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Richtig intervenieren? Annäherung an ein Zuordnungssystem von Interventionsmaßnahmen und Unterrichtsstörungen

Prävention, Intervention, Unterrichtsstörungen. Der Umgang mit schwierigen Schülern

Title: Richtig intervenieren? Annäherung an ein Zuordnungssystem von Interventionsmaßnahmen und Unterrichtsstörungen

Bachelor Thesis , 2016 , 61 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Didactics - Business economics, Economic Pedagogy
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Im Folgenden besteht das Ziel zum einen darin, allgemeine Anforderungen an Lehrkräfte für den Umgang mit Unterrichtsstörungen (US) zu erarbeiten, die für die Entwicklung der Schüler förderlich sind. Zum anderen sind Interventionsmaßnahmen vorzustellen und zu begründen, die sich in der Literatur als pädagogisch wertvoll etabliert haben. Das Hauptanliegen ist, bestimmten Arten von Störungen entsprechende Interventionsmaßnahmen zuzuordnen und somit eine Orientierungsmöglichkeit für die Störungsbewältigung zu schaffen. Die konkreten Fragen, denen dazu nachgegangen wird, können wie folgt formuliert werden: Welche Arten von US gibt es? Welche pädagogisch wertvollen Interventionsmöglichkeiten stehen Lehrkräften zur Verfügung? Welche Grundsätze sind bei ihrer Durchführung zu beachten? Welche Interventionsmaßnahmen eignen sich für welche Arten von US?

„Störungsfreier Unterricht ist eine didaktische Fiktion“ – Die Aussage LOHMANNS weist auf eine Problematik hin, die Lehrkräften und allen anderen Beteiligten des Schulsystems seit Jahrhunderten eine Sorge bereitet. Sie ist jedoch nicht als Appell zu verstehen, Unterrichtsstörungen (US) hinzunehmen und als unveränderbar anzusehen. Vielmehr kann daraus entnommen werden, wie wichtig es ist, stets auf US vorbereitet zu sein und ein Handlungsrepertoire für ihre Bewältigung parat zu haben. Erscheinungsformen von US sind vielfältig und reichen von harmlosen Zwischenfällen bis hin zu ausgeprägten Konflikten, die das Zusammenleben in einer Klasse erschweren. Als Folge wird neben der Beeinträchtigung des aktuellen „Lehr-Lernprozess[es]“ und dem teilweise erheblichen Zeitverlust in der Stunde, oftmals auch die Gesundheit der Lehrkräfte in Mitleidenschaft gezogen. Nicht zuletzt können ständig wiederholende Störungen und Entmutigungen durch Misserfolge im Umgang mit ihnen einen Beitrag dazu leisten, dass sie an einer seelischen Erschöpfung, dem „Burn-out“ erkranken. Das Belastungserleben von Lehrkräften kann ebenso Auswirkungen auf das „Klassenklima“ , die Unterrichtsqualität, und somit auch auf den Erfolg von Schülern haben. Folglich ist es im Interesse aller Beteiligten, Maßnahmen zur Intervention, sprich zur Bewältigung von US, genauer anzusehen.

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Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Unterrichtsstörungen

2.1 Definition

2.2 Situation

2.3 Lehr-Lern-Prozess

2.4 Klassifikation

3 Interventionsmaßnahmen

3.1 Anforderungen an Lehrkräfte

3.2 Klassifikation

3.2.1 Lehrerzentrierte Intervention

3.2.1.1 Maßnahmen bei akuten Störungssituationen

3.2.1.2 Maßnahmen bei wiederkehrenden Störungen

3.2.2 Kooperative Intervention

4 Zuordnungssystem

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit zielt darauf ab, ein theoretisch begründetes Zuordnungssystem zu entwickeln, das Lehrkräften als Orientierungshilfe dient, um spezifische Interventionsmaßnahmen bei unterschiedlichen Arten von Unterrichtsstörungen zielgerichtet und pädagogisch wertvoll einzusetzen.

  • Analyse und Definition des Begriffs Unterrichtsstörung
  • Klassifizierung von Störungsarten nach unterschiedlichen Kriterien
  • Erarbeitung von Anforderungen an Lehrkräfte bei der Störungsintervention
  • Vorstellung und Begründung pädagogisch wertvoller Interventionsmethoden
  • Entwicklung eines Zuordnungssystems für verschiedene Störungssituationen

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition

In der Literatur finden sich verschiedene Auffassungen darüber, was US sind. Die Antwort auf diese Frage ist von großer Bedeutung, da die Definition bestimmt, wann Ereignisse als Störungen einzustufen sind und wer darüber entscheidet. Eine verbreitete Definition nach WINKEL lautet: „Eine Unterrichtsstörung liegt dann vor, wenn der Unterricht gestört ist, d. h. wenn das Lehren und Lernen stockt, aufhört, pervertiert, unerträglich oder inhuman wird.“. So ist ein Verhalten nur als eine US einzustufen, wenn der Lehr-Lern-Prozess negativ beeinflusst wird. Zusätzlich weist WINKEL darauf hin, dass es keine verbindlichen Kriterien gibt, wann Lehr-Lern-Prozesse gestört sind. Ein Verhalten wird von allen Beteiligten unterschiedlich wahrgenommen und interpretiert, sodass Lehrkräfte und Schüler selbst entscheiden, wann sie sich in ihrem Lehr-Lern-Prozess gestört fühlen. Um eine willkürliche Einschätzung zu vermeiden, werden Lehrkräfte aufgefordert, von subjektiven Maßstäben Abstand zu nehmen und zu hinterfragen, ob der Unterricht tatsächlich beeinträchtigt wird.

BILLER ist ähnlicher Auffassung und beschreibt US als „Alles, was den Prozess oder das Beziehungsgefüge von Unterrichtssituationen unterbricht oder unterbrechen könnte, (…).“. Auch BILLER definiert US „vom Unterricht aus" und betont, dass Lehrkräfte und Schüler unterschiedlich darüber Urteilen können, ob und in welchem Maße eine Störung vorliegt. Anders als WINKEL empfindet BILLER die subjektiven Wahrnehmungen nicht als eine Störquelle, sondern eine notwendige Bedingung, um von der Existenz einer Störung sprechen zu können. Bei der Beurteilung richten sich Lehrkräfte nach verschiedenen Normmaßstäben, die in sozio-kulturellen, statischen und subjektiven Normen unterscheiden werden können. Soziokulturelle Normen meinen Gesetze, Verhaltensregeln u. Ä., die in der Gesellschaft anerkannt sind, während sich objektive Normen aus dem durchschnittlichen Verhalten einer Gruppe ergeben, die als normal empfunden werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Problematik von Unterrichtsstörungen ein, verdeutlicht deren negative Auswirkungen auf das Klassenklima sowie die Lehrkraftgesundheit und leitet die Zielsetzung der Arbeit her.

2 Unterrichtsstörungen: Hier werden Definitionen von Unterrichtsstörungen, das Konzept des Lehr-Lern-Prozesses und verschiedene Klassifikationsansätze wissenschaftlich diskutiert.

3 Interventionsmaßnahmen: Das Kapitel erarbeitet Anforderungen an Lehrkräfte bei der Intervention und stellt verschiedene pädagogisch wertvolle lehrerzentrierte sowie kooperative Maßnahmen vor.

4 Zuordnungssystem: Auf Basis der vorangegangenen Kapitel wird ein Zuordnungssystem entwickelt, das verschiedenen Störungsarten und Eskalationsstufen spezifische Interventionsmöglichkeiten zuweist.

5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, reflektiert die Ergebnisse kritisch und diskutiert den Nutzen des entwickelten Orientierungsrahmens.

Schlüsselwörter

Unterrichtsstörungen, Interventionsmaßnahmen, Zuordnungssystem, Pädagogik, Lehrkraft, Klassenklima, Schülerverhalten, Konfliktlösung, Verhaltensmodifikation, Lehr-Lern-Prozess, Eskalationsstufen, Erziehungsauftrag, soziale Kompetenzen, Trainingsraum, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der professionellen Bewältigung von Unterrichtsstörungen durch Lehrkräfte, um den Lehr-Lern-Prozess aufrechtzuerhalten und Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition von Störungen, die Bedeutung der Lehrer-Schüler-Beziehung, verschiedene Interventionsmethoden sowie die systematische Zuordnung von Maßnahmen zu konkreten Störungssituationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist die Entwicklung eines Zuordnungssystems, das Lehrkräften hilft, intuitives Handeln durch fundierte, pädagogisch wertvolle Interventionsentscheidungen zu ersetzen.

Welche wissenschaftlichen Ansätze werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf lerntheoretische Grundlagen (Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus) sowie auf Konzepte der Konfliktlösung (z.B. nach Gordon) und der Verhaltensmodifikation (nach Redlich/Schley).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Definitionen, Klassifikationen von Störungen) und die praktische Anwendung (Anforderungen an Lehrkräfte und Darstellung von Interventionsmöglichkeiten).

Welche Charakteristika definieren die Arbeit?

Sie ist durch eine theoretisch fundierte, praxisorientierte Perspektive gekennzeichnet, die nicht nur kurzfristige Störungsbeseitigung, sondern langfristige erzieherische Einflüsse in den Fokus rückt.

Warum spielt der "Trainingsraum" eine Rolle?

Das Trainingsraum-Programm wird als schulorganisatorische Maßnahme angeführt, um Schülern bei intensiven Störungen die Gelegenheit zum eigenverantwortlichen Denken und zur Verhaltensänderung zu bieten.

Was bedeutet das Prinzip "Konfliktlösung ohne Niederlagen"?

Hierbei handelt es sich um eine kooperative Methode nach Gordon, bei der Bedürfnisse von Lehrern und Schülern gleichberechtigt kommuniziert werden, um gemeinsam Lösungen zu finden, die alle Beteiligten zufriedenstellen.

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Details

Title
Richtig intervenieren? Annäherung an ein Zuordnungssystem von Interventionsmaßnahmen und Unterrichtsstörungen
Subtitle
Prävention, Intervention, Unterrichtsstörungen. Der Umgang mit schwierigen Schülern
College
University of Duisburg-Essen
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2016
Pages
61
Catalog Number
V367901
ISBN (eBook)
9783668462472
ISBN (Book)
9783668462489
Language
German
Tags
Prävention Intervention Unterrichtsstörungen Delinquenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2016, Richtig intervenieren? Annäherung an ein Zuordnungssystem von Interventionsmaßnahmen und Unterrichtsstörungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367901
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