Fremdwörter im Deutschen. Charakterisierung und Schwierigkeiten


Seminararbeit, 2012
10 Seiten, Note: 3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Die Charakterisierung von Fremdwörtern
2.1 Fremdwörter – Lehnwörter
2.2 Kriterien für Fremdwörter
2.3 Der Deutsche Wortschatz und seine Fremdwörter
2.4 Funktion von Fremdwörtern

3. Schwierigkeiten beim Umgang mit Fremdwörtern
3.1 Die Genitiv-Bildung
3.2 Die Genus-Bildung
3.3 Schreibung
3.3.1 Getrennt- und Zusammenschreibung
3.3.2 Englische Verben
3.3.3 Großschreibung
3.4 Pluralbildung

4.Zusammenfassung

5.Literatur- und Quellenverzeichnis

1.Einleitung

T-Shirts, Downloads und Tablet-PCs

Der Gebrauch von Fremdwörtern ist aus unserer heutigen Gesellschaft kaum mehr weg zudenken. Die Verwendung von französischen, spanischen und vor allem englischen Wörtern hat sich in den Wortschatz vieler schon eingeprägt und wird als selbstverständlich angesehen. Ich denke, dass es vielen nicht einmal mehr auffällt, wie oft und wie sehr Fremdwörter im alltäglichen Sprachgebrauch Einfluss nehmen. Dies ist ein Phänomen des 21.Jahrhunderts und Resultat der globalen und hauptsächlich Computer-orientierten Welt, welche nicht nur Auswirkungen und Veränderungen in der Lebens- und Arbeitswelt nach sich zieht, sondern auch großen Einfluss auf unsere Sprache nimmt.

In der Vergangenheit und in den letzten Jahrhunderten waren überwiegend Sprachen wie Griechisch oder Latein ein großer Bestandteil unserer Sprache, aber durch den immer größer werdenden Einfluss der neuen Medien, sind diese nur noch fast ausschließlich im wissenschaftlichen und akademischen Wortschatz vorhanden. Ärzte, Theologen, Wissenschaftler oder beispielsweise Juristen nehmen also nach wie vor noch reichlich Gebrauch von den „alten Sprachen“ . Man kann somit auch beobachten, dass diese Sprachen in den neueren Medien kaum noch Anwendung finden, sie jedoch auf Grund ihrer Verankerung im wissenschaftlichen Vokabular noch nicht ausgestorben sind und auch noch sehr lange dort Verwendung finden werden. Dies trifft aber kaum noch auf die Alltagssprache zu. Im Moment ist der Einfluss von Fremdwörtern, insbesondere Anglizismen, in der deutschen Sprache sehr stark. Man könnte sagen fast schon enorm. Diese Kuriosität ist insbesondere in der Jugendsprache zu beobachten. Wörter wie „stylish“, „hot“ oder „cool“ sind gar nicht mehr weg zudenken und gehören schon seit einigen Jahren zum festen Vokabular der jüngeren Generation. Aber auch in der Computer- oder Werbesprache in denen Wörter wie „App“ oder „lippglosse“ vorkommen, ist ein enormer Gebrauch von Fremdwörtern zu erkennen. „Manager“, „Business“ oder „Fonds“ gehören zum wirtschaftlichen Sprachgebrauch. Ohne Zweifel kann man damit behaupten, dass es in der modernen Sprache kaum noch üblich ist, richtiges Hochdeutsch zu verwenden. Die deutsch-englische Vermischung nimmt einen immer größeren Standpunkt ein. Ob dies nun positiv oder negativ zu bewerten ist, bleibt abzuwarten. Ich denke jedoch, dass es immer ein gutes Hochdeutsch geben wird. Es ist schließlich jedem selbst überlassen wie oft man von Anglizismen oder anderen Fremdwörtern Gebrauch nimmt.

2. Die Charakterisierung von Fremdwörtern

2.1 Fremdwörter – Lehnwörter

Um Fremdwörter charakterisieren zu können sollte man zunächst darüber informiert werden, was Fremdwörter eigentlich sind. Ein Fremdwort ist „aus einer Fremdsprache übernommenes Wort, das sich der übernehmenden Sprache nicht angepasst hat, im Gegensatz zum Lehnwort.“[1] Beispiele hierfür wären Cowboy, Date oder auch Baguette. Das Fremdwort ist folge dessen ein Wort, welches durchaus einige Bestandteile aus fremden Sprachen besitzt, die jedoch in „Lautstand, Betonung, Flexion [und] Wortbildung“[2] der übernehmenden Sprache und dessen Vokabular nicht integriert wurden. Somit ist auch klar, dass eine Differenzierung zum Lehnwort vorgenommen werden muss:

„Ein aus einer anderen Sprache aufgenommenes Wort, das sich den deutschen Sprachgesetzen angepasst hat“[3] bezeichnet das Lehnwort. Hierfür kann man Tasse, Loipe oder Koala als Beispiele aufführen.

2.2 Kriterien für Fremdwörter

Damit man Fremdwörter auch als solche erkennen kann, gibt es einige Kriterien und Merkmale die uns das ganze erleichtern. Zum einen gibt es bestimmte Teilstücke eines Wortes, die darauf schließen lassen, dass es sich um ein Fremdwort handelt. Ein Nachweis wären bestimmte Wortendungen wie „ing“ im Wort Mobbing oder „ion“ vom Wort Air-Condition. Ein weiteres Merkmal wäre auch die unterschiedliche Aussprache bestimmter Begriffe (zum Beispiel Engagement oder Team). Selbst die Schreibung ist ein Indiz für ein Fremdwort - wie in Business, Bodybuilder und Courage.

Das Institut für Deutsche Sprache nimmt „längst integrierte und assimilierte Wörter“[4] (Fenster, Keller), „veraltete Fremdwörter“[5], „Neologismen der 1980/90 er Jahre“[6] (Aerobic, Party) , „reine Fachtermini“[7] und „Eigennamen sowie deren jeweilige Ausnahmen“[8] Fremdwörter in die bekannten Wörterbücher mit auf. Dies waren nur exemplarisch die wichtigsten Auswahlkriterien, da es insgesamt noch einige mehr gibt.

2.3 Der Deutsche Wortschatz und seine Fremdwörter

Grundsätzlich ist festzustellen, dass Fremdwörter eine sehr große Anteilnahme im deutschen Wortschatz besitzen. Es gibt auch internationale Fremdwörter, die in vielen allen Ländern gebraucht werden, diese nennt man internationalismen. Zweifelsfrei sind für uns viele Wörter aus dem Englischen oder Französischen kaum noch aus unserem Vokabular wegzudenken. Aber auch aus vielen anderen Kulturen und Sprachen haben es Wörter zu uns geschafft. Der Fremdwörter-Duden nennt über 100 Sprachen die auf das Deutsche Einfluss haben. Meist ist es sogar so, dass es in der deutschen Sprache dafür gar keinen konkreten Ausdruck gibt oder dieser sehr veraltet ist und seltenst benutzt wird. Letzteres sind vor allem Wörter aus der Jugendsprache oder bestimmte Trendwörter. Aber all das ist nichts neues. Seit Jahrhunderten, von Generation zu Generation, gibt es immer wieder Fremdwörter die das deutsche Vokabular ergänzen. Durch die rasche Globalisierung, Innovationen und die Schöpfung neuer Dinge, ist es einfach notwendig dafür auch neue Wörter zu haben. Prinzipiell gibt es also schon immer reichlich Fremdwörter, nur haben sich die meisten schon so an unsere Sprache angepasst, dass sie kaum noch erkannt werden oder als solche zu identifizieren sind. Der prozentuale Anteil der Fremdwörter im Deutschen liegt bei etwa 20 Prozent. Dies bedeutet, dass bei den circa 500.000 Wörter im Duden, etwa 100.000 Fremdwörter dabei sind. In einem normalen Zeitungsartikel beträgt der Anteil zwischen 8 und 9 Prozent. Man kann also behaupten, dass die deutsche Sprache ohne Fremdwörter kaum noch auskommt.[9]

2.4 Funktion von Fremdwörtern

Der relativ hohe Anteil an Fremdwörtern in der deutschen Sprache wirft natürlich auch die Frage auf, ob es Regeln für den richtigen Gebrauch gibt. „Ob man in einem Gespräch oder in einem schriftlichen Text Fremdwörter verwenden sollte“[10] „ist häufig eine Frage des Stils oder des Sprachempfindens“[11] Also je nach Sprachsituation und Empfinden werden fremde Wörter benutzt. Zumeist aber vor allem dann, wenn die Benutzung nicht vermeidbar ist. „Wie sollten wir etwa ein Wort wie Computer oder Kathete eingedeutscht wiedergeben? Vielleicht mit den Begriffen Rechenmaschine oder Seite des rechten Winkels in einem Dreieck?“[12] Man erkennt hier klar und deutlich, dass dies hier als unpassend, umständlich oder komisch wirkt.

3. Schwierigkeiten beim Umgang mit Fremdwörtern

Der Umgang mit Fremdwörtern im deutschen Sprachgebrauch, bringt auch viele Schwierigkeiten mit sich. Die Pluralbildung, die Genitiv-Bildung, die richtige Schreibung sowie die Genus-Bildung sind nicht immer klar und deutlich und zeigen uns auch einige Sonderfälle und Zweifelsfälle in der deutschen Sprache. Im Folgenden wird auf die Teilgebiete im Einzelnen vertieft eingegangen.

3.1 Die Genitiv-Bildung

Grundsätzlich kann man sagen, dass Nomen von Fremdwörtern sowohl schwach als auch schwach dekliniert. Momentan ist es jedoch so, dass die Nomen so behandelt werden, als seien sie starke Nomen der deutschen Sprache. Man unterscheidet folglich unter anderem auch zwischen männlichen und weiblichen Nomen fremdsprachiger Wörter. Bei den sächlichen und männlichen Nomen erhalten die Wörter ein Endungs „s“ im Genitiv. Anders als wie im Englischen, beispielsweise, wird hier auf einen Apostroph gänzlich verzichtet.

[...]


[1] Vgl.Brockhaus in einem Band, 1998, Seite 301

[2] Internetquelle a

[3] Vgl.Brockhaus in einem Band, 1998, Seite527

[4] Internetquelle b

[5] Internetquelle b

[6] Internetquelle b

[7] Internetquelle b

[8] Internetquelle b

[9] Internetquelle c

[10] Vgl. Fremdwörter-Lexikon, 2002, Seite11

[11] Vgl. Fremdwörter-Lexikon, 2002, Seite 11

[12] Vgl. Fremdwörter-Lexikon, 2002, Seite 12

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Details

Titel
Fremdwörter im Deutschen. Charakterisierung und Schwierigkeiten
Hochschule
Universität Regensburg
Note
3
Autor
Jahr
2012
Seiten
10
Katalognummer
V367229
ISBN (eBook)
9783668459434
ISBN (Buch)
9783668459441
Dateigröße
814 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fremdwort, Linguistik, Sprachwissenschaft, Anglizismus
Arbeit zitieren
Peter Rackl (Autor), 2012, Fremdwörter im Deutschen. Charakterisierung und Schwierigkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367229

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