Im Zuge dieser Arbeit wird versucht herauszufinden, was genau das Selbstwertgefühl ist, wie es sich im Kontext einer empirischen Wissenschaft messen lässt, wie es sich im Laufe des Lebens entwickelt und ob die Frage zu klären ist, ob ein direkter Einfluss auf schulische Leistung, die soziale Interaktion, wie auch die psychische Gesundheit existiert.
Ein Gefühl lässt sich nur schwer im Rahmen einer empirischen Wissenschaft untersuchen, da es sich um eine individuelle und oftmals subjektive Empfindung handelt. In etlichen Forschungsarbeiten, wird das Selbstwertgefühl lediglich als eine Variable betrachtet, auf die im Kontext einer gewissen Fragestellung nur kurz eingegangen wird. Allerdings existieren zahlreiche Studien darüber, dass ein niedriges Selbstwertgefühl wichtige Lebensbereiche negativ beeinflussen kann und in Verbindung mit Angstzuständen und Depressionen steht, während sich ein hohes Selbstwertgefühl positiv auf die eigene Gesundheit und die soziale Interaktion auswirken kann. Es gibt allerdings auch Studien, welche den Einfluss des Selbstwertgefühles auf diese Lebensbereiche als insignifikant darstellen. In den USA wurde das Thema zum Anlass genommen die ‚California Task Force to Promote Self-Esteem and Personal and Social Responicibility‘ zu gründen, ein Zusammenschluss aus Experten auf diesem Gebiet, da Eltern, Lehrer und Politiker einen direkten Zusammenhang zwischen Misserfolgen in der Schule, den Hang zur Kriminalität, Drogenmissbrauch und einem niedrigen Selbstwertgefühl bei Kindern sahen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung/Relevanz
2. Definitionen und Bedeutung
3. Rosenberg’s Self-Esteem-Scale
4. Einflüsse auf das Selbstwertgefühl
5. Auswirkungen des Selbstwertgefühls
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konstrukt des Selbstwertgefühls unter Berücksichtigung verschiedener psychologischer Definitionen, wissenschaftlicher Messmethoden sowie der Einflüsse und Auswirkungen auf die menschliche Entwicklung und das soziale Verhalten.
- Theoretische Grundlagen und Definitionen des Selbstwertbegriffs
- Methodische Erfassung durch die Rosenberg’s Self-Esteem-Scale (RSES)
- Entwicklungspsychologische Einflüsse durch das soziale Umfeld und die Erziehung
- Zusammenhänge zwischen Selbstwertgefühl, psychischer Gesundheit und sozialer Interaktion
- Kritische Reflexion über den Einfluss des Selbstwerts auf schulischen und beruflichen Erfolg
Auszug aus dem Buch
Einflüsse auf das Selbstwertgefühl
Die meisten Studien beschäftigen sich mit der Entwicklung von Kindesalter an, was darauf zurückzuführen ist, dass gewisse vermittelte oder angeeignete Denkweisen in Bezug auf den Wert der eigenen Person, ihren Ursprung meist in der Erziehung haben und somit das engere soziale Umfeld zu dieser Zeit, zu den stärksten Einflussfaktoren auf das Selbstwertgefühl gehört. Ein positives Selbstwertgefühl basiert demzufolge auf verschiedenen Faktoren, allen voran allerdings die Beziehung zwischen dem Kind und seinen Eltern (u.a. Harter 1983, S.275-350). Coopersmith gilt als einer der Wegbereiter für diese Annahme und verwies in einer seiner Studien darauf, dass die Fähigkeit eine positive Einstellung zu sich selbst zu haben stark damit korreliert, wie die Eltern mit ihrem Kind umgehen (Coopersmith 1967). Die ersten sozialen Interaktionen finden nun mal im eigenen zu Hause statt und steuern in hohem Maße dazu bei, wie die Bewertung der eigenen Person ausfällt. Selbstwertdienliche Verhaltensweisen der Eltern sind nach Coopersmiths Ansicht die Akzeptanz des Kindes, das Vorgeben von klar definierten Regeln und Grenzen, sowie die freie Entfaltung des Kindes, indem man auf die Individualität des Kindes innerhalb der vordefinierten Regeln eingeht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung/Relevanz: Erläutert die Schwierigkeit der empirischen Untersuchung von subjektiven Gefühlen und stellt die Relevanz des Selbstwertgefühls für diverse Lebensbereiche dar.
2. Definitionen und Bedeutung: Beleuchtet verschiedene theoretische Ansätze zur Definition des Selbstwertgefühls, von William James bis hin zu modernen zweidimensionalen Modellen.
3. Rosenberg’s Self-Esteem-Scale: Beschreibt das wissenschaftliche Standardmessinstrument zur Erfassung des Selbstwertgefühls und dessen kritische Bewertung in der Forschung.
4. Einflüsse auf das Selbstwertgefühl: Analysiert die prägende Rolle der elterlichen Erziehung sowie die Entwicklung des Selbstwerts im späteren Lebensverlauf durch soziale Interaktionen.
5. Auswirkungen des Selbstwertgefühls: Untersucht die Korrelationen zwischen dem Selbstwert und Variablen wie Gesundheit, Erfolg und sozialem Verhalten unter Berücksichtigung aktueller Langzeitstudien.
6. Fazit: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die Entstehung, Messung und die ambivalenten Auswirkungen eines hohen Selbstwertgefühls zusammen.
Schlüsselwörter
Selbstwertgefühl, Rosenberg’s Self-Esteem-Scale, Psychologie, Erziehung, soziale Interaktion, Selbstbild, Persönlichkeitsmerkmale, Narzissmus, psychische Gesundheit, Selbstvaluation, Entwicklung, Kindheit, Erfolg, Verhaltensökonomie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der psychologischen Untersuchung des Selbstwertgefühls, dessen Entstehung sowie dessen Einfluss auf die individuelle Entwicklung und das gesellschaftliche Handeln.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition des Selbstwertgefühls, dessen methodische Messung, die Bedeutung der frühen Kindheit für die Entwicklung und die Auswirkungen auf Gesundheit und soziale Interaktionen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu klären, wie Selbstwert definiert wird, wie er wissenschaftlich messbar ist und ob ein direkter kausaler Einfluss auf Leistung, soziale Interaktion und Gesundheit existiert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und vergleicht verschiedene psychologische Studien und Erhebungsinstrumente, insbesondere die Rosenberg’s Self-Esteem-Scale.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen die Einflüsse des familiären Umfelds und die Korrelationen zwischen Selbstwert und verschiedenen Lebensbereichen wie akademischem Erfolg und psychischer Stabilität diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Selbstwertgefühl, Rosenberg-Skala, Persönlichkeitsentwicklung, psychische Gesundheit und soziale Integration.
Warum ist das soziale Umfeld in der Kindheit so bedeutsam für den Selbstwert?
Studien zeigen, dass die elterliche Akzeptanz und die Strukturierung durch Regeln in der frühen Kindheit die Basis für die spätere Fähigkeit bilden, eine positive Einstellung zur eigenen Person zu entwickeln.
Gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen hohem Selbstwert und beruflichem Erfolg?
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass es keinen wissenschaftlich erwiesenen direkten Kausalzusammenhang gibt; vielmehr scheinen Erfolge den Selbstwert zu stärken, nicht umgekehrt.
Kann ein zu hohes Selbstwertgefühl schädlich sein?
Ja, die Arbeit verweist darauf, dass eine instabile oder übersteigerte Selbstwertschätzung in Narzissmus oder aggressives Sozialverhalten umschlagen kann.
- Citar trabajo
- Michael Schkred (Autor), 2016, Einfluss des Selbstwertgefühls auf die eigene Person und die damit verbundenen psychologischen Aspekte, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367234