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Trennungs- und Scheidungskinder. Kinder im begleiteten Umgang. Anspruch, Praxis, Weiterentwicklung

Título: Trennungs- und Scheidungskinder. Kinder im begleiteten Umgang. Anspruch, Praxis, Weiterentwicklung

Tesis (Bachelor) , 2012 , 90 Páginas , Calificación: 1,1

Autor:in: Iris Schleußinger (Autor)

Trabajo social
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Mit der Reform des Kindschaftsrechts im Jahr 1998 wurde verstärkt darauf geachtet, Kinder gerade bei Trennungs- und Scheidungsangelegenheiten mehr in den Fokus zu stellen. Gerade da wo es zu einer Einigung über den Umgang nur erschwert kommt, soll dem Recht auf Umgang verstärkt nachgeholfen werden. Dementsprechende Hilfsangebote können Unterstützung bieten.

Der begleitete Umgang ist hierbei eine wichtige Maßnahme, welche dazu da ist, gerade die Beziehung zwischen Kind und wichtigen Bezugspersonen auch nach einer Trennung oder Scheidung aufzubauen, wiederherzustellen oder fortzuführen. Dieses Angebot ist hierbei vor allem darauf bedacht, das Kind mit seinen Bedarfen in den Vordergrund zu stellen. Doch wird dies in der Praxis so auch berücksichtigt?

In dieser Arbeit soll nun erforscht werden, wie begleiteter Umgang gestaltet werden muss, damit Kinder dort gut unterstützt werden können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Anmerkungen zur spezifischen Situation von Trennungs- und Scheidungskinder

2.1 Phasen von Scheidung und Trennung

2.1.1 Ambivalenzphase

2.1.2 Trennungs- und Scheidungsphase

2.1.3 Nachscheidungsphase

2.2 Hochkonflikthafte Trennung und Scheidung

2.3 Reaktionen der Kinder bei Trennung und Scheidung

2.3.1 Alters- und Entwicklungsbedingte Reaktionen

2.3.2 Geschlechterbedingte Reaktionen

2.4 Hilfsangebote

2.5 Fazit

3. Begleiteter Umgang: Ein Hilfsangebot in Angelegenheiten des Umgangsrechts

3.1 Begriffsbestimmung

3.2 Rechtliche Grundlagen

3.3 Indikationen für begleiteten Umgang

3.3.1 Indikationen, bei denen die Kontinuität der Kontakte im Vordergrund steht

3.3.2 Indikationen, bei denen die Sicherheit des Kindes im Vordergrund steht

3.4 Ziele

3.5 Formen

3.5.1 Formen nach den „Deutschen Standards zum begleiteten Umgang“

3.5.2 Weitere Form des Hilfsangebots

3.6 Ablauf der Maßnahme

3.6.1 Beanspruchung

3.6.2 Vorbereitungs-/Abklärungsphase

3.6.3 Durchführungsphase

3.6.4 Abschluss und Neuvereinbarung

3.6.5. Nachbetreuung

3.7 Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

3.8 Fazit

4. Wie Kinder begleiteten Umgang erleben: Exemplarische Darstellung

4.1 Hinführung

4.2 Informationen zur Befragung

4.2.1 Rahmenbedingungen

4.2.2 Kurze Klientelbeschreibung

4.2.3 Ablauf der Befragung

4.3 Auswertung der Ergebnisse

4.4 Eigene Interpretation der Ergebnisse

4.5 Fazit

5. Das Schlussresümee - Wie begleiteter Umgang gestaltet werden sollte, damit Kinder dort gut unterstützt werden

5.1 Darstellung der wichtigsten Ergebnisse

5.2 Umgang mit den Ergebnissen

5.3 Bezug zur Sozialen Arbeit

5.4 Fazit

6. Ausblick

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie das Hilfsangebot des "begleiteten Umgangs" gestaltet sein muss, um Kindern in Trennungs- und Scheidungssituationen eine effektive Unterstützung zu bieten und ihre Bedürfnisse sowie Rechte in den Mittelpunkt des Geschehens zu rücken.

  • Spezifische Situation und Bedürfnisse von Trennungs- und Scheidungskindern
  • Konzeptionelle Grundlagen und Ziele des "begleiteten Umgangs"
  • Methoden der Durchführung und Zusammenarbeit mit Institutionen
  • Qualitative Befragung ehemaliger TeilnehmerInnen zu ihrem Erleben
  • Relevanz des begleiteten Umgangs für die Soziale Arbeit

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Ambivalenzphase

Wie schon benannt, beginnt die eigentliche Trennung bzw. Scheidung schon viel früher als die entscheidende Wende, eine Partnerschaft zu lösen. Dies kann sich über mehrere Jahre ziehen. Damit es generell erst soweit kommt, braucht es in der Beziehung erst einen Auslöser, der den Prozess ins Rollen bringt. Dieser kann aber sehr unterschiedliche Ursachen haben.

Im Allgemeinen hoffen Partner am Anfang des Prozesses noch sehr darauf, dass sich ihr Verhältnis mit der Zeit wieder verbessert. So denken viele, dass gerade durch ein Kind Veränderungen in der Gemeinschaft stattfinden können. Ein Kind soll etwa ein Wendepunkt im Leben sein, um sich etwa aus der eigenen Herkunftsfamilie zu lösen oder jemanden ein besseres Leben zu geben, als das, welches man selber in seiner Kindheit hatte. Jedoch ist dann anschließend auch gerade ein Kind oft der Auslöser für eine Trennung. Durch den Zuwachs merkt man, dass man nun sehr abhängig voneinander ist. Der Wunsch nach Ablösung wird dabei immer größer. Hierbei kann es immer wieder zu Konflikten kommen, da man den eigenen Wünschen und Bedürfnissen nicht mehr so viel Raum geben kann. Gegebenheiten wie Misstrauen, Auseinandersetzungen, Unentschlossenheit, Ängste oder Verunsicherung begleiten die Partner während dieser Phase. Diese Zustände lassen die Partner oft spalten. Gedanken einer Trennung werden immer größer.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik von Trennungs- und Scheidungskindern und Zielsetzung der Arbeit zur Erforschung der Gestaltung des begleiteten Umgangs.

2. Anmerkungen zur spezifischen Situation von Trennungs- und Scheidungskinder: Analyse der Phasen einer Trennung, der Belastungen für Kinder und der entwicklungsbedingten Reaktionen.

3. Begleiteter Umgang: Ein Hilfsangebot in Angelegenheiten des Umgangsrechts: Detaillierte Vorstellung der Maßnahme, inklusive rechtlicher Grundlagen, Indikationen, Ziele und des Ablaufs.

4. Wie Kinder begleiteten Umgang erleben: Exemplarische Darstellung: Qualitative Befragung ehemaliger TeilnehmerInnen zur praktischen Erfahrung des begleiteten Umgangs.

5. Das Schlussresümee - Wie begleiteter Umgang gestaltet werden sollte, damit Kinder dort gut unterstützt werden: Zusammenfassung der Ergebnisse und Ableitung von Kriterien für eine kindzentrierte Gestaltung sowie Bezug zur Sozialen Arbeit.

6. Ausblick: Überlegungen zum notwendigen Fachwissen und zur Kompetenzentwicklung des Personals im Bereich des begleiteten Umgangs.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Begleiteter Umgang, Trennung, Scheidung, Kindeswohl, Umgangsrecht, Soziale Arbeit, Eltern-Kind-Beziehung, Konfliktbewältigung, Kindesinteressen, Partizipation, Jugendhilfe, Familiengericht, Erziehungsfähigkeit, Hochkonflikthaftigkeit, Beratung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern in Trennungs- und Scheidungsprozessen und untersucht, wie das Hilfsangebot des „begleiteten Umgangs“ optimiert werden kann, um die Kinder bestmöglich zu unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die psychischen Folgen für Kinder, die rechtlichen Rahmenbedingungen, die verschiedenen Formen der Umgangsbegleitung sowie die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Institutionen wie Jugendamt und Familiengericht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist zu erforschen, welche Bedingungen und Konzepte erfüllt sein müssen, damit der begleitete Umgang für Kinder nicht nur funktional, sondern unterstützend und kindgerecht gestaltet ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt eine qualitative Forschungsansatz, der eine theoretische Aufarbeitung der Thematik mit einer exemplarischen Befragung zweier ehemaliger TeilnehmerInnen kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zur Situation der Kinder, eine ausführliche Beschreibung des begleiteten Umgangs als pädagogische Maßnahme und die Darstellung der empirischen Befragung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Begleiteter Umgang, Kindeswohl, Trennung, Scheidung, Partizipation und Soziale Arbeit charakterisieren.

Wie wichtig ist die Rolle der "Ansprechperson" im begleiteten Umgang laut der Befragung?

Die Befragung zeigt, dass die ständige Verfügbarkeit einer Ansprechperson für die Kinder einen entscheidenden Faktor für das positive Erleben und die empfundene Sicherheit darstellt.

Warum wird im begleiteter Umgang die "Parteilichkeit für das Kind" betont?

Dieses Prinzip ist zentral, da Kinder in hochkonflikthaften Trennungssituationen oft als Spielball der Eltern instrumentalisiert werden; das Fachpersonal dient somit als notwendiger Schutzraum für das Kind.

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Detalles

Título
Trennungs- und Scheidungskinder. Kinder im begleiteten Umgang. Anspruch, Praxis, Weiterentwicklung
Universidad
Protestant University of Applied Sciences Ludwigsburg
Calificación
1,1
Autor
Iris Schleußinger (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
90
No. de catálogo
V367160
ISBN (Ebook)
9783668458093
ISBN (Libro)
9783668458109
Idioma
Alemán
Etiqueta
trennungs- scheidungskinder kinder umgang anspruch praxis weiterentwicklung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Iris Schleußinger (Autor), 2012, Trennungs- und Scheidungskinder. Kinder im begleiteten Umgang. Anspruch, Praxis, Weiterentwicklung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367160
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