Die folgende Arbeit beschäftigt sich, aus sportsoziologischer Sicht, mit der immer stärker voranschreitenden Kommerzialisierung des Sports und die damit zusammenhängende Vermarktung. Wirtschaftliche und allgemeine Auswirkungen dieses Prozesses werden im Folgenden genauer untersucht.
In unserer heutigen Gesellschaft haben Sportereignisse wie beispielsweise die Olympischen Spiele, der Superbowl in den Vereinigten Staaten oder aber auch die Fußballweltmeisterschaft einen ganz anderen Charakter bekommen. Im Laufe des 20. Jahrhunderts haben sich diese Veranstaltungen zu absoluten Mega-Events entwickelt. Auch das Rahmenprogramm dieser Ereignisse wird durch gigantische Liveshows wie beispielsweise das Eröffnungsfeuerwerk in Peking oder Musikbeiträge von bekannten Künstlern in den Halbzeitpausen in Szene gesetzt und sorgt für eine große Begeisterung bei den Zuschauern. Des Weiteren erhöht es gleichzeitig die Einschaltquoten der Fernsehsender, die dadurch extrem hohe kommerzielle Erfolge jährlich erzielen können.
Das Finale der amerikanischen Football Liga (NFL) beispielsweise, verfolgten im Februar 2009 rund 1 Milliarde Menschen vor den Bildschirmen weltweit, alleine in den USA waren es 98 Millionen Zuschauer, was einen Rekord bei den Einschaltquoten bedeutete. Aber auch die Olympischen Sommerspiele in China 2008 oder die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland ( Zuschauerdurchschnitt im Stadion: 52.609 pro Spiel ) haben sämtliche Zuschauerrekorde sowohl vor den Fernsehgeräten als auch in den Stadien gebrochen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2.Sportsoziologie
2.1 Wichtige Begriffe und Definitionen
2.1.1 Was versteht man unter „Sport“?
2.1.2 Was bedeutet „Soziologie“ ?
2.1.3 Definition der Sportsoziologie
2.2 Entwicklung und Inhalte der Sportsoziologie
3.Die Kommerzialisierung des Sports
3.1 Definition und Gliederung von Kommerzialisierung
3.1.1 Begriffserklärung
3.1.2 Phaseneinteilung
3.1.3 Verbreitung
3.2 Vermarktung des Sports
3.2.1 Lifetimesport
3.2.2 Sport als Wirtschaftsfaktor
3.2.3 Die Kommerzialisierung des Fußballs
3.3 Vor- und Nachteile der Kommerzialisierung
4.Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der Kommerzialisierung im modernen Sport. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich die zunehmende wirtschaftliche Ausrichtung und mediale Vermarktung auf das Sportwesen auswirken und welche ambivalenten Folgen dies für den sportlichen Gedanken sowie die Sportvereine mit sich bringt.
- Grundlagen und Definition der Sportsoziologie
- Phaseneinteilung und Mechanismen der Sportkommerzialisierung
- Der Sport als bedeutender Wirtschaftsfaktor und Medienspektakel
- Die Ausprägungen der Kommerzialisierung am Beispiel des Fußballs
- Abwägung der positiven Impulse gegen die negativen Auswirkungen auf Werte und Sportbetrieb
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Phaseneinteilung
Wie bereits erwähnt stellt die Kommerzialisierung einen Prozess dar. Somit kann man auch hier eine Gliederung zusammenstellen, in der die Phasen der Kommerzialisierung deutlicher werden. Insgesamt gibt es vier Phasen:
In der ersten Phase, der sogenannten Nullphase, ist der Sport in seiner ursprünglichen Form beschrieben.
In der zweiten Phase (Instrumentalisierungsphase I) beginnt der Sport sich von seiner ursprünglichen Form zu entfernen, einige Sportwerte gehen verloren, andere Angelegenheiten kommen hinzu ( ein gutes Beispiel hierfür ist der FC Barcelona der unter der Diktatur von Franco einige Rückschläge verkraften musste, da dessen politische Einstellung nicht zum faschistischen Regimes Francos passte. Der Lieblingsverein des Diktators war nämlich Real Madrid).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Entwicklung von Sportereignissen zu globalen Mega-Events und thematisiert die Rolle der modernen Medien und Sponsoren bei der Vermarktung.
2.Sportsoziologie: Dieses Kapitel klärt grundlegende Begriffe wie „Sport“ und „Soziologie“ und definiert die Sportsoziologie als wissenschaftliche Disziplin samt ihrer historischen Entwicklung.
3.Die Kommerzialisierung des Sports: Das Hauptkapitel analysiert die Definitionen, Phasen und Verbreitung der Kommerzialisierung sowie deren Bedeutung als Wirtschaftsfaktor und die spezifischen Auswirkungen auf den Fußball.
4.Fazit: Das Fazit fasst die Ambivalenz der Kommerzialisierung zusammen und bewertet die ökonomische Übersteigerung kritisch im Hinblick auf den ursprünglichen sportlichen Zweck.
Schlüsselwörter
Sportsoziologie, Kommerzialisierung, Sportmarketing, Wirtschaftsfaktor, Mega-Events, Medienpräsenz, Profisport, Sponsoring, Sportwerte, Fußballbundesliga, Lifetimesport, Massenphänomen, Show-Sport, Sportvereine, Fan-Artikel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die soziologische Perspektive auf die Kommerzialisierung des modernen Sports und untersucht den Wandel von sportlichen Ereignissen zu kommerziellen Wirtschaftsgütern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Definition des Sportbegriffs, die verschiedenen Phasen der wirtschaftlichen Durchdringung des Sports sowie die Rolle von Medien und Sponsoren.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Prozess der Kommerzialisierung verständlich darzulegen und die Auswirkungen auf den Sport, die Vereine und die sportlichen Werte kritisch zu hinterfragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit sportsoziologischer Fachliteratur und der Analyse aktueller ökonomischer Daten im Sportbereich.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Definition, Gliederung und Verbreitung der Kommerzialisierung, die Rolle des Sports als Wirtschaftsfaktor und die Vor- sowie Nachteile dieser Entwicklung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie Sportsoziologie, Kommerzialisierung, Wirtschaftsfaktor und Sportmarketing fassen den Inhalt der Untersuchung prägnant zusammen.
Welche vier Phasen der Kommerzialisierung werden unterschieden?
Der Autor unterscheidet die Nullphase, die Instrumentalisierungsphase I, die Instrumentalisierungsphase II und die Produktionsphase.
Warum wird der Fußball als prominentes Beispiel angeführt?
Der Fußball wird aufgrund seiner extremen Medienpräsenz, der hohen Zuschauerzahlen und seiner Etablierung als eigenständiger, bedeutender Wirtschaftszweig in Deutschland hervorgehoben.
Wie bewertet der Autor die Kommerzialisierung im Fazit?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass trotz der Bereicherung durch Mega-Events die negativen Auswirkungen auf Werte und Leidenschaft überwiegen und die Kommerzialisierung daher eher kritisch betrachtet werden sollte.
- Arbeit zitieren
- Peter Rackl (Autor:in), 2010, Vermarktung und Kommerzialisierung des Sports, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367213