Mit der Reform des Kindschaftsrechts im Jahr 1998 wurde verstärkt darauf geachtet, Kinder gerade bei Trennungs- und Scheidungsangelegenheiten mehr in den Fokus zu stellen. Gerade da wo es zu einer Einigung über den Umgang nur erschwert kommt, soll dem Recht auf Umgang verstärkt nachgeholfen werden. Dementsprechende Hilfsangebote können Unterstützung bieten.
Der begleitete Umgang ist hierbei eine wichtige Maßnahme, welche dazu da ist, gerade die Beziehung zwischen Kind und wichtigen Bezugspersonen auch nach einer Trennung oder Scheidung aufzubauen, wiederherzustellen oder fortzuführen. Dieses Angebot ist hierbei vor allem darauf bedacht, das Kind mit seinen Bedarfen in den Vordergrund zu stellen. Doch wird dies in der Praxis so auch berücksichtigt?
In dieser Arbeit soll nun erforscht werden, wie begleiteter Umgang gestaltet werden muss, damit Kinder dort gut unterstützt werden können.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Anmerkungen zur spezifischen Situation von Trennungs- und Scheidungskinder
- Phasen von Scheidung und Trennung
- Ambivalenzphase
- Trennungs- und Scheidungsphase
- Nachscheidungsphase
- Hochkonflikthafte Trennung und Scheidung
- Reaktionen der Kinder bei Trennung und Scheidung
- Alters- und Entwicklungsbedingte Reaktionen
- Geschlechterbedingte Reaktionen
- Hilfsangebote
- Fazit
- Phasen von Scheidung und Trennung
- Begleiteter Umgang: Ein Hilfsangebot in Angelegenheiten des Umgangsrechts
- Begriffsbestimmung
- Rechtliche Grundlagen
- Indikationen für begleiteten Umgang
- Indikationen, bei denen die Kontinuität der Kontakte im Vordergrund steht
- Indikationen, bei denen die Sicherheit des Kindes im Vordergrund steht
- Ziele
- Formen
- Formen nach den „,Deutschen Standards zum begleiteten Umgang“
- Weitere Form des Hilfsangebots
- Ablauf der Maßnahme
- Beanspruchung
- Vorbereitungs-/Abklärungsphase
- Durchführungsphase
- Abschluss und Neuvereinbarung
- Nachbetreuung
- Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
- Fazit
- Wie Kinder begleiteten Umgang erleben: Exemplarische Darstellung
- Hinführung
- Informationen zur Befragung
- Rahmenbedingungen
- Kurze Klientelbeschreibung
- Ablauf der Befragung
- Auswertung der Ergebnisse
- Eigene Interpretation der Ergebnisse
- Fazit
- Das Schlussresümee - Wie begleiteter Umgang gestaltet werden sollte, damit Kinder dort gut unterstützt werden
- Darstellung der wichtigsten Ergebnisse
- Umgang mit den Ergebnissen
- Bezug zur Sozialen Arbeit
- Fazit
- Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Bachelorthesis befasst sich mit der Problematik von Kindern im begleiteten Umgang im Kontext von Trennung und Scheidung. Das Ziel ist es, die spezifische Situation von Trennungs- und Scheidungskindern zu beleuchten, die Bedeutung des begleiteten Umgangs als Hilfsangebot zu verdeutlichen und die Erfahrungen von Kindern im begleiteten Umgang zu analysieren.
- Die besonderen Herausforderungen und Bedürfnisse von Kindern in Trennungssituationen
- Das Hilfsangebot des begleiteten Umgangs und seine rechtlichen Grundlagen
- Die Erfahrungen und Perspektiven von Kindern im begleiteten Umgang
- Die Bedeutung des begleiteten Umgangs für die Unterstützung von Kindern in Trennungssituationen
- Die Rolle der Sozialen Arbeit im Kontext des begleiteten Umgangs
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema ein und beleuchtet die Problematik der Trennung und Scheidung aus der Perspektive der Kinder. Kapitel 2 analysiert die spezifische Situation von Trennungs- und Scheidungskindern, einschließlich der Phasen der Trennung und Scheidung, der Reaktionen der Kinder und der verfügbaren Hilfsangebote. Kapitel 3 widmet sich dem begleiteten Umgang als Hilfsangebot, beleuchtet seine rechtlichen Grundlagen, Ziele, Formen und den Ablauf der Maßnahme. Kapitel 4 präsentiert eine exemplarische Darstellung der Erfahrungen von Kindern im begleiteten Umgang anhand einer Befragung. Kapitel 5 fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen und diskutiert die Gestaltung des begleiteten Umgangs im Sinne einer optimalen Unterstützung von Kindern. Der Ausblick gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsfelder und Entwicklungen im Kontext des begleiteten Umgangs.
Schlüsselwörter
Begleiteter Umgang, Trennung, Scheidung, Kinder, Umgangsrecht, Familienrecht, Sozialarbeit, Hilfsangebote, Erfahrungen, Perspektiven, Unterstützung, Konfliktlösung, Entwicklung
Häufig gestellte Fragen
Was ist "begleiteter Umgang"?
Begleiteter Umgang ist ein Hilfsangebot, bei dem der Kontakt zwischen einem Kind und einer wichtigen Bezugsperson (meist einem Elternteil) in Anwesenheit einer neutralen dritten Person stattfindet, um die Beziehung nach einer Trennung zu sichern.
Wann wird ein begleiteter Umgang notwendig?
Er wird oft bei hochkonflikthaften Trennungen eingesetzt, oder wenn die Sicherheit des Kindes gefährdet ist bzw. der Kontakt über längere Zeit abgebrochen war.
Wie reagieren Kinder auf Trennung und Scheidung?
Die Reaktionen sind alters-, entwicklungs- und geschlechtsabhängig. Sie reichen von Trauer und Angst bis hin zu Loyalitätskonflikten und Verhaltensauffälligkeiten.
Was sind die Ziele des begleiteten Umgangs?
Zentrales Ziel ist das Wohl des Kindes. Es geht darum, Kontakte aufzubauen, fortzuführen oder wiederherzustellen und mittelfristig einen unbegleiteten Umgang zu ermöglichen.
Welche Rolle spielt die Soziale Arbeit in diesem Prozess?
Sozialarbeiter begleiten die Treffen, führen Vor- und Nachgespräche und arbeiten mit anderen Institutionen (z.B. Jugendamt, Familiengericht) zusammen, um eine gute Unterstützung für das Kind zu gewährleisten.
- Citation du texte
- Iris Schleußinger (Auteur), 2012, Trennungs- und Scheidungskinder. Kinder im begleiteten Umgang. Anspruch, Praxis, Weiterentwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367160