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Die Stellung der Kirchenmusik in Korea. Praxis, Publikationen und Perspektiven

Title: Die Stellung der Kirchenmusik in Korea. Praxis, Publikationen und Perspektiven

Diploma Thesis , 2010 , 48 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Koron (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Diese Arbeit untersucht die Stellung der Kirchenmusik in Korea. Korea ist ein Land, das seit jeher ein Hort der Religion ist. Durch die geographische Nähe zu China hat es schon immer einen starken kulturellen Austausch zwischen den beiden Ländern gegeben. Auch über China kam Korea erstmalig mit dem Christentum in Kontakt.

Einen leichten Stand hatte die Lehre des menschgewordenen Gottes Israels anfangs nicht neben den im Volk tief verankerten Lehren des Buddhismus und Konfuzianismus, und so blühte das Christentum erst richtig nach Einzug der Schutzmacht gegen den Kommunismus, den Vereinigten Staaten von Amerika, in Südkorea auf.
Das 20. Jahrhundert brachte viel Leid über die Bewohner der koreanischen Halbinsel: Japanische Besatzung und Plünderung in den Jahren von 1910 bis 1945, ein sowjetisch- chinesisch- amerikanischer Krieg auf der koreanischen Halbinsel, eine Staatsteilung und damit weitere außenpolitische Schwächung gegenüber den großen Nachbarstaaten Koreas, Zertrennung von Familien auf die zwei koreanischen Teilstaaten, eine Militärdiktatur bis1987 in Südkorea und in Nordkorea bis heute und eine andauernde Gefahr eines Krieges, ausgetragen mit den mörderischsten aller Waffen, bis heute.

Um die Bedeutung der Kirchenmusik in Korea nachvollziehen zu können, muss geschaut werden, wie das Christentum mit seiner Musik sich in Korea etabliert hat. Erst nach dieser Betrachtung kann ein Ausblick auf die Herausforderungen der nahen Zukunft gewagt werden. Das soll diese Arbeit leisten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

Die ursprünglichen Religionen Koreas

Der Schamanismus

Der Buddhismus in Korea

Der Konfuzianismus

Die Geschichte des Christentums in Südkorea

Die Min- Chung- Theologie

Überblick über die verschiedenen christlichen Konfessionen und Verbände

Die Situation der Christen in Nordkorea

Der lange Weg zum koreanischen protestantischen Gesangbuch

Querschnitt durch die in Korea erhältlichen Zeitschriften für Musik und Kirchenmusik

Koreanische Komponisten

Die Orgellandschaft

Einige Beispiele für bedeutende deutsche Orgelbauten in Korea:

Sung- Hoon Hong, ein koreanischer Orgelbaumeister

Handglockenchöre in Korea

Die Stellung der Kirchenmusik in Südkorea

Die kirchenmusikalische Ausbildung

Perspektiven

Entwicklung der kirchlichen Musikkultur

Probleme und Erfordernisse

Ausblick auf künftige Entwicklungen

Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Stellung der Kirchenmusik in Korea, wobei der Fokus auf der musikpraktischen Anwendung, den relevanten Publikationen sowie zukünftigen Perspektiven liegt. Ziel ist es, die Etablierung des Christentums in Korea in den Kontext seiner musikalischen Ausprägung zu setzen, um ein Verständnis für die kulturellen Herausforderungen und die Rolle der Musik innerhalb der koreanischen Kirchengemeinden zu gewinnen.

  • Historische und religiöse Einflüsse in Korea (Schamanismus, Buddhismus, Konfuzianismus).
  • Die Entwicklung des Christentums und die Bedeutung der Min-Chung-Theologie.
  • Die Entstehungsgeschichte des koreanischen protestantischen Gesangbuches.
  • Strukturen der Orgellandschaft und die Rolle des Orgelbaus in Korea.
  • Kritische Analyse der kirchenmusikalischen Praxis und Ausbildung.

Auszug aus dem Buch

Die Min- Chung- Theologie

Sie entwickelten die sog. „Min- chung- Theologie“ („Min- chung“ heißt „Volk“) als Kirche des Volkes und der Armen, die nicht das subjektive Gotteserlebnis zum Ziel hatte, sondern die Erfahrung der Gleichheit und Gemeinschaft im Leid. Die Bibel wurde dabei zum Leitfaden für rechtes Handeln. Die Predigten waren weniger abstrakt ausgerichtet als vielmehr auf persönliche Erlebnisse des Leidens. Der Alltag der Gläubigen wurde zum Thema der Gottesdienste. Auch die Gebete wurden dadurch viel persönlicher.

Die „Min- chung- Theologie“ wird auch als die „Theologie des Erzählens“ bezeichnet, weil sie die im Christentum lange vernachlässigte Form des Erzählens wieder in den Gottesdienst eingliedert und der Schriftlesung mindestens gleichstellt. Die armen, unterdrückten und entmachteten Menschen, die Figuren des Evangeliums also, werden zu den Trägern des Gottesdienstes. Die Min- Chung- Theologie macht darauf aufmerksam, das gerade die Bibel hauptsächlich aus Erzählungen besteht. Besonders wegen der vielen leidvollen Erfahrungen des koreanischen Volkes in der jüngeren Vergangenheit konnten sich die Koreaner mit dem Christentum leicht identifizieren.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Der Abschnitt skizziert die religiöse Landschaft Koreas und die historische Einbettung des Christentums unter Berücksichtigung nationaler Krisen und der Missionstätigkeit.

Die ursprünglichen Religionen Koreas: Dieses Kapitel erläutert die prägenden Einflüsse von Schamanismus, Buddhismus und Konfuzianismus auf das gesellschaftliche und kulturelle Leben Koreas.

Die Geschichte des Christentums in Südkorea: Hier wird der historische Verlauf der christlichen Missionierung und die Entwicklung hin zu einer einflussreichen religiösen und politischen Kraft beschrieben.

Der lange Weg zum koreanischen protestantischen Gesangbuch: Die Darstellung dokumentiert die Bemühungen zur Vereinheitlichung von Liedgut und Texten sowie die kulturelle Funktion des Gesangbuches für die koreanische Bevölkerung.

Querschnitt durch die in Korea erhältlichen Zeitschriften für Musik und Kirchenmusik: Eine Übersicht über die Medienlandschaft, die junge Musiker fördert und die Verbreitung von (Kirchen-)Musik unterstützt.

Die Orgellandschaft: Dieser Teil beschreibt den Import europäischer Orgelbautraditionen und die Rolle von Orgelbaumeistern wie Sung-Hoon Hong in Korea.

Die Stellung der Kirchenmusik in Südkorea: Das Kapitel analysiert den aktuellen Stand der kirchenmusikalischen Ausbildung und die noch geringe Etablierung eigener, authentischer Traditionen.

Perspektiven: Ein Ausblick auf die künftige Entwicklung, der die finanzielle Autarkie der Gemeinden und die Diskrepanz zwischen musikalischer Praxis und tiefgreifender theologischer Verankerung beleuchtet.

Schlüsselwörter

Kirchenmusik, Korea, Christentum, Gesangbuch, Min-Chung-Theologie, Orgelbau, Missionierung, Gottesdienst, koreanische Kirchen, Gemeindemusik, Tradition, Moderne, Ausbildung, religiöse Kultur, Chormusik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und der aktuellen Situation der Kirchenmusik in Korea, unter Berücksichtigung historischer, religiöser und soziokultureller Faktoren.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Themen sind die Geschichte der christlichen Konfessionen in Korea, die Entwicklung des protestantischen Gesangbuches sowie die Infrastruktur der Musikvermittlung und des Orgelbaus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuzeichnen, wie sich das Christentum und die damit verbundene Kirchenmusik in Korea etabliert haben und welche Herausforderungen für eine eigenständige Musikkultur bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse und einer deskriptiven Darstellung der kirchenmusikalischen Praxis, basierend auf Literatur und persönlichen Beobachtungen des Autors.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in historische Grundlagen, eine Analyse der Gesangbuch-Entwicklung, Beschreibungen der Orgellandschaft und der aktuellen kirchenmusikalischen Ausbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Wichtige Begriffe sind Kirchenmusik, Korea, Gesangbuch, Min-Chung-Theologie und die Rolle von missionarisch geprägter Kirchenmusik.

Welche Rolle spielt der Orgelbau für das koreanische Kirchenleben?

Der Orgelbau dient oft als Statussymbol. Da es lange keinen eigenen Orgelbau gab, wurden Instrumente vorzugsweise aus Deutschland importiert, um repräsentative Standards zu setzen.

Wie ist die Finanzierung der Kirchen in Korea organisiert?

Es gibt keine Kirchensteuer; die Gemeinden finanzieren sich vollständig über Spenden ihrer Mitglieder, was den Kirchen eine hohe finanzielle Autarkie, aber auch eine starke Abhängigkeit von großzügigen Spendern verleiht.

Welche Kritik übt der Autor an der gegenwärtigen Kirchenmusikpraxis?

Der Autor kritisiert eine zunehmende Instrumentalisierung der Musik zum Zwecke der Selbstdarstellung und der "Seelenfängerei" anstelle einer tiefgehenden, vom Glauben getragenen musikalischen Verkündigung.

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Details

Title
Die Stellung der Kirchenmusik in Korea. Praxis, Publikationen und Perspektiven
College
University of Protestantic Church Music Herford
Grade
2,7
Author
Koron (Author)
Publication Year
2010
Pages
48
Catalog Number
V367738
ISBN (eBook)
9783668461215
ISBN (Book)
9783668461222
Language
German
Tags
Korea Nordkorea Südkorea Kirchenmusik Kirche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Koron (Author), 2010, Die Stellung der Kirchenmusik in Korea. Praxis, Publikationen und Perspektiven, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367738
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