Orientierungspraktikum am Gymnasium. Fächer Sport und Englisch


Praktikumsbericht / -arbeit, 2015

27 Seiten, Note: 1,3

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Überlegungen vor Praktikumsbeginn .. 3

2. Rahmenbedingungen des Praktikums .. 5

3. Unterrichtsbeobachtungen und Reflexion .. 8

4. Eigene Unterrichtsstunden .. 15

4.1 Rahmenbedingungen .. 15

4.2 Auswahl und Begründung des Themas .. 16

4.3 Lernziele .. 17

4.4 Methodisch-didaktische Entscheidungen und Begründungen .. 17

4.5 Reflexion der Unterrichtsstunde .. 19

4.6 Tabellarischer Verlaufsplan .. 20

5. Abschließende Reflexion zum Blockpraktikum .. 24

Literaturverzeichnis .. 26

1. Überlegungen vor Praktikumsbeginn

Wenn ich daran denke nun in mein erstes Praktikum zu gehen, dann sind meine Gedanken direkt bei meiner eigenen Schulzeit. Denn ich hatte einige sehr turbulente Erfahrungen während ich Schüler war. Durch die verschiedensten Umstände bin ich durch beinahe alle Schulformen gegangen. Nach der Grundschule mit einer Empfehlung aufs Gymnasium, anschließend ab der 9. Klasse auf die Realschule gewechselt und nach einem erfolgreichen Abschluss durfte ich das Fachabitur machen. Meine Hochschulreife habe ich erst nach einer Ausbildung zum Industriekaufmann und einiger Berufserfahrung in 10 monatiger Vollzeit nachgeholt.

Meine Erfahrungen mit Schule sind zum Einen sehr positiv, zum Anderen aber auch oft negativ gewesen. Dazu muss gesagt werden, dass ich am Ende meiner Schullaufbahn mich gerne zurückerinnere, denn diese Zeit war in vieler Hinsicht lehrreich, in Praxis und Theorie.

Am Anfang meiner Schulzeit waren mir meine Freunde oft wichtiger als der Unterricht. Der Unterricht selbst war nur ein Zwang für mich, der zum Leben dazu gehörte. Irgendwann in meiner Laufbahn habe ich angefangen die Schule ernst zu nehmen, was mir ermöglicht hat, dass ich heute studieren kann.

Insgesamt war meine Schullaufbahn aus meiner Sicht ein voller Erfolg, denn ich habe es geschafft habe, mich von der Realschule über die gymnasiale Oberstufe bis hin zum Studium hochzuarbeiten.

Zu den meisten Lehrern hatte ich ein gutes Verhältnis. Ich vermute es liegt daran, dass ich gute Noten schrieb und die meiste Zeit aufgepasste.

Ich hatte aber auch Zeiten, in denen ich oft Schwierigkeiten mit Lehrern hatte. Ich hielt sie, wie die meisten meiner MitschülerInnen, für Menschen, die uns den Unterrichtsstoff nur wegen ihres Gehalts, weitergaben, und es schien als ob sie immer versuchten mit den Ergebnissen unserer Arbeiten gut dazustehen. Wir glaubten, dass wir nur ein Job für die Lehrer waren und sie keinen Wert darauf legten, dass wir mit das Gelernte praktisch in unserem Leben anwenden könnten.

Das Lernen selbst machte mir nicht sehr viel Freude, auch wenn ich nicht viel lernen musste und das Zuhören im Unterricht ausreichte, um gute Noten zu erreichen. Auf Grund dessen, dass die Hausaufgaben oft kontrolliert wurden, musste ich diese machen, damit sich meine Gesamtnoten nicht durch eine fehlende Hausaufgabe verschlechterten.

In der Mittelstufe war ich eher durch meine guten Noten motiviert, als durch den Lernstoff, den ich erlernen konnte.

Die SchülerInnen brachten den Lehrern nur wenig Respekt entgegen und machten ihnen das Leben schwer. Bei einigen Lehrern fiel mir auf, dass sie am Ende ihrer Kräfte waren und eine Auszeit nötig gehabt hätten.

Für den Lehrerberuf habe ich mich erst sehr spät entschieden. Meine Erfahrungen in der Berufsschule während der Ausbildung hatten einen großen Einfluss darauf. Mir gefiel die Vorstellung jungen, motivierten Menschen wie wir es waren, etwas beizubringen und dafür auch noch Geld zu bekommen. In meinem zukünftigen Beruf wollte ich schon immer mit Jugendlichen arbeiten, aber auch meiner Leidenschaft für Sport und Englisch weiter nachgehen.

Dazu war es mir immer wichtig Werte zu vermitteln, andere Menschen zu unterstützen und ihnen zu helfen.

In meiner Berufsschulzeit bekam ich dann ein anderes Bild von Lehrern. Dazu trugen einige Lehrpersonen bei, die mich unterrichteten. Sie wurden zu meinen Vorbildern und inspirierten mich auch irgendwann so ein Lehrer zu werden wie sie. Durch diese Lehrpersonen, meine Freude am Sport und der englischen Sprache, hat sich mein Berufswunsch entwickelt.

Eine große Befürchtung ist jedoch, dass sich mein Berufswunsch durch das Praktikum nicht bestätigt und ich mich anschließend neu orientieren muss.

Ich befürchte, dass sich das Verhalten der Schüler gegenüber den Lehrern nicht gebessert, sondern eher verschlechtert hat und dass die meisten Lehrer keinen Respekt von Seiten der Schüler bekommen.

Ich stelle mir die Frage, inwieweit sich die SchülerInnen im Vergleich zu meiner Zeit entwickelt haben und inwiefern die Lehrer heute damit umgehen.

Meine Erwartungen an das Praktikum sind Folgende:

Ich möchte wissen, wie sich ein Lehrer in Situationen (Unterricht, Pause, Lehrerzimmer) verhält die unangenehm sind und wie er erfolgreich mit schlechtem Benehmen und Respektlosigkeit von Schülern umgeht. Welche Methoden nutzen Lehrer, um den Lernstoff zu verdeutlichen und interessant für die SchülerInnen zu gestalten und ich erhoffe mir zudem Ratschläge und Tipps für den ganz praktischen Lehreralltag zu bekommen.

Ich möchte das, was ich bis jetzt in dem C1 und C2 Kurs über Didaktik und Unterrichtsdurchführung gelernt habe mit der Vorgehensweise der Lehrpersonen vergleichen.

Im Großen und Ganzen möchte ich durch das Praktikum mit neuen Erkenntnissen und Erlerntem zurück ins Studium gehen und in meinem Berufswunsch gestärkt werden.

2. Rahmenbedingungen des Praktikums

Die Rahmenbedingungen der Schule beeinflussen das Schulleben und ganz gewiss auch das Lernverhalten der Schüler. Deshalb will ich hier darauf eingehen. Zuerst soll erwähnt werden, dass es hier um ein Gymnasium geht. Ein Gymnasium hat üblicherweise einen guten Ruf, denn hier finden wir diejenigen Schüler, die sich in den Grundschulen hervor getan haben. Das Gymnasium ist seit einiger Zeit in einer Bauphase. Es wurde bereits ein neues Gebäude fertiggestellt, eine neue Mensa ist noch im Bau und ein Gebäude-Flügel wurde vollständig saniert. Das Gymnasium war bis 1975 eine Jungenschule, was danach aufgelöst wurde, und dennoch, oder besser gesagt: deshalb, liegt der Anteil der Mädchen momentan bei 40%. Das liegt unter anderem auch daran, dass dieses Gymnasium in Paderborn als ein „Sport-Gymnasium“ bekannt ist. Scheinbar gibt es mehr Jungen als Mädchen, die für Sport begeistert sind. Durch dieses Sport-Profil steht die Schule auch nicht so stark in Konkurrenz zu anderen Gymnasien, denn es ist das einzige Gymnasium in einem großen Einzugsgebiet, welches Sport als Leistungskurs im Abitur anbietet. Das war unter anderem ein Grund für meine Bewerbung um ein Praktikum an dieser Schule.

Die Schule liegt in der Innenstadt von Paderborn, die ca. 160.000 Einwohner hat.

Die Schule ist sehr gut mit Lehrern besetzt. Das ist auch nötig, denn besonders zum Schuljahr 2011/2012 wurden fast alle Klassen auf 30-35 Schüler gefüllt. Hinzu kommt, dass jedes Jahr auch Internatsschüler in die Oberstufenklassen aufgenommen werden. Diese Schüler kommen aus ganz Deutschland und werden von den Paderborner Sportvereinen (PB Baskets, SC Paderborn, Untouchables, Dolphins, Squash Club, usw.) angeworben, leben im Internat, machen am Gymnasium ihr Abitur und trainieren bis zu fünfmal in der Woche bei ihrem entsprechenden Verein.

Wie schon erwähnt wird das Gymnasium seit einiger Zeit umgebaut bzw. es werden neue Gebäude gebaut. Dadurch wird die Schule von Monat zu Monat schöner und man spürt fast überall die Euphorie über die vonstattengehenden Baumaßnahmen.

Der Bereich Sport hat momentan am meisten unter diesem Umbruch zu leiden, da eine Sporthalle der Mensa weichen musste und die einzige verbliebene Einfach-Sporthalle reicht nicht aus, um einen ausreichenden Sportunterricht für alle SchülerInnen anzubieten, was eine sehr ernste Lage ist für eine Schule, die mit ihrem Sportangebot um Schüler wirbt. Deshalb müssen zurzeit einige Sportklassen auf die Halle der Busdorf-Schule, sowie die Westfalen-Halle und das Aussensport-Gelände der Schule ausweichen.

Die Klassenräume selbst sind ziemlich kahl und nicht sehr angenehm. Besonders in dem ältesten Gebäude fühlte ich mich sehr unwohl in den Räumlichkeiten. Die Ausstattung lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Höchstens ein Drittel der Klassen besitzt ein OHP [1], der Großteil der Räume hat 2 Tafeln, bei dem nur eine für den Unterricht genutzt wird und die andere als großer Stundenplan. Einige Klassen besitzen 1-2 Landkarten und einige Regale für Bücher. Technische Medien gibt es nicht, bis auf 2 Räume, dem Biologieraum und dem Physikraum. Das Chemiegebäude ist das neuste Gebäude und deshalb mit modernster Technik ausgestattet.

Die Schule steht, wenn auch nur wenig, in Konkurrenz mit dem Pelizaeus-Gymnasium, welches ein unmittelbarer Nachbar ist. Dieses Gymnasium ist allerdings eher mit einem Musik- und einem Kunstprofil aufgestellt. Die Schule ist multikulturell und man spürt in den Klassen einen sehr warmen und angenehmen Umgang miteinander, was nicht zuletzt der Verdienst der Lehrerschaft ist.

Die Lehrerschaft ist sehr gemischt. Es gibt 4 LehrerInnen die gerade ihr Referendariat abgeschlossen haben, viele Lehrer die noch keine 10 Jahre Schuldienst hinter sich haben, aber auch einige ältere Lehrer. Außerdem waren während meine Praktikums 4 Referendare an der Schule tätig. Insgesamt beschäftigt die Schule 94 Lehrerinnen und Lehrer für die gut 1000 Schülerinnen und Schüler.

Da ich einen guten Einblick in den Fachbereich Sport haben durfte, konnte ich feststellen, dass die Sportlehrer ein sehr gutes Team bilden. Denn sie sprechen sich zu Anfang jedes Schuljahres sehr genau ab, welches Ziele sie mit den einzelnen Klassen verfolgen und was bereits durchgenommen und erreicht wurde. Ein Unterrichtsplan für das gesamte Schuljahr und jede Stufe wird gemeinsam ausgearbeitet. So haben viele Missverständnisse schon von vorne herein keine Chance.

Die Lehrer bemühen sich die Schüler auf das Berufsleben vorzubereiten. Sie unternehmen viel dafür, indem sie sich absprechen, pädagogische Maßnahmen ergreifen um die Schüler selbstbewusster und eigenständiger zu machen. Dazu gehört z.B. Erlebnispädagogik und Fahrradtouren, bei denen die Schüler mit ihren Grenzen konfrontiert werden. Die Lehrer machen tatkräftig mit, obwohl sie selbst um die 40 Jahre alt sind. So etwas kann die Schüler motivieren. Die Klassenfahrten sind für sie notwendig um eine bessere Solidarität zu schaffen.

[…]


[1] OHP: Overhead-Projektor

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Orientierungspraktikum am Gymnasium. Fächer Sport und Englisch
Hochschule
Universität Paderborn
Note
1,3
Jahr
2015
Seiten
27
Katalognummer
V367116
ISBN (eBook)
9783668466616
ISBN (Buch)
9783668466623
Dateigröße
461 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Orientierungspraktikum, Praktikum, Lehramt, Gymnasium, Erziehungswissenschaft, Englisch, Sport
Arbeit zitieren
Anonym, 2015, Orientierungspraktikum am Gymnasium. Fächer Sport und Englisch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367116

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