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Gedanke, Satz und Welt in Wittgensteins "Tractatus logico-philosophicus"

Title: Gedanke, Satz und Welt in Wittgensteins "Tractatus logico-philosophicus"

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Dörnte (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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Summary Excerpt Details

Thema dieser Hausarbeit ist das Verhältnis der Begriffe Gedanke, Satz und Welt in Wittgensteins "Tractatus logico-philosophicus". Um das Verhältnis dieser Begriffe untereinander zu analysieren, befasse ich mich in Kapitel 1 mit der Frage nach dem logischen Denken und der nach dem logischen Bild, um zu klären, was Wittgenstein zufolge unter einem Gedanken zu verstehen ist.

In Kapitel 2 geht es um die Unterscheidung von sinnvollen, sinnlosen und unsinnigen Sätzen und darum, warum nur sinnvolle Sätze eine Beschreibung der Welt liefern können. Interessanterweise bezeichnet Wittgenstein seine eigenen Sätze, d. h. die des Tractatus, als unsinnige Sätze. Daher soll in Kapitel 3 die Frage danach beantwortet werden, was der Fall sein muss, damit wir diese als unsinnige Sätze erkennen können. Eine weitere Frage, die sich daraus ergibt, ist, ob wir diese Sätze überhaupt verstehen können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Der Gedanke

1.1 Das logische Denken

1.2 Das logische Bild

2. Der Satz

2.1 Der sinnvolle Satz

2.2 Der sinnlose Satz

2.3 Der unsinnige Satz

3. Die Welt

Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das systematische Verhältnis der Begriffe Gedanke, Satz und Welt im Tractatus logico-philosophicus von Ludwig Wittgenstein. Ziel ist es, zu klären, wie diese zentralen Termini aufeinander bezogen sind und wie Wittgenstein die Unterscheidung zwischen sinnvollen, sinnlosen und unsinnigen Sätzen begründet.

  • Analyse des Begriffs des "logischen Bildes" und der Bedeutung des logischen Denkens.
  • Untersuchung der Struktur und Beweisbarkeit sinnvoller Sätze im Vergleich zur Wirklichkeit.
  • Klärung der Definition von Tautologien und Kontradiktionen als sinnlose Sätze.
  • Kritische Reflexion über den Status der Sätze des Tractatus selbst als "unsinnige Sätze".

Auszug aus dem Buch

1. Der Gedanke

Dem dritten Hauptsatz des Tractatus zufolge ist der Gedanke ein „logische[s] Bild der Tatsachen“.

3 Das logische Bild der Tatsachen ist der Gedanke.

(Dass diese Definition auch umgekehrt gilt, d. h. dass der Begriff Gedanke nicht beispielsweise als Unter- oder Oberbegriff zu dem Begriff des logischen Bildes der Tatsachen angesehen werden kann, geht meiner Ansicht nach aus dem folgenden Satz hervor: 3.01 Die Gesamtheit der wahren Gedanken sind ein Bild der Welt.) Was heißt hier nun logisches Bild der Tatsachen? Eine Tatsache ist gemäß Hauptsatz 2 etwas, das „der Fall ist“ und damit „das Bestehen von Sachverhalten“.

2 Was der Fall ist, die Tatsache, ist das Bestehen von Sachverhalten.

Ein Gedanke ist also, so können wir zunächst festhalten, das logische Bild von bestehenden Sachverhalten. Worum es sich bei einem Bild handelt, geht am klarsten aus Satz 2.12 hervor:

2.12 Das Bild ist ein Modell der Wirklichkeit.

Ein Gedanke ist somit ein logisches Modell der Wirklichkeit, das bestehende Sachverhalte darstellt. Inwiefern kann nun ein solches Bild (als Modell der Wirklichkeit) logisch sein, bzw. was bedeutet hier in diesem Zusammenhang logisch?

Was abgebildet wird, ist gemäß 2.12 etwas der Wirklichkeit entsprechendes. Da Gedanken, die wiederum ein logisches Bild der Tatsachen sind (vgl.: Hauptsatz 3), gedacht werden und wir, wie Wittgenstein in 3.03 ausführt (3.03 Wir können nichts Unlogisches denken, weil wir sonst unlogisch denken müßten.), nicht unlogisch denken können, kann das, was gedacht wird, als Bild der Tatsachen, nur ein logisches Bild sein. Darüber hinaus führt Wittgenstein in Bemerkung 2.182 an:

2.182 Jedes Bild ist auch ein logisches. (Dagegen ist z. B. nicht jedes Bild ein räumliches.)

Somit hat jedes Bild die Eigenschaft, ein logisches Bild zu sein. Ein Gedanke ist also als ein logisches Bild der Tatsachen ein der Wirklichkeit entsprechendes Modell.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in das System der Begriffe Gedanke, Satz und Welt im Tractatus und Erläuterung der methodischen Zielsetzung der Hausarbeit.

1. Der Gedanke: Analyse des Gedankens als logisches Bild von Sachverhalten und Klärung, warum jedes Denken logisches Denken ist.

2. Der Satz: Untersuchung der verschiedenen Satzarten, wobei sinnvolle Sätze als empirische Bilder der Wirklichkeit von sinnlosen Tautologien und unsinnigen Aussagen unterschieden werden.

3. Die Welt: Erörterung der Welt als Gesamtheit der Tatsachen und Untersuchung der selbstreferentiellen Paradoxie der Sätze des Tractatus.

Schluss: Zusammenfassende Reflexion und Ausblick auf weiterführende philosophiehistorische Untersuchungen.

Schlüsselwörter

Wittgenstein, Tractatus, Logik, Gedanke, Satz, Welt, Tatsachen, Sachverhalte, logisches Bild, sinnvoller Satz, sinnloser Satz, unsinniger Satz, Abbildung, Wahrheit, Zweiwertige Logik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die terminologische Verknüpfung der Begriffe Gedanke, Satz und Welt innerhalb von Wittgensteins Tractatus logico-philosophicus.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Themenfelder umfassen die Logik-Konzeption, die Theorie der Abbildung, die Unterscheidung verschiedener Satzarten und die Selbstreferenz der Philosophie Wittgensteins.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die systematische Bedeutung der Hauptsätze des Tractatus zu entschlüsseln und zu klären, warum Wittgenstein seine eigenen Sätze als unsinnig bezeichnet.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit verwendet eine textnahe Analyse und Interpretation der originalen Tractatus-Bemerkungen unter Einbeziehung philosophischer Sekundärliteratur zur Systematisierung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des logischen Denkens und Bildes, die Differenzierung zwischen sinnvollen, sinnlosen und unsinnigen Sätzen sowie die Analyse des Weltbegriffs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie logisches Bild, Tatsachen, Abbildtheorie, Tautologie und Metaebene charakterisieren.

Warum bezeichnet Wittgenstein die Sätze des Tractatus als "unsinnig"?

Da die Sätze des Tractatus keine Abbilder von Sachverhalten in der Welt sind, lassen sie sich nicht mit der Wirklichkeit vergleichen, was sie nach Wittgensteins eigener Definition als unsinnig ausweist.

Wie lässt sich die Paradoxie lösen, dass wir die Sätze verstehen sollen, obwohl sie unsinnig sind?

Durch die Einbeziehung der Metaebene: Der Leser erkennt, dass Wittgenstein auf einer Metaebene über die Grenzen der Sprache spricht, was als eine Art "Leiter" dient, die nach dem Verständnis weggeworfen werden kann.

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Details

Title
Gedanke, Satz und Welt in Wittgensteins "Tractatus logico-philosophicus"
College
University of Wuppertal  (Philosophisches Seminar)
Grade
1,0
Author
Christian Dörnte (Author)
Publication Year
2017
Pages
22
Catalog Number
V367154
ISBN (eBook)
9783668457591
ISBN (Book)
9783668457607
Language
German
Tags
Ludwig Wittgenstein Philosophie der Logik Logik Logischer Empirismus Logischer Positivismus Analytische Philosophie Sprachphilosophie Analytische Sprachphilosophie Gedanke Satz Sinnvolle Sätze Unsinnige Sätze Sinnlose Sätze Welt Tatsache Sachverhalt Bildtheorie Korrespondenztheorie Wahrheit Abbildtheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Dörnte (Author), 2017, Gedanke, Satz und Welt in Wittgensteins "Tractatus logico-philosophicus", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367154
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