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Wenn einer eine Reise tut... Pierre Lotis "Nach Isfahan" als Spiegel seiner Zeit

Título: Wenn einer eine Reise tut... Pierre Lotis "Nach Isfahan" als Spiegel seiner Zeit

Trabajo de Seminario , 2015 , 25 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Sebastian Eccius (Autor)

Ciencias Culturales - Otros
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Diese Arbeit beschäftigt sich damit, wer Pierre Loti war, welche Umstände seine Reise nach Isfahan begründeten und wie europäisch das Bild war, welches Loti von Persien hatte und prägte. Wir werden uns dazu mit seinem Werdegang beschäftigen, peripher mit einigen anderer seiner Werke, mit seiner Zeit, mit seinem Land und seinen Landsleuten. Als Vergleich werden wir auch kurze Blicke in die Reiseberichte anderer Autoren werfen, nicht nur Franzosen, sondern auch jenen, die sich nicht nur mit Persien beziehungsweise dem Orient beschäftigten.

Im 19. und 20. Jahrhundert erlebte das Genre der Reiseberichte eine regelrechte Blütezeit. Menschen reisten in verschiedenen Funktionen, ihre Berichte erreichten eine wachsende Leserschaft, die selbst nicht reisen konnte, sich aber aus diesen Berichten ein Bild fremder Orte, gar fremder Welten und neuer Zivilisationen bildete.

Bilder vom Orient und vom Fernen Asien entstanden, von Amerika und den Inselwelten im Pazifik, manchmal wertvolle Spiegel der eigenen Welt, manchmal wertvolle wissenschaftliche Einsichten, manchmal einfach nur unterhaltend. Eines dieser Bilder, ob nun korrekt oder nicht, wurde von einem gewissen Pierre Loti geprägt. Im April des Jahres 1900 reiste er ins damals persische (heute iranische) Isfahan, schrieb seine Erfahrungen und Gedanken auf und publizierte sie 1903 und 1904 erstmals in der französischen Zeitung "Revue des Deux Mondes". Auch wenn seine Erfahrungen eher im französischen Sprachraum rezipiert sind und werden, so ist er doch wichtig für die Betrachtung eines europäischen Bildes vom Orient.

Die Hauptfragen sind also wie folgt zu stellen:
– Wer war Pierre Loti?
– Wie europäisch, beziehungsweise westlich ist sein Orientbild?
– Wie passt es in seine Zeit, sowohl literarisch, als auch stilistisch, und in die 'Bilder von der Ferne', welche von anderen Autoren etabliert wurden?
– Und vor allem: Was können wir aus diesen Bildern über uns und andere lernen?

Die Frage, ob nun sein Bild oder die Bilder seiner Kollegen korrekt sind oder nicht, wird hier bewusst ausgeklammert. Es ist nicht meine Angelegenheit, darüber zu urteilen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Wenn einer eine Reise tut…

Pierre Lotis Nach Isfahan als Spiegel seiner Zeit?

Akt I: Pierre Lotis Lebenslauf und Werdegang

Akt I, Szene I: Veröffentlichungsgeschichte und Inhalt

Akt II: Charakterliches und Stilistisches über Loti

Akt II, Szene 1: Meinung eines Zeitgenossen

Akt II, Szene 2: Loti und der Naturalismus

Akt II, Szene 3: Eindruck des Verfassers

Akt III: Europäische Betrachtungsweisen

Akt III, Szene I: Erste Frage – was ist der Orient? Und was ist Orientalismus?

Akt III, Szene II: Zweite Frage – Was heißt das im Bezug auf Lotis Nach Isfahan?

Akt III, Szene III: Dritte Frage – was heißt das für andere?

Akt IV: Ist denn Loti nun ein "Sohn seiner Zeit"?

Tropes der Moderne

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht das Werk "Nach Isfahan" des französischen Autors Pierre Loti, um zu analysieren, wie er den Orient wahrnahm, welche Rolle er dabei als europäischer Reisender einnahm und wie sich sein Orientbild in den zeitgenössischen Kontext der "Bilder von der Ferne" einfügt.

  • Biografische Einordnung von Pierre Loti
  • Stilistische Analyse von Lotis Reiseberichten
  • Diskurs über Orient und Orientalismus
  • Vergleichende Untersuchung europäischer Reiseberichte
  • Reflexion über die Konstruktion von Fremdbildern

Auszug aus dem Buch

Akt II, Szene 1: Meinung eines Zeitgenossen

Edmund Gosse, einer der Mitarbeiter an der Encyclopædia Britannica von 1911 und Zeitgenosse Lotis, beschrieb seinen Stil und auch in gewisser Weise die Person so:

At his best Pierre Loti was unquestionably the finest descriptive writer of the day. In the delicate exactitude with which he reproduced the impression given to his own alert nerves by unfamiliar forms, colors, sounds and perfumes, he was without a rival. But he was not satisfied with this exterior charm; he desired to blend with it a moral sensibility of the extremest refinement, at once sensual and ethereal. Many of his best books are long sobs of remorseful memory, so personal, so intimate, that an English reader is amazed to find such depth of feeling compatible with the power of minutely and publicly recording what is felt. In spite of the beauty and melody and fragrance of Loti's books his mannerisms are apt to pall upon the reader, and his later books of pure description were rather empty. His greatest successes were gained in the species of confession, half-way between fact and fiction, which he essayed in his earlier books. When all his limitations, however, have been rehearsed, Pierre Loti remains, in the mechanism of style and cadence, one of the most original and most perfect French writers of the second half of the 19th century.

Zusammenfassung der Kapitel

Wenn einer eine Reise tut…: Einleitung in die Thematik der Reiseberichte als Medium zur Vermittlung fremder Kulturen und Einführung in Pierre Lotis Persien-Expedition.

Pierre Lotis Nach Isfahan als Spiegel seiner Zeit?: Übergeordnete Fragestellung, ob Lotis Werk als Repräsentation seines zeitgenössischen Weltbildes dienen kann.

Akt I: Pierre Lotis Lebenslauf und Werdegang: Darstellung der Biografie und der beruflichen Laufbahn Lotis als Marineoffizier und Schriftsteller.

Akt I, Szene I: Veröffentlichungsgeschichte und Inhalt: Überblick über die Publikationshistorie von "Nach Isfahan" und den inhaltlichen Ablauf der beschriebenen Reise.

Akt II: Charakterliches und Stilistisches über Loti: Analyse des impressionistischen Schreibstils und der psychologischen Verfasstheit des Autors.

Akt II, Szene 1: Meinung eines Zeitgenossen: Einordnung Lotis durch zeitgenössische Literaturkritik am Beispiel von Edmund Gosse.

Akt II, Szene 2: Loti und der Naturalismus: Diskussion über die Einordnung Lotis in die literarische Strömung des Naturalismus mit märchenhaften Zügen.

Akt II, Szene 3: Eindruck des Verfassers: Reflexion über die eigene diplomatische Mission Lotis und die Wahrnehmung der Welt im Wandel.

Akt III: Europäische Betrachtungsweisen: Untersuchung der philosophischen und literarischen Rahmenbedingungen der Orientwahrnehmung um 1900.

Akt III, Szene I: Erste Frage – was ist der Orient? Und was ist Orientalismus?: Klärung der Begriffe Orient und Orientalismus unter Einbeziehung von Edward Saids Thesen.

Akt III, Szene II: Zweite Frage – Was heißt das im Bezug auf Lotis Nach Isfahan?: Analyse von Lotis romantisierender und verklärender Darstellung Persiens.

Akt III, Szene III: Dritte Frage – was heißt das für andere?: Vergleich von Lotis Stil mit anderen Reiseberichten wie der Novara-Expedition oder Alfons Gabriel.

Akt IV: Ist denn Loti nun ein "Sohn seiner Zeit"?: Zusammenfassende Einschätzung Lotis als "verlorener Mensch" seiner Ära, der eine Verbindung zur Moderne herstellt.

Tropes der Moderne: Fazit über die Bedeutung von Klischees und die propagandistische Komponente in der Konstruktion fremder Welten.

Schlüsselwörter

Pierre Loti, Nach Isfahan, Orient, Orientalismus, Reisebericht, Persien, Naturalismus, Europäische Wahrnehmung, Edward Said, Exotik, Identität, Fin de siècle, Tropes, Diplomatie, Kulturgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Reisebuch "Nach Isfahan" von Pierre Loti im Hinblick auf seine Funktion als Spiegel des europäischen Orientbildes um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Biografie Pierre Lotis, die literarische Einordnung seines Stils, die wissenschaftliche Debatte über den Orientalismus sowie der Vergleich mit anderen historischen Reiseberichten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, wie europäisch geprägt Loti in seinen Betrachtungen Persiens war und inwiefern er durch seinen Schreibstil Klischees und "Bilder von der Ferne" etablierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine textanalytische Vorgehensweise, wobei er biografische Daten mit zeitgenössischen Literaturkritiken verknüpft und diese in einen größeren historisch-kulturellen Diskurs einbettet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biografische Analyse, eine Untersuchung des Autors im Kontext des Naturalismus, eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Orientalismus-Begriff und einen vergleichenden Blick auf andere Reiseberichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Loti, Persien, Orientbild, Orientalismus, Naturalismus und Identität.

Wie unterscheidet sich Lotis Orientbild von dem Alfons Gabriels?

Während Loti einen stärker impressionistischen und romantisch-verklärenden Ansatz wählt, wird Gabriels Werk als eine Mischung aus wissenschaftlich-geografischem Interesse und der Pflege exotischer Klischees beschrieben.

Welche Bedeutung misst der Autor dem Konzept der "Tropes" bei?

Der Autor versteht "Tropes" als Instrumente oder "LEGO-Steine", die es Schreibenden ermöglichen, sich einem fremden Subjekt anzunähern und den Zugang für den Konsumenten durch bekannte Klischees zu erleichtern.

Wie bewertet der Verfasser Loti in Bezug auf unsere Zeit?

Er sieht Loti als eine Art "verlorenen Menschen" seiner Zeit, dessen Suche nach Sinn und Zugehörigkeit eine Parallele zu heutigen Generationen bildet, die ebenfalls nach Identifikation in einer komplexen Welt suchen.

Ist der Orient, den Loti beschreibt, historisch authentisch?

Der Autor lässt die Frage nach der tatsächlichen Korrektheit der Bilder bewusst aus, betont jedoch, dass Loti eine stark subjektive, romantische Sichtweise konstruierte, die eher seinem Bedürfnis nach einer "langsameren Welt" entsprang als der Realität vor Ort.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Wenn einer eine Reise tut... Pierre Lotis "Nach Isfahan" als Spiegel seiner Zeit
Universidad
University of Salzburg
Calificación
2
Autor
Sebastian Eccius (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
25
No. de catálogo
V367107
ISBN (Ebook)
9783668457638
ISBN (Libro)
9783668457645
Idioma
Alemán
Etiqueta
Pierre Loti Isfahan Orientalismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sebastian Eccius (Autor), 2015, Wenn einer eine Reise tut... Pierre Lotis "Nach Isfahan" als Spiegel seiner Zeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367107
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