Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Methode der Befragung in der Marktforschung, die für eine qualitative Datenerhebung erforderlich ist. Daher ist es wichtig, dass man Ziele definiert, Vor-und Nachteile der Befragungen sowie Varianten kennt.
Nach der Einleitung werden im ersten Abschnitt dieser Hausarbeit die konzeptionellen Grundlagen thematisiert. Die Befragungsformen, Befragungstaktiken und die Stichprobenauswahl werden detailliert herausgearbeitet. Im zweiten Teil wird die Konstruktion der Befragung analysiert. Hier wird ein Einblick in die Vorgehensweise und den Aufbau eines Fragebogens verschafft. Im letzten Teil dieser Hausarbeit wird auf die methodischen Probleme der Befragung eingegangen. Dieser Abschnitt erläutert die Störeinflüsse einer Datenerhebung sowie den Einfluss auf den Befragten und das Interviewer-Verhalten. Zum Schluss wird im Fazit die Ausarbeitung der Hausarbeit zusammengefasst.
Die am häufigsten angewandten Methoden in der Kommunikationswissenschaft sind: Befragungen, Beobachtungen und Inhaltsanalysen. Die Befragung ist die gängigste Methode zur Datenerhebung in den empirischen Sozialwissenschaften. Von einer Befragung wird gesprochen, wenn von Personen Aussagen verlangt werden. Für den Marktforscher hat die Befragung die größte Bedeutung in allen möglichen Aktivitäten. Sie ist das wichtigste Instrument. Durch die Datenerhebung erzielt die Marktforschung systematische Informationen, Meinungen, Verhaltensweisen und Wissen von Individuen. Es werden subjektive Erfahrungen der Testpersonen aufgenommen. Die Repräsentativität der Befragungsdaten hängt von der Befragungsgesamtheit ab. In den letzten 50 Jahren wurde die Befragung in der Literatur umfassend dargestellt. Die immer neueren, technologischen, methodologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen über die Zeit sind der Grund dafür.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Konzeptionelle Grundlagen
2.1 Definition des Begriffs Befragung
2.1.1 Mündliche Befragung
2.1.2 Schriftliche Befragung
2.1.3 Telefonische Befragung
2.1.4 Online-Befragung
2.2 Definition des Begriffs Befragungstaktik
2.2.1 Direkte und indirekte Befragung
2.2.2 Offene/ geschlossene Fragestellung
2.2.3 Grad der Standardisierung
2.3 Definition des Begriffs Stichprobenauswahl
2.3.1 Zufallsauswahlverfahren
2.3.2 Nicht-Zufallsauswahlverfahren
2.3.3 Schneeballverfahren
3 Konzeption der Befragung
3.1 Vorgehensweise
3.2 Aufbau des Fragebogens
4 Methodische Probleme der Befragung
4.1 Interview als soziale Situation
4.2 Interviewer-Einfluss
4.3 Situationseffekte
4.4 Antwortverfälschungen
4.4.1 Zustimmungstendenz
4.4.2 Ausweichtendenz
4.4.3 Erwünschte soziale Tendenz
4.5 Validität und Reliabilität
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der Befragung als zentrale empirische Methode in der Marktforschung. Ziel ist es, die verschiedenen Befragungsformen, Taktiken und Stichprobenverfahren sowie die damit verbundenen methodischen Herausforderungen und Störfaktoren zu analysieren.
- Grundlagen der Befragung als Datenerhebungsmethode
- Differenzierung zwischen Befragungsformen (mündlich, schriftlich, telefonisch, online)
- Kriterien für die Stichprobenauswahl und Durchführung
- Strukturierung von Fragebögen
- Methodische Störfaktoren wie Interviewer-Einfluss und Antwortverfälschungen
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition des Begriffs Befragung
Eine treffend formulierte Definition zur Befragung liefert das Gabler Wirtschaftslexikon:
Die Befragung ist eine „Informationsgewinnungsmethode zur Erhebung von Daten. Gegenstand von Befragungen ist z. B. die Gewinnung von Informationen über bisheriges Kaufverhalten, zukünftiges Verhalten sowie über Einstellungen und Motive der Befragten“. 3
Im wissenschaftlichen Kontext bei der Befragung müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:4
• Verständnis: Die gestellten Fragen müssen inhaltlich verständlich sein und gleich erfasst werden.
• Keine Suggestivität: Fragen sollten nicht von vornherein eine bestimmte Antwort nahelegen.
Bei Befragungen wird eine repräsentative Zielgruppe ausgewählt, in der zu bestimmten Fragen Informationen erhoben werden. Meinungen, Einstellungen, Wissen und Wertvorstellungen werden erfasst.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Befragung als gängigste Methode der empirischen Sozialforschung ein und skizziert den Aufbau der Hausarbeit.
2 Konzeptionelle Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Befragungsformen, Befragungstaktik und Stichprobenauswahl und grenzt diese voneinander ab.
3 Konzeption der Befragung: Hier werden der praktische Prozess einer Befragung von der Vorbereitung über die Durchführung bis zur Auswertung sowie die strukturierte Erstellung eines Fragebogens erläutert.
4 Methodische Probleme der Befragung: Dieses Kapitel behandelt Störfaktoren wie soziale Situationseffekte, Interviewer-Einflüsse und verschiedene Formen der Antwortverfälschung.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Befragungen kritisch zu reflektieren, da die Ergebnisse durch diverse Einflüsse leicht verfälscht werden können.
Schlüsselwörter
Befragung, Marktforschung, Datenerhebung, Stichprobenauswahl, Fragebogen, Interview, Antwortverfälschung, Validität, Reliabilität, soziale Erwünschtheit, Standardisierung, Interviewer-Einfluss, empirische Sozialforschung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Befragung als grundlegende Methode der empirischen Sozialforschung und Marktforschung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Befragungsformen, Taktiken der Durchführung, Strategien der Stichprobenauswahl sowie die Fehlerquellen und methodischen Gütekriterien.
Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?
Ziel ist es, einen Überblick über die theoretischen Grundlagen und die praktischen Herausforderungen bei der Durchführung von Befragungen zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Aufarbeitung auf Basis von Fachliteratur zur empirischen Forschung und Methodik.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinitionen, die Konzeption einer Befragung (Vorgehensweise und Fragebogenaufbau) sowie die kritische Analyse methodischer Probleme.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Befragung, Stichprobenauswahl, Antwortverfälschung, Validität und Reliabilität.
Warum spielt die Anonymität bei Online-Befragungen eine große Rolle?
Anonymität reduziert den Einfluss der sozialen Erwünschtheit, da sich die befragte Person nicht unter Druck fühlt und somit ehrlicher antworten kann.
Was unterscheidet das Zufallsauswahlverfahren vom Nicht-Zufallsauswahlverfahren?
Beim Zufallsauswahlverfahren hat jedes Mitglied der Grundgesamtheit eine berechenbare Wahrscheinlichkeit, in die Stichprobe zu gelangen, während beim Nicht-Zufallsauswahlverfahren die Auswahl bewusst oder willkürlich erfolgt.
Wie beeinflusst der Interviewer das Ergebnis?
Interviewer können durch ihre eigene Persönlichkeit, Kommentare oder nonverbale Signale (Mimik/Gestik) das Antwortverhalten der befragten Person unbewusst steuern.
- Quote paper
- Kübra Deveci (Author), Kim Komnenic (Author), 2015, Methoden und Varianten von Befragungen und ihr Zusammenhang mit der qualitativen Datenerhebung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367001