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Feministische Geographien. Eine kritische Auseinandersetzung mit einer androzentrischen Wissenschaft

Title: Feministische Geographien. Eine kritische Auseinandersetzung mit einer androzentrischen Wissenschaft

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 9 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Earth Science / Geography - History of Geography
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Ziel der Hausarbeit ist es, einen groben Überblick über die feministische Perspektive in der Geographie zu geben: Angefangen bei der Entstehung feministischer Perspektiven in der deutschen Geographie hin zur Erläuterung des Konzepts feministischer Geographien mit Hilfe einer Begriffsklärung von „Geschlecht“ und „Raum“ sowie dazugehörigen Zielen. Im Anschluss daran finden die Überlegungen zu Gender und Geschlecht von der Philosophin Judith Butler Gehör, welche auch die deutsche feministische Theorie beeinflusst haben. Zuletzt soll eine abschließende Kritik an der feministischen Geographie unter Berücksichtigung Judith Butlers geübt werden. Außerdem soll im Laufe der Hausarbeit die Leitfrage „Wie haben sich feministische Perspektiven im Laufe der Zeit in Deutschland verändert?“ beantwortet werden.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entstehung feministischer Perspektiven in Deutschland

3 Konzepte und Ziele feministischer Geographien

3.1 Abgrenzung Frauenforschung und Feministische Forschung

3.2 Gender und Raum

3.3 Ziele feministischer Geographien

4 Judith Butlers Überlegungen zu Gender

5 Kritische Betrachtung des Konzepts

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über die Entwicklung und die theoretischen Konzepte feministischer Geographien im deutschsprachigen Raum zu geben, um die Leitfrage nach dem zeitlichen Wandel dieser Perspektiven zu beantworten.

  • Historische Entwicklung feministischer Forschung in der Geographie
  • Grundlegende Begriffsklärungen zu Geschlecht und Raum
  • Einfluss der Gender-Theorie von Judith Butler auf die Geographie
  • Kritische Reflexion der Konzepte und ihrer Zielsetzungen

Auszug aus dem Buch

Judith Butlers Überlegungen zu Gender

Ein besonders wichtiger Einfluss auf feministische Perspektiven in der Geographie entstammt der poststrukturalistischen Gender-Theorie Judith Butlers. Judith Butler ist eine amerikanische Philosophin, die sich in ihren Arbeiten intensiv mit Themen wie Identität, Gender und Sexualität beschäftigt hat und darin die klassische feministische Theorie kritisiert (HUBBARD und KITCHIN 2010, S. 24). Butlers Theorie war außerdem Beginn eines sehr starken Einflusses englischsprachiger Werke auf die deutschen Sozialwissenschaften (ebd., S. 26).

Ihr 1991 erschienenes Werk „Das Unbehagen der Geschlechter“ (Original: „Gender Trouble, 1990) hat die Ende der 1980er Jahre stattfindende Diskussion zu Gender neu eröffnet. Butler kritisiert darin das Sex-/Gender-Konzept, welches für sie nur eine Scheinlösung dafür sei, Geschlechterverhältnisse angemessen zu beschreiben. Sie geht davon aus, dass die Unterscheidung in Sex und Gender und die dazugehörigen Überlegungen zu Männlichkeit und Weiblichkeit die bestehende natürliche Zweigeschlechtlichkeit zusätzlich reproduziere (HUBBARD und KITCHIN 2010, S. 24). Sie stellt in Frage, dass männliche und weibliche Geschlechtsidentitäten gleichermaßen mit einem männlichen oder weiblichen Körper verbunden sind. Dabei kann Männlichkeit auch einem weiblichen Körper entstammen (ebd.). Außerdem kann die Gruppe „Frau“ nicht homogenisiert werden, wie es im Gender-Konzept der Fall ist. Eine homogene Gruppe „Frau“ gibt es demnach nicht, da Frauen u.a. durch zunehmende Individualisierung nicht durch gleiche Interessen, Erfahrungen und Probleme gekennzeichnet seien. Für Butler existieren „so viele Geschlechter, wie es Menschen gibt“ (WASTL-WALTER 2010, S. 25).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der feministischen Geographie ein und erläutert die Problematik einer androzentrischen Wissenschaft.

2 Entstehung feministischer Perspektiven in Deutschland: Das Kapitel zeichnet die historische Genese der feministischen Forschung in der deutschen Geographie in zwei Phasen nach.

3 Konzepte und Ziele feministischer Geographien: Hier werden theoretische Grundlagen wie die Abgrenzung zur Frauenforschung, die Konstruktion von Geschlecht und Raum sowie die zentralen Ziele der Disziplin dargelegt.

4 Judith Butlers Überlegungen zu Gender: Dieses Kapitel erläutert den Einfluss von Butlers poststrukturalistischer Theorie und ihre Kritik am traditionellen Sex-/Gender-Konzept.

5 Kritische Betrachtung des Konzepts: Es werden interne und externe Kritikpunkte an der feministischen Geographie, wie etwa die Gefahr einer „umgekehrten Geschlechtsblindheit“, diskutiert.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Entwicklung von der Frauenforschung zur Gender- und Queer-Forschung zusammen und betont die Notwendigkeit einer dauerhaften Reflexion.

Schlüsselwörter

Feministische Geographie, Androzentrismus, Gender, Raumkonstruktion, Frauenforschung, Judith Butler, Poststrukturalismus, Zweigeschlechtlichkeit, Intersektionalität, Geschlechterrollen, Performativität, Stadtgeographie, Institutionelle Abwehr, Sozialgeographie, Queer-Forschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung, den Zielen und der theoretischen Fundierung der feministischen Perspektiven innerhalb der geographischen Wissenschaften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle des Geschlechts und des Raums, die Kritik an Androzentrismus sowie die methodische und theoretische Weiterentwicklung hin zur Gender- und Queer-Forschung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, einen Überblick über feministische Perspektiven in der Geographie zu geben und zu analysieren, wie sich diese im Zeitverlauf in Deutschland verändert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit fachwissenschaftlichen Theorien und Debatten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Entstehung in Deutschland, zentrale theoretische Konzepte, den Einfluss von Judith Butler sowie eine kritische Reflexion des Fachbereichs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Feministische Geographie, Gender, Raum, Geschlechterkonstruktion und die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Machtstrukturen.

Warum spielt das „Sex-/Gender-Konzept“ eine wichtige Rolle in der Arbeit?

Es dient als theoretischer Ausgangspunkt, um die Entwicklung von einer einfachen Trennung biologischer und sozialer Geschlechter hin zu einem komplexeren, konstruktivistischen Verständnis zu verdeutlichen.

Was kritisiert Judith Butler konkret an der feministischen Forschung?

Butler kritisiert vor allem die Homogenisierung der Gruppe „Frau“ und die Tendenz, durch eine einseitige Konzentration auf ein Geschlecht lediglich bestehende Zweigeschlechter-Strukturen zu reproduzieren.

Was ist mit dem Begriff „umgekehrte Geschlechtsblindheit“ gemeint?

Dieser Begriff beschreibt die Kritik, dass feministische Forschung manchmal denselben Fehler begeht wie die männerzentrierte Wissenschaft, indem sie sich einseitig auf nur ein Geschlecht konzentriert und damit andere ausblendet.

Wie hat sich das Verständnis des Raumes in der feministischen Geographie gewandelt?

Die Sichtweise wandelte sich von der Annahme eines geodeterminierten Containerraums hin zu einem konstruktivistischen Verständnis, in dem Raum als relational und durch menschliches Handeln produziert begriffen wird.

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Details

Title
Feministische Geographien. Eine kritische Auseinandersetzung mit einer androzentrischen Wissenschaft
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Geographisches Institut)
Course
Seminar Humangeographie I
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
9
Catalog Number
V366997
ISBN (eBook)
9783668456808
ISBN (Book)
9783668456815
Language
German
Tags
Feministische Theorie Judith Butler Geographie Feministische Geographie Gender Raum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Feministische Geographien. Eine kritische Auseinandersetzung mit einer androzentrischen Wissenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366997
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