3.4.3.1 Die Förderung das akademischen, sozialen und emotionalen Lernens aller Lernender

3.4.3.2 Effektive Ansätze des Lehrens in heterogenen Klassen

4 Auswertung der Ergebnisse

4.1 Die Vorbetrachtung/Überblick

4.2 Die Wertschätzung der Vielfalt der Lernenden

4.2.1 Die Auffassung der inklusiven Bildung

4.2.2 Die Sichtwese der Vielfalt der Lernenden

4.3 Die Unterstützung aller Lernender

4.3.1 Die Förderung das akademischen, sozialen und emotionalen Lernens aller Lernenden

4.3.2 Effektive Ansätze des Lehrens in heterogenen Klassen

4.4 Die Berücksichtigung des Profils für inklusive Lehrerinnen und Lehrer

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Masterarbeit untersucht, inwieweit die Studiengänge und Veranstaltungsangebote für das Lehramt Grundschule an ausgewählten deutschen Universitäten die Kompetenzanforderungen des "Profils für inklusive Lehrerinnen und Lehrer" der Europäischen Agentur für Entwicklungen in der sonderpädagogischen Forschung berücksichtigen. Ziel ist es, den Grad der inklusionsorientierten Lehrerbildung anhand einer Frequenzanalyse von Studienordnungen, Prüfungsordnungen und Modulhandbüchern zu evaluieren und Hypothesen zur Umsetzung dieser Kompetenzbereiche zu prüfen.

  • Entwicklung des Sonderschulwesens und historische Aspekte der Lehrerbildung
  • Analyse des Kompetenzprofils für inklusive Lehrerinnen und Lehrer (Agency, 2012)
  • Empirische Frequenzanalyse von universitären Curricula
  • Vergleichende Untersuchung der Wertschätzung von Diversität
  • Evaluation der Ausbildung für inklusive Unterrichtsansätze

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Die Entwicklung von Inklusion

Vor 20 Jahren tauchte neben dem Begriff der Integration auch der Begriff Inklusion auf. Zeitweise wurden diese beiden Bezeichnungen synonym verwendet, da „Inklusion […] schlichtweg als Übersetzung von Integration im englischen Sprachraum“ (Hinz 2002, S. 354) galt. Beide Termini lassen sich jedoch auch klar voneinander abgrenzen. Inklusion wird als „konzeptionelle Weiterentwicklung“ (ebd.) der Integration gesehen.

In Abbildung 1 (S. 14) ist der Verlauf dieser Entwicklung dargestellt. Dabei ist zu beachteten, dass es sich um die potentielle und nicht die chronologische Entwicklung handelt, d.h. in der heutigen Gesellschaft wie auch im Bildungssystem sind sowohl Exklusion, Separation, Integration und Inklusion vertreten. In Bezug auf das deutsche Bildungssystem wird im Folgenden die Grafik näher erläutert und mit Beispielen belegt.

In der Phase der Exklusion werden Kinder und Jugendliche, welche den schulischen Anforderungen der allgemeinbildenden Schule nicht gerecht werden, vom Unterricht ausgeschlossen (vgl. Sander 2004, S. 242). Ihnen wird die Teilnahme an der Bildung untersagt. Die zweite Phase die Separation, oder auch Segregation, „gewährt allen Kindern [und Jugendlichen] Zugang zu Erziehung und Bildung, jedoch in voneinander abgegrenzten Orten“ (ebd.), den Förderschulen. In der Entwicklungsstufe der Integration „geht [man] von der Zwei-Gruppen-Theorie aus und integriert ausgewählte Personen in den Allgemeinen Schulen“ (ebd.). Die Inklusion als letzte Stufe, „geht von dem selbstverständlichen Vorhandensein der Verschiedenheit in der Gemeinschaft aus“ (ebd.). Das bedeutet, dass alle Schülerinnen und Schüler „unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Herkunft, Hautfarbe, ihrem Migrationshintergrund, ihrer Eigenschaften und Zuschreibungen, ihren sexuellen oder anderen Orientierungen, ihren sozialen, ökonomischen oder kulturellen Benachteiligungen, ihrer Religion oder Behinderung“ (Reich 2012, S. 7) gemeinsam und nach ihren individuellen Bedürfnissen unterrichtet werden. Daraus ergibt sich folgende Definition von Inklusion:

„Inklusion bedeutet, allen Menschen, unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen und Begabungen auf der Basis von Selbstbestimmungen und Freiwilligkeit den gleichberechtigten Zugang zu allgemeinen, materiellen und immateriellen Gütern, sowie allgemeinen Dingen der Gesellschaft und die Teilhabe am gemeinschaftlichen Leben zu ermöglichen bzw. zu sichern“ (Niediek 2010, S. 78).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die rechtlichen Grundlagen der Inklusion dar und motiviert die Untersuchung durch eine persönliche Beobachtung schulischer Praxis, die Defizite in der Vorbereitung von Lehrkräften auf inklusive Settings verdeutlicht.

2 Thematischer Rahmen: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss der Sonderschulentwicklung in Deutschland und definiert zentrale Begriffe der Inklusion sowie der Lehrerbildung, basierend auf dem Kompetenzprofil der Europäischen Agentur.

3 Methodisches Vorgehen: Hier wird das methodische Design der Arbeit beschrieben, welches die Auswahl der Universitäten und die Durchführung einer Frequenzanalyse von Studienordnungen und Modulhandbüchern zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen umfasst.

4 Auswertung der Ergebnisse: Dieser Abschnitt präsentiert die detaillierte Frequenzanalyse der untersuchten Dokumente an der Universität des Saarlandes und der Universität Siegen und wertet diese im Hinblick auf die Einhaltung des Kompetenzprofils aus.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach beide untersuchten Hochschulen das Kompetenzprofil nur in sehr geringem Maße berücksichtigen, was den Bedarf für eine Erweiterung der inklusiven Grundschullehrkräfteausbildung unterstreicht.

Schlüsselwörter

Inklusion, Lehrerbildung, Grundschullehramt, Kompetenzprofil, Diversität, Heterogenität, Studienordnung, Modulhandbuch, Frequenzanalyse, Inklusive Bildung, Schulentwicklung, Teilhabe, Lehrkräfteausbildung, sonderpädagogischer Förderbedarf, Bildungsgerechtigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und wie die Kompetenzanforderungen für inklusive Lehrkräfte, wie sie im europäischen Kompetenzprofil formuliert sind, in der universitären Ausbildung für das Grundschullehramt in Deutschland verankert sind.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung des Sonderschulwesens, die theoretische Fundierung von Inklusion, die Analyse universitärer Studienstrukturen sowie die professionelle Vorbereitung von Lehrkräften auf heterogene Lerngruppen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die wissenschaftliche Evaluation, inwieweit die Curricula (Studien- und Prüfungsordnungen, Modulhandbücher) der Lehrerausbildung an ausgewählten Universitäten die Anforderungen an ein inklusives Lehrerprofil erfüllen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine Frequenzanalyse (Häufigkeitsanalyse) qualitativer Textstrukturen in den Modulkatalogen und Ordnungen der Universitäten des Saarlandes und Siegen durchgeführt, um Treffer mit festgelegten inklusionsorientierten Schlagworten zu ermitteln.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit dem thematischen Rahmen, dem methodischen Vorgehen und der detaillierten Auswertung der Dokumente, wobei die Ergebnisse anhand verschiedener Kompetenzbereiche (z.B. Wertschätzung von Vielfalt, Unterstützung aller Lernenden) strukturiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Inklusion, Lehrerbildung, Grundschullehramt, Heterogenität, Kompetenzprofil und Frequenzanalyse charakterisieren.

Wie schneidet die Universität des Saarlandes im Vergleich ab?

Die Universität des Saarlandes zeigt ansatzweise inklusive Strukturen, besonders im Wahlpflichtbereich "Deutsch als Zweitsprache/Umgang mit Heterogenität", weist jedoch insgesamt deutliche Defizite hinsichtlich der systematischen Verankerung inklusiver Inhalte auf.

Was schlussfolgert die Autorin für die Universität Siegen?

Die Untersuchung der Unterlagen der Universität Siegen ergibt keine stichhaltigen Belege für eine systematische Implementierung der inklusiven Kompetenzanforderungen, weshalb die Vorbereitung auf die Arbeit in heterogenen Klassen als mangelhaft bewertet wird.

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Details

Title
Inklusionsorientierte Lehrerbildung. Berücksichtigten Studiengänge und Veranstaltungsangebote das Profil für inklusive Lehrer und Lehrerinnen?
College
University of Erfurt
Grade
1,7
Author
Stefanie Hädrich (Author)
Publication Year
2014
Pages
115
Catalog Number
V366952
ISBN (eBook)
9783668457119
ISBN (Book)
9783668457126
Language
German
Tags
inklusionsorientierte lehrerbildung inwiefern studiengänge veranstaltungsangebote profil lehrer lehrerinnen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Hädrich (Author), 2014, Inklusionsorientierte Lehrerbildung. Berücksichtigten Studiengänge und Veranstaltungsangebote das Profil für inklusive Lehrer und Lehrerinnen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366952
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