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Langzeitarbeitslose als Zielgruppe der Sozialpolitik

Zur Wirksamkeit von Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung

Titel: Langzeitarbeitslose als Zielgruppe der Sozialpolitik

Ausarbeitung , 2014 , 24 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Dennis Rothstein (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Ausarbeitung widmet sich dem Thema Arbeitslosigkeit als zentrales Handlungsfeld der Sozialpolitik in Deutschland. Dazu wird zunächst hinterfragt, welche gesellschaftliche und individuelle Bedeutung Arbeit, respektive Arbeitslosigkeit, hat. Diese Annäherung an das Thema soll einen Eindruck davon vermitteln, welche soziale Relevanz Arbeitslosigkeit hat und warum es sozialpolitische Instrumente und Förderangebote zur Bewältigung dieses gesellschaftlichen Problems gibt.

Im nächsten Schritt werden Arbeitsgelegenheiten nach §16d SGB II in den Fokus gerückt und deren Zielsetzung und Rahmenbedingungen betrachtet. Nachdem zuvor die Ausgangsfrage lautete "Warum gibt es Absicherung und Förderung bei Arbeitslosigkeit?" heißt die Fragestellung mit Blick auf den ausgewählten Ansatz der Arbeitsgelegenheiten nun: "Wie werden die Förderangebote umgesetzt?" Arbeitsgelegenheiten stellen für Arbeitslose im SGB II Leistungsbezug eines von vielen Förderangeboten dar, die zur besseren Wiedereingliederung in das Erwerbsleben beitragen sollen.

Ob die Arbeitsgelegenheiten ihre intendierten Wirkungen entfalten und welche weiteren Effekte sie laut entsprechender Forschungsergebnisse hervorbringen, wird in Kapitel 3 dargestellt und analysiert.
Abschließend werden die zentralen Aussagen in einem Fazit zusammengefasst. Außerdem wird dort ein Bezug von Arbeitsgelegenheiten zu dem Prinzip "Fördern und Fordern" hergestellt, welches die Grundlage und den Rahmen aller Leistungen des SGB II darstellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gesellschaftliche und individuelle Relevanz des sozialen Problems „Langzeitarbeitslosigkeit“

3. Zielsetzung, Rahmenbedingungen und Durchführung von Arbeitsgelegenheiten nach §16d SGB II

4. Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit von Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (AGH MAE) als arbeitsmarktpolitisches Instrument im Rahmen des SGB II. Dabei wird insbesondere analysiert, inwieweit diese Maßnahmen tatsächlich als Brücke in den ersten Arbeitsmarkt fungieren können oder ob sie primär der sozialen Integration und der Aufrechterhaltung von Tagesstrukturen dienen.

  • Gesellschaftliche Bedeutung von Arbeit und die Folgen von Langzeitarbeitslosigkeit
  • Rechtliche Grundlagen und Zielsetzungen von Arbeitsgelegenheiten nach §16d SGB II
  • Analyse der Wettbewerbsneutralität und Substitutionsrisiken
  • Evaluation der Vermittlungschancen in den ersten Arbeitsmarkt
  • Diskussion des Prinzips „Fördern und Fordern“ im Kontext der Arbeitsmarktpolitik

Auszug aus dem Buch

4. Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung

Die AGH stehen immer wieder bezüglich ihrer Effekte, ihres Nutzens und der Wirksamkeit in der Kritik. Aus arbeitsmarktpolitischer Sicht wird argumentiert, dass sich AGH trotz der Fördervoraussetzungen (Zusätzlichkeit und öffentliches Interesse) negativ auf bestehende Arbeitsverhältnisse auswirken und diese verdrängen oder ersetzen. Sozialpolitisch betrachtet heißt es, dass die intendierten Ziele der sozialen Integration nicht erreicht werden und aus wirtschaftlicher Sicht besteht die Annahme, dass die Zusatzjobs viel kosten und kaum Übergänge in reguläre Beschäftigung zur Folge haben (Bäcker/Naegele/Bispink/Hofemann/ Neubauer 2008, S. 564).

Diese Kritikpunkte sollen nun mit Bezug auf Forschungsergebnisse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) genauer betrachtet werden. An einer repräsentativen Studie zu Einsatz und Wirkungsweisen von Arbeitsgelegenheiten haben sich Ende 2005 fast 12.000 Betriebe beteiligt. Nachfolgend werden die Ergebnisse in thematisch sortierten Blöcken dargestellt und analysiert:

Wettbewerbsneutralität

Die vermuteten negativen Auswirkungen auf bestehende Arbeitsverhältnisse werden als Substitution bezeichnet. Diese kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen:

Direkte Substitution: Offenkundige Entlassung von regulärem Personal zu Gunsten des Einsatzes von Zusatzjobbern.

Versteckte Substitution: Stellen, die frei werden (z.B. wegen Eintritt in den Ruhestand) werden von Zusatzjobbern besetzt oder eine geplante Aufstockung des Stellenumfangs wird durch AGH Teilnehmer kompensiert.

Schleichende Substitution: Tätigkeiten werden auf Zusatzjobber verlagert und aufgrund der wegfallenden Aufgaben für andere Beschäftigte wird deren Arbeit reduziert oder es drohen Entlassungen aufgrund „fehlender“ Arbeitsinhalte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Arbeitslosigkeit als zentrales Handlungsfeld der Sozialpolitik ein und beschreibt das Ziel der Arbeit, die Umsetzung und Wirkung von Arbeitsgelegenheiten zu analysieren.

2. Gesellschaftliche und individuelle Relevanz des sozialen Problems „Langzeitarbeitslosigkeit“: Das Kapitel beleuchtet die finanziellen und psycho-sozialen Auswirkungen von Arbeitslosigkeit und erläutert das Prinzip „Fördern und Fordern“ im SGB II.

3. Zielsetzung, Rahmenbedingungen und Durchführung von Arbeitsgelegenheiten nach §16d SGB II: Hier werden die Struktur, Finanzierung und die gesetzlichen Anforderungen wie Zusätzlichkeit und öffentliches Interesse von Arbeitsgelegenheiten (AGH) dargestellt.

4. Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung: Dieses Kapitel evaluiert anhand von IAB-Studien die tatsächliche Wirkung der Maßnahmen hinsichtlich Wettbewerbsneutralität, Vermittlungschancen und Nachhaltigkeit.

Schlüsselwörter

Langzeitarbeitslosigkeit, SGB II, Arbeitsgelegenheiten, Mehraufwandsentschädigung, Arbeitsförderung, Fördern und Fordern, Arbeitsmarktpolitik, Substitutionsrisiko, Eingliederung, Arbeitsmarktforschung, soziale Integration, Zusatzjobs, Beschäftigungsfähigkeit, Leistungsbezug, Sozialpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Wirksamkeit von Arbeitsgelegenheiten (AGH) mit Mehraufwandsentschädigung für Langzeitarbeitslose im Kontext des SGB II.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die sozialen Folgen der Arbeitslosigkeit, die gesetzlichen Rahmenbedingungen von Arbeitsgelegenheiten sowie deren arbeitsmarktpolitische Effektivität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu hinterfragen, ob Arbeitsgelegenheiten tatsächlich eine Brücke in den ersten Arbeitsmarkt bilden können oder ob sie eher der sozialen Stabilisierung dienen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Sekundäranalyse von Studien, insbesondere Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Maßnahmen, kritisch hinterfragt unter Aspekten der Wettbewerbsneutralität und der Eingliederungschancen.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Langzeitarbeitslosigkeit, Arbeitsgelegenheiten (AGH), das Prinzip „Fördern und Fordern“ sowie das Phänomen der Substitution auf dem Arbeitsmarkt.

Warum kritisiert der Autor die Übernahmechancen aus Arbeitsgelegenheiten?

Der Autor weist darauf hin, dass nur sehr wenige Betriebe tatsächlich eine dauerhafte Übernahme in ein reguläres Arbeitsverhältnis planen, da die Stellen primär durch öffentliche Gelder refinanziert werden.

Welche Empfehlung gibt der Autor für den Grundsatz „Fördern vor Fordern“?

Der Autor empfiehlt bei Langzeitarbeitslosen mit multiplen Vermittlungshemmnissen eine stärkere Gewichtung der Unterstützung („Fördern“) vor der bloßen Anforderung von Gegenleistungen („Fordern“).

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Langzeitarbeitslose als Zielgruppe der Sozialpolitik
Untertitel
Zur Wirksamkeit von Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung
Hochschule
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach
Note
1,7
Autor
Dennis Rothstein (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
24
Katalognummer
V367356
ISBN (eBook)
9783668458260
ISBN (Buch)
9783668458277
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arbeitslosigkeit Sozialpolitik Arbeitsgelegenheiten 1-Euro-Job Wirkungsorientierung Soziale Arbeit Sozialmanagement
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dennis Rothstein (Autor:in), 2014, Langzeitarbeitslose als Zielgruppe der Sozialpolitik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367356
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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