Die Verantwortung ist unmittelbar mit der Aufgabe des Führens verwoben. Einzig und allein der Chef hat es in der Hand wie die Arbeitsmoral im Team ist, wie produktiv gearbeitet wird und wie gut die erzielten Ergebnisse sind. An dieser Stelle wird deutlich welche bedeutsame rolle die Kommunikation bei der Führung eines Betriebs o. Ä. hat. Als Vorgesetzter bestimmt man nämlich durch die Kommunikation, durch das Führen von und das Führen durch Gespräche die Richtung in die es geht, bzw. in die es gehen soll, um das Optimum zu erreichen. Die Art und Weise wie mit Mitarbeitern kommuniziert wird hängt von der sozialen Kompetenz der Führungskraft ab und kann Produktivität, Motivation sowie Loyalität der Mitwirkenden positiv beeinflussen. Dabei st es wichtig zu wissen, dass es sehr viele verschiedene Arten von Gesprächen zwischen Chef und Mitarbeiter gibt, die alle unterschiedlich in ihrem Aufbau ablaufen. Um eine vorerst grobe Trennung vorzunehmen kann man Gesprächsarten zunächst einmal in positive und negative Gespräche unterteilen. „Die positiven Gespräche sind all diejenigen, die man gern führt, die bereits beim ersten angesetzten Termin auch tatsächlich stattfinden, […], auf die man sich sogar freut und vor denen es einen in keinem Fall graust“. Im Gegensatz dazu sind unter den negativen Gesprächen diejenigen zusammenzufassen, die man nicht gerne führt, die man gerne aufschiebt und bei denen man seinen Mitarbeitern Kritik entgegenbringen oder unerfreuliche Nachrichten verkünden muss. Hierunter fallen Gespräche zum Thema Fehlverhalten, Leistungsabfall, Problembehandlung etc. Es gibt jedoch auch Gesprächsarten, die sowohl positive, als auch negative Aspekte beinhalten. In diesen Fällen ist keine strikte Einteilung in positive Gesprächsarten oder negative Gesprächsarten möglich. Deshalb wird bei der Einteilung die Stimmung des Chefs sein, die die Einteilung einleitet. Fühlt der Vorgesetzte sich unwohl bei einem bestimmten zu führenden Gespräch, so teilt er dies in die kritische Gesprächsartsparte ein. Im Folgenden soll nun dargestellt werden wie es zu einer erfolgreichen Kommunikation kommt und welche verschiedenen Arten der Kommunikation es gibt. Dabei werden das Kritikgespräch, das Zielvereinbarungsgespräch und das Problemlösungsgespräch näher beleuchtet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die erfolgreiche Kommunikation
2.1 Der Gesprächsablauf
2.1.1 Die Anfangsphase oder die Phase der Kontaktaufnahme
2.1.2 Die Strukturierungsphase, die Argumentationsphase und die Beschlussphase
2.1.3 Die Abschlussphase
2.2 Rahmenfaktoren
2.3 Rhetorik
3. Das Kritikgespräch
3.1 Der Ablauf eines Kritikgesprächs
3.1.1 Die Vorbereitung
3.1.2 Die Durchführung
3.1.3 Die Nachbereitung
4. Das Problemlösungsgespräch
5. Das Zielvereinbarungsgespräch
5.1 Der Ablauf eines Zielvereinbarungsgesprächs
5.1.1 Die Vorbereitung
5.1.2 Die Durchführung
5.1.3 Die Rückmeldung
6. Zusammenfassung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Mitarbeitergesprächen als essenzielles Instrument der Personalführung. Ziel ist es, die Grundlagen einer erfolgreichen Kommunikation zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern darzulegen und konkrete Gesprächsformen zu analysieren, um Führungskräften eine Hilfestellung für eine effektive, motivierende und lösungsorientierte Gesprächsführung zu bieten.
- Grundlagen und Phasenstruktur erfolgreicher Kommunikation
- Die Rolle von Rahmenfaktoren und nonverbalen Signalen in Mitarbeitergesprächen
- Einsatz von Rhetorik und Fragetechniken, wie der PAKKO-Methode
- Systematische Durchführung von Kritik-, Problemlösungs- und Zielvereinbarungsgesprächen
- Bedeutung der Gesprächsführung für die Führungstätigkeit und den Unternehmenserfolg
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Die Vorbereitung
Von besonderer Wichtigkeit ist die intensive Vorbereitung auf ein Kritikgespräch. Gerade bei dieser heiklen Gesprächsart müssen Beobachtungen belegbar sein, am besten anhand von Daten oder Fakten. Der Vorgesetzte muss seine Vorwürfe bzw. seine Kritik handfest belegen können, da der Angesprochene sich sonst angegriffen fühlen könnte oder sich in Ausflüchte zu retten versucht.
Des weitern sollte der Vorgesetzte wissen wie es um den Mitarbeiter gestellt ist, d.h. eventuelle Hintergrundinformationen einholen, um mit Schwierigkeiten, die unter Umständen auftreten können, umgehen zu können. Es ist demzufolge sehr wichtig, dass sich beide Gesprächsseiten genug Zeit dafür nehmen sich auf das Gespräch vorzubereiten.
Als Führungskraft sollte man bei der Vorbereitung folgendermaßen vorgehen:
1. Das Gesprächsziel festlegen
Wenn die Kritik zu einer für beide Parteien akzeptable Lösung führen soll, kann es verschiedene Teilziele geben:
- der Mitarbeiter versteht die Problematik
- er erkennt seinen Fehler
- er ist dazu bereit sein Verhalten angemessen zu ändern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Kommunikation als zentrale Führungsaufgabe und differenziert zwischen positiven und negativen Gesprächsarten im Arbeitsalltag.
2. Die erfolgreiche Kommunikation: Dieses Kapitel erläutert die Phasenstruktur von Gesprächen, die Bedeutung nonverbaler Signale als Rahmenfaktoren sowie den gezielten Einsatz von Rhetorik.
3. Das Kritikgespräch: Das Kapitel definiert das Kritikgespräch als Instrument des Führungsstils zur Leistungssteigerung und Verhaltenskorrektur und beschreibt dessen Ablaufphasen.
4. Das Problemlösungsgespräch: Es wird dargelegt, wie Problemlösungsgespräche durch zeitnahe Ankündigung und faktenbasierte Argumentation zielgerichtet geführt werden können.
5. Das Zielvereinbarungsgespräch: Dieses Kapitel thematisiert die gemeinsame Erarbeitung von Zielen als Grundlage für Vereinbarungen, die von beiden Partnern getragen werden.
6. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass Kommunikation die unverzichtbare Grundlage aller Führungstätigkeit darstellt und Mitarbeitergespräche essenziell für den Unternehmenserfolg sind.
Schlüsselwörter
Mitarbeitergespräche, Personalführung, Kommunikation, Gesprächsführung, Kritikgespräch, Problemlösungsgespräch, Zielvereinbarungsgespräch, Rhetorik, PAKKO-Methode, nonverbale Kommunikation, Führungskraft, Mitarbeiter, Dialog, Feedback, Arbeitsmoral.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Bedeutung und methodische Durchführung von Mitarbeitergesprächen als wichtigste Instanz moderner Personalführung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der erfolgreichen Kommunikation, der Vorbereitung und Durchführung verschiedener Gesprächsformen wie Kritik-, Problem- und Zielvereinbarungsgesprächen sowie der Bedeutung rhetorischer und nonverbaler Mittel.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, Führungskräften einen Leitfaden an die Hand zu geben, wie Gespräche im beruflichen Alltag professionell und konstruktiv gestaltet werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Aufarbeitung von Fachliteratur sowie relevanten Internetquellen zum Thema Kommunikation und Führung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Kommunikation (Phasen, Rhetorik, Rahmenfaktoren) und die praxisorientierte Anwendung in drei spezifischen Gesprächsarten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Mitarbeitergespräch, Führungskompetenz, Dialog, lösungsorientierte Kritik, Zielvereinbarung und nonverbale Kommunikation.
Warum ist die Vorbereitung bei einem Kritikgespräch so entscheidend?
Da Kritikgespräche als heikel empfunden werden, sind eine intensive Vorbereitung und eine faktenbasierte Argumentation unerlässlich, um Abwehrhaltungen zu vermeiden und eine sachliche Lernatmosphäre zu schaffen.
Was zeichnet ein erfolgreiches Zielvereinbarungsgespräch aus?
Ein erfolgreiches Zielvereinbarungsgespräch ist dadurch gekennzeichnet, dass beide Partner die Ziele gemeinsam erarbeiten, diese präzisieren, Unterstützung vereinbaren und die Ergebnisse schriftlich festhalten.
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- Katrin Kruse (Author), 2005, Mitarbeitergespräche als wichtigste Führungsinstanz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36728