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Flüchtlingswelle, Radikalisierung und Solidarität aus der Sicht Österreichs

Title: Flüchtlingswelle, Radikalisierung und Solidarität aus der Sicht Österreichs

Seminar Paper , 2016 , 51 Pages , Grade: 1

Autor:in: Abdullah Pinarbasi (Author), Charlotte Teutrine (Author), Markus Hirczy (Author), Petra Warisch (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities
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Summary Excerpt Details

Das Ziel dieser Arbeit ist das Herausfinden der Unterstützung rechtsradikaler Ideen und Ideologien in Österreich aus soziologischer Perspektive. Ein großes Augenmerk liegt auch auf der Einstellung der Österreicher zur Einwanderung mit Hilfe der Analyse des European Social Survey 2014/2015. Dabei werden auch die soziologischen Eigenschaften der drei Kategorien Rebellen, Passive und Aktive in Österreich analysiert und die Ursachen des zunehmenden Stimmungswechsels in der österreichischen Bevölkerung in Verbindung mit der Flüchtlingswelle untersucht. In weiterer Folge soll auch erklärt werden, wie sich das Wahlverhalten in Österreich seit Beginn der zweiten Republik verändert hat.

Österreich ist ein mitteleuropäischer Binnenstaat, der mit seinen 83.879 km2 im Mittelfeld der europäischen Länder rangiert. Österreich hat knapp 8,7 Millionen Einwohner (Stand 2016), von denen ca. 1,27 Millionen eine ausländische Staatsbürgerschaft besitzen. Im Jahr 2015 kamen zusätzlich rund 89.000 Asylwerber dazu.
Die Bevölkerung teilt sich in 4,38 Millionen Frauen und 4,2 Millionen Männer auf (Stand 2015). Den größten Anteil der Bevölkerung macht die Gruppe der 40 bis 60 Jährigen aus, gefolgt von den 20 bis 35 Jährigen. Österreichs Bevölkerung konzentriert sich vor allem auf die großen Städte. Die Ballungszentren bilden hierbei die 6 größten Städte Wien, Graz, Linz, Klagenfurt, Salzburg und Innsbruck, wobei auf Wien die meisten Einwohner fallen.
Die letzte Nationalratswahl fand im September 2013 statt. Es gab knapp 6,4 Millionen Wahlberechtigte, von denen 4,78 Millionen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machten. Die Wahlbeteiligung lag somit bei 74,9% und ist im Vergleich zur Nationalratswahl 2008 (78,8%) leicht gesunken.
In Österreich wurden seit dem Jahr 1975 972 Parteien registriert. Im Jahr 2016 gibt es im Nationalrat sechs Großparteien. In den letzten Jahren hat sich in der Parteienlandschaft viel getan. Wo früher die Sozialdemokratische Partei (ehemalige Arbeiterpartei) und die Österreichische Volkspartei (ehemalige Unternehmerpartei) die Vormachtstellung hatten, gewinnt die Freiheitliche Partei Österreichs immer mehr an Bedeutung.
Neben den angeführten Parteien sind derzeit noch „Die grünen Alternativen“, das „Team Stronach“ und das „Das neue Österreich und Liberales Forum - NEOS“ im österreichischen Parlament vertreten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Theorien

2.1. Allgemeines

2.2. Auswirkungen des Wandels

2.3. Begrifflichkeiten im Zusammenhang mit der FPÖ

2.3.1. Rechtsextremismus

2.3.2. Rechtspopulismus

3. Forschungsfrage und Ziel der Untersuchung

4. Situation in Österreich

4.1. Migration in Österreich

4.2. Das Prinzip der Gastarbeiterpolitik

4.3. Die Flüchtlingswelle nach Europa

4.4. Asylanträge

5. Politische Veränderungen in Österreich

5.1. Die Ergebnisse der Nationalratswahlen der zweiten Republik

5.2. Die Regierungsprogramme der Großparteien

5.3. Die Geschichte der „Freiheitlichen Partei Österreichs“

5.4. Die Ära Dr. Jörg Haider

5.5. Wählerstromanalyse zur Bundespräsidentenwahl 2016

6. Datenanalyse und Operationalisierung

6.1. Zuwanderung und Einstellung zu anderen Ethnien

6.2. Einstellung gegenüber dem Staat Österreich

6.3. Persönliche Situation

6.4. Einkommen & soziale Aktivität

6.5. Gesundheit & Sicherheit

6.6. Zufriedenheit & Religiosität

6.7. Politik / Einstellungen

10. Daten

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Seminararbeit untersucht aus soziologischer Perspektive die Unterstützung für rechtsradikale Ideen in Österreich sowie die Einstellungen der Bevölkerung zur Einwanderung. Dabei werden Zusammenhänge zwischen soziologischen Charakteristika, politischen Veränderungen und dem Erstarken der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) auf Basis des European Social Survey (ESS) analysiert.

  • Soziologische Analyse der drei Gruppen: Aktive, Passive und Rebellen
  • Entwicklung der FPÖ und deren rechtspopulistische Ausrichtung
  • Flüchtlingssituation und deren Auswirkungen auf das Wahlverhalten
  • Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf politische Einstellungen
  • Analyse von Xenophobie und Integration in Österreich

Auszug aus dem Buch

2.3.1. Rechtsextremismus

Nach Benz (1993) lässt sich der Begriff des Rechtsextremismus auf sieben Kernkategorien reduzieren. Diese umfassen den Nationalismus in aggressiver Form, sowie (klassischen) Antisemitismus und Rassismus, die Intoleranz gegenüber anderen Meinungen, die Betonung eines Militarismus, die Verherrlichung des Nationalsozialismus, die Propagierung von Konspirationstheorien und die gewaltsame Durchsetzung der eigenen Meinung. Je mehr dieser Begriffe auf eine Gruppierung zutreffen, desto extremer ist diese auf dem politischen Spektrum anzusehen. Diese Definition ist allerdings nicht ohne Probleme auf moderne Parteien anzuwenden, da Aspekte wie Antisemitismus und Nationalismus (in Zentraleuropa) kaum, bis gar nicht, Teil des öffentlichen Diskurs werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Umreißt die demografische und politische Ausgangslage Österreichs, insbesondere im Hinblick auf Einwanderung und die wachsende Bedeutung der FPÖ.

2.Theorien: Setzt sich mit den Ideologien der FPÖ, ihrer historischen Herkunft aus dem Lager des Nationalsozialismus und ihrem Wandel zu einer rechtspopulistischen Kraft auseinander.

3. Forschungsfrage und Ziel der Untersuchung: Definiert die zentrale Forschungsfrage nach den Einstellungsunterschieden zwischen den Bevölkerungsgruppen und dem Zusammenhang mit dem Erfolg der FPÖ.

4. Situation in Österreich: Analysiert die Migrationsgeschichte, das Prinzip der Gastarbeiterpolitik und die jüngste Flüchtlingswelle anhand statistischer Daten.

5. Politische Veränderungen in Österreich: Beschreibt die historische Entwicklung der Parteienlandschaft, die Ära Jörg Haider und die Dynamiken bei der Bundespräsidentenwahl 2016.

6. Datenanalyse und Operationalisierung: Präsentiert die empirische Auswertung basierend auf dem ESS, unterteilt in die Kategorien Aktive, Passive und Rebellen.

Schlüsselwörter

Österreich, FPÖ, Rechtspopulismus, Rechtsextremismus, Migration, Flüchtlingswelle, European Social Survey, Radikalisierung, Soziologie, Wahlverhalten, Jörg Haider, Integration, Xenophobie, Politikverdrossenheit, Solidarität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die gesellschaftliche Stimmung in Österreich und untersucht die Unterstützung rechtsradikaler Ideen sowie die Einstellung der Bevölkerung zur Einwanderung vor dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Entwicklung der FPÖ, die Migrations- und Flüchtlingspolitik in Österreich, sowie die Analyse soziologischer Einstellungsmuster innerhalb der Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Unterschiede in den politischen und gesellschaftlichen Einstellungen zwischen den Gruppen der "Aktiven", "Passiven" und "Rebellen" zu identifizieren und zu klären, wie diese mit dem Erstarken der FPÖ korrelieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer quantitativen Datenanalyse der Daten des European Social Survey (ESS) 2014/15 sowie der Studie "Eternal return" aus dem Jahr 2008.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der historischen Einordnung der Parteien, der Analyse des Wahlverhaltens bei der Bundespräsidentenwahl 2016 und einer detaillierten statistischen Auswertung der Einstellungen zu Zuwanderung, Staat, Gesundheit und sozialer Lage.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen FPÖ, Rechtspopulismus, Migration, Radikalisierung und die soziologischen Werteklassen.

Welche Rolle spielt Dr. Jörg Haider in der Untersuchung?

Jörg Haider wird als zentrale Figur für den Wandel der FPÖ zu einer populistischen und politisch erfolgreichen Partei sowie für die inhaltliche und strategische Neuausrichtung der Freiheitlichen analysiert.

Wie unterscheiden sich die Gruppen "Aktive", "Passive" und "Rebellen" in der Analyse?

Die Gruppen unterscheiden sich in ihrem Vertrauen in staatliche Institutionen, ihrem Grad an politischer Partizipation, ihrer Einstellung zur Autonomie und ihrem Umgang mit dem Phänomen Migration.

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Details

Title
Flüchtlingswelle, Radikalisierung und Solidarität aus der Sicht Österreichs
College
University of Vienna  (Soziologie)
Course
Gesellschaftsdiagnosen
Grade
1
Authors
Abdullah Pinarbasi (Author), Charlotte Teutrine (Author), Markus Hirczy (Author), Petra Warisch (Author)
Publication Year
2016
Pages
51
Catalog Number
V367551
ISBN (eBook)
9783668456624
ISBN (Book)
9783668461772
Language
German
Tags
flüchtlingswelle radikalisierung solidarität sicht österreichs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Abdullah Pinarbasi (Author), Charlotte Teutrine (Author), Markus Hirczy (Author), Petra Warisch (Author), 2016, Flüchtlingswelle, Radikalisierung und Solidarität aus der Sicht Österreichs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367551
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