Die Entwicklung des Zionismus bis zur Staatsgründung Israels


Facharbeit (Schule), 2016

11 Seiten, Note: sehr gut


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen
2.1. Definition „Zionismus“
2.2. Geographische Lage und allgemeine Informationen zu Israel

3. Die Entwicklung des Zionismus
3.1. Geburtsstunde des Zionismus
3.1.1. Der Zionismus als politische Bewegung
3.2. Der Kulturzionismus
3.3. Der Zionismus und die arabische Frage

4. Der Weg zum eigenen Staat
4.1. Die Bevölkerungsentwicklung zu Beginn des 20. Jahrhunderts
4.2. Die Briten im Heiligen Land
4.2.1. Der erste Weltkrieg
4.2.2. Der Weg ins Heilige Land
4.2.3. Der zweite Weltkrieg und der UN- Teilungsplan
4.3. Die Proklamation des Staates Israels
4.3.1. Die Proklamation
4.3.2. Unabhängigkeitskrieg

5. Schlussbetrachtung

6. Anhang

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Im Rahmen der Facharbeit wird auf die Entwicklung des Zionismus bis hin zur Staatsgründung Israels genauer eingegangen. Die zentrale Frage, die mithilfe geeigneter Fachliteratur genauer untersucht wird, lautet, welche Auswirkungen die Entwicklung des Zionismus und die Auseinandersetzungen zwischen den Juden und Arabern im Heiligen Land auf dem Weg zum Staate Israel hatten. Die Motivation hinter dieser Fragestellung sind die vielen unterschiedlichen Berichterstattungen über die heute immer noch vorhanden Auseinandersetzungen in Israel und das fehlende Hintergrundwissen über die Entstehung und Entwicklung des Landes. Diese Informationen sind wichtig, um die heutigen Konflikte nachvollziehen und verstehen zu können, warum beide Völker das Land für sich selber beanspruchen.

2. Grundlagen

2.1. Definition „Zionismus“

Der Begriff Zionismus bezeichnet eine jüdische Bewegung, die zum Ziel hatte, einen eigenen Staat für die Juden zu schaffen.[1] Andere Autoren beziehen den Ursprung des Zionismus auf die Herkunft des Wortes „Zion“. Zion beschreibt eine auf einer Anhöhe gelegene Burg in Jerusalem. Jedoch geht auch Gohlke auf die nationalistische-ideologische Bewegung ein, die die Gründung eines eigenen jüdischen Staates anstrebte.[2]

2.2. Geographische Lage und allgemeine Informationen zu Israel

Israel hat eine Fläche von 22.145 km² und ist somit etwa halb so groß wie die Schweiz. An Israel grenzen Länder wie Libanon im Norden, Syrien im Nordosten, Jordanien im Osten und Ägypten im Südwesten. Die Hauptstadt Israels ist Jerusalem. Die Sprachen Hebräisch und Arabisch sind die offiziellen Amtssprachen. Die Bevölkerung setzt sich aus Arabern, Israeliten, Palästinensern, Türken und Armeniern zusammen.[3] Israel ist somit ein sehr vielseitig bevölkertes Land.

3. Die Entwicklung des Zionismus

3.1. Geburtsstunde des Zionismus

Unabhängig davon, in welchen Teilen der Erde sich die Juden befanden, verloren sie jedoch nie die Verbundenheit zu ihrem eigentlichen Heimatland, welches sie Israel nannten.[4] "Wenn ich dich je vergesse, Jerusalem, dann soll mir die rechte Hand verdorren".[5] Ende des 19.Jh. gaben sich die Juden jedoch nicht mehr mit dieser Verbundenheit zufrieden. Sie wollten ihren eigenen Staat in dem Land, dass die Römer als Bestrafung Palästiner genannt hatten.[6] Aufgrund dieser Forderung gründete Theodor Herzl den politischen Zionismus.[7]

3.1.1. Der Zionismus als politische Bewegung

„Die(se) Bewegung forderte ab 1897 eine >>öffentlich- rechtlich gesicherte Heimatstätte in Palästina<< für das jüdische Volk.“[8] Diese Forderungen gingen zurück auf Versprechungen Großbritanniens im Ersten Weltkrieg, dass die Juden einen eigenen Staat bekämen. Jedoch waren sie nicht die einzigen, die solche Versprechungen erhielten. Diese widersprüchlichen Versprechungen liegen dem Nahostkonflikt zugrunde. In Palästina kam es immer mehr zu großen Zusammenstößen zwischen Juden und Arabern, da die jüdische Einwanderung im Laufe der Jahre immer größer wurde. Einen besonders starken Zuwachs der jüdischen Bevölkerung gab es 1933 in Folge des immer mehr aufkommenden Antisemitismus in Deutschland.[9]

Die zunehmende Verfolgung von Juden war ein auschlaggebender Grund für die fortschreitende Radikalisierung der zionistischen Bewegung. Vermehrt bildeten sich jüdische Untergrundgruppen, die unter Einsatz von Gewalt ihre Ideale zum Ausdruck bringen wollten. Im Zuge dessen proklamierte David Ben Gurion den Staat Israel am 14. Mai 1948.[10]

3.2. Der Kulturzionismus

Im Gegensatz zu Herzls politischem Zionismus, befasste sich der unter dem Pseudonym bekannte Achat Ha’am mit der Erhaltung der jüdischen Kultur und sorgte so für eine zweite Form des Zionismus, die andere Ideale aufwies.[11] „Herlz wollte einen Judenstaat, Ha’am einen jüdischen Staat.“[12] Herzls Judenstaat hatte mit jüdischen Kultur wenig zu tun. Ihm ging es zwar um jüdische Bewohner, jedoch verfolgte er einen anderen Staatsaufbau als unter Juden üblich. Israel sollte ein moderner Sozialstaat sein, der wie in Europa typische Strukturen aufwies. Ha’am dagegen legte seinen Fokus auf konservative jüdische Werte. Die jüdische Religion wie er sie kannte, sollte erhalten bleiben. Außerdem kritisierte er, dass sich die ebenfalls in Israel lebende arabische Bevölkerung nicht so einfach mit Herzls Plänen des Sozialstaates abfinden würde.[13]

Am Beispiel des politischen und Kulturzionismus zeigt sich, dass die zionistischen Grundsätze immer wieder korrelierten, was zu keinem einheitlichen Staat führen konnte. Ein einheitliches israelisches Bild konnte somit nach außen hin nicht existieren.

3.3. Der Zionismus und die arabische Frage

Nicht nur innerhalb der Zionisten kam es zu Kontroversen, sondern auch zwischen den Arabern und den Juden. 1921 kam es zu blutigen Ausschreitungen, die die Zionisten auf die Arabische Frage zurückkommen ließen. Die Zionisten mussten sich von nun an auf die arabische Welt einlassen und deren Vorstellungen vom Leben in Palästina entgegenkommen. Die gegenseitige Achtung und das Leben in Eintracht war von immenser Bedeutung um den Frieden wieder herzustellen. Dazu erließen sie eine Erklärung im Zionisten Kongress 1921. Doch wieder korrelierten die Meinungen der Zionisten und die Erklärung wurde viel diskutiert. Jedoch wurde in den Auseinandersetzungen deutlich, dass umso mehr es um politische Fragen und eigenen Boden in Palästina ging, wurde der Streit mit den Arabern umso größer.[14] Hier wird deutlich, dass Ha’am’s Kritik nicht unbegründet war. Die Araber waren mit Herzls politischem Zionismus ganz und gar nicht einverstanden und so kam es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Arabern und Juden. Ging es jedoch mehr um kulturelle Fragen wie der Erhaltung des Judentums als Kultur, wurden die Auseinandersetzungen weniger.

[...]


[1] (vgl. Duden, 2016)

[2] (vgl. Gohlke, 2016)

[3] (vgl. Ellen, 2006)

[4] (vgl. Brenner, 2016)

[5] (Brenner, Behörde für politische Bildung, 2016)

[6] (vgl. Brenner, 2016)

[7] (vgl. Ellen, 2006)

[8] (Ellen, 2006)

[9] (vgl. Ellen, 2006)

[10] (vgl. Ellen, 2006)

[11] (vgl. Brenner, Behörde für politische Bildung, 2016)

[12] (vgl. Brenner, Behörde für politische Bildung, 2016)

[13] (vgl. Brenner, Behörde für politische Bildung, 2016)

[14] (vgl. Siegemund, 2016)

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Die Entwicklung des Zionismus bis zur Staatsgründung Israels
Note
sehr gut
Autoren
Jahr
2016
Seiten
11
Katalognummer
V367052
ISBN (eBook)
9783668456952
ISBN (Buch)
9783668456969
Dateigröße
518 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklung, zionismus, staatsgründung, israels
Arbeit zitieren
Corinna Dörr (Autor)Till Schapdick (Autor), 2016, Die Entwicklung des Zionismus bis zur Staatsgründung Israels, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367052

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