Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema e-Learning in Unternehmen. Schwerpunkte sind dabei die Strategische Bedeutung dieser Lernform und ihre Erfolgsmessung. Zur Einführung in das Thema werden verschiedene Definitionen des Begriffs e-Learning dargestellt. Eine Einteilung von e-Learning-Medien in verschiedene Generationen liefert einen ersten Überblick über die gebräuchlichen Lernformen. Zum tieferen Verständnis werden die Ausprägungsformen, in denen e-Learning vorkommen kann, erläutert. Weiterhin werden der Verbreitungsgrad, die Einsatzformen und Planungen über den zukünftigen Einsatz von e- Learning in deutschen Unternehmen dargestellt. e-Learning erlangt eine zunehmende strategische Bedeutung. Dies wird deutlich an immer höheren Anforderungen an die betriebliche Weiterbildung. Diese Anforderungen und die Potentiale die e-Learning bietet, werden ausführlich erläutert. Neben den vielen Vorteilen elektronischer Lernmedien, werden auch die Risiken, die mit der Einführung solcher Medien zusammenhängen, näher beleuchtet. Eine Diskussion der Gründe für die Evaluation von e-Learning in Unternehmen liefert die Grundlage für den zweiten Schwerpunkt der Arbeit, die Erfolgsmessung. Dabei werden auch die mit der Erfolgsmessung verbundenen Probleme genannt. Da e-Learning, bzw. die betriebliche Weiterbildung generell, mit hohen Investitionen verbunden ist, ist eine Erfolgsmessung dringend erforderlich. In der Regel gestaltet diese sich aber schwierig, da bei der Weiterbildung oft kein monokausaler Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zu erkennen ist. Zwei Ansätze zur Bestimmung der Erfolges von e-Learning in Unternehmen werden vorgestellt und bewertet. Für das Modell von KIRKPATRICK werden dann die nötigen Methoden zur Anwendung dargestellt und erläutert. Den Abschluss der Arbeit bildet eine Zusammenfassung, die die wesentlichen Punkte noch einmal bewertet. Weiterhin wird als Ausblick eine Erweiterung der Erfolgsmessung angeregt, die den Einsatz einer weitreichenden e-Learning-Strategie bewerten kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Grundlagen von e-Learning
2.1 Definition von e-Learning
2.2 Entwicklung und Ausprägungsformen von e-Learning
2.3 Verbreitung von e-Learning in Unternehmen
2.3.1 Verbreitungsgrad
2.3.2 Einsatzformen
2.3.3 Zukünftiger Einsatz
3. Strategische Bedeutung von e-Learning
3.1 Bildungskonzepte im Umfeld neuer Anforderungen
3.2 Vorteile und Chancen von e-Learning
3.2.1 Vorteile aus Sicht des Unternehmens
3.2.2 Vorteile aus Sicht des Lernenden
3.2.3 Weitergehende Chancen für Unternehmen
3.3 Nachteile und Risiken von e-Learning
3.3.1 Risiko Technologie
3.3.2 Risiko neuartige Lernform
3.3.3 Risiko Beschaffenheit der Lernprogramme
4. Erfolgsmessung von e-Learning
4.1 Gründe für die Erfolgsmessung und dabei auftretende Probleme
4.2 Bewertungsmodelle
4.3 Methoden zur Bewertung der Evaluationsebenen
4.3.1 Bewertung des elektronischen Lernens
4.3.2 Bewertung der unternehmerischen Kriterien
5. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit analysiert die strategische Bedeutung von e-Learning in Unternehmen und untersucht Ansätze zur Erfolgsmessung dieser Lernform. Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, wie der Nutzen elektronischer Lernmedien betriebswirtschaftlich bewertet werden kann, um der zunehmenden Investitionsnotwendigkeit in der betrieblichen Weiterbildung gerecht zu werden.
- Strategische Bedeutung von e-Learning in der betrieblichen Weiterbildung
- Chancen und Risiken elektronischer Lernmedien
- Herausforderungen der Erfolgsmessung (Return on Education/Investment)
- Evaluationsmodelle nach Kirkpatrick und Phillips
- Methoden der datenbasierten Evaluation
Auszug aus dem Buch
3.3.3 Risiko Beschaffenheit der Lernprogramme
Soll e-Learning effizient eingesetzt werden, ist ein wichtiges Kriterium die Qualität der Lernprogramme. Eine Vielzahl der angebotenen Programme sind bereits sehr gut. Es gibt aber auch immer noch Angebote niedriger Qualität, die sich sehr negativ auf Lernerfolg und –motivation auswirken. Bei der Anschaffung sollte deshalb überlegt und verglichen werden. Ein häufiger Kritikpunkte ist dabei die fehlende Interaktivität. Dies ist z.B. der Fall, wenn Textseiten einfach digitalisiert werden. Auch die Länge einer Einheit sollte kritisch betrachtet werden. In der Regel sind mehrere kleine Einheiten (sog. „chunks“) besser zu bearbeiten als eine große. Verliert der Lernende durch qualitativ geringwertige Lernprogramme das Interesse, so wird er möglicherweise auch später Vorbehalte gegenüber elektronischen Lernmedien haben.
Beim Kauf sollte ebenfalls darauf geachtet werden, wie die Programme in das vorhandene und zukünftige Lernsystem passen. Kurse die vom Lerninhalt her nicht konsistent mit früheren oder parallel benutzten Kursen sind, vermindern ebenfalls den Lernerfolg. Die Einführung von unternehmensweiten Standards kann dabei helfen, Inkompatibilitäten zu verhindern. Je mehr unternehmensspezifische Wünsche allerdings bei Erstellung der Lernprogramme berücksichtigt werden müsssen, desto höher die Kosten. Werden (in Zusammenarbeit mit einem Dienstleister) eigene elektronische Lernprogramme erstellt, ist dies in der Regel deutlich teurer als die Ausarbeitung eines Präsenzseminars. Aus betriebswirtschaftlichen Gründen muss dann sichergestellt sein, dass eine große Anzahl von Nutzern vorhanden ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Es wird die zunehmende Bedeutung von e-Learning als Wettbewerbsfaktor unter dem Druck von Globalisierung und verkürzten Produktlebenszyklen motiviert.
2. Grundlagen von e-Learning: Das Kapitel definiert den Begriff, erläutert verschiedene technologische Generationen und beleuchtet die aktuelle Verbreitung in der Unternehmenspraxis.
3. Strategische Bedeutung von e-Learning: Hier werden die veränderten Anforderungen an die betriebliche Weiterbildung sowie die Vor- und Nachteile der elektronischen Lernformen diskutiert.
4. Erfolgsmessung von e-Learning: Der Autor thematisiert die Herausforderungen bei der Bewertung von Weiterbildung und stellt Modelle zur Messung des Return on Education vor.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit bewertet die Ergebnisse und regt eine strategische Weiterentwicklung durch Ansätze wie die Learning Scorecard an.
Schlüsselwörter
e-Learning, betriebliche Weiterbildung, Erfolgsmessung, Return on Investment, ROI, Return on Education, ROE, Kirkpatrick-Modell, Evaluation, Wissensmanagement, Lernsoftware, Web-Based Training, WBT, Computer-Based Training, CBT, Bildungscontrolling.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Diplomarbeit behandelt den Einsatz von e-Learning in Unternehmen, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der strategischen Relevanz und der notwendigen Erfolgsmessung dieser Weiterbildungsmaßnahmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen gehören die Definition und Entwicklung von e-Learning, dessen strategische Bedeutung angesichts wirtschaftlicher Anforderungen sowie die verschiedenen Methoden zur Evaluation des Lerneffekts und des unternehmerischen Nutzens.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist die Darstellung von Wegen und Modellen, wie Unternehmen den Erfolg und die Rentabilität ihrer e-Learning-Investitionen systematisch messen und bewerten können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien zur e-Learning-Verbreitung sowie auf die theoretische Auseinandersetzung mit Evaluationsmodellen wie dem von Kirkpatrick und dessen Erweiterung durch Phillips.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den Grundlagen die Chancen, Risiken und die strategische Einbettung von e-Learning in Unternehmen sowie konkrete Ansätze zur ROI-Berechnung und Methoden zur Bewertung der Evaluationsebenen detailliert erörtert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie e-Learning, betriebliche Weiterbildung, Erfolgsmessung, Return on Investment und das Kirkpatrick-Modell identifizieren.
Warum ist die Erfolgsmessung bei e-Learning besonders komplex?
Die Schwierigkeit besteht darin, dass oft kein monokausaler Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zwischen einer spezifischen Weiterbildungsmaßnahme und der Veränderung betrieblicher Abläufe oder Kennzahlen direkt nachweisbar ist.
Was unterscheidet das Kirkpatrick-Modell von Phillips' Ansatz?
Das klassische Kirkpatrick-Modell konzentriert sich auf vier Ebenen (Reaktion, Lernen, Verhalten, Ergebnisse), während Phillips eine fünfte Ebene hinzufügt, die explizit die monetäre Berechnung des Return on Investment (ROI) integriert.
- Citation du texte
- Christine Schneider (Auteur), 2005, Strategische Bedeutung und Erfolgsmessung von e-Learning, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36711