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Analyse des Romans "Die Vermesseung der Welt". Wird eine indirekte Kolonialisierung thematisiert?

Título: Analyse des Romans "Die Vermesseung der Welt". Wird eine indirekte Kolonialisierung thematisiert?

Trabajo Escrito , 2014 , 12 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Ioanna Delliou (Autor)

Filología alemana - Literatura comparada
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Vom 18. bis zum 20. Jahrhundert ist die Kolonialisierung eines der wichtigsten Problemfelder der deustchen Literatur. Eine Entwicklungsgeschichte des Kolonialen in der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts vorzulegen, wäre trotzdem „Vermessen“.
Daniel Kehlmann beschreibt in seinem erfolgreichen Roman mit dem Titel „Die Vermessung der Welt” die Reise der historischen Figur Alexanders von Humboldt, die als Ziel die Vermessung der Welt hat. Ganz literarisch und mit historisch beweisbaren Ereignisse kann man die legendären Figuren von Alexander von Humboldt und seinem Bruder Wilhelm von Humboldt, den berühmten Mathematiker und Astronom Carl Friedrich Gauß und dessen Sohn Eugen Gauß sowie den Botaniker und Reisebegleiter Humboldts, Aime Bonpland, kennenlernen.
Wenn man das Buch liest, steht man vielen Problematiken gegenüber. Aus persönlicher Erfahrung konnte ich sofort den Willen, die Seelen, die Charaktere und die Leben der wichtigen historischen Personen verstehen, analysieren und gleichzeitig fragte ich mich, welcher der Sinn im Vermessen liege. Spielte nur die persönlche Motivation Humboldts eine Rolle oder gibt es noch weitere Gründe, warum sie die Welt vermessen? Welches Ziel hat diese Messung und hat die Vermessung die Kolonialisierung geboren?
In dieser Arbeit folgt ein Versuch all diese Fragen in meinem Ermessen und mit Hilfe von zahlreichen Quellen zu beantworten.

[Die Autorin ist keine Muttersprachlerin. Wir bitten die Fehler im Text zu entschuldigen.]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Daniel Kehlmann: Leben und Werk

2.1 Biografie

2.2 Daniel Kehlmanns Rezeption für „Die Vermessung der Welt”

2.3 Historischer Hintergrund des Romans “Die Vermessung der Welt”

2.4 Sprache und Stil

2.5 Realität und Fiktion

3. Personenkonstellation , Charakteristiken und historischer Vergleich der Hauptfiguren

3.1 Charakterisierung und historischer Vergleich Alexanders von Humboldt

3.2 Charakterisierung und historischer Vergleich von Carl Friedrich Gauß

4. Eine indirekte Kolonialisierung?

4.1 Warum Vermessen Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß?

4.2 Sinn der Kolonialisierung – Geht es um eine indirekte Kolonialisierung?

5. Schluss

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Daniel Kehlmanns Roman „Die Vermessung der Welt“ im Kontext einer möglichen indirekten Kolonialisierung durch wissenschaftliche Vermessung und Erfassung der Welt. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern das Bestreben der Protagonisten Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß, die Welt durch Messungen zu begreifen, eine Form der Machtausübung und subtilen Kolonialherrschaft darstellt.

  • Biografische Einordnung von Daniel Kehlmann und Rezeptionsgeschichte des Romans
  • Analyse des historischen Hintergrunds und literarischer Gestaltungsmittel
  • Detaillierter Vergleich der Hauptfiguren Humboldt und Gauß hinsichtlich ihrer Motivation
  • Untersuchung der Verbindung zwischen wissenschaftlichem Fortschrittsstreben und kolonialen Machtstrukturen

Auszug aus dem Buch

3. Personenkonstellation , Charakteristiken und historischer Vergleich der Hauptfiguren

Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt (14. September 1769 in Berlin geboren, 6. Mai 1859 gestorben) ist sowohl in der Geschichte als auch im Daniel Kehlmanns Roman ein deutscher Naturforscher mit einem weltweiten Wirkungsfeld und in beiden Fällen unternahm er zwei Weltreisen. Von 1799 bis 1804 reist er durch die spanischen Kolonien in Amerika und im Jahr 1829 durch das russische Asien bis an die chinesische Grenze. Sein älterer Bruder heißt Wilhelm von Humboldt. Gemäß Kehlmann ist Alexander -im Gegesatz zu Wilhelm- als Kind eher schwächlich und wortkarg. Beide Brüder sind von Privatlehrern unterrichtet, wobei Alexanders Noten mittelmäßiger sind (vgl. S. 20). Erst seine Todeserfahrung nach dem Unfall auf dem gefrorenen See verändert ihn grundlegend. Beide Brüder besuchen schon früh den Salon von Henriette Herz, wo sie sich mit anderen gebildeten Leuten treffen, über Gott und ihre Gefühle sprechen und einander Briefe schreiben. Kunth als Haushofmeister für die Ausbildung der Brüder verantwortlich, begründet die Notwendigkeit, in Henriettes Salon zu verkehren, damit, dass diese Zusammenkünfte ihrer „Herzensbildung” dienen sollen. Dieses Geschehen ist auch historische beweisbar.

Mit der Zeit entwickelt Alexander eine Zielstrebigkeit, die seinem beruflichen Fortgang sehr hilfreich ist. Als er eines Tages beim Botaniker Wildenow zum ersten Mal getrocknete Tropenpflazen untersucht, teilt er Kunth mit, dass er nun wisse, womit er sich befassen wolle: „Mit dem Leben“ (S.26). Nach Abschluss seines Studiums erwibt Alexander zunächst dem Amtstitel eines Assessors beim Berg- und Hüttendepartment, bevor er nur wenige Monate später Bergwerksinspektor wird. Humboldt trägt von nun an die Uniform , und legt sie aus Gründen der Selbstdisziplin nicht mehr ab (vgl. S. 30 f.). Schon seine ersten Experimente zeigen, dass er Schmerzen nicht nur ignoriert, sondern fast schon masochistisch genießt (vgl. S.31ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Kolonialgeschichte in der deutschen Literatur ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Bedeutung des Vermessens als mögliche indirekte Kolonialisierung.

2. Daniel Kehlmann: Leben und Werk: Dieses Kapitel liefert biografische Eckdaten zum Autor und beleuchtet die Rezeption des Romans, seinen historischen Kontext sowie die angewandten sprachlichen und stilistischen Mittel.

3. Personenkonstellation , Charakteristiken und historischer Vergleich der Hauptfiguren: Hier werden die Biografien und Charakterzüge von Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß detailliert dargestellt und mit den historischen Vorbildern verglichen.

4. Eine indirekte Kolonialisierung?: Dieser Hauptteil analysiert die unterschiedliche Motivation beider Figuren zum Vermessen und diskutiert kritisch, ob dieses Wirken als Form der indirekten Kolonialisierung zu verstehen ist.

5. Schluss: Die Zusammenfassung zieht ein Resümee, in dem der Autor zu dem Ergebnis kommt, dass das Vermessen eine Form subtiler Machtausübung darstellt, die Konsequenzen für die ganze Welt nach sich zieht.

6. Literatur: Das Verzeichnis listet die verwendete Primärliteratur, Sekundärliteratur und Internetquellen auf.

Schlüsselwörter

Daniel Kehlmann, Die Vermessung der Welt, Alexander von Humboldt, Carl Friedrich Gauß, Kolonialisierung, Wissenschaftsgeschichte, Literaturwissenschaft, Episches Präteritum, Weimarer Klassik, Aufklärung, Forschungsreise, Macht, Weltbild, Literaturkritik, Naturwissenschaften

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, inwieweit der Roman „Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann das wissenschaftliche Erfassen der Welt als eine Form der indirekten Kolonialisierung darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die historische und literarische Figur des Alexander von Humboldt, die Rolle der Wissenschaft im 18. und 19. Jahrhundert sowie die ethischen Implikationen von Entdeckungsreisen und Kartografierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob das Streben von Humboldt und Gauß, die Welt zu vermessen, ein Instrument der Herrschaftsausübung war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse, die den Roman mit historischen Biografien sowie fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Personenkonstellation, den individuellen Motivationen der Protagonisten und der kritischen Reflexion über den Sinn der Kolonialisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kolonialisierung, Wissenschaftsgeschichte, Aufklärung, Weltreisen und das Spannungsfeld zwischen Fiktion und Realität.

Wie unterscheidet sich die Motivation von Humboldt und Gauß?

Während Humboldt die Welt aus einem inneren Trieb heraus und zur Erlangung von umfassendem Wissen vermisst, dient das Vermessen für Gauß primär dem pragmatischen Lebensunterhalt.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich Humboldt?

Die Autorin schlussfolgert, dass Humboldt durch seine Arbeit eine subtile, indirekte Kolonialisierung betrieben hat, da sein Wissen mit dem Streben nach Herrschaft über die Natur und fremde Räume verbunden war.

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Detalles

Título
Analyse des Romans "Die Vermesseung der Welt". Wird eine indirekte Kolonialisierung thematisiert?
Universidad
Aristotle University of Thessaloniki  (Aristoteles Universität Thessaloniki)
Calificación
1,5
Autor
Ioanna Delliou (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
12
No. de catálogo
V367329
ISBN (Ebook)
9783668468405
ISBN (Libro)
9783668468412
Idioma
Alemán
Etiqueta
analyse romans vermesseung welt wird kolonialisierung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ioanna Delliou (Autor), 2014, Analyse des Romans "Die Vermesseung der Welt". Wird eine indirekte Kolonialisierung thematisiert?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367329
Leer eBook
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